Lesenacht: Keine andere Wahl

Ok mühsam nährt sich das Eichhörnchen und versucht dreimal das Blogpasswort einzugeben, egal, setzt das Passwort zurück, ok, geht doch, also, wollte sagen, ich hab in der Schaubühne gelesen, Magazin Lesenacht, hat Spaß gemacht, lustige Veranstaltung, auch weil sechs Leute je eine halbe Stunde lesen und es demnach wirklich lange dauert bis alle durch sind, und bis man z.B. als fünfte dran ist, ist das meiste auch schon ausgetrunken, was hinten so im Kühlschrank stand – aber wie unhöflich wäre es auch, das nicht auszutrinken! –, aber man liest dann trotzdem, was auch problemlos geht, weil das Licht so eingestellt ist, dass man nicht sieht, dass da 500 Leute sitzen plus die Stehplätze, und man sieht eh nur den Tisch und die eigenen Zettel mit dem Text, also bleibt nicht viel übrig, als genau das vorzulesen, was auf den Zetteln steht, was auch ok ist, weil, naja, es gibt keine andere Wahl, also liest man das und irgendwann ist man fertig und man geht wieder nach hinten und raucht einen Zigarillo, von dem das Ende so zerkrümelt ist, dass man die Hälfte isst, egal, bestimmt gesund im Vergleich zu dem Rest, den man so isst auf der Messe (z.B. China-Box vorhin, ich schwöre es ist gesünder eine ganze Packung Zigarillos zu essen), und dann fährt man zur Party der Jungen Verlage / der Unabhängigen Verlage, was immer noch ein blöder Name ist, weil es keine Party der Alten Verlage / der Abhängigen Verlage gibt, aber egal, R. zahlt den Eintritt und die Getränke und sagt „Springer lässt springen“ und dann trinke ich zwei von etwas, was „Polnische Hochzeit“ heißt und wir gucken auf die ganzen Leute und alles und R. sagt: „Wenn wir heiraten, gehört die Hälfte davon dir!“, und ich frage: „Ok welche Hälfte?“ und sie sagt „Die kleinere, haha.“ und ich sage „Bitte die ohne die Leute“ und sie sagt „ok“ und dann reden wir noch was, was privat ist.

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