vonHans Cousto 09.11.2018

Drogerie

Aufklärung über Drogen – die legalen und illegalen Highs & Downs und die Politik, die damit gemacht wird.

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Die größte Legalisierungskonferenz Deutschlands geht in die zweite Runde. Die Cannabis Normal Konferenz 2018 wird vom 16. bis 17. November 2018 in der Alten Münze in Berlin stattfinden und am Vorabend der Konferenz, am Donnerstag, 15. November 2018, wird es einen multimedialen Abend bei freiem Eintritt geben – ebenfalls in der Alten Münze.

Dieses Jahr werden die drogenpolitischenSprecher*innen von Linken (Niema Movassat, MdB, Sprecher für Drogenpolitik), Grünen (Kirsten Kappert-Gonther, MdB, Ausschuss für Gesundheit), und SPD (Dirk Heidenblut, MdB, Ausschuss für Gesundheit) dabei sein. Die vorgesehenen Vertreter*innen von der FDP mussten leider absagen, da zur gleichen Zeit in NRW ein Landesparteitag stattfindet.

Das Highlight in diesem Jahr: Der von der FAZ als einer der führenden Ökonomen des Landes bezeichnete Prof. Dr. Justus Haucap (Direktor DICE, Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf) wird auf der Konferenz eine vom Hanfverband in Auftrag gegebene Studie vorstellen. Prof. Haucap wird exklusiv auf der “Cannabis Normal!” vorstellen, welche Steuereinnahmen im Falle einer Legalisierung und welche Einsparmöglichkeiten bei Polizei und Justiz möglich wären. Somit wird es in Deutschland erstmals belastbare Zahlen für ein konkretes Legalisierungsszenario geben, welches die Legalisierungsdebatte in Deutschland nachhaltig beeinflussen wird.

Das Programm verspricht den Besucher*innen der Konferenz vielfältige weitere Informationen, die von renommierten Referentinnen und Referenten präsentiert werden – von Professorinnen und Professoren über Szeneaktivistinnen und Szeneaktivisten wie auch von bekannten YouToubern.

Berliner Impulse zur Aufklärung über Hanf und zu dessen Legalisierung

Ein multimedialer Abend als Apéritif zur Cannabis Normal Konferenz

Donnerstag, 15. November 2018, 19:00 Uhr, Alte Münze (Haus 3) in Berlin Mitte

ENCOD, das Hanf Museum, die Hanfparade und der Deutsche Hanfverband päsentieren sich auf internationale Messen wie die Cannafest Messe in Prag
ENCOD, das Hanf Museum, die Hanfparade und der Deutsche Hanfverband päsentieren sich auf internationale Messen wie die Cannafest Messe in Prag

Ein gemütlicher Abend mit freiem Eintritt in den historischen Spreewerkstätten der alten Münze bietet eine gute Gelegenheit Aktivisten aus der Berliner Legalisierungsszene kennen zu lernen. Zwischen Impulspräsentationen zum Hanf Museum, zur Hanfparade und zur Verknüpfung mit der Kunst- und Kulturszene ist Zeit vorhanden, sich bei softer Musik zu unterhalten und Informationen auszutauschen.

Das Hanf Museum ist seit 1994 in der Bundesrepublik das einzige seiner Art und neben denen in Bologna, Barcelona, Uruguay und Amsterdam eines von nur wenigen weltweit. Im Herzen Berlins, im Nikolaiviertel, können sich die interessierten Besucher*innen ein umfassendes Bild über die alte Kulturpflanze machen. Die Ausstellung, die alle Themen rund um den Hanf behandelt, erstreckt sich auf fast 300 qm.

Die Hanfparade ist eine Demonstration zur Legalisierung von Cannabis und Cannabisprodukten. Sie findet seit 1997 jedes Jahr im August in Berlin statt. Das erklärte Anliegen ist die Abschaffung des Betäubungsmittelgesetzes sowie die Freigabe von Hanf als Rohstoff, Cannabis als Arzneimittel und als Genussmittel. Von 1997 bis 2006 wurde die Hanfparade durch das Bündnis Hanfparade e. V. veranstaltet. 2007 bis 2009 wurde die Hanfparade von einer Gruppe engagierter Einzelpersonen organisiert, seit Ende 2009 gibt es eine neue Vereinsstruktur, den Jakis e.V..

