22.01.2012 von Achmed Khammas
In Berlin wird ein Araber in seiner Wohnung erschossen. In Serbien treffen sich die Anhänger eines vergessenen Erfinders. In Sibirien verschwindet ein Ort von der Landkarte. Nur einer weiß, wie die Ereignisse zusammenhängen: Jack Wilson, Elite-Ingenieur mit indianischen Wurzeln. Zur Sonnenwende wird er die Zivilisation an ihr Ende bringen. Am Tag des Todestänzers …
So lautet jedenfalls der Klappentext des merk-, denk- und lesewürdigen Romans Der Todestänzer von John F. Case, erschienen im Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main, 2008. Wobei ich stark hoffe, daß solche Realitätsmodelle schön brav in ihren Buchdeckeln verbleiben. Denn sonst würde ich mir wirklich in die Hosen machen…

Es ist ein etwas seltsamer Roman, besonders am Schluß, wenn der Protagonist Jack Wilson seine lange geplante und aufwendige Rache-Aktion (mit einem Resonanz-EPM) deshalb nicht durchführt, weil seine frisch angetraute Liebe – wie er erst im allerletzten Moment erfährt – einen Herzschrittmacher hat. Statt dessen opfert… weiter lesen
25.12.2011 von Achmed Khammas
Im Laufe des Jahres wurde nachgewiesen (was alle SF-Leser natürlich schon längst wußten), daß die Lichtgeschwindigkeit mitnichten nicht überschritten werden kann. An der theoretischen Widerlegung Einsteins hatten Aberhunderte Wissenschaftler und Hobbyforscher Jahrzehntelang gearbeitet, ohne daß sie jemals besonders wahrgenommen worden sind.
Um so hübscher, daß die Überlichtgeschwindigkeit nun – so wie es sich gehört – aus dem Labor kommt, und dort auch mehrfach verifiziert wurde.
Diese Meldung hier bedeutet mir aber eine noch größere Freude: es geht um Solarzellen mit einem Wirkungsgrad von 114 % – was natürlich erklärungsbedürftig ist.
Aber alleine schon die ‚offizielle Akzeptanz’ einer Überschreitung der bislang ebenso festbetonierten Meinung, daß ein Wirkungsgrad über 100 % physikalisch (oder sonstwie) unmöglich sei, sollte die Sektkorken zum ploppen bringen..!
Im März dieses Jahres erschien eine Studie amerikanischer Physiker der Colorado School of Mines um Mark Lusk, in der berechnet wurde, inwieweit die Größe von Quantenpunkten Einfluß auf… weiter lesen
06.11.2011 von Achmed Khammas
Endlich!! Es war wirklich höchste Zeit!
Statt mit einer Kamera-Drohne in Nachbars Kamin zu linsen, kann man schon bald selber mit Blüten (oder Farbeiern) von oben werfen: Sobald nämlich das Start-up e-volo aus Karlsruhe seinen Multicopter vermarktet – ein ultraleichtes Fluggerät von rd. 5 x 5 m Größe, dessen vier Ausleger mit jeweils vier Elektropropellern für den senkrechten Aufstieg sorgen:

Das Leergewicht beträgt etwa 80 kg, und die Lithium-Akkus bieten gegenwärtig – je nach Zuladung – eine Flugdauer von bis zu 20 Minuten. Und das ist natürlich erst der Anfang!
Auf einem Video ist zu sehen, wie der Prototyp des Multicopters vor kurzem seinen Jungenflug absolviert hat. Glückwunsch, Jungs!!
07.10.2011 von Achmed Khammas
Ein herzlicher Glückwunsch geht an die US-Firma Pipistrel, die sich allerdings nicht mit Urologie beschäftigt, wie der Name implizieren könnte, sondern mit Elektroflugzeugen. Mit ihrem Taurus G4 hat sie jüngst den 1,35 Mio. $ schweren NASA-Preis des Green Flight Challenge gewonnen – im Wettbewerb gegen 13 Teams.
Das Konzeptflugzeug für vier Personen, die jeweils zu zweit in getrennten Gondeln sitzen, besteht aus einer leichten Kohlefaser-Kevlar-Konstruktion und wird von Lithium-Polymer-Akkus und einem leistungsstarken Elektroantrieb in die Luft gebracht:

