02.04.2010 von Ben Gerten
Der Daimler-Konzern hat nach Recherchen von US-Behörden in 22 Ländern systematisch Offizielle geschmiert, um dort Geschäfte machen zu können.
Daimler erreichte jetzt, dass die US-Behörden das Verfahren für eine Buße von 185 Millionen Dollar einstellen. Künftig soll ein ehemaliger FBI-Boss die Sauberkeit der Geschäfte des deutschen Autobauern kontrollieren. Die US-Behörden hatten eine Rechtsgrundlage zur Verfolgung von Daimer, weil Daimler seine Aktien auch an US-Börden handeln läßt.
Spannend ist, mit welchen Ländern die Autobauer solche krummen Geschäfte gemacht haben. Auf der Liste der US-Behörden standen neben Russland, China, Kroatien, Ungarn, Griechenland, Lettland, Serbien, Bosnien und der Türkei auch Nord Korea,Turkmenistan, Indonesien, die Elfenbeinküste, Nigeria, Thailand, Uzbekistan, Vietnam und Ägypten. Auch vor dem UN-Programm Food for Oil im Irak schreckten die Schmiergeldzahler des deutschen Autobauern nicht zurück. Dort seien Kick-Back-Zahlungen an irakische Ministerien geflossen, heißt es in Berichten.
Frau Prokop hätte die Geschäfte mit dem UN-Food for Oil Programm auf Kosten der irakischen… weiter lesen
03.12.2008 von Ben Gerten
Im Augenblick lohnt es sich Hiobsbotschaften zu sammeln über den Zustand der Autoindustrie.
Die Deutsche Bank hält General Motors für komplett wertlos und legt das Kursziel auf 0 fest.
Die drei großen amerikanischen Autokonzerne wissen nicht mehr wie sie die Krankenversicherungskosten für ihre 700.000 Pensionäre aufbringen sollen – 240.000 Beschäftigten geben sie heute Arbeit in den USA. Allein im Januar sollen 18 Milliarden Dollar für den entsprechenden Gesundheitsfonds fällig werden.
Gleichzeitig werden General Motors, Chrysler und Ford weniger wichtig in den USA. Sie machen nicht einmal mehr die Hälfte des amerikanischen Marktes aus. Und die gesamte US Autoindustrie ist noch verantwortlich für 2,3 Prozent des amerikanischen Sozialprodukts. 1990 waren es noch fünf Prozent.
Die drei großen Us-Hersteller beschäftigten im September noch 127.000 Arbeitnehmer an den Bändern – nach 151.000 zum Jahresbeginn. Bei den Zulieferern arbeiten noch 415.700 Arbeitnehmer nach 490.000 zu Jahresbeginn, berichtet das US-Arbeitministerium.
Allein seit 2000 hat General… weiter lesen
24.10.2008 von Ben Gerten
Mein Freund Erwin hat schon vor zehn Jahren gesagt, die Autoindustrie wird zur Altindustrie. Jetzt ist es soweit. Die Anzeichen:
- Daimler bewertet seinen 20 Prozent-Anteil, den es nach der gescheiterten Fusion noch an Chrysler hält heute mit 0 Euro, der Autokonzern Chrysler ist also wertlos.
- General Motors und Ford sind an den Börsen jetzt so viel wert wie Ende der vierziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Ihre Verkäufe in Europa sind im September um 18 bzw. elf Prozent zurückgegangen.
- Die BBC berichtet, der Verkauf an Autos in den USA sei allein im September um 27 Prozent zurückgegangen.
- In Europa ist der Verkauf von Autos von Juli bis September um acht Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Das sind die niedrigsten Werte seit 1998.
- BMW verkauft sogar dreissig Prozent weniger Autos in den USA als vor einem Jahr, in Europa minus 15 Prozent.
- Daimler-Chef Zetsche nennt die ganze Entwicklung… weiter lesen
27.08.2008 von Ben Gerten
Manchmal ist ein solcher Gehaltsvergleich ganz instruktiv. Die Zahlen in Millionen Euro stammen jeweils von der Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz:
Name Unternehmen 2005 2007
Ackermann Deutsche Bank 11,9 14,0
Zetsche Daimler 3,75 10,0
Reizle Linde 9,7 (alle Vorstände) 8,1 (allein)
Kleinfeld Siemens 3,3 6,1
Frenzel TUI 3,5 4,5
Mayrhuber Lufthansa 1,3 2,7
Wennemer Continental 1,9 3,7
Frau Prokop wäre jeweils noch zu überzeugen gewesen, dass die Arbeit der Bosse im Jahr 2007 so deutlich besser war.