26.06.2008 von Ben Gerten
Das Berliner Tempodrom, überteuertes Wahrzeichen Kreuzbergs, steht in der internationalen Ausgabe der Financial Times zum Verkauf. Das “nationally famous events building” der Architektenfirma Gerkhan,Marg und Partner soll über den Insolvenzverwalter, den Berliner Rechtsanwalt Udo Feser unter die Leute gebracht werden.
In den vergangenen Jahren hatte der Insolvenzverwalter vergeblich versucht, das 40 Meter hohe Betonzelt zu verkaufen. In den Anzeigen verzichtet Feser denn auch auf jeden Hinweis, dass der Bau in Berlin-Kreuzberg steht Stattdessen wird auf die unmittelbare Nähe zum Potsdamer Platz hingewiesen.
Ein Untersuchungsausschuss zu den exorbitant gestiegenen Baukosten hatte den damaligen Berliner SPD-Vorsitzenden und Stadtentwicklungssenator Peter Strieder das Amt gekostet. Strieder, selbst Kreuzberger, hatte das Projekt trotz explodierender Kosten unterstützt. Ist das nujn die hippe Konzert-Location im Szene Bezirk oder nicht, hätte Frau Prokop gefragt.
25.06.2008 von Ben Gerten
Frau Prokop wäre erschüttert. Unsere amerikanische Freunde von der Botschaft in Berlin warnen ihre Landsleute vor deutschen und türkischen Fußballfans. Im Original heißt es auf der Homepage der Botschaft:
“We remind American citizens in Germany that even mass gatherings and demonstrations intended to be peaceful can turn confrontational and possibly escalate into violence. American citizens are therefore urged to avoid the areas of demonstrations if possible, and to exercise caution if within the vicinity of any demonstrations. American citizens should stay current with media coverage of local events and be aware of their surroundings at all times. ”
Botschafter Timken, ist das Ihr Ernst? Ach ja, und was sagt eigentlich das Auswärtige Amt zu solchen Darstellung?
20.06.2008 von Ben Gerten
VW-Chef Martin Winterkorn macht die Kunden für die spritschluckenden Modelle seines Konzerns verantwortlich. Das Problem der Autoindustrie und auch von VW mit ökologischen Autos sei gewesen, “dass der Kunde diese Modelle in den letzten Jahren kaum nachgefragt hat”, so der VW-Chef in BILD Anfang der Woche. Zudem leide die Autoindustrie “unter den unklaren Vorgaben der Politik”.
Wegen solcher lange fehlenden Vorgaben sieht VW Probleme sich auf die strengeren Abgasnormen der EU vorzubereiten. “Wir bauen schließlich ein Produkt, dessen Entwicklung Jahre dauert”.
BMW-Chef Norbert Reithofer ist am Freitag in der gleichen Zeitung ungleich optimistischer: “Der CO2 Ausstoß der BMW-Group-Flotte hat sich im ersten Quartal des Jahres auf 158 Gramm je 100 Kilometer im Schnitt reduziert, verglichen mit 187 Gramm im Vorjahr.”
Frau Prokop hätte geantwortet: “Setzen und noch mal nachrechnen.” 158 Gramm pro 100 Kilometer wären wohl Weltrekord. Die EU will 120 Gramm pro Kilometer.
20.06.2008 von Ben Gerten
Tatort Berlin-Tegel: Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft Air Berlin bringt am Donnerstag, dem 19. Juni, ihre 20.30 Uhr Maschine von Berlin Tegel nach Düsseldorf nicht pünktlich in die Luft. Der Flieger startet erst um 21.05 Uhr. Derweil werden die Fußballfans seit 20.30 Uhr an Bord festgehalten statt im Warteraum die ersten Minuten des Spiels gegen Portugal und den fulminanten deutschen Start verfolgen zu können.
Als der Flieger endlich abgehoben hat, unterrichtet der um Schadensbegrenzung bemühte Kapitän die Fans, dass Deutschland 2:0 führe und später, dass ein 2:1 und ein 3: 1gefallen ist. Das ist auch dringend notwendig, denn auf dem Weg nach Düsseldorf gelingt es der Crew nicht, Zeit aufzuholen. Stattdessen landet der Air Berlin Jet auch mit etwa einer halben Stuiunde Verspätung in der äußersten Außenposition des Flughafens Düsseldorf . Der Weg zum Terminal dauerte gefühlt signifikant länger als der Weg vom Berliner Reichstag nach Berlin-Kreuzberg.