Im Gegensatz zu dem Taurus Electro G2, den es schon zu kaufen gibt, handelt es sich bei dem G4 allerdings um einen Prototyp, der genutzt wird, um den Motor, die Akkus und das Power-Management-System für klimafreundliche Hybrid- und Elektro-Flugzeuge zu optimieren.
Der G4 fliegt die geforderte Strecke von 200 Meilen (360 km) in zwei Stunden – ausschließlich mit Strom, der natürlich auch ‘grün’ sein kann, wenn er z.B. aus Solarzellen… weiter lesen
05.09.2011 von Achmed Khammas
Ich vermelde hier nur selten neue Energie-Innovationen (da ich diese ja ausführlich im Buch der Synergie vorstelle). Aber der Skydrop ist einfach zu schön, um ihn nicht zu zeigen.
Der Ballon der beiden Brasilianer Guilherme Rodrigues und Murilo Gomes nutzt den Wind zur Gewinnung von Energie – die nach dem Peltier-Prinzip wiederum Metallstreifen kühlt, an denen Luftfeuchtigkeit kondensiert und als Trinkwasser zum Boden abgeleitet wird. In einem Testlauf soll der Skydrop bereits 50 Liter pro Tag ‘geerntet’ haben!

Quelle: hier
12.08.2011 von Achmed Khammas
Anderthalb Stunden lang durfte ich heute Tarek Al-Ubaidi, den Macher des Internet-Senders CROPfm, vollsülzen. Was man sich hier als MP3 oder Real-Stream anhören (oder auch downloaden) kann.
Es geht um Neue und Freie Energie, erneuerbare Alternativen und synergetische Konzepte – und natürlich um das Buch der Synergie, wo ich das alles schön ordentlich aufgelistet habe. Oder jedenfalls vieles davon, denn ‘alles’ wäre wohl ein zu hoher Anspruch…

Für diese tolle Grafik geht mein herzlicher Dank an Matthias Töpfer (www.bilderdaemmerung.de).
10.05.2011 von Achmed Khammas
Auch diesmal will ich eine Romanfolge aus zwei Bänden anpreisen: Daemon und Darknet aus der Feder des Spaniers Daniel Suarez, der passenderweise Systemberater und Softwareentwickler ist. Denn um genau solche Dinge geht es in den Büchern, von denen mich der zweite Band noch weit mehr beeindruckt hat als der erste.
Der Daemon, ein selbständiges Programm, das an den ‚Wurm’ aus John Brunners Roman Schockwellenreiter von 1975 erinnert, hat sich im Internet breit gemacht und beginnt einen Feldzug gegen die Vormachtstellung des Global Business. Das von einem inzwischen verstorbenen Spiele-Entwickler geschriebene Programm rekrutiert immer mehr Mitspieler, um über diese direkt in die Wirklichkeit einzugreifen.

Während es im ersten Band primär um den Beginn der Konfrontation geht, und um den Aufbau eines virtuellen Overlays auf der Realität, das mittels spezieller Brillen nur den Mitgliedern des entstehenden alternativen Netzwerks sichtbar ist, präsentiert Suarez im zweiten Teil des überaus spannenden und mitreißenden SF-Thrillers… weiter lesen
19.04.2011 von Achmed Khammas
Sehr merkwürdig, daß mir der vorangegangene Roman von Margaret Atwood Oryx und Crake bislang durch die Lappen gegangen ist. Um so größer die Begeisterung über ihn neues Werk Das Jahr der Flut.
Zwar kommen die mich interessierenden Technologen eher peripher vor, wie Solaranlagen, Solarkocher, Elektrofahrzeuge und ein Druckluft-Pickup. Einmal wird sogar ein SolarTaxi erwähnt – was ist unbedingt Louis Palmers schreiben muß, der mit einem genauso genannten Selbstbau vor einiger Zeit um den Planeten gefahren ist – und einmal auch ein Luftschiff.
Das wesentliche Element des Romans sind jedoch die menschlichen Charaktere sowie bestimmte ‚grüne’ Ideologien – wobei zu den Gottesgärtnern, die auf den Dächern halbverfallener Hochhäuser vegetarische Oasen einrichten, auch Jungbioniere mit grünen Halstüchern gehören. Die Gärtner, die jede Form von Gewalt gegen andere Lebewesen ablehnen, wissen schon lange, daß es früher oder später eine tödliche Seuche geben wird, die ‘wasserlose Flut‘, die so… weiter lesen
17.03.2011 von Achmed Khammas
HINWEIS: Diesen bislang unveröffentlichten Text habe ich 1986 in Damaskus geschrieben.
Ich hatte einen Traum.
Es war der 27. April 1986 und ich schaute fern.
Der Parteichef der UdSSR hielt eine Rede.
Seltsamerweise erschien sein Gesicht gleichzeitig auf allen Kanälen.
Seine Stimme klang besorgt – doch ich verstand kein Wort.

