Nirgendwo in Deutschland werden mehr Kinder und Jugendliche nach Alkoholexzessen ins Krankenhaus eingeliefert als in bayerischen Städten. Das geht aus einem Bericht in der aktuellen Ausgabe des Spiegel (Nr. 17/2013, S. 16) hervor. 75% der 16 Städte, in denen mehr als 60 Kinder und Jugendliche je 10.000 Personen aus der betroffenen Altersgruppe im Jahr 2011 wegen akuter Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert werden mussten, liegen im Freistaat Bayern (BY). Rang zwei belegt in dieser Statistik Rheinland-Pfalz (RP) und Rang drei Baden-Würtemberg (BW). In der folgenden Liste sind die Städte respektive Landkreise aufgelistet, in denen am häufigsten Kinder und Jugendliche nach Alkoholexzessen ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten.
(BY) Memmingen: 99
(RP) Pirmasens: 89
(BY) Schweinfurth:83
(BY) Fürth: 82
(BY) Kempten: 79
(BY) Regensburg: 77
(BY) Nürnberg: 76
(BY) Straubing: 76
(BY) Ansbach: 69
(BY) Landshut: 65
(BW) Badn-Baden: 65
(BY)… weiter lesen
Archive for the ‘Allgemein’ Category
Bei seinen Arbeiten mit LSD am 16. April 1943 bemerkte Albert Hofmann an sich selbst eine halluzinogene Wirkung, die er zunächst nicht erklären konnte. So vermutete er, LSD sei durch unsauberes Arbeiten durch die Haut von seinem Körper aufgenommen worden. Er wiederholte dieses Erlebnis am 19. April 1943 durch die Einnahme von 250 Mikrogramm LSD. Dieses Datum gilt heute als Zeitpunkt der Entdeckung der psychoaktiven Eigenschaften des LSD. Der Jahrestag wird LSD-Anhängern als „Fahrradtag“ (Bicycle Day) gefeiert, da Hofmann am Beginn seines bewusst induzierten Rauscherlebnisses mit dem Fahrrad nach Hause fuhr. Zur Erinnerung an diesen Tag werden seit Jahrzehnten Trips mit dem Bild des „Fahrradfahrers“ Albert Hofmann in Umlauf gebracht.

LSD-Trips mit Albert Hofmann als Fahrradfahrer
Die Risiken beim Gebrauch von LSD liegen eindeutig im psychischen Bereich und sind vor allem von der Persönlichkeitsstruktur der Gebraucher abhängig. Während Menschen ohne größere psychische Probleme vielfach… weiter lesen
„Ein Liter Wasser löscht den Durst eines Wanderers für ein paar Stunden. Ein Liter Weihwasser bestärkt ein paar hundert Kirchgänger in ihrer Frömmigkeit. Ein Liter LSD kann vier bis fünf Millionen Menschen zu völlig neuen Anschauungen der Welt und neue Einsichten in ihr eigenes Selbst vermitteln.“
Dieser Satz stand in der Einladung von Roger Liggenstorfer und dem Autoren dieser Zeilen zu einem Festakt im April 1993 in Basel zum 50jährigen Jubiläum der LSD-Erfahrung von Albert Hofmann. Zur Erinnerung: 1938 entdeckte der Basler Chemiker Albert Hofmann bei der Untersuchung der Mutterkorn-Alkaloide das Lysergsäure-Diäthylamid, kurz LSD. Basis war ein Inhaltsstoff des Mutterkorns. Die Verbindung wurde im Tierversuch getestet, wo sie keine besondere Wirkung zeigte. LSD wurde also schon vor 75 Jahren erstmals hergestellt. Aber erst am 16. April 1943 machte Albert Hofmann die Bekanntschaft mit der unglaublichen Wirkung dieser Substanz. An diesem Freitag stellte er die Substanz LSD erneut her – aus… weiter lesen
Das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung, UNODC, hat es nun in ihrem Bericht weltweit offiziell gemacht: Neue Psychoaktive Substanzen (NPS) stellen eine Herausforderung dar.
