Vor der Buchmesse: Ich packe meinen Koffer

Übermorgen geht die Buchmesse los, morgen fahren wir hin, heute freuen wir uns vor. „Bloggst du schon wieder für die taz?“, hat mein Freund M. mich gefragt, „ich dachte, du bist inzwischen erwachsen!“ Ich blogge also für die taz, zum 10. Mal, Jubiläum, fast könnte man einen Pappbecher Sekt trinken oder sogar mehrere.

Buchmesse ist immer auch ein bisschen Klassenfahrt, aber diesmal ist es komisch; man kann nicht wie immer betrunken zwischen Bücherstapeln abhängen, wenn einige von denen, die die letzten Male dabei waren, diesmal nicht können, weil sie im Scheißgefängnis sitzen. Deniz Yücel ist immer noch in Haft, vorhin hat die taz eine SMS geschrieben, sie sammeln Selfies mit #freedeniz-Statements von Autor_innen, damit Deniz und die anderen auch auf der Buchmesse nicht in Vergessenheit geraten.

Deniz‘ Verlage – Edition Nautilus, Jungle World, taz und Verbrecher Verlag – rufen dazu auf, ab und zu einen Text von Deniz vorzulesen, wo man eh schon so viel liest auf der Buchmesse. Es haben sich schon einige Veranstalter angeschlossen.

Die letzte Buchmesse in Frankfurt war das letzte Mal, als ich Deniz gesehen hab, man stand und saß so rum, wie man auf der Buchmesse rumsteht und rumsitzt, seine Schwester und seine Freundin waren da, alles war normal, so normal wie es wieder werden soll.

Bis dahin tun wir unser Bestes. Donnerstagvormittag hab ich eine Veranstaltung mit Ronja von Rönne, es geht um schlechte Laune, wir sind als Expertinnen eingeladen. Titel ist „Fuck fuck fuck fuck fuck“. Ronja muss dafür den Zug um 7 Uhr nehmen, so bereiten sich Profis vor.

Kommentare (2)

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  1. Ähm, was ist daran besonders, einen Zug um 7 Uhr zu nehmen?
    Luxusprobleme sage ich da nur. In China fällt ein Sack Reis um.