Archive for the ‘Chile’ Category

11.07.2008 von Benjamin Kiersch
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Christian Galvez und Danilo Rojas en concierto

von Benjamin Kiersch

Es ist ziemlich selten, dass sich große Jazz-Künstler in Cochabamba ein Stelldichein geben, und umso erfreulicher, wenn gleich zwei zusammen kommen, um ein Konzert zu geben – so geschehen im Teatro Achá vor zwei Wochen.

Danilo Rojas aus La Paz, über den wurde bereits ausführlich in diesem Blog berichtet wurde, eröffnete das Konzert mit ein paar eigenen Kompositionen sowie – seine Spezialität, jazzigen Arrangements bolivianischer Standards wie „Palmeras“, eine Polaca Beniana, aus der Feder seines Vaters Gilberto Rojas, oder La Paloma, eine klassische Cueca. Begleitet wurde Danilo von Edwin Carrillo (Schlagzeug), einem Perkussionisten, Alvaro Monenegro (Flöte und Sopransaxophon) sowie Christian Gálvez am Bass. Danilos Spiel ist wunderbar lyrisch, wenn auch nicht so energiegeladen und druckvoll wie auf seinen – äußerst hörenswerten – Aufnahmen Jazz in Bolivia (2003) und Lunar (2007). Alvaro Montenegro hingegen brillierte mit virtuosen, kraftvollen Soli, die… weiter lesen

16.06.2008 von Benjamin Kiersch
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Ganz legal verloren

von Benjamin Kiersch

Da hat nun die FIFA auf ihrem Kongress in Sydney Ende Mai das Verbot für internationale Fußballspiele über 2750 m Höhe, das in Bolivien, Ecuador und Peru zu großen Protesten geführt hatte, gerade aufgehoben, nachdem sich Präsident Evo Morales mit spektakulären Aktionen für den Erhalt von La Paz als Austragungsort der WM-Qualifikation eingesetzt hatte. Und dann das. Mit einem blamablen 0:2 musste sich die bolivianische Nationalmannschaft gestern Abend von ihren chilenischen Kollegen zu Hause im Hernan-Siles-Stadion in La Paz auf 3600 m Höhe vorführen lassen.

In der ersten Halbzeit gab es keine wirklich gefährlichen Szenen, bis auf einen schönen Fallrückzieher des chilenischen Stürmers Gary Medel zum 1:0 in der 17. Minute.

Der Mann des Abends: Gary Medel. Foto: AFP/FIFA

Der Mann des Abends: Gary Medel.

Zwar litten die Chilenen in der zweiten Halbzeit deutlich unter Atemnot – das Spiel… weiter lesen

10.06.2008 von Benjamin Kiersch
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Nachtrag zum Tag des Ozeans

von Benjamin Kiersch

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Könnten die Chilenen nicht mal ein klitzekleines Zugeständnis machen, damit der 8. Juni in Bolivien im nächsten Jahr angemessen begangen werden kann? Und sich die patriotischen Plastiktüten, die mir die freundliche Bedienung im Supermarkt an der Ecke regelmäßig mit Bier, Milch und Katzenfutter belädt, stattdessen mal mit Seeaal, Adlerfisch und reineta füllen?

Das Boliblog würde das sehr begrüßen.

Tenga buen día!

18.03.2008 von Benjamin Kiersch
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FIFA-Tieflandkicker boykottieren La Paz

von Benjamin Kiersch

Die FIFA hat das Verbot von internationalen Fußballspielen in großen Höhen bestätigt. In seiner Sitzung am Freitag bekräftigte das FIFA-Exekutivkomitee seine Entscheidung vom Mai 2007 und lehnte einen Antrag des südamerikanischen Fußballverbands ab, die Vorschrift rückgängig zu machen.

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Evo schiebt sich an einem Argentinier vorbei…

Seit Freitag gelten folgende Regeln für internationale Partien: Ab 2500 m Höhe sollten sich Spieler und Schiedsrichter mindestens drei Tage am Spielort akklimatisieren, ab 2750 m ist eine Akklimatisierung von 1 Woche obligatorisch, und ab 3000 m sind Spiele generell verboten. Ausnahmen sind möglich, sofern sich Spieler und Schiedsrichter mindestens 2 Wochen an die Höhe gewöhnen können.

