Archive for Februar, 2010

26.02.2010 von Hans Cousto
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Hanfsamen im Visier der Suchtstoffkommission

von Hans Cousto

Der Internationale Suchtstoffkontrollrat (International Narcotic Control Board, INCB) in Wien hat am 24. Februar 2010 seinen Jahresbericht 2009 (Report 2009) herausgegeben. In den Empfehlungen für die Regierungen, für die Vereinten Nationen (UNO) und für andere relevante internationale und regionale Organisationen verweist der INCB mit der Empfehlung Nr. 29 (S. 126) auf das Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen den unerlaubten Verkehr mit Suchtstoffen und psychotropen Stoffen vom 20. Dezember 1988 (1988 Convention) und erinnert die Regierungen in der Welt daran, dass sie verpflichtet seien, den Handel mit Hanfsamen zu unterbinden, insbesondere im Internet.

Die Suchtstoffkommission (Commission on Narcotic Drugs, CND), eine Abteilung des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (United Nations Office on Drugs and Crime, UNODC) verweist auf die Resolution 52/5 »Untersuchung aller Aspekte betreffend des Gebrauchs von Hanfsamen für illegale Zwecke« (Exploration of all aspects related to the use of cannabis seeds for illicit purposes) und will damit die Vertreter der Regierungen am nächsten Treffen der Suchtstoffkommission der Vereinten Nationen in Wien am 8. bis 12. März 2010 dazu bewegen, stärker gegen den Handel mit Hanfsamen vorzugehen.

Besonders bemerkenswert hierbei ist: … weiter lesen

25.02.2010 von Mathias Broeckers
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„Repression funktioniert nicht…“

von Mathias Broeckers

… so Carel Edwards, Vorsitzender der Drogenkontrolleinheit der Europäischen Kommission, des höchsten zivilen Amts in der Europäischen Union zur Drogenpolitik in  Brüssel, am 23. Februar 2010.

Dazu berichtet ENCOD:

“Die zur Zeit laufenden Gesetze zu Drogenpolitik in der Europäischen Union haben mehr Schaden angerichtet, als gutes getan. Das ist die Schlussfolgerung einer Öffentlichen Anhörung zu Drogenpolitik in der EU, die am 23. Februar in dem Europäischen Parlament in Brüssel stattfand. Carel Edwards, Vorsitzender der Drogenkontrolleinheit der Europäischen Kommission sagte den Anhörungsteilnehmern, dass „wir wissen, dass Repression nicht funktioniert. Europa ist langsam auf dem Weg zu liberalerer Drogenpolitik.“

Der Zweck der Anhörung in dem Europäischen Parlament war, den sogenannten Reuter-Trautmann Bericht zu diskutieren. Dieser kommt zu dem Schluss, dass die Anti-Drogen Strategie der EU-Länder in vielerlei Hinsicht fehlgeschlagen ist. Der Reuter-Trautmann Bericht  (PDF) ist das Resultat einer Erforschung der Auswirkungen der Drogenpolitik im globalen Markt der letzten 10 Jahre.… weiter lesen

23.02.2010 von Mathias Broeckers
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Coca Cola – back to the roots.

von Mathias Broeckers

Bis 1902 erhielt Coca-Cola die stimulierenden Extrakte der Koka-Pflanze, der das Getränk seinen Namen verdankt. Jetzt kommt in Bolivien wieder ein Erfrischungsgetränk mit Koka-Gehalt auf den Markt – Coca Colla. Mehr über diese Rückkehr zu den Wurzeln und andere legale Koka-Produkte in Bolivien im taz-Blog Latinorama

