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	<title>Drogerie</title>
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	<description>Aufklärung über Drogen -  die legalen und illegalen Highs &#38; Downs und die Politik, die damit gemacht wird.</description>
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		<title>Impressionen vom Global Marijuana March</title>
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		<pubDate>Thu, 16 May 2013 11:42:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans Cousto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Jahr 1999 wurde in den USA die Idee des Global Marijuana March (<a title="Global Marijuana March (GMM)" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Global_Marijuana_March" target="_blank">GMM</a>) entwickelt. Viele Demonstrationen an vielen verschiedenen Orten überall auf der Welt, immer am ersten Samstag im Mai. Denn die Forderung nach der Legalisierung von Cannabis ist international. In Deutschland beteiligten sich dieses Jahr Organisationen in elf Städten am 4. Mai 2013, um ihren Widerspruch zur bestehenden Repression gegen Hanfkonsumenten auszudrücken: Berlin, Dortmund, Erlangen, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln, München, Potsdam, Stuttgart und Ulm.</p>
<p>Letztes Jahr gab es in Deutschland nur drei Demonstrationen respektive Veranstaltungen zum GMM. Das war in den Städten Berlin, Frankfurt am Main und Potsdam. Dass die Zahl der teilnehmenden Städte dieses Jahr um mehrere hundert Prozent zugenommen hat, ist vor allem dem Engagement von <a title="Steffen Geyer (usualredant)" href="http://usualredant.de/" target="_blank">Steffen Geyer</a> zu verdanken. Steffen Geyer hatte letztes Jahr zwischen dem GMM anfang Mai und der <a title="Hanfparade" href="http://www.hanfparade.de/" target="_blank">Hanfparade</a> im August während seiner <a title="Cannabiskultour" href="http://cannabiskultour.de/" target="_blank">Cannabiskultour</a> 82 Hanfevents in ebensovielen Orten in ganz Deutschland organisiert, durchgeführt und dokumentiert. Dabei hat er viele Menschen im Lande motivieren können, selbst Aktionen für die Re-Legalisierung von Hanf in eigener Regie durch zu führen.</p>
<div id="attachment_806" class="wp-caption aligncenter" style="width: 222px"><a href="http://blogs.taz.de/drogerie/files/2013/05/hanftag_Sammelplakat_groß_rgb-724x1024.jpg" rel="lightbox[804]"><img class="size-medium wp-image-806" src="http://blogs.taz.de/drogerie/files/2013/05/hanftag_Sammelplakat_groß_rgb-724x1024-212x300.jpg" alt="Plakat zum Hanftag 2013" width="212" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Plakat zum Hanftag 2013</p></div>
<p>In <strong>Berlin</strong> heißt der Global Marijuana March <a title="Hanftag" href="http://hanftag.de/" target="_blank">Hanftag</a>. Zur Berliner Hanftag-Demonstration versammelten sich unter dem Motto „<em>Meine Freizeit – Meine Freihight</em>“ um 14 Uhr mehrere Hundert Hanffreunde auf dem Pariser Platz beim Brandenburger Tor, um für die Re-Legalisierung von Hanf als Rohstoff, Medizin und Genussmittel zu demonstrieren. Schöne Eindrücke von der Demo vermittelt das kurze <a title="Video von Steffen Geyer: Hanftag Berlin 2013" href="http://www.youtube.com/watch?v=7jgCP0jUYjo" target="_blank">Video</a> von Steffen sowie die <a title="Slide-Show von Muddi: Hanftag Berlin 2013" href="http://www.youtube.com/watch?v=cgaAnaHn4tQ" target="_blank">Slide-Show</a> von Muddi, auf der man sehr gut die Plakate mit den diversen politischen Forderungen sehen kann. Auch ein paar Reden sind dokumentiert worden und können als Video betrachtet werden. So die <a title="Eröffnungsrede von Steffen Geyer" href="http://www.youtube.com/watch?v=yOQ-mQWC_pE" target="_blank">Eröffnungsrede von Steffen Geyer</a>, die darauf folgende <a title="Rede von Hans Cousto auf dem Hanftag 2013 in Berlin" href="http://www.youtube.com/watch?v=0b_-cRAgKoc" target="_blank">Rede von Hans Cousto</a> sowie die <a title="Rede von Emanuel Kotzian auf dem Hanftag 2013 in Berlin" href="http://www.youtube.com/watch?v=tpb3liwCQf0" target="_blank">Rede</a> von <a title="Emanuel Kotzian" href="http://emanuelkotzian.com/" target="_blank">Emanuel Kotzian</a> von der Piratenpartei und Herausgebers des Hanf Journals. Er versprach, so er denn ins Bayerische Parlament einziehen werde, eine Hanfplanze dorthin mitzunehmen, keine Koalition mit Parteien, die nicht den Krieg gegen Drogen beenden wollen, eingehen werde und sollte er mal Ministerpräsident von Bayern werden, werde er alle Drogis im Knast im Rahmen einer Amnestie begnadigen. Am Schluss seines Vortrages stellte er sein erstes Wahlplakat vor: „<em>Lieber mal breit als immer korrupt</em>“.</p>
<div id="attachment_805" class="wp-caption aligncenter" style="width: 222px"><a href="http://blogs.taz.de/drogerie/files/2013/05/EmmiPlakat3-725x1024.jpg" rel="lightbox[804]"><img class="size-medium wp-image-805" src="http://blogs.taz.de/drogerie/files/2013/05/EmmiPlakat3-725x1024-212x300.jpg" alt="Emanuel Kotzian Wahlplakat" width="212" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Emanuel Kotzian Wahlplakat</p></div>
<p>In der Folge sprach Steffen Geyer von der Russischen Botschaft, wie man in dem <a title="Rede von Steffen Geyer vor der Russischen Botschaft am Hanftag 2013 in Berlin" href="http://www.youtube.com/watch?v=tpb3liwCQf0" target="_blank">Video</a> ab Minute 11:30 sehen kann. Danach zeigt das Video die Rede von Steffen vor der Kanadischen Botschaft. Dort erzählte er von einem Smoke-In vor dieser Botschaft und der fast theatralischen Polizeiaktion während und nach diesem Smoke-In. Pünktlich um 16:20 Uhr rauchte er dann mit anderen vor Ort einen Joint und kündigte für den 20.04.2014 um 16:20 Uhr ein Kiff-In vor dieser Botschaft an.</p>
<p>An der Abschlusskundgebung vor der US-Botschaft direkt neben dem Brandenburger Tor sprach Georg Wurth vom Deutschen Hanfverband (<a title="Rede von Georg Wurth auf dem Hanftag 2013 in Berlin" href="http://www.youtube.com/watch?v=tpb3liwCQf0" target="_blank">Video</a> ab Minute 24:50) über das Versagen der Drogenpolitik von Bündnis 90/Die Grünen und rief dazu auf, den Protestmailer: <a title="Protestmailer: Auch die Grünen jagen Hanffreunde – wie lange noch?" href="http://hanfverband.de/index.php/component/content/article/2050-protestmailer-auch-die-gruenen-jagen-hanffreunde-wie-lange-noch" target="_blank">Auch die Grünen jagen Hanffreunde – wie lange noch?</a> zu unterschreiben.</p>
<p>Auch in<strong> München</strong> gab es dieses Jahr einen Hanftag mit etwa 500 Teilnehmern, der um 14 Uhr am Karlsplatz (Stachus) begann. Günther Weiglein, der nach einem schweren Motoradunfall heute Inhaber einer Ausnahmegenehmigung für „<em>legale</em>“ Cannabisblüten aus der Apotheke zur Schmerztherapie ist, setzte sich in seiner <a title="Rede von Günter Weiglein auf dem Hanftag 2013 in München" href="http://www.youtube.com/watch?v=XLevdQc8NHs" target="_blank">Rede</a> mit deutlichen Worten für Cannabis als Medizin ein. Die Motivation der Münchner Aktivisten für die Hanflegalisierung zeigt eindrucksvoll ein <a title="Video „V-Log 2 - Phönix auf dem Marijuana March München“ von RefolutionTV auf youtube.com" href="http://www.youtube.com/watch?v=2krXLOb112M" target="_blank">Video</a> mit Interviews mit Sebastian ‚Sebids‘ Weiland (Schatzmeister im Vorstand der Grünen Jugend), Florian Deissenrieder (Landtagskandidat für die Piraten) und Patrick (Hanftag München).</p>
<p>Zum GMM in <strong>Potsdam</strong> fand am Abend des 4.5. im Buchladen „<em>Sputnik</em>“ ein Referat von Jens Sander über Cannabinoidkonzentrate, ihre medizinische Bedeutung, Anwendung, Herstellung und die rechtliche Situation in Deutschland, Europa und dem Rest der Welt statt.<br />
Der Global Marijuana March in <strong>Frankfurt am Main</strong> wird von der <a title="Hanfinitiative Frankfurt" href="http://hanf-initiative.de/" target="_blank">Hanfinitiative Frankfurt</a> organisiert. Petrus hatte es entgegen aller Vorhersagen nicht gut gemeint. Bei dem anfänglichen strömenden Dauerregen gegen 13 Uhr ergriffen leider viele Leute die Flucht vom Opernplatz in Frankfurt. Gegen 15:30 Uhr kam dann aber die Sonne raus, die Stimmung wurde mit einem Schlag gut, und die Frankfurter Hanffreunde konnten doch noch einen super aktiven Demonstrationszug starten. Viele Menschen schlossen sich auch unterwegs spontan an, so dass nach dem Regen etwa 200 Teilnehmer gezählt wurden. Sicherlich wären wir bei strahlendem Sonnenschein noch mehr gewesen. Die Highlights der Demonstration sind auf dem <a title="Video „Global Marijuana March - Highlights 2013 - Frankfurt a.M (Germany)“ von Selassikai auf youtube.com" href="http://www.youtube.com/watch?v=e99sByq2E_g" target="_blank">Video</a> gut dokumentiert. Dazu zählte sicher der schöne Plakatwettbewerb, bei dem es eine Bong zu gewinnen gab. Die Edel-Bong von DK-Glasdesign wurde am Ende auf dem Römerplatz erfolgreich verlost, und die Gewinnerin war sehr glücklich damit. Leider hatten einige Plakate und Schilder wohl unter dem Regen Schaden genommen, so dass nicht alle, die etwas gebastelt hatten, sich noch an der Auslosung beteiligen konnten.</p>
