Goldman Sachs sackt ein

von Ben Gerten

Die englische Ausgabe der Financial Times hat am Freitag berichtet, dass die größte amerikanische Investmentbank Goldman Sachs bei der Rettung eines ihrer großen Hedgefunds noch einen ordentlichen Reibach gemacht hat. 300 Millionen Dollar Buchgewinn hätten die Banker im August verdient, als sie ihrem Hedgefund Global Equity Opportunities unter die Arme griffen. Die Anleger in dem Hedgefund hingegen haben sich eine blutige Nase geholt.

Damit festigen die Mannen von Goldman Sachs zwar ihren Ruf als die cleversten Jungs an der Wall Street, dem Standing bei ihren Kunden könnte einen solche Wahrnehmung aber durchaus abträglich sein. Schon Frau Prokop fand es immer schamlos, wenn der Viehhändler im großen Mercedes beim kleinen Bauern vorfuhr.

Zum Imageverlust trägt sicher auch die Häme bei, die der Bank seit jüngstem in Großbritannien entgegenschlägt. Die Financial Times berichtete genüßlich, wie GS Finanzchef David Viniar stöhnte, der Hedge Fonds der Bank habe unter 25-Standdardabweichungs-Entwicklungen an mehreren Tagen hintereinander gelitten. Übersetzt ins Nicht Fachchinesisch: Die Marktentwicklungen, die den Fonds in die Grütze geritten haben, waren nach Meinung von Goldman Sachs extrem unwahrscheinlich. Wenn 1 sicher ist, so lag die Wahrscheinlichkeit nach den Berechnungen der Banker bei 0,………006. Insgesamt müßten dort 138 Nullen stehen, rechnete der Economist kürzlich vor.

Die Banker spielen also – mit dem Geld der Kunden.


Ein Kommentar zu "Goldman Sachs sackt ein"

  1. Immerhin gibt der Viehhändler dem kleinen Bauern noch die Hand, was der Vorstand von Goldman Sachs bestimmt nicht macht. Genausowenig wie der Vorstandsvorsitzende der Telekom der Frau Prokop die Hand gibt, obwohl diese sich doch einen unappetitlichen Congstar-Hamburger hat aufdrehen lassen. Beim Vorstandvorsitzenden der Telekom ist es auch mit einem großen Mercedes nicht getan, da muß schon ein Privatjet her.

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