22.02.2010 von Hans Cousto
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Internetkontrolle – Das EU-Projekt Psychonaut

von Hans Cousto

Internetkontrolle –  Das EU-Projekt Psychonaut

Aufgrund der zunehmenden Bedeutung des Internets als Quelle von Informationen wurde im Jahr 2002 zur Überprüfung des Internets bezüglich Informationen zu Drogen das Projekt »Psychonaut« initialisiert. Ziel des Projektes, das von der EU-Kommission finanziert wird, ist die wissenschaftliche Überwachung von im Internet verfügbaren Informationen zu Drogen, wobei den Foren und Blogs besondere Aufmerksamkeit zu widmen sei. Erste Ergebnisse sind im Jahr 2004 publiziert worden (nicht mehr online). Eine Zusammenfassung und eine Analyse dieser Ergebnisse sind jedoch in einer Pressemitteilung vom 31. Januar 2007 von Eve & Rave Berlin zu finden. Nun fand am 18 September 2009 in Ancona in Italien die erste internationale Web Mapping Konferenz statt. Dort wurden die neuesten Ergebnisse der Arbeit des EU-Projektes »Psychonaut« vorgetragen.

Das Projekt »Psychonaut« dient der Überprüfung von Internetinhalten. Heutzutage existieren Tausende von Webseiten, die dem Konsum psychotroper Substanzen gewidmet sind, aber an einer wissenschaftlichen Überwachung und fachlichen Überprüfung der auf diesen Seiten dargebotenen Informationen mangelt es bedauerlicherweise noch. Jetzt wird eine eingehendere Untersuchung im Rahmen eines von der Europäischen Union finanzierten und im Oktober 2002 ins Leben gerufenen Projektes vorgenommen. Neun Mitgliedstaaten der EU beteiligen sich an diesem Projekt, das den Namen »Psychonaut« trägt.
URL: http://www.p2002.sgul.ac.uk

Die Hauptziele des Projektes … weiter lesen

18.02.2010 von Hans Cousto
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Urlaub in der Türkei – nicht für Substituierte

von Hans Cousto

Methadoneinfuhr in die Türkei ab sofort verboten

Mit Schreiben vom 20.01.2010 an das Ministerium für Gesundheit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt teilte das Generalkonsulat der Republik Türkei in Hannover mit, dass ab sofort die Einfuhr von Methadon in die Republik Türkei untersagt ist.

In dem Schreiben heißt es: “Sehr geehrte Damen und Herren, mit diesem Schreiben möchte ich den folgenden Sachverhalt zu Ihrer geschätzten Aufmerksamkeit bringen. Es wurde festgestellt, dass in der Türkei der Missbrauch des Medikaments Methadon in hohem Maße zugenommen hat. Aus diesem Grund ist allen Personen, die in die Türkei einreisen wollen, die Mitnahme bzw. Einfuhr dieses Stoffes ab sofort untersagt. Es wird höflichst gebeten, alle zuständigen Behörden und Einrichtungen dementsprechend in Kenntnis zu setzen. Vielen Dank im Voraus für Ihre Bemühungen. Mit freundlichen Grüßen Aydin Ilhan Durusoy Generalkonsul”

Wie dem Länderindex “Weltweite Reisebestimmungen für Substitutionspatienten” des Instituts zur Förderung qualitativer Drogenforschung, akzeptierender… weiter lesen

15.02.2010 von Hans Cousto
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Cannabis ist Weltkultur

von Hans Cousto

Am Samstag, den 7. August 2010, wird in Berlin die Hanfparade 2010 unter dem Motto »Cannabis ist (Welt) Kultur« stattfinden. Die traditionsreiche Demonstration will das Wissen um die Kulturpflanze Hanf und ihre Nutzung als Rohstoff, Genussmittel und Medizin wieder in den Mittelpunkt der politischen Diskussion stellen.

Die Hanfparade fordert, dass die gesamte Hanfkultur, also sowohl die Kunst Hanf als Rohstoff, als Lebensmittel, als Genussmittel und als Medizin zu nutzen, dem immateriellen Weltkulturerbe der UNESCO zuzuordnen und den bisherigen, ausschließlich auf Strafverfolgung ausgerichteten Behörden zu entziehen ist. Des weiteren sind die Samen der verschiedenen Hanfsorten respektive Hanfzüchtungen aus Gründen der Biodiversität (biologische Vielfalt) zu schützen und dem materiellen Weltkulturerbe der UNESCO zu unterstellen.