<p>Der Global Marijuana March in <strong>Hannover</strong> startete um 14 Uhr auf dem Opernplatz mit gut 300 Teilnehmern unter dem Motto „<em>Move your feet and dance the weed!</em>“ und wurde von der <a title="Initiative Ottmob (Hannover)" href="http://ottmob.chillenodergrillen.de/" target="_blank">Initiative Ottmob</a> organisiert. Ungeschnittene Eindrücke gibt es <a title="Video „ Global Marijuana March Hannover - Samstag, 4. Mai 2013 - Ungeschnittene Eindrücke“ von bewusstseinsbeweger auf youtube.com" href="http://www.youtube.com/watch?v=S4mH5Odq7-8" target="_blank">hier</a> zu sehen. Die Rede von Jost Leßmann (Grüne Hilfe) ist <a title="Video „Rede von Jost Leßmann (Grüne Hilfe), Global Marijuana March Hannover Samstag, 4. Mai 2013“ von bewusstseinsbeweger auf youtube.com" href="http://www.youtube.com/watch?v=0NH_vnrGeHo" target="_blank">hier</a> dokumentiert. Die örtliche Presse machte aus mehreren hundert Teilnehmern ganz frech &#8220;<em>einige dutzend Demonstranten</em>&#8220;, die nichts als ihr &#8220;<em>legales Tütchen</em>&#8221; wollen.</p>
<p>Der Global Marijuana March in <strong>Stuttgart</strong> startete bei kräftigem Regen mit etwa 200 Teilnehmern am Rotebühlplatz. Ein kurzer Eindruck vermittelt das <a title="Video „Hanftag Stuttgart mit Maurizio Toscana“ von Maurizio Toscana auf youtube.com" href="http://www.youtube.com/watch?v=Y2hDrdM0M1o" target="_blank">Video</a> mit Maurizio Toscana.</p>
<div id="attachment_807" class="wp-caption aligncenter" style="width: 223px"><a href="http://blogs.taz.de/drogerie/files/2013/05/GMM_FLYER_FRONT.jpg" rel="lightbox[804]"><img class="size-medium wp-image-807" src="http://blogs.taz.de/drogerie/files/2013/05/GMM_FLYER_FRONT-213x300.jpg" alt="Plakat des Global Marijuana March 2013 in Köln" width="213" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Plakat des Global Marijuana March 2013 in Köln</p></div>
<p>Der Global Marijuana March in <strong>Köln</strong> startete unter dem Motto „<em>Für Patienten, Umwelt und Genießer!</em>“ um 14 Uhr am Rudolfplatz in Köln und wurde von der Initiative <a title="Cannabis Colonia" href="http://cannabiscolonia.de/" target="_blank">Cannabis Colonia</a> organisiert. Hier auf dem <a title="Video „Gmm Köln 4.5.2013“ von Dampfparde auf youtube.com" href="http://www.youtube.com/watch?v=SakqpKCygRE" target="_blank">Video</a> kann man ein paar Eindrücke von der Demonstration bekommen. Es sei hier zudem angemerkt, das die nächste Dampfparade, organisiert vom Cannabis Colonia e.V, am 7. September 2013 um 13 Uhr auf dem Rudolfplatz starten wird.</p>
<p>Der Global Marijuana March in <strong>Ulm</strong> startete um 14 Uhr an der Ecke Hirschstraße / Glöcklerstraße am Brunnen. Für Ulm war es dieses Jahr eine Premiere: Zu ersten Mal eine Hanfdemo und dann auch gleich mit mindestens 200 Teilnehmern. Von den <a title="Website GMM Ulm" href="http://gmmulm.wordpress.com/" target="_blank">Organisatoren</a> in Ulm hätte vorher niemand mit soviel Andrang gerechnet. Auch den „<em>Zuschauern</em>“ in den Cafés und den Passanten in der Fußgängerzone hat es wohl gefallen. Es kamen auf Nachfrage nur positive Rückmeldungen. Ein <a title="Video Hanftag Ulm" href="https://www.youtube.com/watch?v=5oWuDfdKvbU" target="_blank">Video</a> vermittelt Eindrücke von der Demonstration.</p>
<p>Am Samstag, 3. Mai 2014, findet der nächste Global Marijuana March statt. Zuvor startet jedoch am 10. August 2013 in Berlin die Hanfparade, die größte und traditionsreichste Demonstration für die Legalisierung von Cannabis in Deutschland.</p>
<p>Via <a title="Hanfparade" href="http://www.hanfparade.de/" target="_blank">Hanfparade</a></p>
 <p><a href="http://blogs.taz.de/drogerie/?flattrss_redirect&amp;id=804&amp;md5=b817044897889167862c0527ddf92e72" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blogs.taz.de/drogerie/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Bayern Spitze beim Komasaufen</title>
		<link>http://blogs.taz.de/drogerie/2013/04/24/bayern-spitze-beim-komasaufen/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Apr 2013 15:40:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans Cousto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<category><![CDATA[Prävention]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nirgendwo in Deutschland werden mehr Kinder und Jugendliche nach Alkoholexzessen ins Krankenhaus eingeliefert als in bayerischen Städten. Das geht aus einem Bericht in der aktuellen Ausgabe des Spiegel (Nr. 17/2013, S. 16) hervor. 75% der 16 Städte, in denen mehr als 60 Kinder und Jugendliche je 10.000 Personen aus der betroffenen Altersgruppe im Jahr 2011 wegen akuter Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert werden mussten, liegen im Freistaat Bayern (BY). Rang zwei belegt in dieser Statistik Rheinland-Pfalz (RP) und Rang drei Baden-Würtemberg (BW). In der folgenden Liste sind die Städte respektive Landkreise aufgelistet, in denen am häufigsten Kinder und Jugendliche nach Alkoholexzessen ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten.<br />
(BY) Memmingen: 99<br />
(RP) Pirmasens: 89<br />
(BY) Schweinfurth:83<br />
(BY) Fürth: 82<br />
(BY) Kempten: 79<br />
(BY) Regensburg: 77<br />
(BY) Nürnberg: 76<br />
(BY) Straubing: 76<br />
(BY) Ansbach: 69<br />
(BY) Landshut: 65<br />
(BW) Badn-Baden: 65<br />
(BY) Kaufbeuren: 64<br />
(RP) Worms: 64<br />
(BY) Amberg: 63<br />
(BY) Erlangen: 62<br />
(RP) Kreis Birkenfeld: 62</p>
<p>Zum Vergleich:</p>
<p>Berlin: 14<br />
Hamburg: 13</p>
<p>Die Wahrscheinlichkeit, dass in Memmingen Kinder oder Jugendliche nach Alkoholexzessen ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen, ist um den Faktor sieben gößer als in Berlin oder Hamburg. In Nürnberg und Fürth beispielsweise liegt der Faktor immer noch weit über fünf im Vergleich zu den norddeutschen Millionenstädte. Eine vernünftige Präventionspolitik ist offenbar in Bayern Fehlanzeige.</p>
<p>Auch die Statistik zu den sogenannten „<em>Drogentoten</em>“ zeigt deutlich, dass Bayern eine ungesunde Drogenpolitik umsetzt. Das Deutsche Ärzteblatt vermeldete am <a title="Deutsche Ärzteblatt vermeldete vom 27. Dezember 2012" href="http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/52848/Zahl-der-Drogentoten-in-diesem-Jahr-offenbar-erneut-ruecklaeufig" target="_blank">27. Dezember 2012</a>, dass die Zahl der Drogentoten in Deutschland in diesem Jahr den niedrigsten Stand seit mehr als 20 Jahren erreichen könnte. Aus fast allen Ländern, in denen schon Zahlen vorlagen, wurde bei einer dapd-Umfrage ein deutlich rückläufiger Trend gemeldet. Dies gilt jedoch nicht für den Freistaat Bayern, dort sind die Todesfälle gemäß <a title="Kriminalstatistik / Sicherheitsbericht Nürnberg" href="http://www.polizei.bayern.de/mittelfranken/kriminalitaet/statistik/index.html/43745" target="_blank">Kriminalstatistik</a> wieder deutlich gestiegen von 177 im Jahr 2011 auf 213 im Jahr 2012, was einer Zunahme von 20,3 % entspricht. Vergleiche hierzu auch „<em><a title="Die Tragödie von Nürnberg" href="http://blogs.taz.de/drogerie/2010/12/30/die_tragoedie_von_nuernberg/" target="_blank">Die Tragödie von Nürnberg</a></em>“ – in Nürnberg sind im Jahr 2010 insgesamt 29 sogenannte „<em>Drogentote</em>“ registriert worden, das entspricht einer Opferzahl von 5,8 pro 100.000 Einwohner – mehr als in jeder anderen Großstadt in Deutschland.</p>
<p>In Sachen Überwachung und Datensammeln liegt Bayern ganz vorne. In der Sendung „<em><a title="B5 Aktuell: Funkstreifzug" href="http://www.br.de/nachrichten/kriminalakten-bayern-daten-100.html" target="_blank">Funkstreifzug</a></em>“ im Programm von B5 aktuell hatte der bayerische Datenschutzbeauftragte Thomas Petri geschätzt, dass es in der Kriminalaktennachweis-Datei (KAN) Einträge von etwa einer Million Bürgern aus Bayern gibt. Eine parlamentarische Anfrage der Grünen im Landtag ergab jedoch, dass weit mehr Bürger gespeichert sind, nämlich exakt 1.733.745. Ein gutes Drittel aller knapp fünf Millionen Kriminalakten in Deutschland betrifft damit bayerische Bürger. Die Wahrscheinlichkeit in Bayern, in dieser Datei erfasst zuwerden, ist somit weit mehr als doppelt so groß, als im Bundesdurchschnitt. Präventiv wirkt sich diese Datensammelwut nicht aus, eher im Gegenteil – Kinder und Jugendliche versuchen in Bayern offenbar mehr als an anderen  Orten sich durch übermässigen Suff sich für ein paar Stunden der Realität von Kontrolle und Überwachung zu entsziehen.</p>
 <p><a href="http://blogs.taz.de/drogerie/?flattrss_redirect&amp;id=796&amp;md5=6a3c68c5d41994afe099a822b4a858df" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blogs.taz.de/drogerie/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>LSD-Falsifikate im Umlauf</title>
		<link>http://blogs.taz.de/drogerie/2013/04/12/lsd-falsifikate-im-umlauf/</link>
