Frankfurter Allgemeine für mehr Vorschulbildung
von Ben GertenIn Deutschland wird viel zu wenig Wert auf die Vorschulbildung gelegt und damit die Ungleichheit von Bildungschancen zementiert. Zu dieser Überzeugung sind jetzt auch die Redakteure der Frankurter Allgemeinen Sonntagszeitung gekommen. Der SPD-Politiker Karl Lauterbach hatte die fehlenden Anstrengungen des Staates für die Vorschulbildung zuletzt skandalisiert. Staatliches Handeln vertiefe die Ungleichheit von Bildungschancen statt sie zu beheben, so Lauterbach in Berlin http://blogs.taz.de/frauprokop/2008/07/16/experimentes_r…_nicht-wissensexperimentes_regieren_unter_den_bedingungen_des_nicht-wissens.
Unter der Überschrift “Mehr Bildung für die armen Babys” berichten nun die FAS-Redakteure über die Arbeiten des Bildungsökonomen und Wirtschaftsnobelpreisträgers James Heckmann. Ihre Zusammenfassung:
Je früher im Leben wir vom Schicksal benachteiligte Kinder fördern, desto größer ist ihre Aussicht auf Erfolg. Und desto billiger wird es für die Gesellschaft.
Dann legt die Zeitung Statistiken vor, nach denen in Deutschland für Vorschul- und Grundschulkinder besonders wenig Geld, für Gymnasiasten und Studierende besonders viel Geld ausgegeben wird. Um dann deutsche Bildungsforscher zu zitieren, die das Ungleicheitsproblem hierzulande für noch gravierender als in den USA halten.
Frau Prokop würde in die Hände klatschen. Endlich setzt sich in diesem Bereich die Vernunft durch. Jetzt muss das Geld nur noch ausgegeben werden. Das aber ist die höchste Hürde, wie man derzeit am Widerstand des rot-roten Berliner Senats gegen das Berliner Kita-Volksbegehren sehen kann.





Kommentar schreiben