Das letzte portugiesische Tor immerhin ließ Air Berlin… weiter lesen
17.06.2008 von Ben Gerten
In kaum einem Land wird mehr vom gesellschaftlichen Reichtum für Gesundheit ausgegeben wie in den USA. 16 Prozent des dortigen Bruttosozialprodukts wandern in den Gesundheitssektor. Anfang der siebziger Jahre waren es noch sieben Prozent.
Und doch sind zig Millionen Amerikaner im Land des George Bush gar nicht oder unzureichend krankenversichert. 47 Millionen Amerikaner verfügten 2006 über gar keine Krankenversicherung. Darüberhinaus haben 25 Millionen Amerikaner zwischen 18 und 65 keinen ausreichenden Schutz wie der Commonwealth Fund in dieser Woche berichtete.
Und das ist nach der Studie wesentlich ein Ergebnis der republikanischen Administration. 2003 lag die Zahl der Unterversicherten noch bei 15 Millionen, berichtet die International Herald Tribune.
Frau Prokop hat schon in den achtziger Jahren über die amerikanischen Zustände dem Kopf geschüttelt. Damals mußten sich Studenten entscheiden, ob sie zu Weihnachten nach Hause fuhren oder zum Zahnarzt gingen. Amerikaner – an ihren Zähnen sollt ihr sie erkennen.
14.06.2008 von Ben Gerten
Die australische Verbraucherorganisation Choice hat herausgefunden, dass Playstations besonders schädlich für das Klima sind. Die Verbraucherorganisation, vergleichbar mit der Stiftung Warentest, hatte Unterhaltungselektronik für den Haushalt getestet.
Besonders schlecht, weil besonders stromfressend, schnitten danach die Playstation 3 von Sony, die X-Box von Microsoft und große Plasmafernseher ab. Sogar im Standby Modus verbrauchten die Geräte viel zu viel Energie.
Frau Prokop, die alte Lehrerin, hätte sich über eine solche Botschaft gefreut: Endlich ein Argument, mit dem ich zu den Kindern durchdringe.
13.06.2008 von Ben Gerten
Die US-Regierung hat in großem Stil rohe Tomaten aus den Supermärkten zurückgerufen, weil sie einer mit Tomaten verbreiteten Salmonellen-Infektion nicht auf die Spur kommt. Die Krankheit ist in inzwischen 17 Bundesstaaten ausgebrochen Seit Mitte April seien insgesamt 167 Personen mit Salmonellen infiziert worden, die den jeweils gleichen genetischen Fingerabdruck aufwiesen.
Mc Donalds, Burger King und Taco Bell haben Tomaten aus ihren Ketten entfernt, wenn sie nicht aus bestimmten angeblich sicheren Bundestaaten stammen. In Florida warten jetzt Tomaten für rund 40 Millionen Dollar darauf zu verrotten.
Hintergrund des Salmonellen-Skandals ist die Unterbesetzung der US.Food and Drug Administration (FDA). Seit Monaten zankt sich der Kongress mit der Regierung, weil die Abgeordneten dort Defizite vermuten.
Jetzt will die Administration 275 Millionen Dollar zur Verfügung stellen. Insgesamt soll das Personal der Behörde um 1500 Köpfe aufgestockt werden
Auch sollen Büros in China, Indien und Lateinamerika eröffnet werden. Die sollen sich… weiter lesen
08.06.2008 von Ben Gerten
Der einst weltgrößte Autokonzern General Motors will seine Dino-Marke Hummer offenbar veräußern. Außerdem hat der 100 Jahre alte Konzern angekündigt, vier seiner Autowerke zu schließen.
Hintergrund ist der Zusammenbruch des US-Marktes für Trucks und sogenannte SUVs. Hatte GM im Mai 2007 zwischen Alaska und Texas noch 371.000 Autos verkauft, waren es in diesem Mai nur noch 269.000. Der Verkauf der Pick Ups ging sogar um 37 Prozent zurück.
Auch Ford mußte in diesem Frühjahr weitere Federn lassen. Der Autokonzern verkaufte 26 Prozent weniger Pick Ups. Erstmals überholte Toyota mit seinen Modellen Camry und Corolla alle US-Konkurrenten auf deren Heimatmarkt.
Kaliforniens Regierungschef Arnold Schwarzenberger hat schon vor Jahren von seinem drei Tonnen schweren Hummers in der Öffentlichkeit gegen einen Toyota Prius Hybridwagen eingetauscht. Der Verkauf der Hummer ging im Frühjahr in den USA zeitweise um 50 Prozent zurück.
Frau Prokop hätte sich gewundert, wie klug und vorausschauend der Muskelklops sein kann.… weiter lesen