Posts Tagged ‘Deutsche Bank’

18.11.2010 von Ben Gerten
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90 Milliarden Euro – wer hat sie den Iren geliehen?

von Ben Gerten

Frau Prokop hätte seit Tagen nach der wichtigsten Detailinformation der Woche gesucht: Wer in Deutschland hat eigentlich den Iren mehr als 100 Milliarden Euro geliehen. In der Press ist immer nur die Rede von 103 Milliarden Euro, mit denen die Iren in Deutschland in der Kreide ständen – aber keine Details.
In der Donnerstagsausgabe hat das Handelsblatt einen ersten Versuch gemacht, die Gläubiger zu identifizieren. Auf Seite 6 der Zeitung gibt es eine Liste, aus der die Gläubiger für rund 13 Milliarden Euro hervorgehen. Vorneweg die Hypo Real Estate mit über zehn Milliarden Euro. Ihre Tochter Depfa, die sie ins Verderben gerissen hat, hatte ihren Sitz in Dublin.

Die Deutsche Bank ist mit gut 300 Millionen dabei, die Commerzbank mit unter hundert Millionen Euro, einige Landesbanken mit jeweils einigen hundert Millionen Euro.

Doch 90 Milliarden Euro fehlen.

Auf der Titelseite des Handelsblattes heißt es: “Banken und Versicherer fürchten… weiter lesen

08.03.2010 von Ben Gerten
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Stoppt die Investmentbanker!

von Ben Gerten

Investmentbanker nutzen das preiswerte Geld der Notenbanken, um damit gegen Regierungen zu spekulieren und die angeschlagenen Volkswirtschaften auszunehmen. Zu der Überzeugung sind in den vergangenen Wochen der Griechenland-Krise immer mehr Regierungen gelangt. Die EU-Kommission will deshalb künftig einen Teil der Zockergeschäfte verbieten. Vertreter der Deutschen Bank, amerikanischer und britischer Großbanken haben sich vor dem Wochenende mit der EU-Kommission getroffen um solche Verbote doch noch abzuwenden. In Berlin kündigte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble an, dass er ungedeckte Leerverkäufe, mit denen Börsenprofis auf niedrigere Kurse spekulieren, gesetzlich verbieten lassen will.
Ärgerlich sind die Aktivität der Banken und anderen Spekulanten vor allem vor dem Hintergrund, dass die Bundesregierung zum Beispiel mehr als das Doppelte des Eigenkapitals aller deutscher Banken (240 Mrd. Euro) als Garantien für den deutschen Bankensektor bereitgestellt hat, wenn man der FAZ glauben mag.
Die Financial Times berichtete am Samstag, dass die griechische Regierung Hedgefonds vom Kauf neuer griechischer Staatsanleihen… weiter lesen

26.02.2010 von Ben Gerten
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Banken und Produktinformationsblätter II – Schneckentempo, zweiter Gang

von Ben Gerten

Heute morgen hat der Bankenverband (BDB) einen ganz ordentlichen Entwurf für ein Produktinformationsblatt präsentiert. Das meinen wohl selbst Verbraucherschützer http://news.google.de/news?q=Produktinformationsblatt&um=1&ie=UTF-8&sa=N&hl=de&tab=wn .
Die entscheidende Frage ist nun, ob diese Blätter nicht nur die richtige Information auf wenig Raum bieten und den Vergleich zwichen unterschiedlichen Anlagen erlauben, sondern vor allem, ob sie in der Praxis der Banken eingeführt werden. Hans-Joachim Massenberg vom Bankenverband eierte an dieser Stelle ziemlich: Die Mitgliedsbanken seines Verbandes (Deutsche Bank, Commerzbank, Postbank , HVB und andere) wollten die Blätter “sukzessive” einführen für die Produkte, die “aktiv vertrieben werden”, so seine Formulierung. Auf Nachfrage räumte Massenberg ein, man müsse jetzt die Mitgliedsunternehmen bearbeiten. Die Einführung sei mit Sicherheit “nicht zum 31. August 2010 abgeschlossen”.
Zugutehalten muss man die Privatbankern, sie haben nach monatelanger Verzögerungstaktik im Verband mal was vorgelegt. Ohnehin hatte das BDB-Mitgliedsunternehmen ING-Diba schon vor Monaten gute Produktinformationsblätter einfach praktisch eingeführt.
Volksbanken und Sparkassen rennen… weiter lesen

