Posts Tagged ‘Substanzen’

10.02.2013 von Hans Cousto
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Rauschkunde in Bild und Ton – Teil 1: PSI-TV

von Hans Cousto

Rauschkunde  bezeichnet die wissenschaftliche Beschäftigung mit Rauschzuständen. Rausch  meint in diesem Zusammenhang einen veränderten  Bewusstseinszustand  wie er durch Drogen  hervorgerufen oder auch durch Meditation  und andere Trance-Techniken erreicht wird. Der Begriff „Rauschkunde“ wurde durch die Buchreihe „Edition Rauschkunde“ bekannt, die der Autor und Verlger Werner Pieper in seinem Verlag MedienXperimente ab 1994 herausgegeben hat. Bis 1980 hieß der Verlag „Die Grüne Kraft“, wurde jedoch in Abgrenzung zu den aufkommenden Grünen umbenannt. Mitte der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts schrieb Werner Pieper unter den Pseudonym Ronald Rippchen die „Heiter Weiter“ DrogenKolumne in der TAZ, die unter dem Titel „Kräuter-Pillen-Drogen“ (KPD) erschien.

Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts, als Werner Pieper die „Edition Rauschkunde“ gründete, wusste die große Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht, was das Internet oder das Netz (World Wibe Web) ist. Das World Wibe Web wurde erst vor knapp 20 Jahren am 30. April… weiter lesen

16.12.2012 von Hans Cousto
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Gesundheitsausschuss gegen Drug-Checking

von Hans Cousto

Drogen aller Art sind weltweit äußerst begehrte Güter, wobei die Nachfrage vom rechtlichen Status  der einzelnen Substanzen kaum beeinflusst wird. Auf die Qualität der Drogen hingegen hat dieser Status  einen großen Einfluss, da bei sogenannten legalen Drogen durch amtliche Kontrollen eine gleichbleibende Güte bezüglich Reinheit und Dosierung weitgehend gewährleistet werden kann, bei  illegalisierten  Substanzen dies jedoch nicht der Fall ist. So entsprechen Reinheit und Dosierung bei den  illegalisierten  Substanzen häufig nicht den Angaben der Lieferanten oder sie enthalten andere als die deklarierten  Wirkstoffe. Daraus folgt, dass der Konsum solcher Produkte mit einem zusätzlichen Gefahrenpotenzial  für die gesundheitliche Unversehrtheit der jeweiligen Konsumenten verbunden sein kann.

Drug-Checking ist eine Interventionsstrategie zur Erhaltung der Gesundheit, da die genaue Kenntnis  von Dosierung und Wirkstoffzusammensetzung einer Droge den potenziellen Gebrauchern derselben  das objektiv bestehende Gefahrenpotenzial vergegenwärtigt und somit eine klare Grundlage für die  subjektive Risikoabschätzung vor der eventuellen Einnahme schafft. Drug-Checking fördert somit den  Lernprozess… weiter lesen

21.08.2012 von Hans Cousto
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Entheo-Science Kongress

von Hans Cousto

Kongress zu bewusstseinsverändernde Pflanzen und Substanzen im Kontext von Forschung Heilung und Ritual

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Der Kongress Entheo-Sience befasst sich mit Themen rund um bewusstseinsändernde Pflanzen und Substanzen. Dazu gehören Betrachtungen zu Botanik, Pharmakologie, Psychologie, Spiritualität, Therapie, Bewusstseinsforschung, Ethnologie, Ethnobotanik, Politik und Kunst. Der Kongress Entheo-Sience findet im großen Hörsaal und den Seminarräumen des Botanischen Museums (Königin Luise Straße 6-8) im Botanischen Garten der Freien Universität Berlin in Berlin-Dahlem am 15. und 16. September 2012 statt. Der Eintritt für beide Tage beträgt 60,00 Euro. Karten gibt es im Hanf Museum am Mühlendamm 5 in Berlin-Mitte (Di.-Fr. von 10:00 bis 20:00 Uhr, Sa. und So. von 12:00 bis 20:00 Uhr) oder online gemäß Angaben auf der Website

www.entheo-science.de

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Eine kleine Auswahl der Themen: Cannabis, Gehirn und Musikwahrnehmung – Cannabis undweiter lesen

12.10.2011 von Hans Cousto
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Drogenbarone stellen neue Euroscheine vor

von Hans Cousto

Am Dienstag, 11. Oktober 2011, feierte eine Abordnung internationaler Drogenbarone anlässlich der Jahrestagung der Drogenbeauftragten, Mechthild Dyckmans, am frühen Morgen direkt vor dem Veranstaltungsort am Brandenburger Tor in Berlin eine Party. Dabei wurde der Entwurf eines neuen 500-Euro-Scheines vorgestellt um die fundamentalistische und prohibitionistische Haltung der Drogenbeauftragten zu würdigen.

