17.01.2010 von Ben Gerten
Wirtschaftliche Erholung, pah. Die Amerikaner haben im Weihnachtsmonat Dezember weniger Geld ausgegeben als in den Vormonaten. Die sogenannten Analysten hatten angesichts der großen Konjunkturprogramme hingegen eine Steigerung des Konsums zu Weihnachten erwartet. Jetzt wird nach Erklärungen gesucht und die Angst vor der Zukunft bemüht.
Die soll die Russen gar nicht erfasst haben. Die hätten bloß von ihren Banken keine Kredite mehr bekommen. Und so haben sie 2009 49 Prozent weniger Autos gekauft haben als im Jahr zuvor. Statt als zweitgrößter Automarkt Europas bei den Zulassungszahlen Deutschland auf den Fersen zu sein, haben die Russen 2009 nur 1,47 Millionen Neuwagen gekauft. Das berichtet Reuters aus Moskau. In Deutschland wurden mit der Abwrackprämie 3,8 Millionen Autos verkauft, nach 3,1 Millionen 2008.
Frau Prokop hätte die Stirn gerunzelt. Und sich gefragt, wann endlich verlässliche Zahlen zum deutschen Weihnachtsgeschäft kommen.
05.12.2008 von Ben Gerten
Auch in Italien findet die Autoindustrie Zeit zum Klagen. Die Verkaufszahlen lagen im November knapp dreissig Prozent unter Vorjahr und damit auf dem Niveau von 1989. 130.400 neue Autos statt im Vorjahr 196.100 Wagen. Fiat sei es nicht ganz so schlimm ergangen wie vielen auslaendischen Herstellern, berichten die italienischen Zeitungen, vor allem weil der Konzern yum Beispiel in Frankreich sogar mehr Autos verkaufen konnte. Aber richtig gut geht es den Turinern auch nicht.
Ueberhaupt hat sich in Italien die Wahrnehmung durchgesetzt, dass jetzt die grosse Wirtschaftskrise kommt. 900.000 Arbeitsplaetze seien in Gefahr meldet der Industrtieverband. DIe Gewerkschaft CGIL ruft fuer den 12. Dezember zum Generalstreik gegen die Krise. Und die Regierung Berlusconi rechnet vor, dass Italien bezogen auf das Bruttosozialprodukt nicht so hoch verschuldet sei wie die Amerikaner, wenn man private und staatliche Kreditaufnahme zusammenrechne.
Deswegen verkuendet sie Bonusprogramme fuer die aermeren Haushalte.
Nur eines troestet die Italiener derzeit. Dass… weiter lesen
20.06.2008 von Ben Gerten
VW-Chef Martin Winterkorn macht die Kunden für die spritschluckenden Modelle seines Konzerns verantwortlich. Das Problem der Autoindustrie und auch von VW mit ökologischen Autos sei gewesen, “dass der Kunde diese Modelle in den letzten Jahren kaum nachgefragt hat”, so der VW-Chef in BILD Anfang der Woche. Zudem leide die Autoindustrie “unter den unklaren Vorgaben der Politik”.
Wegen solcher lange fehlenden Vorgaben sieht VW Probleme sich auf die strengeren Abgasnormen der EU vorzubereiten. “Wir bauen schließlich ein Produkt, dessen Entwicklung Jahre dauert”.
BMW-Chef Norbert Reithofer ist am Freitag in der gleichen Zeitung ungleich optimistischer: “Der CO2 Ausstoß der BMW-Group-Flotte hat sich im ersten Quartal des Jahres auf 158 Gramm je 100 Kilometer im Schnitt reduziert, verglichen mit 187 Gramm im Vorjahr.”
Frau Prokop hätte geantwortet: “Setzen und noch mal nachrechnen.” 158 Gramm pro 100 Kilometer wären wohl Weltrekord. Die EU will 120 Gramm pro Kilometer.