26.02.2010 von Ben Gerten
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Produktinformationsblätter

von Ben Gerten

Heute morgen um zehn Uhr will der Bundesverband Deutscher Banken die Produktinformationsblätter vorstellen, die schon die alte Bundesregierung von den Bankern verlangt hatte. Nach monatelangen Blockaden und internem Streit (die Mitglieder ING Diba und die Deutsche Bank waren mit eigenen Entwürfen vorgeprescht) mußte es jetzt ganz schnell gehen. Die Einladung zur Pressekonferenz erfolgte nicht einmal 24 Stunden vorher.
Aber darauf kommt es nicht an hätte Frau Prokop gesagt. Entscheidend ist, dass die Produktinformationsblätter künftig die wesentlichen Eigenschaften, Chancen und Risiken sowie die Kosten einer Geldanlage für den Kunden vergleichbar und standardisiert auf zwei Seiten zusammenfasst. Denn nur wenn die Kunden vergleichen können, gibt es einen Markt. Und nur wenn es einen Markt gebe, könne der Staat darauf verzichten, eine Mindestqualität der Produkte einfach vorzuschreiben.
Anlass genug für staatliche Aktivitäten haben die Banken mit dem Nepp und Fehlberatung der vergangenen Jahre gegeben.

16.01.2010 von Ben Gerten
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Obama will Deutsche Bank zur Kasse bitten

von Ben Gerten

US-Präsident Barack Obama will die Banken für die Kosten der Finanzkrise bezahlen lassen. Obama präsentierte einen Plan, mit dessen Hilfe er in denn kommenden 12 Jahren mindestens 117 Milliarden Dollar zusätzlich von großen Finanzinstitutionen in den USA zurückholen will. In einer kämpferischen sechs Minuten Rede im Weißen Haus kündigte der Präsident an, angesichts hoher Gewinnen und obzöner Boni jeden Cent bei den Banken zurückholen zu wollen http://bit.ly/7opoLS .

Ziel sind die großen US-Banken, aber auch europäische Banken mit einem größeren Geschäft in den USA. Aus Deutschland gehören die Deutsche Bank und die Commerzbank zu den Geldinstituten, die zur Kasse gebeten werden sollen.

Gleichzeitig ermutigt Obamas Truppe ausdrücklich die Partner und Verbündeten, mit eigenen Steuerplänen bei den großen Finanzinstituten auf die Jagd nach den Euros und Dollars zu gehen, die es zur Finanzierung der Krisenkosten braucht.

Frau Prokop hätte gesagt, na ja die Amerikaner sind schuld. Aber… weiter lesen

18.02.2009 von Ben Gerten
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55 Milliarden Euro weg

von Ben Gerten

55 Millarden Euro sind der deutschen Zertifikatebranche in den vergangenen 15 Monaten abhanden gekommen. Damit ist die Branche um etwa 40 Prozent geschrumpft, meldete die FAZ am Dienstag.

Ins öffentliche Bewußtsein gerückt ist die Branche im September mit der Pleite der amerikanischen Lehman Brothers Bank. Banken und Sparkassen hatten Zertifikate der Lehman Brothers an ihre Kunden verkauft. Mit der Pleite der Bank waren diese Zertifikate für die Kunden wertlos geworden.

Dabei: Lehman Brothers ist auf dem deutschen Zertifikatemarkt kein großres Licht gewesen. Die Bank lag mit ihren Wertpapieren auf Platz 31 der größten Emittenten. Marktführer bei den komplizierten Wertpapieren ist die Deutsche Bank,  die mehr als ein Viertel des deutschen Marktes beherrschte.

Eigentlich sind Zertifikate Wetten auf dem Finanzmarkt. Der Anleger stellt der herausgebenden Bank sein Geld für diese Wetten zur Verfügung. Der Wettpartner ist dabei also die Bank, die das Zertifikat herausgibt. Das Risiko für den Kunden ist erstens, dass er… weiter lesen

