Archive for Juli, 2009

28.07.2009 von Ben Gerten
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Mercedes – dem Salzufer fernbleiben

von Ben Gerten

Der Konzern mit dem Stern läßt sich seinen mondänen Glaspalast am Berliner Salzufer von den Kunden teuer bezahlen. Hier wird für das Auslesen des Bordcomputers in unterschiedlichen Varianten dann auch schon mal insgesamt über 200 Euro verlangt. Nach Intervention geht dann der Preis auf 150 Euro herunter.

Die Arbeitswerte (Branchenjargon für geleistete Arbeitszeit) für das Auslesen des Computers werden dabei zentral vom Konzern vorgegeben, unterscheiden sich also von Vertzragswerkstatt zu Vertragswerkstatt im Prinzip nicht. Die Preise für einen Arbeitswert hingegen ganz erheblich. So kostet der Arbeitswert in manchen Werkstätten fünf Euro, am Salzufer kostet die gleiche Arbeit als (so sagt es der Mitarbeiter am Telefon) Premiumservice 9,50 Euro + MWST). 

Frau Prokop hätte nur “siehste” gesagt, irgendwer muss doch Millionengehälter und Glaspaläste bezahlen. Da ist es doch folgerichtige, dass die konzerneigenen Werkstätten besonders zulangen. 

27.07.2009 von Ben Gerten
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Joe Jackson – Empore vermeiden

von Ben Gerten

Joe Jackson in der Passionskirche in Berlin-Kreuzberg: Eigentlich versprach das ein Genuss zu werden, wenn der Impressario am Flügel mit Bassisten und Schlagzeuger auftritt. Auch die Preise waren mit 42 Euro nicht recht kirchlich sondern dem Status des Briten angemessen.

Das Konzert, eindreiviertel Stunde mit praktisch allen Hits,  war auch klasse, wenn man denn unten im Kirchenraum saß. Für einige hundert Besucher auf der Empore hingegen war der Abend eine akkustische Zumutung. Wieso der Veranstalter es in der vielbespielten Passionskirche nicht hinbekommt, die oberen Plätze zu beschallen, wird auf ewig sein Geheimnis bleiben.

Frau Prokop hätte gesagt, in der Kirche steht eine Orgel, sie steht oben und beschallt das ganze Kirchenschiff. Eine erster Hinweis für jeden Tontechniker.  

25.07.2009 von Ben Gerten
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Klofrau Schavan will mehr Atomdreck

von Ben Gerten

Bundesforschungsministerin Anette Schavan (CDU), bis vor wenigen Monaten verantwortlich für das dreckigste Atomklo Westeuropas in der niedersächsische Asse, will mehr Atomkraft und mehr Atommüll. Um das Strahlenproblem in der Asse müssen sich Schavans famosen Wissenschaftler vom bayrischen Helmholtz-Forschungszentrum, die für die dreckige Einlagerung verantwortlich sind, ja nicht mehr kümmern. Die Probleme haben für die nächsten Jahrtausende die Bürger rund um das Atomklo und für die kommenden Jahre zusätzlich das Bundesumweltministerium.

Warum sich aber gerade die Ministerin, die die langwierigsten Folgen der Atomkraft in Deutschland zu verantworten hat, jetzt im Hamburger Abendblatt für die weitere Produktion von Atommüll einsetzt, hätte selbst die verständnisvolle Frau Prokop nicht begriffen. http://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article1110785/Die-Union-ist-bunter-und-gruener-geworden.html

In den vergangenen Tagen sind doch gerade wieder zwei Meiler (Emsland und Philippsburg II) wegen Unregelmäßigkeiten abgeschaltet worden. www.contratom.de (vielen Dank, Fabian!)

 

24.07.2009 von Ben Gerten
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Grüne Plakate nach Wunsch

von Ben Gerten

Schöne Idee der Grünen: Man kann im Internet für die heiße Phase des Wahlkampfes einen Standort für eine Großplakat buchen und bezahlen und dann dort grüne Slogans kleben lassen. Unglücklicherweise sind die angebotenen Plakatmotive allerdings deutlich weniger hipp als die Idee selbst.

https://meinplakat.gruene.de/standortkarte.html

Frau Prokop hätte gesagt: Maul nicht! Wer zum Beispiel in dezidiert brauen Ecken (Oberes Elbtal und Vorpommern) grüne – also demokratische – Plakate kleben lassen will, hat hier eine hervorragende Möglichkeit.  

23.07.2009 von Ben Gerten
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FAZ hat den Schuss nicht gehört

von Ben Gerten

Das Verteidigungsministerium teilt mit, dass 300 deutsche Soldaten in einer quasi amerikanischen Aktion gemeinsam mit afghanischen Truppen die Taliban aus einem Teil Afghanistans vertreiben sollen. Dazu beteiligen sich unter Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) erstmals seit Gründung der Bundeswehr auch deutsche Panzer an einer solchen militärischen Offensive. Generalinspektor Wolfgang Schneiderhan erklärt, es sei jetzt”an der Zeit diese Eskalation vorzunehmen”

Die im hessischen Heimatland des Ministers verwurzelte sonst durchaus geschichtsbewußte FAZ titelt angesichts dieser neuen historischen Situation “Jung sieht große Ausbildungserfolge in Afghanistan”.

Frau Prokop hätte gestöhnt und angemerkt, dass die FAZ-Redakteure wohl zu viel vom Wein des Winzers Jung zu sich genommen haben. In ihrer Jugend habe man bei Kampfeinsatz von Panzern im Rahmen einer Offensive das Wort Krieg gebraucht.

