Joe Jackson – Empore vermeiden
von Ben GertenJoe Jackson in der Passionskirche in Berlin-Kreuzberg: Eigentlich versprach das ein Genuss zu werden, wenn der Impressario am Flügel mit Bassisten und Schlagzeuger auftritt. Auch die Preise waren mit 42 Euro nicht recht kirchlich sondern dem Status des Briten angemessen.

Das Konzert, eindreiviertel Stunde mit praktisch allen Hits, war auch klasse, wenn man denn unten im Kirchenraum saß. Für einige hundert Besucher auf der Empore hingegen war der Abend eine akkustische Zumutung. Wieso der Veranstalter es in der vielbespielten Passionskirche nicht hinbekommt, die oberen Plätze zu beschallen, wird auf ewig sein Geheimnis bleiben.
Frau Prokop hätte gesagt, in der Kirche steht eine Orgel, sie steht oben und beschallt das ganze Kirchenschiff. Eine erster Hinweis für jeden Tontechniker.
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Ich bin extra aus Hamburg nach Kreuzberg angereist als ein Fan der ersten Stunde. Für mich war das Konzert in dieser kleinen Kirche ein
echtes Highligt. Die intime Atmophäre hat die nicht perfekte Akustik
total wett gemacht. .Ich habe Joe Jackson schon in ganz großen Häusern gesehen und oft war die Stimmung nicht halb so
euphorisch. Abgesehen davon war Mr. Jackson einfach gut gelaunt, was bei ihm nicht immer selbstverständlich ist. Ich warte schon sehnlichst auf den nächsten GiG, weil diese Musik nicht an der Oberfläche bleibt, sondern für meine Ohren ‘genial’ ist und mich stets ganz tief berührt.