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		<pubDate>Fri, 12 Apr 2013 22:07:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans Cousto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Substanzen]]></category>
		<category><![CDATA[25I-NBOMe]]></category>
		<category><![CDATA[2C-I-NBOMe]]></category>
		<category><![CDATA[5-HT2A-Rezeptor]]></category>
		<category><![CDATA[Drugchecking]]></category>
		<category><![CDATA[LSD]]></category>
		<category><![CDATA[LSD-Falsifikate]]></category>
		<category><![CDATA[Phenylethylamin]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei seinen Arbeiten mit <a title="Wikipedia: LSD" href="http://de.wikipedia.org/wiki/LSD" target="_blank">LSD</a> am 16. April 1943 bemerkte Albert Hofmann an sich selbst eine halluzinogene Wirkung, die er zunächst nicht erklären konnte. So vermutete er, LSD sei durch unsauberes Arbeiten durch die Haut von seinem Körper aufgenommen worden. Er wiederholte dieses Erlebnis am 19. April 1943 durch die Einnahme von 250 Mikrogramm LSD. Dieses Datum gilt heute als Zeitpunkt der Entdeckung der psychoaktiven Eigenschaften des LSD. Der Jahrestag wird LSD-Anhängern als „<em>Fahrradtag</em>“ (<em>Bicycle Day</em>) gefeiert, da Hofmann am Beginn seines bewusst induzierten Rauscherlebnisses mit dem Fahrrad nach Hause fuhr. Zur Erinnerung an diesen Tag werden seit Jahrzehnten Trips mit dem Bild des „<em>Fahrradfahrers</em>“ Albert Hofmann in Umlauf gebracht.</p>
<div id="attachment_793" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://blogs.taz.de/drogerie/files/2013/04/LSD_Albert_1943.gif" rel="lightbox[792]"><img class="size-medium wp-image-793" src="http://blogs.taz.de/drogerie/files/2013/04/LSD_Albert_1943-300x298.gif" alt="LSD-Trips mit Albert Hofmann als Fahrradfahrer" width="300" height="298" /></a><p class="wp-caption-text">LSD-Trips mit Albert Hofmann als Fahrradfahrer</p></div>
<p>Die Risiken beim Gebrauch von LSD liegen eindeutig im psychischen Bereich und sind vor allem von der Persönlichkeitsstruktur der Gebraucher abhängig. Während Menschen ohne größere psychische Probleme vielfach von sehr positiven Erfahrungen und einmaligen Erkenntnissen berichten, finden sich Menschen, die ihre unbewältigten Probleme vor sich herschieben (Verdrängungsspezialisten), rigide Menschen oder Menschen mit der Anlage zu einer Psychose manchmal bereits nach einmaliger Anwendung in der Psychiatrie wieder. Der Konsum von LSD führt hingegen zu keinerlei Organschäden. LSD hat eine große therapeutische Breite, das heißt, auch die Einnahme von einem Vielfachen einer normalen Dosis (100 bis 250 Mikrogramm), also die Einnahme von mehreren Tausend Mikrogramm, führt nicht zu körperlich akuten toxischen Wirkugen, die Langzeitschäden oder gar den Tod zur Folge haben.</p>
<p>Ganz anders sieht das bei<strong> LSD-Falsifikaten</strong> aus. Dies gilt insbesondere für die Substanz <a title="2C-I-NBOMe" href="http://www.erowid.org/chemicals/2ci_nbome/" target="_blank">2C-I-NBOMe</a>, auch <a title="25I-NBOMe" href="http://en.wikipedia.org/wiki/25I-NBOMe" target="_blank">25I-NBOMe</a> und INBMeO genannt. Im vergangenem März wurde diese Substanz im Rahmen des Drug-Checking-Programms des Projektes <a title="Checkit Wien" href="http://www.checkyourdrugs.at/" target="_blank">Checkit</a> in Wien auf Trips entdeckt, die als LSD verkauft wurden. Die Trips waren auf Löschpapier (Pappen, Filzli) gedruckt, die das Bild des „<em>Fahrradfahrers</em>“ Albert Hofmann zierten. Checkit veröffentlichte eine entsprechende <a title="Warnung von Checkit in Wien:25I-NBOMe verkauft als LSD" href="http://www.checkyourdrugs.at/aktuelles/25i-nbome-verkauft-als-lsd/" target="_blank">Warnung</a>. Im Zusammenhang mit der Einnahme von 2C-I-NBOMe ist es vereinzelt schon zu <a title="Todesfälle nach Konsum von 25I-NBOMe" href="http://www.erowid.org/chemicals/2ci_nbome/2ci_nbome_death.shtml" target="_blank">Todesfällen</a> gekommen.</p>
<p>Bei der Substanz 2C-I-NBOMe handelt es sich um <a title="2-(4-iodo-2,5-dimethoxyphenyl)-N-[(2-methoxyphenyl)methyl]ethanamin" href="http://isomerdesign.com/PiHKAL/explore.php?domain=tk&amp;id=5380" target="_blank">2-(4-iodo-2,5-dimethoxyphenyl)-N-[(2-methoxyphenyl)methyl]ethanamin</a>. Die Substanz wurde im Jahr 2003 von Ralf Heim an der Freien Universität in Berlin erstmals hergestelt im Rahmen seiner Forschungsarbeiten zu seiner Dissertation „<em><a title="Synthese und Pharmakologie potenter 5-HT2A-Rezeptoragonisten mit N-2-Methoxybenzyl-Partialstruktur" href="http://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000001221" target="_blank">Synthese und Pharmakologie potenter 5-HT2A-Rezeptoragonisten mit N-2-Methoxybenzyl-Partialstruktur</a></em>“. Bekannt in weiteren Kreisen wurde die Substanz jedoch erst durch die Forschungen von <a title="David E. Nichols" href="http://en.wikipedia.org/wiki/David_E._Nichols" target="_blank">David E. Nichols</a> an der Purdue University in West Lafayette, Indiana. Seine Forschungsergebnisse publizierte er im Jahr 2008 unter dem Titel „<em>High specific activity tritium-labeled N-(2-methoxybenzyl)-2,5-dimethoxy-4-iodophenethylamine (INBMeO): A high-affinity 5-HT2A receptor-selective agonist radioligand</em>“ (<a title="Bioorg Med Chem 2008;16:6116-6123" href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2719953/pdf/nihms-55178.pdf" target="_blank">Bioorg Med Chem 2008;16:6116-6123</a>).</p>
<p>2C-I-NBOMe gehört zur Gruppe der <a title="Phenylethylamin" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Phenethylamine" target="_blank">Phenylethylamine</a> und das „<em><a title="2C (psychedelics)" href="http://en.wikipedia.org/wiki/2C_(psychedelics)" target="_blank">2C</a></em>“ steht für die Anordnung „<em>2,5-Dimethoxy</em>“, das „<em>I</em>“ für Iod (standardsprachlich: Jod) und „<em><a title="NBOMe" href="http://www.neurosoup.com/nbome.html" target="_blank">NBOMe</a></em>“ für die erweiterte Struktur. 25I-NBOMe ist um ein Vielfaches potenter als <a title="2C-I" href="http://en.wikipedia.org/wiki/2C-I" target="_blank">2C-I</a> bezüglich der Bindung an den <a title="5-HT2A-Rezeptor" href="http://de.wikipedia.org/wiki/5-HT-Rezeptor" target="_blank">5-HT2A-Rezeptoren</a> im Gehirn, also die gleichen Rezeptoren, die auch für die psychedelischen Effekte von LSD oder Meskalin verantwortlich sind.</p>
<p>2C-I-NBOMe ist wie LSD im Mikrogrammbereich wirksam und ist wie LSD ein äußerst stark wirksames Psychedelikum. Die mittlere Dosierung liegt etwa zwischen 500 und 800 Mikrogramm sublingual eingenommen. In der Pharmazie bezeichnet sublingual, auch perlingual, eine Verabreichungsform von Medikamenten durch Absorption durch die Zungen- und Mundschleimhaut und Wangeninnenflächen. Hierbei wird das einzunehmende Medikament, meist in Tablettenform, unter die Zunge gelegt, bis es sich auflöst. Bei der sublingualen Einnahme gelangt der Wirkstoff schneller in den Blutkreislauf, da das venöse Blut aus der Mundschleimhaut direkt in die obere Hohlvene fließt. Bei der oralen Einnahme muss der Wirkstoff erst die Leber passieren, um in den großen Kreislauf zu gelangen, wobei er eventuell chemisch verändert wird. Dies ist bei der sublingualen Einnahme nicht der Fall, die Leber wird umgangen. Die orale Einnahme von 2C-I-NBOMe soll dem Vernehmen nach deutlich weniger wirksam sein als die sublinguale. 2C-I-NBOMe kann auch nasal appliziert werden.</p>
<p>Im Forum von Eve &amp; Rave Schweiz findet man unter dem Titel „<em><a title="25C-NBOMe – Transrationaler GEIST" href="http://eve-rave.ch/Forum/viewtopic.php?f=53&amp;t=24742" target="_blank">25C-NBOMe – Transrationaler GEIST</a></em>“ mehrere Erfahrungsberichte mit ausführlichen Hinweisen zu „<em>safer use</em>“. Bezüglich „<em>safer use</em>“ und Dosierungen wird man auch beim Thema „<em><a title="25X-NBOMe ~ the CIMBI's ~ Substanz- &amp; Safeuse Infos" href="http://www.eve-rave.ch/Forum/viewtopic.php?f=53&amp;t=23993" target="_blank">25X-NBOMe ~ the CIMBI&#8217;s ~ Substanz- &amp; Safeuse Infos</a></em>“ im gleichen Forum fündig.</p>
 <p><a href="http://blogs.taz.de/drogerie/?flattrss_redirect&amp;id=792&amp;md5=3c929cb95692e0260af9c78d65c5045f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blogs.taz.de/drogerie/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>LSD wird 70 – wirklich?</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Apr 2013 12:45:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans Cousto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Substanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Albert Hofmann]]></category>
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		<category><![CDATA[Mutterkorn]]></category>
		<category><![CDATA[sakrale Droge]]></category>
		<category><![CDATA[St.Petri-Schnee]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„<em>Ein Liter Wasser löscht den Durst eines Wanderers für ein paar Stunden. Ein Liter Weihwasser bestärkt ein paar hundert Kirchgänger in ihrer Frömmigkeit. Ein Liter LSD kann vier bis fünf Millionen Menschen zu völlig neuen Anschauungen der Welt und neue Einsichten in ihr eigenes Selbst vermitteln.</em>“</p>