21.07.2009 von Ben Gerten
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Vattenfall hilft der SPD

von Ben Gerten

Die SPD hat Unterstützung im Wahlkampf bitter nötig. Als treuer Freund für die Genossen entpuppt sich dabei der schwedische Vattenfall-Konzern. Ohne die Reaktor und Kommunikationspannen der nordischen Atomstromer stünden die Genossen derzeit öffentlich im Hemd.

Nach der Faz, die vor zwei Wochen die Schließung von Krümmel forderte, ist jetz auch die BILD-Zeitung zum gleichen Ergebnis gekommen. Allerdings sieht Kolumnist Hugo Müller-Vogg die Bande noch enger. Der Grund: Für Vattenfalls-Anti-Atom-Wahlkampfhilfe soll der Vattenfall-Cheflobbyist Rainer Knauber mit dem Posten des SPD-Wirtschaftsministers in Saarbrücken belohnt werden.

Frau Prokop hätte nur gesagt, Knauber ist nicht Clement, das Saarland ja auch ein bisschen kleiner als NRW und Vattenfall deutlich kleiner als RWE. Ansonsten ist in Energiefragen ja schon immer auf die Genossen Verlass: Schröder-Gazprom, Müller-Ruhrkohle. 

21.07.2009 von Ben Gerten
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Busfahrersolidarität

von Ben Gerten

Auf Busfahrer ist Verlass. Das lernt man von Kindesbeinen an.

Und so hat die Reichsbahn (so hießen die im Osten), pardon Deutsche Bahn, in ihrer Not nach dem Ausfall wesentlicher Teile ihres Wagenparks Busse und Fahrer aus dem Westen herangekarrt, um die Mauer zwischen Ost und West verkehrstechnisch nicht wieder entstehen zu lassen.

Derzeit nämlich kann die Berliner S-Bahn wegen der unsicheren und aus Sparsamkeitsgründen lange Zeit nicht überprüften Räder auf ihrer Hauptstrecke zwischen Ostberlin und Westberlin (z. B. Zoo und Friedrichstraße) nicht mehr verkehren. Es gibt schlicht nicht genug sichere Züge und Wagen.Dafür werden Busfahrer und Busse zum Beispiel aus Aachen im äußersten Westen und aus Bielefeld herangeholt, um die ausgefallenen S-Bahnzüge zu ersetzen.

 

“Wenns drauf ankommt, simma da” erklärt der Busfahrer aus Aachen Abend um elf am Berliner Nordbahnhof. Da – kann man bloß danke sagen.

Frau Prokop hat uns damals in der Grundschule schon gesagt, auf… weiter lesen

20.07.2009 von Ben Gerten
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CDU im Wahlkampf

von Ben Gerten

Reisen bildet. Auf meiner jüngsten Portugalreise konnte ich entdecken, wie vielseitig die Buchstabenkombination CDU ist. Im Europawahlkampf prangten die drei Buchstaben groß und in blau auf einem Plakat mit roten Fahnen im Hintergrund. Klein auf dem Plakat findet man einen Hinweis auf Hammer und Sichel und eine nicht grüne Sonnenblume.

Eigentlich das richtige Plakat für den jetzt kommenden Wahlkampf in Schleswig-Holstein, oder?

Frau Prokop hätte gesagt, die Portugiesen hätten sie schon in den siebziger Jahren erstaunt – vielleicht ist das auch gar keine Sonnenblume – sondern eine Nelke. 

13.07.2009 von Ben Gerten
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Mit Schwulen und Moslems Köln erobern

von Ben Gerten

Die CDU versucht mit einem schwulen Kandidaten, der sich die Integration der Migranten verschrieben hat, das Kölner Rathaus zu gewinnen. CDU-Kandidat Peter Kurth, einst Finanzsenator in Berlin, sagte dem Kölner Stadtanzeiger, er finde es “witzig, wie intensiv hier in Köln über Sexualität diskutiert wird. In Berlin interessiert so etwas keine Socke.”

Kurth hatte sich im Wahlkampf offen zu seiner Homosexualität bekannt und für eine bessere Integrationspolitik geworben.  “Deutschland ist eben noch kein Integrationsland, obwohl wir seit Jahrzehnten Zuwanderung erleben.” Das zu verändern, daran wolle er in Köln arbeiten. Mocheen müßten einfach gebaut werden können, aber Eltern dürften ihre Töchter auch nicht vom Sportunterricht abmelden können.

Frau Prokop hätte sich über einen solchen CDU-Politiker gefreut. Und einen Trend in deutschen Großstädten bemerkt. Wowereit in Berlin, von Beust in Hamburg, und jetzt womöglich Kurth in Köln? Bleibt ja nur noch der Ude in München als Hetero.  

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07.07.2009 von Ben Gerten
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FAZ fordert Schließung von Krümmel

von Ben Gerten

Manchmal verblüffen die konservativen Journalisten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Heute zum Beispiel fordert Andreas Mihm im Wirtschaftskommentar der FAZ: “Wenn Vattenfall den sicheren Betrieb von Krümmel nicht garantieren kann, sollte es das 33 Jahre alte Atomkraftwerk besser abschalten.” 

Frau Prokop hätte sich aus zwei Gründen gefreut. Erstens merkt auch die FAZ, dass die Stromkonzerne den sicheren Betrieb von Atommeilern nicht garantieren können. Unfd zweitens hat sie den euphemistischen Begriff Kernenergie endlich durch Atomkraft abgelöst.