Haben Sie´s gewußt: Google finanziert den Firefox
von Ben GertenFrau Prokop sprach immer von Aha-Erlebnissen. Ein solches Aha-Erlebnis hatte ich beim ganzen Ballihu um Googles neuen Browser Chrome. Ich verstehe nicht genug von Software, um die Qualität des Produkts beurteilen zu können, aber was ich verstanden habe ist, dass Google sich quasi selbst Konkurrenz macht.
Denn der in den vergangenen Jahren ziemlich erfolgreiche, mindestens an der Oberfläche nicht kommerzielle Browser Firefox wird zu 85 Prozent von Google finanziert. Firefox hatte dem Platzhirschen Microsoft mit seinem Internet Explorer in den vergangenen drei Jahren ordentlich Marktanteile weggenommen. Rund 15 Prozent Marktanteile wird Firefox heute zugeschrieben.
Glaubt man amerikanischen Bloggern ist der Deal, dass Google dafür zahlt beim Firefox als Suchmaschine voreingestellt zu sein und dass auf diese Art Jahr für Jahr rund 60 Millionen Dollar in die Kassen des Firefox-Betreibers, der Mozilla Foundation, gespült werden. Zudem seien wichtige Entwickler von Google am Konzept des Firefox-Browsers maßgeblich beteiligt gewesen.
“Do no evil” war immer das Firmenmotto von Google. Vielleicht deswegen hat der Gigant vor der Einführung von Chrome die entsprechenden Verträge mit dem alten Liebling Mozilla bis 2011 verlängert (www.techcrunch.com/2008/08/28/mozilla-extends-lucrative-deal-with-google-for-3-years/). Welche Weg Google mit den beiden Browsern verfolgt, wird jedenfalls spannend zu beobachten sein. Hat jemand eine Theorie über die ökonomische Logik googleschen Handelns?
Kommentar schreiben
lass se doch
jeder normal denkende mensch der sich überlegt was gut oder schlecht für ihn ist kann sich doch aussuchen welchen er denn nu für sich benutzt
genug gute alternativen gibt es ja
Nicht “Do no evil” sondern “Don’t be evil”!
Wenn Firefox 15 % hat, aber keine starken Zuwächse verzeichnet, dann mag die googlesche Logik auf die Idee eines “Zangenangriffs” gekommen sein. Falls Crome dann auch 15 % erreicht, haben beide zusammen schon fast ein Drittel des Marktes.
Firefox hat mittlerweile nciht 15%, sondern – je nach dem wen man fragt – zwischen 30 (diverse Quellen im Firefox-Artikel von Wikipedia) und 80% (Golem, Heise.de und andere “IT-zentrische” Webseiten).
Tendenz steigend.
Die großen Webseiten zeichnen mit Analytics Daten auf. Daraus ergibt sich ein Marktanteil von Firefox von um die 30 bis 80% (abhängig von der Zielgruppe, unterschiedliche Zielgruppen wie Rentner und Studenten nutzen auch unterschiedliche Browser). Der reell-durchschnittliche Wert liegt bei 45% – gleichauf mit den Internet-Explorer (Stand Ende 2009)