<p>Dieser Satz stand in der Einladung von Roger Liggenstorfer und dem Autoren dieser Zeilen zu einem Festakt im April 1993 in Basel zum 50jährigen Jubiläum der LSD-Erfahrung von Albert Hofmann. Zur Erinnerung: 1938 entdeckte der Basler Chemiker Albert Hofmann bei der Untersuchung der Mutterkorn-Alkaloide das Lysergsäure-Diäthylamid, kurz LSD. Basis war ein Inhaltsstoff des Mutterkorns. Die Verbindung wurde im Tierversuch getestet, wo sie keine besondere Wirkung zeigte. LSD wurde also schon vor 75 Jahren erstmals hergestellt. Aber erst am 16. April 1943 machte Albert Hofmann die Bekanntschaft mit der unglaublichen Wirkung dieser Substanz. An diesem Freitag stellte er die Substanz LSD erneut her – aus dem unbestimmten Gefühl heraus, der Stoff müsse doch irgendetwas bewirken. Offenbar gelangte er damit unabsichtlich in Berührung. Hofmann verspürte plötzlich „<em>ungewöhnliche Empfindungen</em>“, fuhr mit dem Fahrrad nach Hause und versank in einen rauschartigen Zustand, „<em>der sich durch eine äußerst angeregte Fantasie kennzeichnete</em>“.</p>
<p>Drei Tage später, am Montag, den 19. April 1943, unternahm Albert Hofmann einen Selbstversuch mit der, wie er meinte, „<em>kleinsten Menge, von der noch irgendein feststellbarer Effekt erwartet werden konnte</em>“ – 0,25 Milligramm LSD, aus heutiger Sicht eine gewaltige Dosierung. Hofmann hatte das Gefühl, wahnsinnig zu werden. „<em>Die Substanz, mit der ich hatte experimentieren wollen, hatte mich besiegt. Sie war der Dämon, der höhnisch über meinen Willen triumphierte. […] Ich war in eine andere Welt geraten, in andere Räume, mit anderer Zeit.</em>“ Eilig wurde ein Arzt gerufen, der allerdings keine abnormen Symptome feststellen konnte. Hofmann glaubte an eine Vergiftung, trank in der Nacht „<em>alle irgendwie beschaffbare Milch</em>“ und blieb einen ganzen Tag lang im Bett. „<em>Tags darauf konnte ich vollkommen normal und frisch die Arbeit im Laboratorium wieder aufnehmen</em>“, notierte er im Bericht für seine Vorgesetzten.</p>
<p>Also, nicht das LSD wird dieser Tage 70 – wie in fälschlicher Weise viele Medien berichten – sondern die Erfahrung der Wirkung des LSD. Diese machte Hofmann am 16. April 1943. Die erste vorsätzliche respektive bewusste Einnahme von LSD fand dann am 19. April 1943 statt.</p>
<p>Im Roman „<em><a title="Leo Perutz: St.Petri-Schnee" href="http://www.dtv.de/buecher/st_petri-schnee_13405.html" target="_blank">St.Petri-Schnee</a></em>“ des Schriftstellers Leo Perutz wurde die Wirkung dieser „<em>Substanz</em>“ in absolut hellseherischer Art und Weise schon zuvor beschrieben. Perutz hatte 1933 (fünf Jahre, bevor Albert Hofmann erstmalig LSD herstellte und zehn Jahre bevor er die Wirkung dieser Substanz erkannte) in diesem Roman die Entstehung der Religion, die sich ihm als Massenhysterie darstellte, auf eine Infektion durch den Getreidepilz Mutterkorn zurückgeführt. Darauf aufbauend beschrieb Perutz in dem Roman die Arbeit eines auf naturwissenschaftlichem Gebiet arbeitenden Barons, der aus dem Mutterkorn einen Stoff extrahierte, der vorübergehende psychische Wirkungen hervorrief und in keiner Weise den Organismus schädigte. Pikanterweise befand sich das Laboratorium des Barons im Pfarrhaus. Perutz entwickelte in dem Roman mit großer erzählerischer Virtuosität zwei Versionen nebeneinander, die so exakt mit allen Mitteln der erzählerischen Virtuosität konstruiert waren, dass die Leser nicht entscheiden konnten, welche der beiden &#8216;Realitäten&#8217; die wahrscheinlich(er)e sei &#8230; In diesem Wechselspiel von Traum und Wirklichkeit erwies sich der Roman als ein erzählerisches Meisterwerk.</p>
<p>Zitate aus „<em>St.Petri-Schnee</em>“ von Leo Perutz</p>
<p>Der Pfarrer: „<em>Glauben heißt begnadet sein. Der Glaube ist das Werk Gottes in uns und er kann nur lebendig werden durch geduldige Arbeit, durch dienende Liebe und durch Gebet.</em>“ Die Pharmakzeutin: „<em>Nein, auch durch Chemie.</em>“ (S. 114)</p>
<p>Der Baron: „<em>Das, was wir religiöse Inbrunst und Ekstase des Glaubens nennen, bietet als Einzel- wie Massenerscheinung fast immer das klinische Bild eines durch ein Rauschgift hervorgerufenen Erregungszustandes.</em>“ (S. 115)</p>
<p>Der Baron: „<em>Es gibt – oder es gab – eine Getreidekrankheit, die in früheren Jahrhunderten oft beschrieben worden ist, und in jeder Gegend, in der sie auftrat, war sie unter einem anderen Namen bekannt. In Spanien hieß sie &#8216;die Magdalenenflechte&#8217;, im Elsaß &#8216;der Armen-Seelen-Tau&#8217;. Das &#8216;Arztbuch&#8217; des Adam von Cremona beschrieb sie unter dem Namen &#8216;Misericordia-Korn&#8217;, in den Alpen war sie als &#8216;St.Petri-Schnee&#8217; bekannt. In der Umgebung von St. Gallen nannte man sie den &#8216;Bettelmönch&#8217; und im nördlichen Böhmen die &#8216;St. Johannis-Fäule&#8217;. Hier bei uns im Westfälischen, wo sie besonders oft auftrat, hieß sie bei den Bauern &#8216;der Muttergottesbrand&#8217;. (&#8230;) Und nun beachten Sie, dass alle Namen, die ich ihnen aufgezählt habe, etwas gemeinsames besitzen: die Verknüpfung mit religiösen Vorstellungen.</em>“ (S. 121)</p>
<p>Es gelang der Pharmazeutin, durch ein Destillationsverfahren aus dem Pilz das flüssige Rauschgift zu gewinnen, und die Analyse, die sie vornahm, ergab: „<em>Die wirksamen Bestandteile sind eine Anzahl Alkaloide. Außerdem finden sich noch kleinere Mengen harzartiger Produkte und ein wenig Sphazelynsäure vor und schließlich lassen sich eine Spur einer öligen Substanz nachweisen.</em>“ (S. 127)</p>
<p>Der Baron: „<em>Dieses Mittel (dieses Alkaloid) schädigt in keiner Weise den Organismus. Es ruft rein psychische Wirkungen hervor, vorübergehende Wirkungen übrigens. Es macht vielleicht den Mann für kurze Zeit ein wenig glücklicher – das ist alles.</em>“ (S. 79)</p>
<p>Vergleicht man die Beschreibungen der „<em>Substanz</em>“ aus dem Mutterkorn im Roman von Leo Perutz mit den Aussagen führender Wissenschaftler zu LSD, dann kann man erkennen, wie präzise der Autor die Wirkungen jener Substanz vorausgesehen hatte. So bezeichnet Albert Hofmann LSD als sakrale Droge und am LSD-Symposium in Basel äußerte sich der 100-jährige Hofmann zur Frage, was er unter sakralen Drogen verstehe, wie folgt:</p>
<p>Albert Hofmann: LSD ist eine sakrale Droge</p>
<p>„<em>Ich verstehe darunter Substanzen, die seit Jahrtausenden immer im zeremoniellen Rahmen gebraucht wurden, und bei denen ein Tabu lastete. Der gewöhnliche Sterbliche darf diese Stoffe, diese Pflanzen nur gebrauchen im Rahmen &#8230; einer heiligen Feier unter der Leitung des Schamanen. Es waren Drogen, die deshalb diesen Schutz nötig hatten, weil sie zutiefst in den Menschen, den Menschen verändern.  &#8230;. Das Bewusstsein ist eigentlich die göttliche Gabe, die den Menschen beschieden ist. Deswegen waren immer diese bewusstseinsverändernden Drogen im Gebrauch. Sie konnten nur im rituellen Rahmen gebraucht werden. Das ist auch die große Schwierigkeit heute: Wir haben keinen zeremoniellen Rahmen mehr.</em>“</p>
<p>Vergleiche hierzu:</p>
<p><a title="LSD – Sorgenkind und Wunderdroge" href="http://www.eve-rave.net/abfahrer/presse/presse06-02-27.html" target="_blank"> LSD – Sorgenkind und Wunderdroge</a><br />
Presseecho zum LSD-Symposium in Basel mit Zeittafel zur Geschichte des LSD</p>
<p><a title="In Memoriam Albert Hofmann" href="http://www.eve-rave.net/abfahrer/presse/presse08-05-03.html" target="_blank"> In Memoriam Albert Hofmann</a><br />
Ein Nachruf auf den Entdecker des LSD Albert Hofmann</p>
 <p><a href="http://blogs.taz.de/drogerie/?flattrss_redirect&amp;id=789&amp;md5=ff1429585cb4ae41f94587056ad7cf79" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blogs.taz.de/drogerie/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Rauschkunde in Bild und Ton – Teil 4: Schildower Kreis</title>
		<link>http://blogs.taz.de/drogerie/2013/04/06/rauschkunde-in-bild-und-ton-%e2%80%93-teil-4-schildower-kreis/</link>
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		<pubDate>Sat, 06 Apr 2013 16:27:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans Cousto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[War on Drugs]]></category>
		<category><![CDATA[Cannabis]]></category>
		<category><![CDATA[Drogenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminologie]]></category>
		<category><![CDATA[Legalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Prohibition]]></category>