Die Substanzen, die bisher Designerdrogen, Research Chemicals, Badesalze oder Legal Highs genannt wurden, haben eine Abkürzung bekommen, unter der sie zusammengefasst werden. Wobei neu nicht heißen muss, dass die Substanzen neu entwickelt wurden, sondern dass sie erst seit kurzem auf dem Markt sind. Und Markt bedeutet hier in erster Linie Online-Markt. Diese NPS werden, da sie eben neu sind, von der Gesetzgebung der meisten Länder nicht erfasst.
Waren es 2007 noch 15 NPS, die auf dem europäischen Markt von der EMCDDA registriert wurden, so wurden im vergangenen Jahr 73 NPS bemerkt. Insgesamt weiß man seit Mai 2005 von 236 NPS. Letztes Jahr wurden in Deutschland 28 dieser Substanzen in das Betäubungsmittelgesetz aufgenommen. Die Regierung kann also kaum mit dem… weiter lesen
Crime Stoppers International (CSI) ist eine Organisation, die sich dem Kampf gegen das Verbrechen verschrieben hat. Crime Stoppers UK, , der britische Arm, versteht sich als unabhängige, karitative Einrichtung (independet charity). Sie hat in Zusammenarbeit mit der Polizei eine Kampagne gestartet, in deren Rahmen 210 000 Karten an private Haushalte verteilt werden, damit diese bei der Verbrechensbekämpfung mithelfen können.
Auf den Karten steht nicht nur, woran man illegale Cannabisfarmen erkennen kann (Punkt 4: Besucher zu Unzeiten), sondern sie geben, sobald eine Ecke freigerubbelt wird, den typischen Geruch von angebautem Cannabis wieder. Das riecht zwar ein wenig nach Denunziantentum, ist aber völlig ungefährlich, weil auf der Karte keine Drogen enthalten sind, wie einem direkt unter Rubbelfläche versichert wird.
Das ist ein wenig schade, doch wir haben schon von jungen verwahrlosten Menschen ohne jeglichen Humor gehört, die sich auf diese Karten freuen, weil sie daraus Filter für ihre… weiter lesen
Markus Berger, geb. 1974, ist freischaffender Drogenforscher, Sachbuchautor und Journalist. Der Berufspsychonaut Markus Berger veröffentlichte Hunderte Fachartikel zur Psychoaktivakunde in Zeitschriften und Magazinen der ganzen Welt. Außerdem ist Berger Mitbegründer der Kongressreihe „Entheovision“ und Autor zahlreicher Bücher zu psychoaktiven Pflanzen und Substanzen. Er schrieb u.a. das „Handbuch für den Drogennotfall“, „Psychoaktive Kakteen“und „Stechapfel- und Engelstrompete“. Unter dem Brand Blazin Tommy Productions entwickelt Markus Berger Videoproduktionen zur Rausch- und Drogenkunde – akzeptanzbasiertes Präventions-TV für ein kulturell und politisch interessiertes Publikum, zum Beispiel die Formate „Drug Education Agency (DEA)“ und „Nachtschatten Television“.
Mit der Drug Education Agency (DEA) präsentieren Markus Berger und sein stetig wachsenes Team ein buntes TV-Format, das zugleich unterhält und aufklärt. Die Education, also die Aufklärung, ist eines der zentralen Themen der DEA. Die DEA ist ein Drogen-Bildungsprogramm respektive eine Akademie für Drogenbildung.

Logo der Drug Education Agency (DEA)
Anfänglich – im Frühlung 2012 – waren die… weiter lesen
Der VideoBlog „Tagesrausch“ von Steffen Geyer ist vor allem den Themen Cannabis, Drogenpolitik und Legalisierung gewidmet. Steffen Geyer (a.k.a. UsualRedAnt), der in unregelmäßigen Abständen bisher gut 60 Videos für seinen Blog „Tagesrausch“ produziert hat, wohnt in Berlin. Geboren wurde er am 13. Mai 1979 in Suhl in Thüringen. Seit 1998 beschäftigt er sich intensiv mit Drogenpolitik. Insbesondere die alte Kultur- und Rauschpflanze Cannabis sativa L. hat es ihm angetan.
