Die Könner von der Dresdner Bank
von Ben Gerten400 Millionen Euro an Boni hat Allianzchef Michael Diekmann im Sommer den Investmentbankern von der Dresdner Bank als Sonderzahlung für 2008 versprochen. Vor einigen Tagen habe ich hier im Blog gefragt, wofür eigentlich. Die Frage ist noch ein bisschen drängender geworden.
Ich habe in meinen Papierstapeln einen Artikel aus der Börsenzeitung vom 15. März 2008 gefunden. Dresdner „Chief Investment Officer“ Holger Boschke prognostiziert damals für das Jahresende 2008 einen Daxstand von 8000 Punken. Der Nikkei werde bei 15.000 liegen, der EuroStoxx bei 4300 und der S&P500 bei 1525. Die Kurse waren dann gut halb so hoch.
Hätte er es doch mit Mark Twain gehalten, der Prognosen über die Zukunft als notorisch ungewiss bespöttelt hat. Stattdessen argumentierte Boschke, die Volatilität werde 2008 hoch bleiben, aber der Dax werde nach seinem Frühjahrsstand deutlich steigen. Die Amerikaner würden die Krise schon in den Griff bekommen. In den kommenden Monaten wolle die Dresdner Bank daher Positionen aufbauen, um dem Markt voraus zu sein.
„Himmel hilf“ hätte Frau Prokop gerufen – vor allem denjenigen, die der Dresdner Bank, der Beraterbank, ihr Geld anvertraut haben.
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Ich würde sagen jeder Dredsner und Commerz Investmentbanker liefert seinen 2008er Bonus gleich beim Staat ab und erhält dafür einen Beteiligung an seinem Super-Institut. Das spart den übrigen Deutschen Steuerzahlern dann gleich mal 400 Millionen ein. Das sind zwar nur 20% des Gesamtaufwands der neuerlichen Verstaatlichung und womöglich nur 10% von dem was diese beiden Superbanken insgesamt den Steuerzahler noch kosten werden (wenns gut läuft), aber es wäre ein ZEICHEN ! Schliessliche sind es deren Jobs die hier gerettet werden. Dafür können Sie schon ihren Bonus opfern. Mit dem restlichen Gehalt stehen Sie immer noch weit über dem deutschen Einkommensdurschnitt die Herren Investment-Banker……oder nicht ?