		<category><![CDATA[Rauschkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Schildower Kreis]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a title="Schildower Kreis" href="http://www.schildower-kreis.de/" target="_blank">Schildower Kreis</a> ist ein Netzwerk von Experten aus Wissenschaft und Praxis. Der Schildower Kreis will auf die schädlichen Folgen der Drogenprohibition aufmerksam machen und legale Alternativen zur repressiven Drogenpolitik aufzeigen. Der Schildower Kreis fordert von den Verantwortlichen eine alternative Drogenpolitik und eine ideologiefreie und wissenschaftliche Überprüfung von Schaden und Nutzen der aktuellen Drogenpolitik. Die Forderungen wurden in einem <a title="Schildower Kreis: Manifest" href="http://www.schildower-kreis.de/manifest/" target="_blank">Manifest</a> niedergeschrieben.</p>
<p>Sprecher des Schildower Kreises ist der Bremer Professor für Strafrecht und Kriminologie Dipl.-Psych. Lorenz Böllinger. Unter seiner Federführung wurde eine <a title="Resolution deutscher Strafrechtsprofessorinnen und –professoren an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages" href="http://www.schildower-kreis.de/themen/Resolution_deutscher_Strafrechtsprofessorinnen_und_–professoren_an_die_Abgeordneten_des_Deutschen_Bundestages.php" target="_blank">Resolution</a> deutscher Strafrechtsprofessorinnen und –professoren an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages verafsst, die von annähernd hundert Strafrechtsprofessoren unterschrieben wurde. Die Unterzeichnenden wollen den Gesetzgeber auf die unbeabsichtigten schädlichen Nebenwirkungen und Folgen der Kriminalisierung bestimmter Drogen aufmerksam machen. Sie wollen das Parlament anregen, bezüglich dieser Thematik seinem verfassungsrechtlichen Auftrag im Allgemeinen und den wissenschaftlich begründeten Prinzipien von Strafgesetzgebung und Kriminalpolitik im Besonderen durch die Einrichtung einer Enquête-Kommission Rechnung zu tragen.</p>
<p>In dem Video „<em></em><a title="Lorenz Böllinger: über das Scheitern der Prohibition" href="http://www.youtube.com/watch?v=uPuiaZYYubM" target="_blank">über das Scheitern der Prohibition</a><em></em>“ (4.654 Views) erklärt Lorenz Böllinger, warum er für eine Wende in der Drogenpolitik eintritt und die repressive Drogenpolitik und die Prohibition gescheitert sind. Böllinger ist Professor für Strafrecht und Kriminologie und seit 1982 als Hochschullehrer an der Universität Bremen tätig. Zuvor arbeitete er als Rechtsanwalt und Professor an den Fachhochschulen für Sozialarbeit in Dortmund und Frankfurt am Main. In Zweitqualifikation ist er auch Diplom-Psychologe und Psychoanalytiker. Seine Forschungsschwerpunkte befinden sich im Bereich der Sexual-, Gewalt- und Drogendelinquenz sowie der Rechtspsychologie und der Behandlung von Straftätern.</p>
<p>Prof. Dr. Sebastian Scheerer ist seit 1988 Professor für Kriminologie am Institut für Kriminologische Sozialforschung der Universität Hamburg und seit 1995 Vorsitzender der Gemeinsamen Kommision für das Aufbau- und Kontakstudium Kriminologie. Sebastian Scheerer ist der Ansicht, dass das Cannabisverbot gegen Artikel 1, 2 und 3 des Grundgesetzes verstößt. Dies erklärt er in anschaulicher Weise in dem Video „<em></em><a title="Sebastian Scheerer: über die Verfassungswidrigkeit des Cannabisverbotes" href="http://www.youtube.com/watch?v=ZCupDW_1LG8" target="_blank">über die Verfassungswidrigkeit des Cannabisverbotes</a>“ (7.823 Views). Auch Dr. Nicole Krumdiek hält das Cannabisverbot für verfassungswidrig, was sie in dem Video „<a title="Nicole Krumdiek: zur Frage ob man wegen Cannabis vor dem Bundesverfassungsgericht klagen sollte" href="http://www.youtube.com/watch?v=9zLXD33c_Og" target="_blank">zur Frage ob man wegen Cannabis vor dem Bundesverfassungsgericht klagen sollte</a>“ (1.200 Views) und dem Video „<em></em><a title="Nicole Krumdiek beim Fachgespräch der LINKEN zur Drogenpolitik 2012" href="http://www.youtube.com/watch?v=LWYRRGKvG_c" target="_blank">beim Fachgespräch der LINKEN zur Drogenpolitik 2012</a>“ (1.774 Views) kurz erläutert. Frau Dr. Krumdiek kam dabei zum Fazit, dass die bisherige Rechtspraxis vor allem beim Umgang mit Cannabis verfassungswidrig sei. So stünden dem angestrebten Hauptziel der Cannabisprohibition – dem Gesundheitsschutz der Bevölkerung – die vom Gesetzgeber gewählten Mittel entgegen. Hierbei komme es zu massiven Grundrechteeingriffen, unter anderem durch Haftstrafen. Andere europäische Länder wie beispielsweise Portugal haben indes bewiesen, dass die Abkehr von der repressiven Drogenpolitik den Gesundheitsschutz der Bevölkerung wesentlich verbessert habe und der befürchtete Anstieg des Drogenkonsums ausgeblieben ist. Sehr aufschlussreich ist auch das Video „<em></em><a title="Nicole Krumdiek: Wie gefährlich ist Cannabis?" href="http://www.youtube.com/watch?v=c-Qwgc-xr-Y" target="_blank">Wie gefährlich ist Cannabis?</a>“ (6.418 Views) von ihr, in dem sie klar auf die unlogischen Argumente der Verbotsbefürworter hinwies; u.a. sagte sie: „<em>Der nicht kontrollierte THC Gehalt ist eine Folge des Verbots und kann deswegen nicht als Begründung für das Selbige genommen werden.</em>“ Dr. Nicole Krumdiek wurde für ihre mit „<em>Summa Cum Laude</em>“ bewertete Doktorarbeit „<em>Die national- und internationalrechtliche Grundlage der Cannabisprohibition in Deutschland</em>“ (ISBN 3-8258-9543-2) mit dem Studienpreis der Universität Bremen ausgezeichnet.</p>
<p>Prof. Dr. jur. Stephan Quensel tritt ebenfalls für eine Wende in der Drogenpolitik ein, was er in dem Video „<a title="Stephan Quensel: Gründe für eine Wende in der Drogenpolitik" href="http://www.youtube.com/watch?v=Kq2f8sqXLJQ" target="_blank">Gründe für eine Wende in der Drogenpolitik</a>“ (3.550 Views) einleuchtend erläutert. Prof. Dr. jur. Stephan Quensel war Leiter des Bremer Instituts für Drogenforschung (BISDRO) und Inhaber des Lehrstuhls für Resozialisation und Rehabilitation im Studiengang Soziologie der Universität Bremen. Seine Arbeitsschwerpunkte waren soziale Kontrolle und abweichendes Verhalten in Theorie und Geschichte; insbesondere bezüglich Drogen und Strafanstalten.</p>
<p>Dr. Rainer Ullmann ist Hausarzt in Hamburg und behandelt seit 1990 Heroinabhängige mit Substitutionsmedikamenten. Er beschäftigt sich besonders mit der strafrechtlichen Verfolgung substituierender Ärzte. In dem Video „<a title="Rainer Ullmann: Warum das Drogenverbot ungesund ist!" href="http://www.youtube.com/watch?v=3TVdTlj1lQw" target="_blank">Warum das Drogenverbot ungesund ist!</a>“ (5.173 Views) erklärt er, warum er die Drogenprohibition für gescheitert hält.</p>
<p>Dr. Bernd Werse ist verantwortlicher Mitarbeiter am Centre for Drug Research, einem sozialwissenschaftlichen Drittmittelforschungsbüro an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Er beschäftigt sich u.a. mit den Konsummotivationen legaler und illegaler Drogen, den Strukturen des Klein- und Kleinsthandels mit illegalen Substanzen und den sogenannten „<em>neuen synthetischen Drogen</em>“. In dem Interview „<a title="Bernd Werse: über Legal Highs und die Paradoxie des Drogenverbots" href="http://www.youtube.com/watch?v=0GnKsnXFh5M" target="_blank">über Legal Highs und die Paradoxie des Drogenverbots</a>“ (3.128 Views) spricht er über seine Forschung im Bereich Legal Highs und den sogenannten neuen synthetischen Drogen sowie dem damit verbundenen Paradoxon, dass der Staat mit dem Drogenverbot Menschen dazu treibt, von gut erforschten klassischen Drogen auf neue unerforschte Substanzen umzusteigen. Dieses lässt sich nur durch eine Legalisierung von Drogen vernünftigt lösen.</p>
<p>Auch Georg Wurth, Spiritus Rector des Deutschen Hanfverbandes (DHV), ist Mitglied des Schildower Kreises. Sein Beitrag „<a title="Georg Wurth: Vor- und Nachteile des Drogenverbotes" href="http://www.youtube.com/watch?v=SP0ezvZhGT4" target="_blank">Vor- und Nachteile des Drogenverbotes</a>“ (5.739 Views) ist auf jeden Fall sehr empfehlenswert. Georg Wurth leitet seit 2002 den DHV, die Interessenvertretung der Befürworter einer Cannabis-Legalisierung. Seit seiner Selbstanzeige 1996 wegen einer geringen Menge Cannabis befasst er sich intensiv mit Drogenpolitik. Vor seiner Zeit beim DHV war er vor allem innerhalb diverser Arbeitsgruppen der Grünen und der Grünen Jugend aktiv. Wurth ist gelernter Finanzbeamter und hat Steuerrecht studiert. Außerdem hat er als Fraktionsvorsitzender der Grünen im Remscheider Stadtrat umfangreiche kommunalpolitische Erfahrungen gesammelt.</p>
<p>Der <a title="Videokanal Schildower Kreis" href="http://www.youtube.com/playlist?list=UUbe8jMlRWfdjrYPVRE-wvuA" target="_blank">Videokanal Schildower Kreis</a> ist eine der besten Adressen für jene, die sich ernsthaft mit Drogenpolitik auseinandersetzen wollen. Ergänzend findet man auf dem <a title="Videokanal Mitglieder des Schildower Kreises" href="http://www.youtube.com/playlist?list=PLBD06EC972638424C" target="_blank">Kanal Mitglieder des Schildower Kreises</a> weitere Beiträge von Mitgliedern des Schildower Kreises. Wenn das Anschauen dieser Videos zum Pflichtprogramm aller Drogenbeauftragten auf kommunaler Ebene wie auch auf Landes- sowie Bundesebene gehören würde, hätten wir vermutlich eine weniger fundamentalistische Drogenpolitik in Deutschland, sondern eine Drogenpolitik, die mehr auf Vernunft basiert.</p>
