IKB III: Ernst & Young fürchtet Überregulierung der Banken

Die Europäische Zentralbank hat den unruhig gewordenen Geschäftsbanken am Donnerstag 95 Milliarden Euro an Liquidität kurzfristig bereitgestellt, damit das Finanzsystem nicht aus dem Fugen gerät. Am Freitag schoss sie noch einmal 61 Milliarden Euro nach. So soll weiterhin jeder zur Bank gehen können, und sein Konto leerräumen.

Das ist deutlich mehr als nach dem 11. September 2001. Und diesmal sind nicht irgendwelche durchgeknallten Teroristen für die Krise verantwortlich, sondern offenkundig durchgeknallte Finanzmenschen.

Die sollen eigentlich ja überwacht werden. Zum einen für Ihre Eigentümer von den entsprechenden Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, zum andern für uns alle von staatlichen Stellen.

Doch dahin scheint der Virus übergegriffen zu haben. KPMG, die Wirtschaftsprüfer der IKB, haben von den Problemen der Fast-Pleite-Bank nichts gemerkt und Joachim Spill, einer der führenden Köpfe des Wirtschafftsprüfungsunternehmens Ernst & Young, warnt noch in der Julinummer des Firmenrundbriefes Inside vor einer Überregulierung auf dem Finanzplatz. Mehr Regulierung bei Firmenaufkäufern würde lediglich dazu führen, dass “die Manager, die diese Fonds betreuen, aus Deutschland weggehen, um ihr Geschäft von London aus zu betreiben”.

http://www.ey.com/GLOBAL/content.nsf/Germany/Branche_-_Global_Financial_Services_-_Home

Stimmt, denkt Frau Prokop. Die Männer sind ja alle über dreißig und haben keinen Bart. Sie müssen die Passkontrolle nicht fürchten.  Ein echt spanndes neues Aufgabenfeld für Herrn Schäuble.

 

 

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