Dyckmans-500-Euro

Dyckmans-500-Euro

Aus aktuellen Anlass ist hier die Erklärung der Delegierten, die sich für die Drogengesetzgebung anlässlich der Tagung persönlich bei Frau Dyckmans bedankt haben, wiedergegeben:

Wir, die Drug Lords International (DLI), möchten uns herzlich für den Einsatz der Abgeordneten Dyckmans (FDP), dass Drogen weiterhin illegal bleiben, bedanken. Wir danken ihr wirklich herzlich. Sie macht uns reich! Deutschland investiert jedes Jahr etwa vier Milliarden Euro, um das Drogenverbot aufrecht zu erhalten – und unseren Reichtum zu bewahren. Unser jährlicher Umsatz beträgt mehr als 300 Milliarden Euro. Damit liegen wir mit unseren Produkten anweiter lesen

07.06.2010 von Hans Cousto
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Unterschwellige Manipulation

von Hans Cousto

Die helvetischen Medien wetteifern derzeit um die höchsten Konsumentenzahlen bezüglich Kokain. Eine Studie der Universität Bern versetzte ein paar Journalisten in einen wahren Rauschzustand. So berichtet Christoph Landolt im »Tagesanzeiger« vom 4. Juni 2010 aus Zürich, dass 6,6% der Zürcher im Alter von 16 bis 64 Jahren im Schnitt täglich eine Linie Kokain konsumieren täten. Der Artikel trägt den Titel »Zürcher konsumieren 19.000 Linien Koks«.

Zum Glück ist in dem Artikel eine Graphik der Universität Bern eingefügt, der man entnehmen kann, dass jeweils am Mittwoch in Zürich Rückstände (genauer: Stoffwechselprodukte) im Abwasser von 336 Gramm Kokain zu finden seien und an den Sonntagen jeweils von durchschnittlich 645 Gramm Kokain. Setzt man nun für Montag bis Freitag den Wert vom Mittwoch ein und für Samstag und Sonntag den Wert vom Sonntag, dann kommt man auf einen Wochenverbrauch von etwa 3 kg Kokain pro Woche oder etwa 156 kg pro Jahr in Zürich.

Die Vereinten Nationen gaben im »World Drug Report 2005« (S. 130) auf Basis diverser Schätzungen den durchschnittlichen Verbrauch eines Kokainkonsumenten in Mittel- und Westeuroa mit 35 Gramm Kokain pro Jahr an, wobei diese Angabe sich auf reines Kokain bezieht. 156 kg Kokain reichen somit für knapp 4.500 durchschnittliche Kokser. Das sind etwa 1,7% der Zürcher Bevölkerung im Alter von 16 bis 64 Jahren (270.000 Personen von insgesamt 380.000 Einwohnern). Der so errechnete Anteil ist viermal kleiner als die im Artikel wiedergegebene Zahl von 6,6%. Sicher sind hier alle wiedergegebene Zahlen mit einer gewissen Ungenauigkeit behaftet, doch die Zahl von 6,6% scheint trickreich ausgehend von Kokaingemisch besonders hochgerechnet worden zu sein, weil dies gerade in Zürich derzeit opportun erscheint.
… weiter lesen

02.05.2010 von Hans Cousto
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Informationen zu Drogen frei Haus

von Hans Cousto

Der Rundbrief der Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin e.V. (DGS) erscheint nun seit sechs Jahren. Knapp 50 reguläre und Extraausgaben haben dem Rundbrief der DGS eine Verbreitung von über 2.600 Abonnements gesichert. Der Rundbrief hat sich in diesen sechs Jahren  zu einem  ausführlichen  Journal entwickelt  mit  Dutzenden von Hinweisen  zu online verfügbaren Publikationen rund um das Thema Drogen. Der Rundbrief zählt heute zu den besten Informationsplattformen im Bereich Drogen. Sehr empfehlenswert!

Nach dem Leittext gibt es jeweils Informationen aus der Gesellschaft für Suchtmedizin (DGS) und dann in Rubriken gegliedert Fachinformationen und Hinweise zu Artikeln aus der Presse. Die Rubriken sind wie folgt gegliedert: AntiSTigma, Bundesverband akzeptierender Drogenarbeit (AKZEPT), Deutsche Aidshilfe (DAH), Junkies – Ehemalige – Substituierte (JES), Bundesverband der Eltern und Angehörigen  für akzeptierende Drogenarbeit e.V., Stellenanzeigen, Industrienachrichten, Recht und Gesetz, Drogenpolitik, Prävention, Begleitkrankheiten, Substanzen, Substitutionsbehandlung, Gender, Einwanderung – fremdsprachige Informationen, Fort- und… weiter lesen

17.04.2010 von Steffen Geyer
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Drogenpolitik für Piraten

von Steffen Geyer

Allzu oft scheinen deutsche Volksvertreter nicht mehr als die Marionetten unsichtbarer Lobbyisten-Puppenspieler zu sein. Wer wen an der langen Leine führte, erkennt der Wähler erst wenn der wohlfeile Politiker nach seiner Abwahl im Vorstand von EON, Pfizer oder Gasprom Zuflucht findet.

