Archive for August, 2007

31.08.2007 von Ben Gerten
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Sachsen LB – Milliarden für Risikokredite, kein Geld für Azubis

von Ben Gerten

Wer keine Aufsicht will, braucht sie nur schlecht zu vergüten. Die Sachsen LB leistet sich einen Verwaltungsrat mit 20 Köpfen, weist dafür aber im Geschäftsbericht 2006 nur Vergütungen von insgesamt 71.500 Euro aus. Minister können sich vielleicht einen Referenten für die Kontrolle der Landesbank leisten. Damit aber kann kein Landrat und Sparkassendirektor im eigenen Haus Mitarbeiter bezahlen, die ihm bei der Kontrolle des Konzerns helfen. Solche Verwaltungsräte werden kaum auf den Gedanken kommen, sich mal bei den Tochterunternehmen selbst zu informieren. Sie werden zu Schnittchenrittern degradiert. 

Auch an anderer Stelle gibt der Geschäftsbericht Aufschluss über eine merkwürdige Vorstellung vom Aufbau Ost. Die jenseits aller Kontrolle agierende Landesbank investierte mit Billigung des Finanzminister, des Wirtschaftminister und diverser Landräte im Aufsichtsrat kräftig in US-Immobilienkredite. Wenig Geld stand hingegen für die die Ausbildung im eigenen Haus zur Verfügung.    

Für ihre Tochtergesellschaften weist die Sachsen LB bei 245 Arbeitnehmern 2006 einen Auszubildenden aus. In der Bank selber stehen 13 Auszubildende 353… weiter lesen

31.08.2007 von Ben Gerten
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Mügeln – wenn man nicht Inder ist

von Ben Gerten

Es gibt offenbar Leserinnen und Leser dieses Blogs, die halten die Hetzjagd auf Inder in der sächsischen Provinz für eine Erfindung. “Andre” ist einer von Ihnen. “Andre” schrieb mir unter seiner E-Mail-Adresse gehdochhin@web.de, dass die Kleinstadt Mügeln überhaupt keinen Platz biete für die Hetzjagd. Ich zitiere ungekürzt:

“Hier kann sich jeder selbst ein Bild machen, wie die “Hetzjagd” ausgesehen haben könnte: http://bildrian.de/n/b/694f08411603ce9c.jpg

Auf dieser enormen Strecke steht allerdings noch das Festzelt, was auf dieser Aufnahme nicht mit drauf ist.Und natürlich noch die “50 zumeist Jugendlichen” Hetzjagdler, die auf die verbleidenen 15 Meter auch noch mit drauf müssten.Das die überhaupt Platz hatten sich zu bewegen, ist schon ein kleines Wunder.

Viel Spaß weiterhin beim Vorurteile pflegen.”

 

 

 

31.08.2007 von Ben Gerten
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Air Berlin – Kerosin im Blut tut nicht gut

von Ben Gerten

Die Fluggesellschaft Air Berlin wird von den Bewohnern der Hauptstadt gern genutzt. So gern, dass die Firma mit dem heimeligen Namen am Flughafen Tegel sogar einen eigenen Terminal eröffent hat.

Das aber hat verheerende Auswirkungen auf die Airline-Angestellten mit Kerosin im Blut. Denn seither kommen die Flieger der Gesellschaft häufig zu spät. Das Beschwerdemanagement hat schon den Geist aufgegeben. Sogar beim neuen Test der Stiftung Warentest (www.test.de) haben die Angestellten des Gewerkschaftsfressers Hunold schlechter abgeschnitten.

Frau Prokop würde jetzt sagen, keine Pauschalurteile. Werden wir also konkret. Für den 14. und 15. Juni 2007 hatte ich Tickets von Air Berlin einmal retour nach Köln und einmal One Way nach Düsseldorf gekauft. Am Donnerstag, dem 14. Juni, kehrte ich mit Air Berlin von Köln nach Berlin zurück. Der Flug ab Köln um 19.50 Uhr hatte über ein Stunde Verspätung.

Am darauffolgenden Freitag hatte ich ein One-Way-Ticket nach Düsseldorf. Von dort mußte ich weiter an den Niederrhein, wo… weiter lesen

30.08.2007 von Ben Gerten
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Microsoft hat Glück

von Ben Gerten

Frau Prokop hätte die Häppchen sicher gemocht, die Microsoft in seinem Showroom am Berliner Kudamm zur Eröffnung der Internationalen Funkausstellung IFA anbietet. Die Männer und Frauen von der Catering Truppe sind charmant. Die Location sieht obwohl Kudamm gerade so provisorisch aus, dass es auch Menschen ohne eckige Augen dort gut aushalten können.