 <p><a href="http://blogs.taz.de/drogerie/?flattrss_redirect&amp;id=786&amp;md5=947002988e3ff0b800b358c6bc4572fe" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blogs.taz.de/drogerie/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Gefährlicher kiffen</title>
		<link>http://blogs.taz.de/drogerie/2013/03/22/gefahrlicher-kiffen/</link>
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		<pubDate>Fri, 22 Mar 2013 12:19:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Selim Oezdogan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Legal Highs]]></category>
		<category><![CDATA[Substanzen]]></category>
		<category><![CDATA[War on Drugs]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung, <a href="http://unodc.org">UNODC</a>, hat es nun in ihrem <a href="http://http://www.unodc.org/unodc/en/frontpage/2013/March/new-unodc-report-sheds-light-on-the-phenomenon-of-new-psychoactive-substances-worldwide.html">Bericht</a> weltweit offiziell gemacht: Neue Psychoaktive Substanzen (NPS) stellen eine Herausforderung dar.<br />
Die Substanzen, die bisher Designerdrogen,  Research Chemicals, Badesalze oder Legal Highs genannt wurden, haben eine Abkürzung bekommen, unter der sie zusammengefasst werden. Wobei <em>neu</em> nicht heißen muss, dass die Substanzen neu entwickelt wurden, sondern dass sie erst seit kurzem auf dem Markt sind.  Und Markt bedeutet hier in erster Linie Online-Markt.  Diese NPS werden, da sie eben neu sind, von der Gesetzgebung der meisten Länder nicht erfasst.<br />
Waren es 2007 noch 15 NPS, die auf dem europäischen Markt von der <a href="http://emcdda.europa.eu/">EMCDDA</a> registriert wurden, so wurden im vergangenen Jahr 73  NPS bemerkt. Insgesamt weiß man seit Mai 2005 von 236 NPS. Letztes Jahr wurden in Deutschland 28 dieser Substanzen in das Betäubungsmittelgesetz aufgenommen. Die Regierung kann also kaum mit dem Tempo mithalten.<br />
2010 wurden 170 Internet-Händler für diese Substanzen gezählt, 2012 waren es 693, eine Steigerung von über 300%.  So hat sich in den letzten Jahren ein Drogenmarkt abseits der organisierten Kriminalität  entwickelt, die NPS werden meist in Chemielaboren in Asien hergestellt und dann kiloweise verschifft. 2011 wurden bei einer Operation in den Niederlanden 150 kg Cannabinoide sichergestellt, die im Miligrammbereich wirksam sind.<br />
Cannabinoide, Stoffe die cannabisähnlich wirken, machen seit 2009 einen Großteil der NSP aus.<br />
Man kann natürlich nur Mutmaßungen darüber anstellen, warum gerade diese Cannabinoide, über deren Gesundheitsrisiken man wenig weiß, so populär sind. Möglicherweise ist vielen Kiffern ihr Leben einfach nicht gefährlich genug oder sie suchen die Abwechslung. Möglicherweise wissen sie nicht, wie wo und wie man Gras und Hasch kaufen kann. Möglicherweise sind sie es aber auch leid, kriminalisiert zu werden und weichen auf Substanzen aus, die noch nicht von der Gesetzgebung erfasst werden.<br />
Im Sinne einer Risikominimierung wäre es dann vielleicht klüger Cannabis, das weitgehend erforscht ist, wenn schon nicht freizugeben, so doch für den Konsumenten zu entkriminalisieren, komplett, inklusive der Drangsalierung durch die Führerscheinstelle.  Doch das ist nur die möglicherweise verquere Idee eines Beobachters dieser Entwicklungen.<br />
<a href="http://www.incb.org/incb/en/about/members/raymond_yans.html">Raymond Yans</a>, der Präsident des Internationalen Suchtkontrollrates INCB  spricht von einem globalen Problem, das globale Lösungen verlangt. Vielleicht liegt es ja an meinen Ohren, aber für mich klingt das so wie: Weltweit alles verbieten.<br />
Ein Konzept, das sich ja seit über 40 Jahren bewährt hat.<em><br />
</em></p>
<p>&nbsp;</p>
 <p><a href="http://blogs.taz.de/drogerie/?flattrss_redirect&amp;id=762&amp;md5=959eeeff4d0e9920c7976a1686519302" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blogs.taz.de/drogerie/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Rubbeln und riechen</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Mar 2013 20:47:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Selim Oezdogan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Crime_Stoppers_International">Crime Stoppers Internationa</a>l (CSI) ist eine  Organisation, die sich dem Kampf gegen das Verbrechen verschrieben hat. <a href="www.crimestoppers-uk.org/">Crime Stoppers UK,</a> , der britische Arm, versteht  sich als unabhängige, karitative Einrichtung (independet charity). Sie  hat in Zusammenarbeit mit der Polizei  eine <a href="http://www.crimestoppers-uk.org/media-centre/news-releases/2013/crimestoppers-asks-public-to-scratch-and-sniff-to-spot-signs-of-cannabis-cultivation">Kampagne</a> gestartet, in deren Rahmen 210 000 Karten an private Haushalte verteilt werden, damit diese bei der Verbrechensbekämpfung mithelfen können.<br />
Auf den Karten steht nicht nur, woran man illegale Cannabisfarmen erkennen kann (Punkt 4: Besucher zu Unzeiten), sondern sie geben, sobald eine Ecke freigerubbelt wird,  den typischen Geruch von angebautem Cannabis wieder. Das riecht zwar ein wenig nach Denunziantentum, ist aber  völlig ungefährlich, weil auf der Karte keine Drogen enthalten sind, wie einem direkt unter Rubbelfläche versichert wird.<br />
Das ist ein wenig schade, doch wir haben schon von jungen verwahrlosten Menschen ohne jeglichen Humor gehört, die sich auf diese Karten freuen, weil sie daraus Filter für ihre Joints basteln wollen. Um den Rauch zu aromatisieren.<br />
Steht nicht schon in der Bibel (Mt 7,16): An ihrem Duft sollt ihr sie erkennen. Nein? Hm.</p>
 <p><a href="http://blogs.taz.de/drogerie/?flattrss_redirect&amp;id=768&amp;md5=5cccbedcf6080e641f9cf1508fae19f2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blogs.taz.de/drogerie/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Rauschkunde in Bild und Ton – Teil 3: DEA</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Feb 2013 20:14:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans Cousto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Substanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Drogenaufklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Drug Education Angency]]></category>
		<category><![CDATA[Markus Berger]]></category>
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		<category><![CDATA[Roger Liggenstorfer]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Markus Berger, geb. 1974, ist freischaffender Drogenforscher,  Sachbuchautor und Journalist. Der Berufspsychonaut Markus Berger veröffentlichte Hunderte Fachartikel zur Psychoaktivakunde in Zeitschriften und Magazinen der ganzen Welt. Außerdem ist Berger Mitbegründer der Kongressreihe „<em><a title="Entheovision" href="http://www.entheovision.de/" target="_blank">Entheovision</a></em>“ und Autor zahlreicher Bücher zu psychoaktiven Pflanzen und Substanzen. Er schrieb u.a. das „<em>Handbuch für den Drogennotfall</em>“, „<em>Psychoaktive Kakteen</em>“und „<em>Stechapfel- und Engelstrompete</em>“. Unter dem Brand Blazin Tommy Productions entwickelt Markus Berger Videoproduktionen zur Rausch- und Drogenkunde – akzeptanzbasiertes Präventions-TV für ein kulturell und politisch interessiertes Publikum, zum Beispiel die Formate „<em><a title="Drug Education Agency (DEA)" href="http://www.youtube.com/user/DrugEducationAgency" target="_blank">Drug Education Agency (DEA)</a></em>“ und „<em><a title="Nachtschatten Television" href="http://www.youtube.com/user/NachtschattenTV" target="_blank">Nachtschatten Television</a></em>“.</p>
<p>Mit der Drug Education Agency (DEA) präsentieren Markus Berger und sein stetig wachsenes Team ein buntes TV-Format, das zugleich unterhält und aufklärt. Die Education, also die Aufklärung, ist eines der zentralen Themen der DEA. Die DEA ist ein Drogen-Bildungsprogramm respektive eine Akademie für Drogenbildung.</p>
<div id="attachment_755" class="wp-caption aligncenter" style="width: 410px"><a href="http://blogs.taz.de/drogerie/files/2013/02/DEA.png" rel="lightbox[754]"><img class="size-full wp-image-755" src="http://blogs.taz.de/drogerie/files/2013/02/DEA.png" alt="Logo der Drug Education Agency (DEA)" width="400" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Logo der Drug Education Agency (DEA)</p></div>
<p>Anfänglich – im Frühlung 2012 – waren die Viedeos der DEA nur 15 Minuten lang und waren nach traditioneller Art gestrickt. Der Moderator Markus Berger erklärte, führte kurze Interviews und dazwischen wurden dokumentarische Szenen eingespielt. Das änderte sich mit der dritten Ausgabe Ende Mai, als Jörn Mitglied des DEA-Teams wurde und in der Folge die Rubrik „<em>Lörn mit Jörn</em>“ (lerne mit Jörn) mit substanzspezifischen Themen präsentierte. Gut verständlich und sachlich fundiert erklärt Jörn nützliche und wichtige Dinge zu diversen Substanzen, die Konsumenten unbedingt wissen sollten. Jörn erklärt z.B. was Candyflipping (LSD-MDMA-Kombo) ist oder die Wirkungsweisen von Stoffen wie PMA und PMMA, die in Ecstasyfalsifikaten enthalten sind, weist auf die Unterschiede von Amphetamin und Methamphetamin oder auch von Freebase und Crack hin oder erläutert, weshalb „<em>safer sniffing</em>“ wichtig ist, d.h., weshalb jeder sein eigenes Schnupfröhrchen benutzen sollte.</p>
