
Auf dem Nach-Hause-Weg – die Probe für das Fassadentheater des heutigen Abend. Im Programm steht Grotest Maru, das Programm heiße Salon Time.

Die Sängerin schmachtet im Fenster, die Fassadengeher hängen in den Seilen und unten gibt eine Frau die Kommandos.

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Olivier trägt seinen roten Anzug un die rote überdimensionierten Sonnenbrille. Mit einem Dutzend seiner Musikerkollegen aus der Rhythm & Beatorganisatiion rockt er an diesem Freitagabend den Tiergarten. Cuba Libre übertönt das Gewitter, die Bläser blasen die Kälte fort und die Sänger heben die Stimmung.
Vor zwei Jahren habe ich sie zuletzt im Schleusenkrug gesehen in einem legendären Konzert, das mit Celentano-Songs endete. Diesmal singen die zwei Frauen und drei Männer ihre Klassiker von ”Walk the dog” über “Neighbour” bis ”un elephant”. Unbedingt empfehlenswert die Liveband. Angeblich sollen sie in diesem Sommer im Tacheles spielen.
Sie kennen diese Anzeigen: 5000 Euro Kredit ab 4,99 Prozent. Und auch sie kennen niemand, der den Kredit zu diesen Konditionen bekommen hat. Damit soll jetzt Schluss sein, sagt die Bundesregierung – genauer Verbraucherstaatssekretärin Ursula Heinen-Esser. Die Kölner CDU-Politikerin versprach heute in der Katholische Akademi in Berlin, dass solche Anzeigen künftig nur noch erlaubt seien, wenn wenigstens zwei Drittel der Kunden den Kredit dann auch zu diesen Bedingungen bekommen.
Profitieren würden davon gerade auch die Kölner und Berliner Sparkassenkunden. In beiden Großstädten verlangen die Sparkassen unverschämt hohe Dispo-Zinsen, in Berlin sogar 14,5 Prozent. Gleichzeitig gibt es Banken, die Ratenkredite schon ab 4,85 Prozent anbieten: Die Sparda Berlin, sagt zumindest Finanztest.
Wer also knietief im Dispo steckt, aber für kämpft, da wieder rauszukommen, sollte unbedingt vom Dispo der Sparkassen auf so einen Ratenkredit umsatteln.
Dazu hätte auch Frau Prokop geraten. Die aber hätte gefragt, wie denn die Politikerin auf die kluge… weiter lesen

Gestern abend hat Bob Dylan ein Konzert in der Berliner Max-Schmeling-Halle gegeben. Genau eineinhalb Stunden hat die Band gespielt, bis sie das erste Mal die Bühne verließ. Die Fans konnten jubeln wie sie wollten, der Maestro würdigte sie bis dahin keines Wortes und konzentrierte sich allein auf die Musik. Das allerdings mit Verve. Dylan krächzte “Like a rolling stone” , was die Stimmbänder hergeben, seine Gitaristen spielten präszise, Bass und Schlagzeug stimmten wie ein Uhrwerk.
Anschließend noch drei Zugaben, darunter “All along the watchtower” und “Blowing in the wind”, die beide am Tag des Weltwirtschaftsgipfels in London merkwürdig aktuell wirkten – Und tatsächlich “Thank you, Berlin,” sagte der Meister.
Danke, hätte auch Frau Prokop gesagt. Und hätte angemerkt, dass der Auftritt in der nach dem Boxer benannten Halle Dylan bestimmt gefallen hat. Schließlich endet die erste Seite der Memoiren des Songwirters “Chronicles” mit guten Wünschen des alten US-Box-Schwergewichtslegende Jack Dempsey für den jungen Musiker Dylan: “Good… weiter lesen
In der Hauptstadt tobt gerade der Streit, beim wem die Stadt Berlin für ihre Gebäude und Anlagen künftig ihren Strom bezieht, bei Vattenfall oder bei einem ökologischen Anbieter.
Die Auseinandersetzung ist sympthomatisch für die Vernachlässigung von Ökothemen in Berlin.
Das DIW hat gerade die Bundesländer im Hinblick auf ihre klimafreundliche Energieversorgung untersucht und dabei Berlin bei der Nutzung erneuerbarer Energien auf den letzten Platz gesetzt. Bei der ökologischen Technologiepolitik landet Berlin auf Platz 13 und insgesamt reicht es für die vorletzten Platz. Brandenburg spielt hingegen in allen Kategorien vorn mit und trägt auch den Gesamtsieg davon.
Frau Prokop erinnert das an die schönste Geschichte über Berlins ökologisch dicke Lippe. Im November 1994, vor dem ersten Klimagipfel in Berlin, beschloss das Abgeordnetenhaus von Berlin die Einführung einer kostendeckenden Solarstromvergütung. Die Bewag weigerte sich jedoch diese einzuführen. Es fanden immer wieder ergebnislose Verhandlung zwischen Senat und dem Vattenfall-Vorgänger Bewag statt. Ein… weiter lesen