Nicht nur bei der Wahl des Ortes glänzt der Software-Konzern mit einer gelungenen Veranstaltung. Ordentliche Musik, guter Wein, große Bildschirme und viel Gelegenheit zu Hintergrundgesprächen. Und natürlich: Zur Feier des Abends verlosen die Männer und Frauen von der Software Firma dann auch noch ein paar (nicht Softwarepakete, wo denken Sie hin, nein) Laptops ihrer Werbepartner Sony und Medion.

Die Software-Ausstattung wird bei den Gästen stimmen, das ist die Prämisse der Microsoft-Truppe. Sie wird belohnt für ihren Gedankenblitz. Bei der Verlosung zieht die PR-Abteilung den  Hauptgewinn. einer der Laptops geht glatt an einen anwesenden Journalisten in Ringelpullover und Jeans. Welches Glück, der Mann arbeitet… weiter lesen

29.08.2007 von Ben Gerten
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Congstar IV – Die Kiste kommt, die Telekom nicht

von Ben Gerten

Juhu, im zweiten Anlauf hat es geklappt. Die Telekom-Tochter hat tatsächlich schon am Montag ihr Paket mit der Hardware geschickt. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiten aus der Beschwerdeabteilung sei Dank. So weit ich das sehen kann, ist das Congstar-Paket auch vollständig und beim Einstecken leuchtete das grüne Lämpchen vorschriftsmäßig.

Dieser Beitrag kommt trotzdem nicht über Congstar, und das liegt an der bösen Stiefmutter. Vor denen hat uns nicht einmal Frau Prokop gewarnt. In diesem Fall aber ist es so, dass die Telekom den nötigen DSL-Splitter eben noch nicht geschickt hat.

Die alte Dame ist halt eher langsam, könnte man denken. Ich glaube eher, sie ist bösartig. Ruft man nämlich bei der Telekom-Auskunft an, um sich die Nummer von Congstar geben zu lassen (ich hatten die 01805-Nummer im Bau- und Stöpseleifer nicht zur Hand), kennt die Auskunft eine solche Firma nicht. Auch der Hinweis auf die Kölner Adresse auf den Briefbögen und… weiter lesen

24.08.2007 von Ben Gerten
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Dreckiges Geld und eigenes Geld

von Ben Gerten

Auf dem Deck des “Radialsystems”, eines zum Veranstaltungscenter umgebauten Umspannwerks mit phantastischem Blick auf die Berliner Spree erklaert der schwedische Filmemacher, wie moralisch schwer es ihm faellt, Geld fuer seine Projekte einzuwerben, schliesslich sei das meiste Geld einfach dreckig. Die Wahrnehmung vom “stupid german money”, mit dem Hollywood-Produzenten ansonsten nicht umsetzbare Filme gedreht haben, liegt ihm fern – wie auch alles andere Finanzielle. Er wuerde nicht mal symbolisch wie Lenin den Strick vom Kapitalisten nehmen, um demselben anschliessend damit etwas anzutun. Trotzdem – so erfaehrt man an diesem Abend –  halten die Filmindustriellen “Thepiratebay.org” fuer extrem gefaehrlich.

Mit solch fundamentaler Gefaehrlichkeit ist er an dem fast unwirklich schoenen Platz in dieser lauen Sommernacht aber ziemlich alleine. Bei dem Happening “9to5, Wir nennen es Arbeit” ist er die Ausnahme (www.9to5.wirnennenesarbeit.de). Passender fuer die freischwebenden, neue Arbeitsformen ausprobierenden Kulturschaffenden ist sogar am anderen Ufer der Spree das Riesenbanner der Gewerkschaft verdi, auf dem ein menschenwuerdiger Mindestlohn gefordert wird.

Waehrend… weiter lesen

23.08.2007 von Ben Gerten
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Congstar III- zweiter Versuch

von Ben Gerten

Juhu, Congstar hat sich gemeldet. Der Burger stank zum Himmel

Jetzt machen sie einen zweiten Versuch. Ich sei einer von nur zwei Neukunden, bei denen ein schwieriges technisches Problem aufgetreten sei. In sechs Tagen soll´s so weit sein.

