Am vergangenenen Samstag verabschiedete Finanzminister Venezuelas, Rodrigo Cabezas, den Internationalen Währungsfonds (IWF) und die Weltbank aus seinem Land: “Señores del Banco Mundial, señores del Fondo Monetario Internacional: chao con ustedes. Venezuela es libre… es soberana“ erklärte Cabezas und fügte hinzu, durch die vorzeitige Tilgung der Schulden bei der Weltbank habe Venezuela 8 Millionen Dollar gespart.
Venezuela ist nach Brasilien, Argentinien und Uruguay das vierte Land Lateinamerikas, dass seine Schulden vorzeitig an IWF und Weltbank zurückzahlt. Ecuador hat angekündigt, eine vorzeitige Schuldentilgung in Erwägung zu ziehen – aus Protest gegen die ökonomischen Konditionen, die IWF und Weltbank an die Vergabe ihrer Kredite knüpfen. Dass diese Konditionen beispielsweise im Fall Boliviens auch tödliche Kosequenzen hatten, kann man in dem exzellenten Bericht von Jim Shulz zu den Vorfällen während des “schwarzen Februars” in La Paz vor vier Jahren nachlesen.
A propos IWF: Ebenfalls am Wochenende protestierte die argentinische Finanzministerin Felisa Miceli… weiter lesen