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… schiesst mit rechts …

Das heißt im Klartext: Ab sofort dürfen im Stadion von La Paz (3640 m), traditioneller Austragungsort internationaler Fußballspiele in Bolivien, keine WM-Qualifikationsspiele mehr stattfinden. Auch die Stadien von Oruro (3800 m) und Potosí (4070 m) sind für internationale Partien tabu.… weiter lesen

21.12.2006 von Benjamin Kiersch
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Phantastisch, Francisco de la Maza!

von Benjamin Kiersch

Du bist Bürgermeister des Reichenbezirks Las Condes von Santiago de Chile, gehörst der rechtskonservativen “Unabhängigen Demokratischen Union” (UDI) an, und hast, nachdem die Tränen getrocknet sind, tage- und nächtelang lang gegrübelt, wie Du Deinem General die letzte Ehre erweisen kannst. Ihn unsterblich verewigen zwischen Boutiquen, Fitnesscentern und luxuriösen Apartmentblocks. Schließlich bist Du auf die großartige Idee gekommen, eine Straße nach ihm zu benennen. Und zwar nicht irgendeine, sondern – hehe – genau die Calle Burgos, in der die Sozialistenschlampe Michelle Bachelet residiert, die Dein geliebter General in der Villa Grimaldi foltern ließ. Das, befanden Deine Kollegen im Stadtrat, sei zwar eine unnötige Provokation, aber stimmten gleichwohl zu, zu prüfen, welcher Straße diese Ehre nun stattdessen zuteil wird.

Das ist ganz großes Kino, Francisco! Weiter so! Aber mal im Ernst: Wäre es nicht besser, Du würdest Deine Siebensachen packen und nach Südpatagonien ziehen? Ins ewige Eis? Dort stehen bereits… weiter lesen

15.12.2006 von Benjamin Kiersch
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Zum Tode Pinochos, cont’d…

von Benjamin Kiersch

¡Ya llegó!

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13.12.2006 von Benjamin Kiersch
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Chilenisches Militär!

von Benjamin Kiersch
Eimer.jpg Da habt ihr also eurem Ex-Chef mit lächerlichen Eimern auf dem Kopf das letzte Geleit gegeben, den Sarg in einen Puma-Hubschrauber geladen und ihn ins Badeörtchen Con-Con geflogen, um ihn würdevoll einäschern zu lassen. Wäre es nicht angemessen gewesen, ein paar Kilometer weiter über den Pazifik hinauszufliegen und die Leiche in einem Sack über dem offenen Meer zu entsorgen? Genau so, wie ihr es 17 lange Jahre lang mit Hunderten zu Tode gefolterter politischer Flüchtlinge fleißig geübt habt?

Wie bitte? Das wäre nicht fair, denn Pinochet hatte von den über dreitausend Morden keine Ahnung? Das waren Überreaktionen verrückter Einzeltäter?

Na dann ist ja alles gut.

Weggetreten!

11.12.2006 von Benjamin Kiersch
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Zum Tode Pinochos

von Benjamin Kiersch

Aus gegebenem Anlass muss sich dieses Blog gleich nach seiner Geburt mit einem Todesfall beschäftigen. Statt Leichenrede eine Auswahl aussagekräftiger Zitate des gestern erloschenen Diktators aus Valparaíso, zusammengestellt vom Mercurio aus Santiago. Übersetzung: B.K.

“Die Demokratie, die wir immer respektiert haben, wird vom Militär verwaltet, um zu verhindern, dass sie vergewaltigt wird.” (31. Dezember 1973)

“In diesem Land bewegt sich kein Blatt, ohne dass ich es bewegt habe, dass das klar ist.” (13. Oktober 1981)

“Ich sehe sie von oben, weil Gott mich dort eingesetzt hat; die Vorsehung, das Schicksal, wie Sie es nennen wollen, hat mich eingesetzt.” (2. Juli 1987)

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“Ich habe einen bitteren Gesichtsausdruck, vielleicht nennen sie mich deswegen Diktator.” (24. April 1986)

“Ich drohe nicht, ich bin es nicht gewohnt, zu drohen.” (14. Oktober 1989)

“Hoffentlich versuchen sie einen Putsch, sie werden sehen, wie ich sie zerdrücke.” (2. Dezember 1982, zu

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