Die Organisation der Hanfparade und des Hanftages (Global Marijuana March in Berlin) liegt ihm sehr am Herzen, weshalb er viel seiner Freizeit diesen beiden Veranstaltungen widmet. Von 2004 bis 2009 arbeitete er für den Deutschen Hanf Verband. Nicht zuletzt durch einen Auftritt in der ARD-Sendung „Menschen bei Maischberger“ im Mai 2007 wurde er auch über die Grenzen der Hanfszene hinaus als Befürworter der Legalisierung von Cannabis bekannt. Im Mai 2008 hat… weiter lesen
Nehmen wir an, wir hätten einen Drogenkonsumenten mit jahrzehntelanger Erfahrung, einen der mit 15 angefangen hat Heroin zu rauchen und dann lange nicht davon losgekommen ist. Einen Mann, der nicht auf den Kopf gefallen ist und schon bald die Beschäftigung des Einbruchdiebstahls professionalisiert. Nehmen wir an, er würde sich heute nicht als Opfer der Umstände darstellen, keine Rechtfertigungen und Ausreden suchen, aber auch nicht von Schuld und Scham niedergedrückt sein, sondern zumindest im Rückblick alles mit Humor nehmen. Nehmen wir an, er würde weder sich noch anderen etwas vormachen, aber auch nicht geläutert sein, sondern die damalige Begeisterung für Substanzen noch in guter Erinnerung haben. Nehmen wir an, er könnte erzählen. Anschaulich, lebendig, gestikulierend, selber mit seinen Worten mitgehend, offen, emotional, ohne Angst sich verwundbar zu machen. Wären seine Worte nicht sowohl eine gute Unterhaltung als auch eine gute Aufklärung?
Würdest du dich auch wie ich jede Woche auf… weiter lesen
Rauschkunde bezeichnet die wissenschaftliche Beschäftigung mit Rauschzuständen. Rausch meint in diesem Zusammenhang einen veränderten Bewusstseinszustand wie er durch Drogen hervorgerufen oder auch durch Meditation und andere Trance-Techniken erreicht wird. Der Begriff „Rauschkunde“ wurde durch die Buchreihe „Edition Rauschkunde“ bekannt, die der Autor und Verlger Werner Pieper in seinem Verlag MedienXperimente ab 1994 herausgegeben hat. Bis 1980 hieß der Verlag „Die Grüne Kraft“, wurde jedoch in Abgrenzung zu den aufkommenden Grünen umbenannt. Mitte der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts schrieb Werner Pieper unter den Pseudonym Ronald Rippchen die „Heiter Weiter“ DrogenKolumne in der TAZ, die unter dem Titel „Kräuter-Pillen-Drogen“ (KPD) erschien.
Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts, als Werner Pieper die „Edition Rauschkunde“ gründete, wusste die große Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht, was das Internet oder das Netz (World Wibe Web) ist. Das World Wibe Web wurde erst vor knapp 20 Jahren am 30. April… weiter lesen
Leipzig ist mit 534.922 Einwohnern (Stand 30. Juni 2012) die größte Stadt in Sachsen. Die Landeshauptstadt Dresden mit 531.112 Einwohnern belegt den Rang zwei. Leipzig ist ein bedeutender Eisenbahnknotenpunkt. Der Hauptbahnhof ist mit einer Grundfläche von 83.640 Quadratmetern der flächenmäßig größte Kopfbahnhof Europas. Leipzig ist, wie auch Berlin und Hamburg, eine Messestadt. Leipzig hat auch, wie Berlin und Hamburg, eine Großbaustelle, die weit mehr Geld verschlingt als geplant. So wie bei Berlin der Flughafen, in Hamburg die Elbphilharmonie, so in Leipzig der City-Tunnel. Doch Leipzig hat etwas, das Berlin und Hamburg nicht haben: Eine in den Szenen integrierte Drogenberatungsstelle mit einem international hohem Renommee: Die „Drug Scouts“.
Am Donnerstag, den 30. August 2012, war die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans (FDP), mit zwei Mitarbeiter ihres Büros im Drug Store zu Besuch, um das Projekt „Drug Scouts“ näher kennenzulernen. Offenbar erkannte sie… weiter lesen