<p>Im Juli 2012 kam ein weiteres Mitglied zum Team: Hanfaktivist Jan Onym, DEA-Korrespondent und Logbuch-Legalisierung-Audiocast. In seinen im Nachrichtenstil gehaltenen Beiträgen geht es vor allem um Drogenpolitik und um Themen wie gestrecktes Gras, Herointabletten oder auch um Nikotinpflaster. Seit Januar des aktuellen Jahres wurde das Programm mit der „<em>Lars Knacken Show</em>“ durch ein humorvolles, zuweilen fast subversives Element erweitert. In der Januarausgabe (DEA 15) gab Lars ein „<em>Bong Putz Tutorial</em>“ zum Besten, im Februar (DEA 16) philosophierete der Bongexperte Lars in sinniger Weise über Wahlentscheidungen und erklärte die unterschiedlichen Standpunkte der Parteien.</p>
<p>Feste Bestandteile der DEA-Videos sind zudem die „<em>Bong-Akademie</em>“, wo es um die Kultur des Bong-Rauchens geht, die „<em>Ethnobotanische Schatztruhe</em>“, wo es um wild wachsende Pflanzen mit psychotrop wirkenden Inhaltsstoffen geht oder auch die Beiträge von Ernst Meerbeck von Near Dark, in denen die Besonderheiten bestimmter Pfeifen, Bongs oder Vaporizers gezeigt werden.</p>
<p>Ein weiterer fester Bestandteil der DEA-Videos sind Interviews mit bekannten Persönlichkeiten wie Steffen Geyer (Hanfparade, Cannabiskultour), Günter Weiglein (Cannabispatient), Jamaika Mike (Ex-Dealer, Autor), Joep Oomen (ENCOD), Kathrin Gebhardt (Konditorin, Backen mit Hanf), Roger Liggenstorfer (Nachtschatten Verlag), Sebastián Marincolo (Philosoph, Sachbuchautor), Maximilian Plenert (Schildower Kreis), Michael Knodt (Chefredakteur Hanf Journal), Hans Cousto (Harmoniker, Drogenforscher), Georg Wurth (Deutscher Hanfverband) und Heino Stöver (Sozialwissenschaftler).</p>
<p>Die Drug Education Agency ist eine multimediale psychonautische Akademie. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die Menschheit mit wahrheitsgetreuen, zuverlässigen und inspirativen Informationen zu psychoaktiven Substanzen, Pflanzen und Pilzen sowie zu den interdisziplinären psychoaktiven Wissenschaften zu versorgen. Dies geschieht vornehmlich mit den DEA-Videos, die in ihrer Art eine Mischung aus Schulfernsehen und Unterhaltungsshow sind. Im Verbund mit anderen antiprohibitionistischen Institutionen und Organisationen setzt die DEA dem Irrsinn des weltweiten &#8216;<em>War on Drugs</em>&#8216; einen auf der Vernunft basierenden Gegenpol entgegen.</p>
<p>Der Drug Education Agency&#8217;s Channel startete sein Programm vor knapp einem Jahr, hat 1.643 Abonnenten und die Videos wurden bisher insgesamt gut 65.000 mal angeschaut. Das Verzeichnis zu allen Videos findet man <a title="Drug Education Agency auf YouTube" href="http://www.youtube.com/user/DrugEducationAgency" target="_blank">hier</a> auf YouTube.</p>
<div id="attachment_757" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://blogs.taz.de/drogerie/files/2013/02/nv_television-Kopie1.png" rel="lightbox[754]"><img class="size-medium wp-image-757" src="http://blogs.taz.de/drogerie/files/2013/02/nv_television-Kopie1-300x61.png" alt="Logo der Nachtschatten Television" width="300" height="61" /></a><p class="wp-caption-text">Logo der Nachtschatten Television</p></div>
<p>Der <a title="Nachtschatten Verlag" href="http://www.nachtschatten.ch/" target="_blank">Nachtschatten Verlag</a> ist ein Fachverlag für drogenmündige, unabhängige Menschen. Genau an diese Menschen richtet sich die Nachtschatten Television. Nachtschatten-TV gibt es seit gut einem Jahr und bisher wurden acht Videos veröffentlicht. Nachtschatten-TV hat etwas über 600 Abonnenten und die Videos wurden insgesamt gut 13.000 mal angeschaut.</p>
<p>In den Videos stellt Markus Berger Neuerscheinungen des Verlages vor und bespricht diese in fundierter Weise, manchmal gemeinsam mit Roger Liggenstorfer, dem Verleger des seit vor knapp drei Jahrzehnten von ihm gegründeten Verlages. Roger Liggenstorfer war zusammen mit Hans Cousto auch Hauptinitiator zur Gründung des Vereins <a title="Eve &amp; Rave Schweiz" href="http://www.eve-rave.ch/" target="_blank">Eve &amp; Rave Schweiz</a> in Solothurn im Winter 1995/1996.</p>
<p>In den Videos kommen auch diverse Autoren und Künstler des Verlages zu Wort, so u.a. Steve Stoned (Postkarten), Wolfgang Bauer (Wasson und der Soma; Der Henker in uns), Albert Hofmann (Die Mutterkornalkaloide; Einsichten – Ausblicke; Lob des Schauens; Tun und Lassen), Hans Cousto (DrogenMischKonsum; MDMA-Tuning-Booklet; Psychonautik, Hedonismus und Ecstase), Kathrin Gebhardt (Backen mit Hanf) und Tom Rom (GOA – 20 Jahre Psychedelic Trance).</p>
<p>Das Verzeichnis zu allen Videos von der Nachtschatten Television findet man <a title="Nachtschatten Television auf YouTube" href="http://www.youtube.com/user/NachtschattenTV" target="_blank">hier</a> auf YouTube.</p>
 <p><a href="http://blogs.taz.de/drogerie/?flattrss_redirect&amp;id=754&amp;md5=863beb8b50b0b4255e0b89f9fb263f95" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blogs.taz.de/drogerie/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Rauschkunde in Bild und Ton – Teil 2: Tagesrausch</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Feb 2013 23:03:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hans Cousto</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Weltweit]]></category>
		<category><![CDATA[Drogenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Hanfparade]]></category>
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		<category><![CDATA[Rauschkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Steffen Geyer]]></category>
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		<category><![CDATA[Video]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Der VideoBlog „<em><a title="VideoBlog Tagesrausch" href="http://usualredant.de/category/video/" target="_blank">Tagesrausch</a></em>“ von Steffen Geyer ist vor allem den Themen Cannabis, Drogenpolitik und Legalisierung gewidmet. Steffen Geyer (a.k.a. <a title="UsualRedAnt" href="http://usualredant.de/" target="_blank">UsualRedAnt</a>), der in unregelmäßigen Abständen bisher gut 60 Videos für seinen Blog „<em>Tagesrausch</em>“ produziert hat, wohnt in Berlin. Geboren wurde er am 13. Mai 1979 in Suhl in Thüringen.  Seit 1998 beschäftigt er sich intensiv mit Drogenpolitik. Insbesondere die alte Kultur- und Rauschpflanze Cannabis sativa L. hat es ihm angetan.</p>
<p>Die Organisation der <a title="Hanfparade" href="http://www.hanfparade.de/" target="_blank">Hanfparade</a> und des <a title="Hanftag Berlin" href="http://hanftag.de/" target="_blank">Hanftages</a> (Global Marijuana March in Berlin) liegt ihm sehr am Herzen, weshalb er viel seiner Freizeit diesen beiden Veranstaltungen widmet. Von 2004 bis 2009 arbeitete er für den Deutschen Hanf Verband. Nicht zuletzt durch einen Auftritt in der ARD-Sendung „<em>Menschen bei Maischberger</em>“ im Mai 2007 wurde er auch über die Grenzen der Hanfszene hinaus als Befürworter der Legalisierung von Cannabis bekannt. Im Mai 2008 hat er mit Georg Wurth, Geschäftsführer des Deutschen Hanfverbandes, das Buch „<em>Rauschzeichen – Cannabis: Alles was man wissen muss</em>“ im Verlag Kiepenheuer &amp; Witsch veröffentlicht.</p>
<div id="attachment_749" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://blogs.taz.de/drogerie/files/2013/02/pressefoto-steffen-geyer-11.jpg" rel="lightbox[745]"><img class="size-medium wp-image-749" src="http://blogs.taz.de/drogerie/files/2013/02/pressefoto-steffen-geyer-11-300x207.jpg" alt="Steffen Geyer a.k.a. UsualRedAnt" width="300" height="207" /></a><p class="wp-caption-text">Steffen Geyer a.k.a. UsualRedAnt</p></div>
<p>Jeweils vor dem Hanftag wie auch vor der Hanfparade veröffentlicht Steffen Geyer Videos, die Menchen animieren sollen, sich an diesen Demonstrationen zu beteiligen. Zu den Videos findet man auf seiner Website immer auch ausführliche Erklärungen. So schreibt er am Montag, 27. Juni 2011, zum Video „<em><a title="Video „Aufklärung, Widerstand, Legalisierung“" href="http://usualredant.de/2011/06/27/aufklarung-widerstand-legalisierung/" target="_blank">Aufklärung, Widerstand, Legalisierung</a></em>“, dass die Legalisierung kein kurzer Akt sei, wo mal irgendwas geschieht und dann alles anders werde, ja die Legalisierung sei ein langer, komplizierter Prozess, bei dem es darum geht, dass die Gesellschaft, dass die Menschen anders werden müssen. Wörtlich heißt es dann: „<em>Der Weg zu diesem Bewusstsein sind aufklärerische Aktionen wie die Hanfparade. Nur mit ihnen ist eine Legalisierung möglich. Dabei ist es wichtig, dass “ihr da draußen” versteht, dass “wir Aktivisten” ohne euch keine Chance haben.</em></p>