Rolf Ebbinghaus: Das Hanf Museum – eine Institution zur Aufklärung

Das Hanf Museum befindet sich gegenüber der Alten Münze und hat während der Konferenz geöffnet.
Das Hanf Museum befindet sich gegenüber der Alten Münze und hat während der Konferenz geöffnet.

Seit dem 6. Dezember 1994 hat das Hanf Museum geöffnet und dort kann man sich in umfassender Weise über die Geschichte der Kultur- und Medizinalpflanze Hanf sowie deren Nutzen informieren.

Im Hanf Museum gibt es auch einen kleinen Laden, in dem man diverse Produkte, die aus Hanf hergestellt werden, kaufen kann. Zudem befindet sich im Keller ein Café, wo sich das OrgaTeam der Hanfparade regelmäßig trifft und auch diverse Veranstaltungen stattfinden, wie beispielsweise der letzte „Parlamentarische Abend“ des Deutschen Hanfverbandes.

Rolf „Rollo“ Ebbinghaus, Kurator des Hanf Museums in Berlin, hat die Entwicklung der Legalisierungsbewegung und insbesondere der Hanfparade seit Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts nicht nur miterlebt, sondern auch tatkräftig mitgestaltet.

Das Hanf Museum hat während der Konferenz geöffnet. Am Freitag Abend gegen 19:00 Uhr wird von der Konferenz aus eine Führung durch das Museum organisiert.

Martin Steldinger: Geschichte und Entwicklung der Hanfparade

Seit 1997 zieht die Hanfparade alljährlich durch Berlin um für die Legalisierung von Hanf als Rohstoff, Medizin und Genussmittel zu demonstrieren.

Martin Steldinger aka tribble ist seit vielen Jahren im Hanf Museum engagiert und organisiert dort mit anderen nicht nur die tägliche Arbeit, sondern stets immer wieder auf das Neue die diversen Sonderausstellungen. Zudem betreibt der den Blog “Die Hanfplantage”, betreibt das Projekt “PSI-TV”, betreut die Webseiten der Grünen Hilfe und ist häufig bei DrogenInfoStänden in Clubs als Mitarbeiter anzutreffen. Last but not least ist er seit vielen Jahren Anmelder der Hanfparade und ist aktiv engagiert im Orgateam der Hanfparade.

Hans Cousto: Stimmkunst und Psychonautik als Weltkulturerbe

Vor 40 Jahren entdeckte Hans Cousto die Bedeutung der „Kosmischen Oktave“ und berechnete Vertonungen von den Rhythmen der Sphären wie von Spektren von Atomen und Molekülen.

Von 1994 bis 2011 engagierte sich Hans Cousto im Rahmen von Eve & Rave Berlin für eine sachliche Drogenaufklärung, Drug-Checking und für eine vernünftige Drogenpolitik. Seit Frühlingsanfang 2011 setzt er diese Tätigkeit in der Freien Arbeitsgemeinschaft DrogenGenussKultur fort. Zudem veröffentlicht er Artikel zur DrogenGenussKultur, Rauschkunde, Drogenmündigkeit und Drogenautonomie auch im TAZ-Blog Drogerie, im Magazin Lucy‘s Rausch wie auch im Hanf Journal und er veröffentlichte zum Thema mehrere Sachbücher.

Steffen Günther: Der Klang der THC-, CBD- und CBN-Moleküle

IR-Resonanzen von THC, CBD und CBN in der 37. Unteroktave
IR-Resonanzen von THC, CBD und CBN in der 37. Unteroktave

Steffen Günther studierte Audiodesign und ist z. Zt. wissenschaftliche Hilfskraft am Fraunhofer Heinrich Hertz Institut Berlin.

Steffen hat Jahre lange Erfahrung in der Umsetzung des „Gesetztes der Oktave“ mit Vertonungen von Planetenbahnen im Rahmen des Projektes Planetary Cymatic Resonance. Außerdem realisierte er in Zusammenarbeit mit Norbert Böhm als Erster die Vertonung der variablen Bahngeschwindigkeiten der Planeten. Steffen wird die klanglichen Unterschiede der Infrarotspektren verschiedener Cannabinoide präsentieren. THC klingt anders als CBD und CBN – die Präsentation ist eine Welturaufführung.

Zwischen den einzelnen Präsentationen wird Neo Beo für das akustische Wohlbefinden sorgen.

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https://blogs.taz.de/drogerie/2018/11/09/cannabis-normal-konferenz/

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