31.01.2009 von Ben Gerten
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Durchschnittsbonus auf 112.000 Dollar gefallen

von Ben Gerten

New Yorks Bankiers haben 2008 ein hartes Jahr hinter sich. Die Investmentbanker, die ihr ganzes Land in den Ruin getrieben haben und den halben Restglobus dazu, bekamen im Schnitt nur noch 112.000 Dollar an Boni für das Jahr, 18,4 Milliarden Dollar insgesamt. 2007 waren es für die 160.000 Bankiers noch im Durchschnitt 177.000 Dollar gewesen und 2006 sogar 190.000 Dollar, berichtet die New York Times über Ermittlungen des State Comptoller of New York.
Und es kann noch schlimmer kommen für die Bankiers. Präsident Barack Obama hat sich auf sie eingeschossen und als erste symbolische Geste mal den Kauf eines neuen 50 Millionen Dollar Firmenjet für Citibanks Topmanager hintertrieben. Der Generalstaatsanwalt von New York, Andrew Cuomo, prüft gerade, ob zwischen vier und fünf Milliarden Dollar an Boni, die Merrill Lynch im Dezember vor der Übernahme durch die Bank of America noch an Mitarbeiter ausgezahlt hatte, zurückgeholt werden können.
Hintergrund:… weiter lesen

17.09.2008 von Ben Gerten
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Hilmar Kopper hat keine Zertifikate

von Ben Gerten

“Hart aber fair” am Mittwoch abend: Der ehemalige Chef der Deutschen Bank, Hilmar Kopper, wird gefragt, wie er selbst sein Geld anlegt. Koppers Antwort: “Konservativ”. Zertifikate habe er keine.

Solche Zertifikate sind im Kern Anleihen. Das heißt der Kunde gibt einer Bank Geld, dass diese für eine Wette an der Börse nutzt. Gelingt die Wette, profitieren Kunde und Bank, geht die Wette in die Hose, gewinnt nur die Bank.

Doch nicht nur die Wette kann für den Kunden verloren gehen. Das machte Kopper wenig später deutlich. Ein Zuschauer hatte geschrieben, er besitzen Fonds der Pleite gegangenen US-Bank Lehman Brothers. Alle stöhnten, doch Senior-Bankier Kopper stellte zu Recht klar: Wenn es ein Fonds ist, hat der Anleger Glück gehabt, der gehört ihm weiter und wandert nicht ins Insolvenzvermögen.

Anders bei einem Lehman Zertifikat: Da ist bei einer Pleite der Bank nicht nur die Wette verloren, sondern auch der komplette Einsatz des Kunden - bitter, so Kopper.… weiter lesen

01.09.2008 von Ben Gerten
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Private Altersvorsorge mit “enormem Timingsrisiko”

von Ben Gerten

Die Jungs von der Deutschen Bank halten sich ein Altersvorsorge-Forschungsinstitut. Das Institut (Deutsches Institut für Altersvorsorge) machte in der vergangenen Woche Schlagzeilen mit der Behauptung, private Altersvorsorge sei auf Dauer denn doch sicherer als die gesetzliche Rente. Heinz meinte nur, denen hätten sie wohl ins Gehirn geschissen.

Auch mir erschloss sich die Logik nicht so recht. Schließlich sind private Anlagen in Aktien zwar langfristig meist erfolgreicher, aber man kann eben auch Pech haben und zum falschen Zeitpunkt in Rente gehen müssen. Sicher ist was anderes.

Frau Prokop hätte in solchen Fällen gesagt: “Nachlesen!”. Und in der Tat. Das Nachlesen hilft. Auf den Seiten 58/59 der öffentlichkeitswirksamen Studie “Gesetzliche und private Altersvorsorge”  der Bank-Wissenschaftler Reinhold Schnabel und Adrian Ottnad finden sich die wissenschaftlich wohl unvermeidbaren Sätze:

“Bei einer Anlagedauer von weniger als 25 Jahren haben sich bei diesen reinen Aktieninvestments in manchen Perioden negative reale Renditen ergeben.”

Und wenig später dann:

“Die… weiter lesen

27.08.2008 von Ben Gerten
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Vorstandsgehälter einzelner Dax-Vorständen 2005 und 2007

von Ben Gerten

Manchmal ist ein solcher Gehaltsvergleich ganz instruktiv. Die Zahlen in Millionen Euro stammen jeweils von der Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz:

Name           Unternehmen             2005                              2007

Ackermann       Deutsche Bank                 11,9                                       14,0

Zetsche            Daimler                             3,75                                      10,0

Reizle               Linde                                 9,7 (alle Vorstände)                8,1 (allein)

Kleinfeld          Siemens                             3,3                                          6,1

Frenzel            TUI                                     3,5                                         4,5

Mayrhuber       Lufthansa                           1,3                                         2,7

Wennemer       Continental                         1,9                                         3,7

Frau Prokop wäre jeweils noch zu überzeugen gewesen, dass die Arbeit der Bosse im Jahr 2007 so deutlich besser war.