Die Kundenmail mit der neuen Anmeldung ist schon mal eingegangen.

tbc  

22.08.2007 von Ben Gerten
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Oben in Sachsen – Rechtsextremismus oder Grippe

von Ben Gerten

Der sächsiche Inneminister Albrecht Buttolo (CDU) erklärt: “In Sachsen steht der Kampf gegen den Rechtsextremismus ganz oben auf der politischen Agenda.” Die Mittel für Initiativen gegen Rechtsextremismus seien um eine halbe Million Euro auf 1,7 Millionen Euro aufgestockt worden.

1,7 Millionen Euro, das ist etwas mehr als ein Zehntausendstel des sächsischen Etats. Frau Prokop wäre skeptisch gewesen wenn ich behauptet hätte, für einen wichtige Aufgabe wollte ich ein Zehntausendstel meiner Mittel aufwenden.

Im vergangenen Jahr hat der Freistaat Sachsen seinen Etat für Grippe-Medikamente von vier auf 12 Millionen Euro erhöht. Der Freistaat Sachsen gibt also sieben mal so viel Geld für Grippemittel aus wie für die Bekämpfung des Rechtsextremismus. Bei der Grippe konnte Sachsen mit einem Schlag seinen Mitteleinsatz verdreifachen. Die Grippe steht jedenfalls deutlich höher auf der politischen Agenda als der Rechtsextremismus.     

21.08.2007 von Ben Gerten
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Schön wäre – BMW-Fest nach Mügeln (in Sachsen)

von Ben Gerten

BMW hat sein neues Erlebnis- und  Auslieferungszentrum nach Mügeln in Sachsen verlegt. Zur feierlichen Eröffnung des Zentrums am 17. Oktober müssen sich jetzt alle Dorfbewohner auf ihre Zuverlässigkeit überprüfen lassen. Der Konzern sieht sich andernfalls nicht in der Lage, seine ausländischen Ehrengäste in die sächsische Provinz einzuladen.

Dorfbewohner müssen dazu mit einem Datenabgleich bei der Polizei, dem Verfassungsschutz und dem Bundesnachrichtendienst einverstanden sein oder den Abend unter Bewachung im Leipziger Hauptbahnhof verbringen.

BMW hält die Maßnahmen nach den rassistischen Übergriffen des Wochenendes für gerechtfertigt. Immerhin handele es sich bei dem Fest um ein Großerreignis mit BMW-Anteilseignern, Würdenträgern aus Politik und anderen Gesellschaftsbereichen sowie Gästen aus aller Welt.

Die Sicherheitsvorkehrungen dienten dem Schutz der Teilnehmer und seien mit den Behörden abgestimmt. Vor allem der indische Stahlindustrielle Lakshmi Mittal hatte die Überprüfung zur Bedingung für eine Teilnahme gemacht. In der internationalen Presse wird Mittal mit den Worten zitiert: “Ich kann meinen Stahl auch nur an Toyota… weiter lesen

21.08.2007 von Ben Gerten
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Friedrich Engels in eine andere Galaxie

von Ben Gerten

Mit seinen Skulptur Projekten Münster 07 versucht die westfälische Metropole derzeit der Documenta in Kassel Konkurrenz zu machen. Die Voraussetzungen der Universitätsstadt sind gut, es ist der vierte Anlauf nach 1977, 1987 und 1997, die Zeitungen sind bundesweit voll davon.Zehntausende münsteraner Studierende könnten das Rückgrat bieten für eine frenetische und gleichzeitig authentische Aufnahme der Kunst in der Bischofsstadt.

Allein Frau Prokop kamen doch Zweifel an der Kunstmetropole Münster als sie einen dieser Studenten auf der Promenade vor Dominique Gonzalez-Foersters metallenem Engels Portrait räsonieren hörte, ob dies wohl eine Figur aus Star Treck sei.

OK, der gemeine Westfale hat rote oder blonde Haare, Sommersprossen und keinen Bart. Außerdem ist er katholisch. Er mag die Zugereisten nicht so sehr. Deswegen hat er seit Varus`gescheiterten Eroberungsversuch vor zweitausend Jahren immer versucht die Fremden aus dem Landstrich fernzuhalten.

Engels fällt ganz sicher unter dieses Diktum Fremder, denn er war Fabrikantensohn, Protestant, kam aus Wuppertal-Barmen… weiter lesen