Archive for Dezember, 2008

11.12.2008 von Ben Gerten
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Altindustrie Auto V – Erster großer Happen der Heuschrecke

von Ben Gerten

Auf der Homepage der Private Equity Gesellschaft Montagu, die 2001 den Kauf des Pleite-Autozulieferers TMD Friction durch das Management der Firma begleitete, wird der Deal als erstes großes Geschäft dieser Art der Düsseldorfer Bank HBSC Trinkhaus &Burckhardt gefeiert.   

Frau Prokop würde ja die Düsseldorfer Investmentbankiers fragen, was sie heute zu ihrem Erfolg meinen. Schließlich waren sie bis mindestens Ende 2007 die Hausbankiers des Unternehmens.

http://www.montagu.com/portfolio/?id=823

http://webshop.langauto.hu/kepek/ber/Textar/GVO_Bescheinigung_E_2007.pdf

11.12.2008 von Ben Gerten
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Versicherungskäufer haben Kanzlerin auf dem Sofa

von Ben Gerten

Klingeln und auf dem Sofa sitzen ist ihr Metier. Die Versicherungsverkäufer der Vertriebsfirmen DVAG und AWD verkaufen in jedem Herbst wieder Millionen von Verträge an alte und neue Kunden. Dabei können sie sich seit Jahren der Unterstützung der Politik gewiss sein.

Die DVAG hält bei der CDU Händchen, ihr Chef Reinfried Pohl ist seit Jahrzehnten mit Ex-Kanzler Helmut Kohl befreundet. Der AWD ist traditionell mit der SPD verbunden. AWD-Chef *natürlich Carsten* Maschmeyer bezahlte 1998 die berühmten Anzeigen: Ein Niedersachse muss Kanzler werden. Der AWD hat seinen Hauptsitz in Hannover. Später wurde Schröders Pressesprecher Bela Anda der Kommunikationschef des AWD.

In den vergangenen Wochen hat sich diese enge Liaison wieder deutlich gezeigt. Der AWD konnte Bert Rürup, den Vorsitzenden des Sachverständigenrates und langjährigen Rentenberater Nobert Blüms, Walter Riesters undweiter lesen

10.12.2008 von Ben Gerten
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Altindustrie Auto IV – Tödliche Heuschrecken

von Ben Gerten

Es hat einen ersten großen deutschen Autozulieferer erwischt. Der weltgrößte Hersteller von Bremsbelägen musste in den vergangenen Tagen den Weg zum Konkursrichter antreten.

Bremsbelaghersteller TMD Friction, mit 4.500 Mitarbeitern weltweit und 2000 in Deutschland Weltmarktführer in seinem Segment, ist pleite, weil angesichts der Autokrise und stornierter Aufträge das Bare fehlt. Ein Konkursverwalter ist gefunden, der Betrieb soll vorläufig weiterlaufen. Die Firma mit Hauptsitz in Leverkusen und Werken in Essen, in Hamm (Rheinland-Pfalz) und Coswig (Sachsen) stellte zu guten Zeiten täglich eine Million Bremsbeläge her.

Und warum hat die Firma keine Reserven. Die IG Metall zumindest zeigt mit dem Finger auf die Eigentumsverhältnisse. 2000 wurde die Firma für damals 776 Millionen Euro an die britische Investorengruppe Montagu verkauft, die den Mittelständler im vergangenen Jahr an einen Hedgefonds verkaufte. Statt Eigenkapital mitzubringen hätten die Finanzinvestoren vonweiter lesen

09.12.2008 von Ben Gerten
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Noch legal: Investmentbanker und Autobosse

von Ben Gerten

Ex-Bundeskanzler Hemut Schmidt gewährt den Investmentbankern noch eine Gnadenfrist. “Ich habe über das Investmentbankiing gesagt, es sei bisher weitgehend legal gewesen,” so Schmidt im FAZ-Interview. Frau Prokop hätte bei der Einstellung für Einstellung plädiert, macht die Investmentbanken zu. Sie taugen nicht.

Auch der amerikanische Kongress hat mehr Geduld mit den Autobossen aus Detroit. Er will ihm nun doch eine Gnadenfrist gewähren. Repüublikaner und Demokraten haben sich darauf geeinigt, GM Ford und Chryler vorläufig 15 Milliarden Dollar Hilfe zu geben, damit sie über die Runden kommen. Der britische Economist aber hatte schon vor Wochen geschrieben, das Beste für die Industrie sei, wenn die Konzerne nicht über die Runden kämen.

Aus Sicht des Economist sind die US-Konzerne überflüssig, weil schon heute  die Chinesen (466.000 Neuwagen Im September), die Brasilianer (206.000), die Russen (179.000) und die Inder (119.000) mehr Autos kaufen als die Amerikaner. Deren Verkäufe seien mit 800.000 im Monat November auf den… weiter lesen

05.12.2008 von Ben Gerten
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Altindustrie Auto III

von Ben Gerten

Auch in Italien findet die Autoindustrie Zeit zum Klagen. Die Verkaufszahlen lagen im November knapp dreissig Prozent unter Vorjahr und damit auf dem Niveau von 1989. 130.400 neue Autos statt im Vorjahr 196.100 Wagen. Fiat sei es nicht ganz so schlimm ergangen wie vielen auslaendischen Herstellern, berichten die italienischen Zeitungen, vor allem weil der Konzern yum Beispiel in Frankreich sogar mehr Autos verkaufen konnte. Aber richtig gut geht es den Turinern auch nicht.

