Posts Tagged ‘Russland’

02.04.2010 von Ben Gerten
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Daimler schmierte systematisch

von Ben Gerten

Der Daimler-Konzern hat nach Recherchen von US-Behörden in 22 Ländern systematisch Offizielle geschmiert, um dort Geschäfte machen zu können.

Daimler erreichte jetzt, dass die US-Behörden das Verfahren für eine Buße von 185 Millionen Dollar einstellen. Künftig soll ein ehemaliger FBI-Boss die Sauberkeit der Geschäfte des deutschen Autobauern kontrollieren. Die US-Behörden hatten eine Rechtsgrundlage zur Verfolgung von Daimer, weil Daimler seine Aktien auch an US-Börden handeln läßt.

Spannend ist, mit welchen Ländern die Autobauer solche krummen Geschäfte gemacht haben. Auf der Liste der US-Behörden standen neben Russland, China, Kroatien, Ungarn, Griechenland, Lettland, Serbien, Bosnien und der Türkei auch Nord Korea,Turkmenistan, Indonesien, die Elfenbeinküste, Nigeria, Thailand, Uzbekistan, Vietnam und Ägypten. Auch vor dem UN-Programm Food for Oil im Irak schreckten die Schmiergeldzahler des deutschen Autobauern nicht zurück. Dort seien Kick-Back-Zahlungen an irakische Ministerien geflossen, heißt es in Berichten.

Frau Prokop hätte die Geschäfte mit dem UN-Food for Oil Programm auf Kosten der irakischen… weiter lesen

17.01.2010 von Ben Gerten
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Ende der Krise: Amerikaner kaufen keine Weihnachtsgeschenke, Russen keine Autos

von Ben Gerten

Wirtschaftliche Erholung, pah. Die Amerikaner haben im Weihnachtsmonat Dezember weniger Geld ausgegeben als in den Vormonaten. Die sogenannten Analysten hatten angesichts der großen Konjunkturprogramme hingegen eine Steigerung des Konsums zu Weihnachten erwartet. Jetzt wird nach Erklärungen gesucht und die Angst vor der Zukunft bemüht.

Die soll die Russen gar nicht erfasst haben. Die hätten bloß von ihren Banken keine Kredite mehr bekommen. Und so haben sie 2009 49 Prozent weniger Autos gekauft haben als im Jahr zuvor. Statt als zweitgrößter Automarkt Europas bei den Zulassungszahlen Deutschland auf den Fersen zu sein, haben die Russen 2009 nur 1,47 Millionen Neuwagen gekauft. Das berichtet Reuters aus Moskau. In Deutschland wurden mit der Abwrackprämie 3,8 Millionen Autos verkauft, nach 3,1 Millionen 2008.

Frau Prokop hätte die Stirn gerunzelt.  Und sich gefragt, wann endlich verlässliche Zahlen zum deutschen Weihnachtsgeschäft kommen. 

04.02.2009 von Ben Gerten
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Musterjournalismus in der “Welt”: Mit einer Quelle für die Atomkraft

von Ben Gerten

Die Wirtschaftredaktion der “Welt” hat pünktlich zum Beginn des Atomforums in Berlin die versammelten Atommanager mit Jubelartikeln begrüßt. Der Wirtschaftsteil startet mit einem Ein-Quellen-Artikel über das Scheitern der erneuerbaren Energien. Zitiert wird ausführlich aus einer Studie der Beratungsfirma A.T.Kearney, nach der die EU-Ziele für erneuerbare Energie wegen der Finanzkrise nicht mehr erreichbar seien. Die Beraterfirma A.T.Kearney hatte schon Ende Januar weniger Klimaschutz gefordert – für energieintensive Industrien müsse es Ausnahmen vom neuen CO-Zertifikate-Regime geben. Und im vergangenen Jahr hatte der Chef des Atomforums Walter Hohlefelder A.T. Kearney für eine Studie gelobt, die behauptete, dass Klimaschutz ohne Atomkraft nicht möglich sei.
Die Kerbe, in die die Redaktion zu schlagen hatte, war also bekannt. Und die “Welt” kommentierte die Studie denn auch gleich neben dem Artikel im Sinne der Atomlobby: “Womöglich hatten die sehr optimistischen Ausbauszenarien der Ökostrombranche nur einen Zweck: Sie sollten dem sich abzeichnenden Gesinnungswandel der Bevölkerung zurück zur… weiter lesen

09.12.2008 von Ben Gerten
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Noch legal: Investmentbanker und Autobosse

von Ben Gerten

Ex-Bundeskanzler Hemut Schmidt gewährt den Investmentbankern noch eine Gnadenfrist. “Ich habe über das Investmentbankiing gesagt, es sei bisher weitgehend legal gewesen,” so Schmidt im FAZ-Interview. Frau Prokop hätte bei der Einstellung für Einstellung plädiert, macht die Investmentbanken zu. Sie taugen nicht.

Auch der amerikanische Kongress hat mehr Geduld mit den Autobossen aus Detroit. Er will ihm nun doch eine Gnadenfrist gewähren. Repüublikaner und Demokraten haben sich darauf geeinigt, GM Ford und Chryler vorläufig 15 Milliarden Dollar Hilfe zu geben, damit sie über die Runden kommen. Der britische Economist aber hatte schon vor Wochen geschrieben, das Beste für die Industrie sei, wenn die Konzerne nicht über die Runden kämen.

Aus Sicht des Economist sind die US-Konzerne überflüssig, weil schon heute  die Chinesen (466.000 Neuwagen Im September), die Brasilianer (206.000), die Russen (179.000) und die Inder (119.000) mehr Autos kaufen als die Amerikaner. Deren Verkäufe seien mit 800.000 im Monat November auf den… weiter lesen

10.10.2008 von Ben Gerten
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Dow Jones fällt um 35 Prozent

von Ben Gerten

Dow Jones, der bekannte Index amerikanischer Aktien ist seit seinem Höhepunkt vor einem Jahr um mehr als 35 Prozent gefallen. Gestern erreichte der Stand 8580 Punkte, den niedrigesten Stand seit fünf Jahren. Amerkanische Sparer haben bei dieser Börsenentwicklung mehr als zwei Billionen Dollar an Altersvorsorgevermögen verloren.

Der Verlust an den Aktienmärkten wäre der schlimmste jährliche Verlust seit den dreißiger Jahren. Viele amerikanische Sparer haben deswegen aufgehört auf ihre Altersvorsorgekonten einzuzahlen, schreibt die USA Today.

Anderswo geht es nicht besser. Vor einem Jahr sprach vor allem die Investmentbank Goldman Sachs vom Erfolg der Bric-Staaten, Bric das sind Brasilien, Russland, China und Indien. Brasiliens und Chinas Aktienmarkt sind in den vergangenen Monaten um mehr als fünzig Prozent eingebrochen, Russlands Markt sogar um 60 Prozent und Indiens Markt um knapp fünfzig Prozent.

Frau Prokop steht inzwischen einigermaßen sprachlos vor den Kapriolen der Bankiers und Börsenmanager. Spinnen die denn?