<p><em>Wir sind keine Propheten und wir wollen keine Anführer sein. Wir gehören nicht zu denen, die allen anderen sagen wollen, was los ist. Wir sind lediglich Menschen, die ein gesellschaftliches Problem erkannt haben und denen sich die Chance bot, zu versuchen, etwas dagegen zu tun. Ob wir damit Erfolg haben oder scheitern liegt jedoch in eurer Hand.</em></p>
<p><em>Die Legalisierung ist die Selbstbefreiung der Menschen von der (unerkannten) Knechtschaft der Prohibitionsideologie. Aufklärung ist der Weg, Nichtkonsumierenden zu zeigen, dass das Cannabisverbot auch ihre Freiheit beschneidet. Die Hanfparade ist der Versuch, ein Bewusstsein dieses Missstandes zu schaffen. Sie gibt nicht die Antworten, sie zeigt, dass offene Fragen existieren.</em>“</p>
<p>Im VideoBlog „<em>Tagesrausch</em>“ werden Menschen nicht nur aufgerufen, sich an den besagten Demonstrationen zu beteiligen, sondern ihnen werden hierzu auch die entsprechenden Rechtsinformationen vermittelt. Diese richten sich übrigens nicht nur an die potenziellen Teilnehmer der Demonstrationen, sondern auch an die Polizeibeamten, die die Demonstration begleiten. In dem BlogEintrag zum „<em><a title="Demorecht für Polizisten" href="http://usualredant.de/2010/08/05/demorecht-fur-polizisten/" target="_blank">Demorecht für Polizisten</a></em>“ werden nicht nur drei Videos mit den Titelen „<em>Vorkontrollen sind Verfassungswidrig</em>“, „<em>Ausweispflicht für BeamtInnen</em>“ und „<em>Durchsuchungen richtig dokumentieren</em>“ vorgestellt, sondern auch ein <a title="Handzettel Demorecht" href="http://usualredant.de/tagesrausch/download/flyer-demorecht.pdf" target="_blank">Flyer</a> mit Informationen zu diesbezüglich relevanten Gerichtsurteilen. Es sei hier angemerkt, dass die gegebenen Informationen nur für das Land Berlin gelten. Das Polizeiwesen ist in der Bundesrepublik Deutschland Ländersache – in Bayern oder in Sachsen können durchaus andere Regeln gelten. Obwohl der Hanftag erst am 4. Mai und die Hanfparade erst am 10. August 2013 stattfinden werden, wurden die Videos zum Demorecht in der letzten Woche 118 mal angeschaut.</p>
<p>Rechtsinformationen, die jeden Tag im Jahr von Bedeutung sein können, sind Informationen zu Polizeikontrollen im Straßenverkehr. Dazu hat Steffen Geyer im Februar 2010 drei Interviews mit dem Spezialisten in Sachen Drogen und Fahrerlaubnis, <a title="Theo Pütz" href="http://www.drogenmpu.de/" target="_blank">Theo Pütz</a>, aufgenommen. Die drei Videos „<em><a title="Video „Polizeikontrolle und Schnelltest“" href="http://usualredant.de/2010/02/04/polizeikontrolle-und-drogenschnelltests/" target="_blank">Polizeikontrolle und Schnelltest</a></em>“, „<em><a title="Video &quot;Blutprobe und Trunkenheitsfahrt&quot;" href="http://usualredant.de/2010/02/11/blutprobe-und-trunkenheitsfahrt/" target="_blank">Blutprobe und Trunkenheitsfahrt</a></em>“ und „<em><a title="Video „MPU und Führerscheinentzug“" href="http://usualredant.de/2010/02/25/mpu-und-fuhrerscheinentzug/" target="_blank">MPU und Führerscheinentzug</a></em>“ wurden insgesamt weit über 100.000 mal angeschaut, alleine in der letzten Woche 777 mal. Diese Videos sind ein wichtiger Beitrag zur Aufklärung bezüglich der rechtlichen Gegebenheiten bei Polizeikontrollen im Straßenverkehr.</p>
<p>Der Spitzenreiter bezüglich der Views auf dem VideoBlog „<em>Tagesrausch</em>“ ist ein Video vom 18. Dezember 2008. Die Polizei in Viersen hat einen „<em>Anti-Kiffer-Flyer“</em> veröffentlicht, bei dessen Lektüre Steffen Geyer die Haare zu Berge standen. Die Polizei des Landkreises Viersen (direkt an der niederländischen Grenze gelegen) behauptet doch glatt, dass sich jeder strafbar machen würde, der in einem niederländischen Coffeeshop einen Joint genießt. Dabei ist es in Wirklichkeit so, dass es selbst in Deutschland nicht verboten ist, Betäubungsmittel zu konsumieren. Deshalb heißt das Video „ <em><a title="Video „ Straffrei kiffen in Viersen“" href="http://usualredant.de/2008/12/18/straffrei-kiffen-in-viersen/" target="_blank">Straffrei kiffen in Viersen</a></em>“. Steffen Geyer erklärt in dem Video insbesondere für interessierte Beamte die Gesetzeslage. Der „<em>Anti-Kiffer-Flyer“</em> der Kreispolizeibehörde Viersen beweist, dass dies dringend von Nöten ist.</p>
<p>Die Tatsache, dass es in Deutschland nicht verboten ist, Betäubungsmittel zu konsumieren, ist von praktischer Bedeutung, weil aus diesem Grund aus einem positiven Drogentest nicht auf eine strafbare Handlung geschlossen werden kann – solange keine anderen strafbaren Umstände wie die berauschte Teilnahme am Straßenverkehr vorliegen.</p>
<p>Zu dem Video „<em>Straffrei kiffen in Viersen</em>“ kann Steffen Geyer nette Anekdoten erzählen. Aufgrund des Videos wurde er von der Polizei in Viersen wegen des Besitzes von Betäubungsmitteln angezeigt. Das Beweismittel war eine CD mit dem besagten Video. Die Staatsanwaltschaft konnte die CD jedoch nicht abspielen, da die CD (das Beweismittel) mit einem Siegel versehen war. Im Internet konnte die Staatsanwaltschaft das Video in ihren Amtsstuben nicht anschauen – mangels Internetzugang. Erst nachdem der Staatsanwalt das Video auf einem Rechner einer Privatperson im Netz aufrufen konnte, war er in der Lage zu sehen, was der Inhalt des Beweismittels war. Nach der Kenntnisnahme des Inhaltes des Videos stellte der Staatsanwalt das Verfahren sofort ein. Die Polizei in Viersen ließ jedoch nicht locker und erstattete eine weitere Anzeige wegen Verstoßes gegen <a title="§ 29 Abs. 1 Nr. 10 BtMG" href="http://www.buzer.de/gesetz/631/a8054.htm" target="_blank">§ 29 Abs. 1 Nr. 10 BtMG</a>, der da lautet: „<em>Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer einem anderen eine Gelegenheit zum unbefugten Erwerb oder zur unbefugten Abgabe von Betäubungsmitteln verschafft oder gewährt, eine solche Gelegenheit öffentlich oder eigennützig mitteilt oder einen anderen zum unbefugten Verbrauch von Betäubungsmitteln verleitet.</em>“ Auch mit dieser zweiten Anzeige hatte die Polizei in Viersen kein Glück, die Staatsanwaltschaft stellte auch dieses Verfahren sofort ein. Die Polizei in Viersen verteilte jedoch wider besseren Wissens den „<em>Anti-Kiffer-Flyer“ </em>auch nach den Klarstellungen durch die Staatsanwaltschaft weiter an die Bewohner und Passanten in ihrem Landkreis.<br />
Das Video „<em>Straffrei kiffen in Viersen</em>“ wurde insgesamt über 175.000 mal angeschaut. Auch in der letzten Woche war dieses Video mit 592 Views das am häufigsten angeschaute Video im VideoBlog „<em>Tagesrausch</em>“. Auf Rang zwei lag letzte Woche das oben schon erwähnte Video „<em>Polizeikontrolle und Schnelltest</em>“ mit Theo Pütz (570 Views) und auf Rang drei ein Video zum Thema „<em><a title="Video „Goa, Musik und Drogen“" href="http://www.youtube.com/watch?v=-ZsLJQxRR2M" target="_blank">Goa, Musik und Drogen</a></em>“ mit 402 Views.</p>
<p>Eine Übersicht der „<em>Tagesräusche</em>“ auf YouTube ist <a title="VideoBlog Tagesrausch auf YouTube" href="http://www.youtube.com/playlist?list=PL36BA29AD81155062" target="_blank">hier</a> zu finden.</p>
 <p><a href="http://blogs.taz.de/drogerie/?flattrss_redirect&amp;id=745&amp;md5=25941f0e3426a2f68e56adc4708b58b8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blogs.taz.de/drogerie/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Shore, Stein, Papier</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Feb 2013 18:14:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Selim Oezdogan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nehmen wir an, wir hätten einen Drogenkonsumenten mit jahrzehntelanger Erfahrung, einen der mit 15 angefangen hat Heroin zu rauchen und dann lange nicht davon losgekommen ist. Einen Mann, der nicht auf den Kopf gefallen ist und schon bald die Beschäftigung des Einbruchdiebstahls professionalisiert. Nehmen wir an, er würde sich heute nicht als Opfer der Umstände darstellen, keine Rechtfertigungen und Ausreden suchen, aber auch nicht von Schuld und Scham niedergedrückt sein, sondern zumindest im Rückblick alles mit Humor nehmen. Nehmen wir an, er würde weder sich noch anderen etwas vormachen, aber auch nicht geläutert sein, sondern die damalige Begeisterung für Substanzen noch in guter Erinnerung haben. Nehmen wir an, er könnte erzählen. Anschaulich, lebendig,  gestikulierend, selber mit seinen Worten mitgehend, offen, emotional, ohne Angst sich verwundbar zu machen. Wären seine  Worte nicht sowohl eine gute Unterhaltung als auch eine gute Aufklärung?<br />
Würdest du dich auch wie ich jede Woche auf den Mittwoch freuen, um neue Episoden aus seinem Leben erzählt zu bekommen? Shore, Stein, Papier, meine Lieblingsserie auf <a href="http://www.youtube.com/playlist?list=PLpr-NGsAGodEbDePSO3wivni39lgdLQjW" target="_blank">Youtube</a>.</p>
 <p><a href="http://blogs.taz.de/drogerie/?flattrss_redirect&amp;id=738&amp;md5=5458c624e85c60972cc51dae6ae1b568" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://blogs.taz.de/drogerie/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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