Archive for Juli, 2007

30.07.2007 von Ben Gerten
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Frauenförderprogramme sind antifa!

von Ben Gerten

Janine kommt vom Jobben an diesem Nachmittag. In der Küche eines Bistros in Anklam hat sie Töpfe geschrubbt und den Spül beseitigt. Vier Euro pro Stunde bekommt die 17-jährige Schülerin für den Ferienjob. Das ist mehr als mancher Tariflohn im Friseurgewerbe (http://www.heute.de/ZDFde/inhalt/10/0,1872,5554122,00.html), aber die vier Euro gibt es auch nur, weil die patente Janine das erste Angebot von 2.50 Euro rundweg abgelehnt hatte.

Junge Frauen wie Janine braucht der Osten. Aber er behält sie nicht. Weil er ihnen gleich die ersten Erfahrungen im Arbeitsleben versauert. Sogar der US-Senat hat gerade einen Mindestlohn im Kernland des Raubtier-Kapitalismus beschlossen – 7,25 $, das sind 5,25 Euro. Nicht so bei den Raubtieren in Ostdeutschland.

Das hat in der ostdeutschen Tundra dramatische Folgen. Übrig bleiben in Mecklenburg-Vorpommern die jungen dummen Männer – wenn sie sich nicht totfahren. Doppelt so häufig wie anderswo in der Republik passiert das an der Ostseeküste, sagt dieweiter lesen

27.07.2007 von Ben Gerten
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Vatt en Fall: Atombeamte in den Leitstand

von Ben Gerten
 

Die Grünen sind perfide. Sie haben mit einer geschickten Personalpolitik in den acht Jahren Rot-Grün für den langfristigen Atomausstieg vorgesorgt. An die entscheidenden Schaltstellen haben Trittin und Co. alte Atombeamte heran gelassen, die im Zweifel zur richtige Zeit immer für einen Störfall gut sind.

Zwei der einst beamteten Risikoträger sind in den vergangenen Wochen bei Vattenfall aufgefallen und rausgefallen. Bruno Thomauske, der für die Atomkraftwerke des schwedischen Konzerns direkt zuständig war, hat sich früher beim Bundesamt für Strahlenschutz 20 Jahre lang um Atommüll-Zwischen- und Endlager gekümmert. Als 2003 die Zwischenlager an den Atomstandorten genehmigt waren, konnte er endlich ans Geld verdienen denken und beim Energiekonzern Vattenfall in Leitungsposition anfangen (http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/export/konzerne.html). Sein Chef, Klaus Rauscher, ist bekannt für seine Vorliebe für klassische Musik und Bürokraten . Klaus Rauscher war einst Leiter der Staatskanzlei beim CSU-Ober-Amigo Max Streibl und bayrischer Landesbanker. Vatt en Fall, hätteweiter lesen

27.07.2007 von Ben Gerten
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Fragen Sie ihren Vertreter – was bekommst Du?

von Ben Gerten

Versicherungsverträge sind notwendig, sie abzuschließen ist lästig. Das wissen auch Hundertausende von Versicherungsvertretern, die sich diesen Umstand zunutze machen, und für den Kunden die ganzen Formulare mit fünf Durchschlägen schon mal ausfüllen. Der Kunde braucht dann nur noch zu unterschreiben, der Vertrag ist abgeschlossen und der Vertreter bekommt sein Geld.

Die Bundesregierung will jetzt festlegen, dass die Versicherung oder ihr Vertreter den Kunden ordentlich mitteilen muss, wie viel Geld der Mann auf dem Sofa sieht, wenn der Kunde unterschreibt. Das wäre gut so. Frau Prokop hat sich früher schon gewundert, das ihr Nachbar, der Elektriker seinen Stundenlohn mitteilt, der Mann von der Provinzial aber nicht.

Die Versicherer finden die Idee der Regierung unfair (http://www.gdv.de/Downloads/Themen/Positionspapier_VVG_InfoV.pdf) und sagen, der Kunde werde in die Irre geführt wenn er erfährt, dass ein freier Versicherungsmakler auf dem Sofa für den Verkauf einer Lebensversicherung, die 30 Jahre läuft und in die der Kunde monatlich 100 Euro einzahlt, vielleicht… weiter lesen

26.07.2007 von Ben Gerten
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Ein Menschenrecht auf’s Girokonto.

von Ben Gerten

Manchmal hilft es, Richter zu beleidigen. Edda Müller, kurz vor der Pensionierung stehende Chefin des Verbraucherzentralebundesverbandes (www.vzbv.de) erklärte den versammelten Ombudsleuten des Bundesverbandes Deutscher Banken (www.bankenombudsmann.de) in flapsigen Ton, dass sie nur seriöse Staffage seien. 15 Jahre harte Arbeit der allesamt pensionierten hohen Richter habe für die Bankkunden nicht gefruchtet; wenn auch vielleicht im Einzelfall oft geholfen.
Die wenig älteren Herren reagierten erkennbar gereizt, der Blutdruck stieg. Nur einer blieb ruhig, der Älteste. Karl Dietrich Bundschuh. Der Ex-Omudsmann und ehemalige Chef des IV..Senats beim Bundesgerichtshof antwortete Müller mit einem Eingeständnis. Alle Jahre wieder hätten sich die Banken mit der Politik gezankt, ob es ein Gesetz geben müsse, damit jeder sein Recht auf das eigenen Konto wahrnehmen  kann. „Jetzt brauchen wir eine gesetzliche Regelung“, bilanzierte der Schwabe Bundschuh kühl. Wenn in seinem Bundesland künftig ein Girokonto nötig sei, damit sich das Finanzamt die KFZ-Steuer per Einzugsermächtigung holen könne, sei … weiter lesen