“Externes Expertenwissen” hat sich in den letzten Jahrzehnten einen derart schlechten Ruf erarbeitet, dass die Parteien verlernt haben, öffentlich Schwächen einzugestehen und um Hilfe von “Profis” zu bitten.
Ganz auf Fachleute und Spezialisten zu verzichten funktioniert, wie unlängst hinreichend mit virtuellen Sperrschildern bewiesen, indes auch nicht.

Zum Glück gibt es “Nachwuchs” in der Parteienlandschaft, der die althergebrachten Regeln des deutschen Parlamentarismus nicht mit der Muttermilch aufgesogen hat. Die Piraten machen vieles anders – Manches falsch, aber eben manches auch richtig!

Ein aktuelles Beispiel für eine gute Idee der Piraten, die sich Christ- und Sozialdemokraten schon zu denken verboten hätten, für die die Liberalen keiner bezahlen wollte und von… weiter lesen

14.03.2010 von Daisy Snow
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Paco aus Argentinien

von Daisy Snow

Weil ich gerade so viel darüber lese: Auch ich habe demletzt in Argentinien Paco kennengelernt. Das ging so: Ich kaufe in Buenos Aires Koks, ziehe im Hostel natürlich erstmal eine Line, und da steht natürlich gleich der Chef vom Hostel neben mir und meint:
“Willste mehr kaufen?”
Er hat Koks und etwas, dass er “Base die Cocain” nennt. Kaufen tut man sowas in Kaugummipapier-ähnlichen Alustreifen. Vielleicht ein Drittel Gramm für, ach kann man gar nicht sagen, ich hab mich natürlich total touristenmäßig über den Tisch ziehen lassen, aber laut Internet kostet eine Pfeifenfüllung der Substanz die hier als “Base” angeboten wird, gerade mal 20-25 Cent.
Ich meine noch zu dem Ty: “Base? Wie in Freebase?” Er meint “ja”, aber gleichzeitig auch noch, dass es der letzte Dreck sei und ichs lieber nicht kaufen soll. Ich kaufs natürlich trotzdem.
Wir haben es dann durch eine Coladose… weiter lesen

22.02.2010 von Hans Cousto
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Internetkontrolle – Das EU-Projekt Psychonaut

von Hans Cousto

Internetkontrolle –  Das EU-Projekt Psychonaut

Aufgrund der zunehmenden Bedeutung des Internets als Quelle von Informationen wurde im Jahr 2002 zur Überprüfung des Internets bezüglich Informationen zu Drogen das Projekt »Psychonaut« initialisiert. Ziel des Projektes, das von der EU-Kommission finanziert wird, ist die wissenschaftliche Überwachung von im Internet verfügbaren Informationen zu Drogen, wobei den Foren und Blogs besondere Aufmerksamkeit zu widmen sei. Erste Ergebnisse sind im Jahr 2004 publiziert worden (nicht mehr online). Eine Zusammenfassung und eine Analyse dieser Ergebnisse sind jedoch in einer Pressemitteilung vom 31. Januar 2007 von Eve & Rave Berlin zu finden. Nun fand am 18 September 2009 in Ancona in Italien die erste internationale Web Mapping Konferenz statt. Dort wurden die neuesten Ergebnisse der Arbeit des EU-Projektes »Psychonaut« vorgetragen.

Das Projekt »Psychonaut« dient der Überprüfung von Internetinhalten. Heutzutage existieren Tausende von Webseiten, die dem Konsum psychotroper Substanzen gewidmet sind, aber an einer wissenschaftlichen Überwachung und fachlichen Überprüfung der auf diesen Seiten dargebotenen Informationen mangelt es bedauerlicherweise noch. Jetzt wird eine eingehendere Untersuchung im Rahmen eines von der Europäischen Union finanzierten und im Oktober 2002 ins Leben gerufenen Projektes vorgenommen. Neun Mitgliedstaaten der EU beteiligen sich an diesem Projekt, das den Namen »Psychonaut« trägt.
URL: http://www.p2002.sgul.ac.uk

Die Hauptziele des Projektes … weiter lesen

11.02.2010 von Mathias Broeckers
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Die Welt der Drogen.

von Mathias Broeckers

Hier eine sehr schöne Visualisierung von David McCandless, um was es in der “Drogerie” geht. Ein Klick auf die Grafik sorgt für  bessere Auflösung.