Plötzlich erschienen Untertitel auf dem Bildschirm.
Ich las…
…mitteilen, daß wir über die Vorgänge tief erschüttert sind. Seit heute morgen wird alles versucht, die Katastrophe in Grenzen zu halten. Jenes Feuer, das wir für den Frieden UND für die Erhaltung des Friedens durch ein ‘atomares Gleichgewicht’ dachten gezähmt zu haben, ist in aller Wildheit über uns hereingebrochen. Die bisherigen Kriege waren dagegen Sandkastenspiele – während wir jetzt versuchen, durch das Abwerfen von Tonnen an Sand und anderen Materialien das atomare Wüten zu dämpfen. Zehntausende unserer Mitbürger sind durch die Strahlung schon betroffen, stündlich werden es mehr. Nur durch den vollen Zusammenhalt unseres Volkes läßt sich noch Schlimmeres verhüten.
Doch allen Menetekeln zum Trotz ist keine Panik ausgebrochen, im Gegenteil! Seitdem wir am heutigen Vormittag den tragischen Unfall bekanntgegeben haben, erreichen uns ununterbrochen Anrufe und Telegramme von Brigaden aus allen Teilen des Landes, die sich für freiwillige Rettungseinsätze melden – wohl wissend, daß ihr Einsatz lebensgefährlich sein kann.
Genossinnen und Genossen! Ihr Menschen überall auf diesem Planeten…
Wo immer ihr auch seid, ihr werdet von dem Unglück in Tschernobyl mitbetroffen sein, über kurz oder lang.
WIR hatten Glück – jawohl! Denn unser zerschmolzener Reaktor liegt nicht fast mitten in Stadtgebieten, wie man es zum Beispiel aus der Bundesrepublik Deutschland kennt. Seit gestern WISSEN wir nämlich, daß nach 30 Kilometern im Umkreis die Strahlung NICHT haltmacht, wie es uns die Wissenschaftler auf ihren Plänen so schön gezeigt hatten. Wir werden riesenhafte Verluste haben, direkte und indirekte.
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29.01.2011 von Achmed Khammas
Die Zwerge-, Orks- und Vampirseuche scheint sich sogar in der traditionellen Verlagen breit zu machen – was dazu führt, daß ein knallharter SF nicht mehr als SF sondern verschämt als ‘Wissenschafts-Thriller’ vertrieben wird (…schämt Euch, Heyne!!).
Die letzte Flut von Stephan Baxter beschreibt ein Szenario, bei dem der Meeresspiegel im Laufe von nur wenigen Jahrzehnten SEHR viel mehr ansteigt, als es alle gegenwärtigen Modelle und Prognosen vorhersagen. Regelrecht wohltend ist die Beschreibung des inkompetenten Haufens namens ‘Klimarat’, der hier ordentlich sein Fett wegkriegt, während eine Küstenstadt nach der anderen unwillentlich auf Tauchstation geht, und sich die Regierungen verzweifelt bemühen, das Problem von Millionen Flüchtlingen in den Griff zu bekommen.

Doch das ist nur der Anfang – denn das Wasser steigt und steigt, wobei es Jahre dauert bis endlich klar, wird woher dieser gewaltige Zuwachs an H2O stammt, der immer neue Flüchtlingsströme auslöst.
Zentrale Lichtgestalt ist der Chef der Firma… weiter lesen