Schrottimmobilien für US-Millionäre

von Ben Gerten

Credit Suisse soll in den USA Schrottimmobilien für acht Milliarden Dollar an Millionäre verkauft haben und sieht sich jetzt Schadensersatzklagen in Höhe von 24 Milliarden Dollar gegenüber. Die Kläger wollen nämlich erstens ihr Geld zurück und verlangen zweitens eine Bestrafung in doppelter Höhe des angerichteten Schadens. Zwei Kläger haben für 3.000 Geschädigte eine entsprechende Sammelklage eingereicht, berichtete die Financial Times Deutschland diese Woche.

Die Kläger sparen nicht mit harten Worten. Sie sprechen von einem Komplott zu ihren Las7ten, von Erpressung, Geldwäsche und Verschwörung. Credit Suisse sei ein „internationales Bankenraubtier“. Der Trick der Bank sei immer der Gleiche gewesen. Man habe mit viel zu hohen Krediten Beteiligungen an teuren Skiresorts in den Rocky Mountains finanziert. Erst habe die Bank an den Gebühren verdient und dann darauf spekuliert, dass die Kunden vor die Wand fahren um die Resorts und mit den Sicherheiten auch weitergehendes Immobilienvermögen der Kunden zu übernehmen – in den USA ist das als Loan to own Strategie bekannt.

Credit Suisse bestreitet die Vorwürfe und will sich vor Gericht energisch dagegen zur Wehr setzen.


Ein Kommentar zu "Schrottimmobilien für US-Millionäre"

  1. Da muss man nicht so weit (Distanz) und hoch (Vermögensebene) schauen. Schrottimmobilien und damit meine ich durchaus neue aber nicht werthaltige Wohnungsobjekte werden/wurden massenhaft hier in Deutschland Normalverdienern angedreht. Ich vermeide das Wort „verkauft“, da dies ein Handeln mit einem kaufmännischen und nicht kriminellen Hintergrund verkörpert. Da haben die deutschen Banken und fast alle haben mitgemacht besonders die HypoVereinsbank (HVB), ein System finanziert welches nur den Zweck verfolgte, möglichst schnell dem gutgläubigen Menschen möglichst viel Geld abzuknöpfen. Viele dieser Menschen stehen heute vor dem Ruin und gehen in die Altersarmut. Aber welchem Bankmanager würde dies die Schamesröte ins Gesicht treiben. Diese Damen und Herren können sich sicher sein, dass sie sich für keine ihrer Aktivitäten persönlich verantworten müssen. Mit guter Lobbyarbeit kann man schon viel erreichen.

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