Ueberhaupt hat sich in Italien die Wahrnehmung durchgesetzt, dass jetzt die grosse Wirtschaftskrise kommt. 900.000 Arbeitsplaetze seien in Gefahr meldet der Industrtieverband. DIe Gewerkschaft CGIL ruft fuer den 12. Dezember zum Generalstreik gegen die Krise. Und die Regierung Berlusconi rechnet vor, dass Italien bezogen auf das Bruttosozialprodukt nicht so hoch verschuldet sei wie die Amerikaner, wenn man private und staatliche Kreditaufnahme zusammenrechne.

Deswegen verkuendet sie Bonusprogramme fuer die aermeren Haushalte.

Nur eines troestet die Italiener derzeit. Dass… weiter lesen

03.12.2008 von Ben Gerten
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Altindustrie Auto II

von Ben Gerten

Im Augenblick lohnt es sich Hiobsbotschaften zu sammeln über den Zustand der Autoindustrie.

Die Deutsche Bank hält General Motors für komplett wertlos und legt das Kursziel auf 0 fest.

Die drei großen amerikanischen Autokonzerne wissen nicht mehr wie sie die Krankenversicherungskosten für ihre 700.000 Pensionäre aufbringen sollen – 240.000 Beschäftigten geben sie heute Arbeit in den USA. Allein im Januar sollen 18 Milliarden Dollar für den entsprechenden Gesundheitsfonds fällig werden.

Gleichzeitig werden General Motors, Chrysler und Ford weniger wichtig in den USA. Sie machen nicht einmal mehr die Hälfte des amerikanischen Marktes aus. Und die gesamte US Autoindustrie ist noch verantwortlich für 2,3 Prozent des amerikanischen Sozialprodukts. 1990 waren es noch fünf Prozent.

Die drei großen Us-Hersteller beschäftigten im September noch 127.000 Arbeitnehmer an den Bändern – nach 151.000 zum Jahresbeginn. Bei den Zulieferern arbeiten noch 415.700 Arbeitnehmer nach 490.000 zu Jahresbeginn, berichtet das US-Arbeitministerium.

Allein seit 2000 hat General… weiter lesen

03.12.2008 von Ben Gerten
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Rom gentile I

von Ben Gerten

Klosterladen in St. Croce in GerusalemmeAuf die Mutter Kirche ist Verlass. Insbesondere in ihrem Heimatort Rom. Ich hatte beim Buchen ueber HRS zwar nicht gemerkt, dass es sich bei meiner Herberge Domus Sessoriana um das Gaestehaus eines Zisterzienser-Klosters handelt. Aber das Haus an der alten Stadtmauer hat alle Ansprueche an Urlauben in der ewigen Stadt erfuellt.

Das Gaestehaus ist naemlich grossartig. Mein Zimmer war zwar klein, bot aber einen phantastischen Blick herueber zur Lateranbasilika. Die Dachterasse auf den Klostergebaeude ist ein Gedicht – und das Fruehstueck fuer italienische Verhaeltnisse reichhaltig.

Den besonderen Reiz aber macht natuerlich das Kloster aus. Vom Weihrauch, der einem Samstagsabends auf der Dachterasse in die Nase zieht, ueber den Klosterbruder, der im benachbarten Laden Klostergemuese verkauft bis zum laenglichen Sonntagsgottesdienst, den sich der Sechsjaehrige in der naechsten Reihe mit dem Turmbau aus grossen Lego-Baukloetzen verkuerzt.

Wer diesen Atem mag, wie Frau Prokop ihn mochte, dem sei das Gaestehaus ans Herz… weiter lesen

02.12.2008 von Ben Gerten
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Abgezockt in Rom I

von Ben Gerten

Frau Prokop waere das bestimmt nicht passiert. Nach fuenf Stunden in den Vatikanischen Museen habe ich mich tatsaechlich auf Gelati gefreut. Und wir sind auch nicht die Eisdiele direkt vor dem Haupteingang des Museums gestuerzt. Von der erwartet man ja sowas. Vielmehr sind wir fast einen Kilometer im roemischen Dezemberregen gelaufen und hatten uns erst dort auf das italienische Eisversprechen eingelassen.

Haetten wir es doch nur gelassen. Oder nach dem Preis gefragt, wie Frau Prokop es uns in der dritten Klasse eingeblaeut hat. Schon die Begruessung durch die Padrona war unfreundlich, Sahne gab es um sechs abends angeblich auch keine mehr. Dafuer bekamen wir auf meine Bitte nach Eiscreme Tiramisu einen Becher Eiscreme von dem sich eine ganze Familie satt essen kann. Und dazu einen Caffe latte, der einen breiten Boden hatte.

Breiter Boden berechtigt zu breitem Preis, meinte die Eigentuemerin wohl. *Wenn die bezahlen wollen, ruf mich*, hatte sie… weiter lesen