Archive for März 28th, 2010

28.03.2010 von Ben Gerten
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Rating-Agenturen lassen sich gute Noten gut bezahlen

von Ben Gerten

Rating-Agenturen, die von den Firmen bezahlt werden, deren Produkte sie bewerten, taugen nichts. Diese Einsicht hat sich zwei Jahre nach der Fehlbewertung der großen amerikanischen Investmentbanken sogar im Heimatland des Kapitalismus durchgesetzt. USA Today, immerhin die auflagenstärkste Zeitung der USA kommentierte kürzlich, “nur ein neues Geschäftsmodell kann den fundamentalen Interessenkonflikt hier beenden”.

Der Kommentar der Redaktion lässt an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: “Wenn Sie sich gewundert haben, warum die Agenturen Pakete von Immobilienkredite mit AAA bewerteten, die dann die Kreditkrise ausgelöst haben, die Antwort ist einfach. Sie haben dafür gutes Geld erhalten.”

Die Redakteure wählten deutliche Worte, weil z. B. Harvard Professor Lawrence Tribe die Arbeit von Standard & Poors und Moodys im Auftrag der Firmen mit der von Comsumer Reports verglich, also der amerikanischen Stiftung Warentest. Der Unterschied sei aber, Consumer Reports lasse sich nicht von den Firmen finanzieren, deren Produkte es bewerte .

http://www.huffingtonpost.com/2009/11/11/how-credit-raters-fended_n_354190.html

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28.03.2010 von Ben Gerten
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Schärfere Steuerfahnder in London, Gehaltskontolle an der Wall Street

von Ben Gerten

 Die angelsächsische Presse berichtet von deutlich schärferem Vorgehen gegen Steuersünder in Großbritannien und Gehaltskontrollen bei Top Managern an der Wall Street.

Das Wall Street Journal berichtete in der vergangenen Woche, dass der britische Finanzminister Alister Darling (der heißt wirklich so), die maximale Geldstrafe bei Steuerhinterziehung verdoppeln will. Bisher müssen die Steuern mit Zinsen nachgezahlt werden und maximal noch mal so viel Geld als Strafe. Künftig darf die Strafe 200 Prozent der geschuldeten Steuer betragen.  

Barack Obamas Gehalts-Kontrolleur (Pay Czar) Kenneth Feinberg, der die Gehälter der Bankmanager überwachen soll, hat sich Informationen über die Gehälter und Bonuszahlung an die jeweils 25 bestverdienenden Manager von 419 US-Firmen kommen lassen, die in der Krise von Staatshilfen profitierten.  Im Zweifel werde er versuchen zu hohe Zahlungen rückgängig zu machen. Bei fünf Firmen AIG, Chrysler, General Motors, Chrysler Financial und GMAC kann Feinberg die Gehälter der jeweils 100 Top Manager direkt bestimmen, so die Financial Times.

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