Ein drogenpolitisches Manifest

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15.02.2010 von Mathias Broeckers
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Schwarzmarkt

von Mathias Broeckers

In den 80er Jahren veröffentlichte die taz eine Zeit lang einen “Schwarzmarkt” mit Preisen für illegale Drogen. Wie die untenstehende Preistabelle aus dem Herbst 1986 zeigt,  sandten nicht nur viele LeserInnen Preise und Informationen ein, es gab zumindest im Cannabis-Bereich auch eine sehr breite Auswahl, darunter auch mittlerweile quasi ausgestorbene Haschisch-Sorten wie “Grünen Türken”. Was die Preise betrifft ergibt sich Inflations-und Euro-bereinigt durchaus ein ähnliches Bild wie auf dem heutigen Markt – was für eine große Stabilität von Angebot und Nachfrage spricht.

13.02.2010 von Martin Schwarzbeck
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Nichtwissen ist sicherer?

von Martin Schwarzbeck

Was machen Jugendliche wenn sie ihre Drogen nicht bei informierten Fachhändlern kaufen können? Sie gehen im Internet auf die Jagd, so wie Noname (gefunden auf grossstadtsurvivor.de) :
Noname: “he leute wo finde ich dieses gbl bzw.GHB ist das beides das selbe? und bewirkt es beides das selbe? wo kann ich das kaufen und wie muss man das benutzen einfach im supermarkt kaufen auf machen und benutzen oder muss ich da was rausfiltern????? bitte schnell antworten danke”

Antwort:  lieber Noname, du nimmst eine Klopapierrolle und stellst sie auf einen Unterteller. Dann tust du oben Duschdas drauf und wartest bis es ganz nach unten durchgesickert ist (Wenn es dir nicht schnell genug durchsickert, kannste auch das Duschdas voher mit Hartalk verdünnen). Was unten rauskommt mischst du nochmal mit hartem Alkohol (um den restlichen Seifengeschmack zu überdecken) und haust es dir rein. Und immer dran denken: Viel hilft viel.… weiter lesen

11.02.2010 von Mathias Broeckers
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Die Welt der Drogen.

von Mathias Broeckers

Hier eine sehr schöne Visualisierung von David McCandless, um was es in der “Drogerie” geht. Ein Klick auf die Grafik sorgt für  bessere Auflösung.

10.02.2010 von Mathias Broeckers
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Wein oder Weib

von Mathias Broeckers

Ich schreibe gerade an eine Buch über 100 Jahre Drogenprohibtion unter dem Arbeitstitel “Sucht und Ordnung”  (erscheint im Herbst) – und da paßt es prima, dass die taz ein Blog zur Drogenpolitik eröffnet, zu dem ich aus dem reichlichen Fundus, der bei den Recherchen so anfällt, hier gelegentlich Historisches und Aktuelles beisteuern will. Heute eine mail, die mir der Kollege Helmut Hoege gestern schickte, zum Thema Alkohol und Männer:

Wein oder Weib.

Im Jahr 1805/06 veröffentlichte der Populärphilosoph und braunschweigische Hofrath Carl Friedrich Pockels “eines der wichtigsten Werke zum Männlichkeitsdiskurs um 1800″: das zweibändige “Der Mann. Ein anthropologisches Charaktergemälde seines Geschlechts”. Wie fast alle Aufklärer vor und nach ihm kommt er darin zu der Auffassung, dass der Mann seiner Natur nach asozial/egoistisch, aggressiv und unzivilisiert ist, erst durch den Einfluß einer Ehefrau wird aus ihm ein das Soziale nicht mehr gefährdendes Individuum. 2008 hat der Soziologe Christoph Kucklick die

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