03.03.2010 von Ben Gerten
Das Bundestagspräsidium teilt mit, dass die CDU im Februar insgesamt 200.000 Euro an Spenden aus dem Firmengeflecht des Reinfried Pohl bekommen hat. Pohl, ein enger Freund von Ex-Bundeskanzler-Kohl ist Chef der DVAG, der größten Vertriebsfirma für Finanzprodukte in Deutschland.
http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/007/1700769.pdf
Frau Prokop hätte gesagt, na und. Und sie hätte darauf verwiesen, dass diverse ehemalige CDU-Granden sich ihren Ruhestand mit Ämtern im Firmengeflecht des Reinfried Pohl versüßen lassen. Und Frau Merkel sich in der BILD gern mit Herrn Pohl auf dem Sofa abbilden läßt.
http://blogs.taz.de/suche/?q=reinfried+pohl&absenden.x=12&absenden.y=7
http://www.focus.de/finanzen/news/allfinanz-ruhe-vor-dem-sturm_aid_146290.html
28.09.2009 von Ben Gerten
FDP-Chef Guido Westerwelle steht vor deutlichen Einkommenseinbußen. Der Abgeordnete, der bislang neben seinem ordentliche Diäten zusätzlich als Fraktionschef der Liberalen im Bundestag, als teurer Gastredner, als Aufsichtsrat der Arag Rechtsschutzversicherung und als Beiratsmitglied der größten deutschen Versicherungsverkäuferkolonne DVAG http://www.bundestag.de/bundestag/abgeordnete/bio/W/westegu0.html
http://www.dvag-unternehmensblog.de/2009/09/28/dvag-gratuliert/
regelmäßig größere Summen bezogen hat, wird sich als Außenminister auf ein insgesamt kleineres Salär einrichten müssen.
Wie auch die Grünen-Politikern Christine Scheel profitierte Westerwelle zudem vor einigen Jahren von der Großzügigkeit des Versicherungsriesen Hamburg-Mannheimer. Weshalb Westerwelle seine lukrativen Nebentätigkeiten gerade auf die Versicherungsbranche konzentriert hat, diese Frage wird ihn als künftigen Außenminister sicher durch die Legislaturperiode begleiten (Dank für solche Hinweise an das Handelsvertreter-Blog www.handelsvertreter-blog.de ).
Auch wenn die Einkommensgrenze für staatlich alimentierte Bankiers von 500.000 Euro Westerwelle kaum bekümmern dürfte, muss ein Bundesminister mit einem ordentlichen fünfstelligen Gehalt nicht am Hungertuche nagen.
Frau Prokop war immer für höhere Politikergehälter. Es sei doch nicht einzusehen, dass so mancher Sparkassenchef mehr verdiene als ein… weiter lesen
27.03.2009 von Ben Gerten
Der SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Struck ist eine Anhänger der Ampel. Nicht politisch, nur verbraucherpolitisch. Struck erklärte zum Beginn einer verbraucherpolitischen Tagung seiner Fraktion am Donnerstag in Berlin: “Die Ampel ist Zielrichtung, auch wenn das nicht so einfach ist.” Bei dieser Ampel geht es um die Kennzeichnung von Lebensmittel von gesund bis ungesund.
Kern der Tagung im Reichstag war allerdings die Auseinandersetzung mit den Konsequenzen der Finanzkrise. Die Sozialdemokraten wollten von den Experten wissen, was sie sich jenseits von besseren Dokumentationspflichten bei der Kundenberatung und verlängerten Verjährungsfristen bei Fehlberatungen noch vorstellen können. Die Antworten waren an einer Stelle eindeutig, der Provisionsorientierung bei der Beratung von Finanzdienstleistungen müsse ein Riegel vorgeschoben werden. Über die Frage, wie denn Marktwächter und ein Finanz-Tüv aussehen könnte, war hingegen nicht viel Klarheit zu erzielen. Beim Thema Provisionsorientierung wartete Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur von Finanztest, mit einem netten Beispiel zum Lernunwillen der Branche auf. Der der CDU nahe… weiter lesen
11.12.2008 von Ben Gerten
Klingeln und auf dem Sofa sitzen ist ihr Metier. Die Versicherungsverkäufer der Vertriebsfirmen DVAG und AWD verkaufen in jedem Herbst wieder Millionen von Verträge an alte und neue Kunden. Dabei können sie sich seit Jahren der Unterstützung der Politik gewiss sein.
Die DVAG hält bei der CDU Händchen, ihr Chef Reinfried Pohl ist seit Jahrzehnten mit Ex-Kanzler Helmut Kohl befreundet. Der AWD ist traditionell mit der SPD verbunden. AWD-Chef *natürlich Carsten* Maschmeyer bezahlte 1998 die berühmten Anzeigen: Ein Niedersachse muss Kanzler werden. Der AWD hat seinen Hauptsitz in Hannover. Später wurde Schröders Pressesprecher Bela Anda der Kommunikationschef des AWD.
In den vergangenen Wochen hat sich diese enge Liaison wieder deutlich gezeigt. Der AWD konnte Bert Rürup, den Vorsitzenden des Sachverständigenrates und langjährigen Rentenberater Nobert Blüms, Walter Riesters und… weiter lesen