Posts Tagged ‘taz’

18.04.2009 von Ben Gerten
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Sonia Mikichs kulturell-sexueller Zugang zur taz

von Ben Gerten

Enthüllungen auf der taz-Gala: Sonia Mikich, ARD-Redaktionsleiterin von Monitor ist der taz zwar seit 30 Jahren eng verbunden. So viel wußten viele. Aber Mikich, die am Freitag durch den Galaabend zum 30. Geburtstag der taz führte, machte den tazzlern und ihren Gästen ein Geständnis. Sie habe damals einen sexuell-kulturellen Zugang zur taz gehabt. Genauer gesagt, sei sie in einen  Taz-Fotografen verknallt gewesen und deshalb regelmäßig aus dem beschaulichen Aachen nach Berlin zur taz-Redaktion gereist.

Sonia Mikich und taz-Chefredakteurin Bascha Mika

Dort habe sie dann im taz-Labor ihre privaten schwarz-weiß Fotos entwickelt.

Die Verbindung mit dem Mann dauerte 18 Monate, die mit der taz 30 Jahre. Und immer dann, wenn es der taz auf dem Wege schlecht ging, habe sie sich um Zusatzabos bemüht. Einmal in der Frühphase habe sogar ihre Mutter dran glauben müssen, die sich eigentlich nur wenig für Politik interessieren.

Frau Prokop findet es toll, wenn eine Beziehung so lang hält wie die zwischen… weiter lesen

13.11.2008 von Ben Gerten
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Ist Gertrud Höhler unbelehrbar?

von Ben Gerten

Die Literaturwissenschaftlerin und Politikberaterin Gertrud Höhler (67) beschäftigt sich in der Mittwochsausgabe der BILD-Zeitung mit der Frage, ob Andrea Ypsilanti (SPD) unbelehrbar und damit für den Posten einer Ministerpräsidentin ungeeignet sei.

Frau Höhler ist als ehemalige Kohl-Beraterin hochqualifiziert für exakt diese Frage. Im vergangenen Sommer konnten die taz und andere Zeitung schreiben, dass die Professorin im Ruhestand Höhler eine ihr gehörende Wohnung in Zwickau an das dortige Wahlkampfbüro der NPD vermietet hatte. Frau Höhler leugnete kurz von der Vermietung gewußt zu haben, räumte die Fakten dann ein. Schließlich konnte der Mieter, der NPD-Abgeordnete Peter Klose, erklären, Frau Höhler habe den Mietvertrag persönlich unterschrieben.

Höhler schreibt heute: “Andrea Ypsilanti hat nicht verstanden, wie Macht funktioniert: Macht braucht Mitspieler. Gegenspieler müssen gewonnen statt überfahren werden.” Man fragt sich unwillkürlich – hält Höhler die NPD eigentlich für Gegenspieler, die gewonnen werden müssen? Nach Auskunft des Focus hat Höhler im vergangenen Sommer noch argumentiert:… weiter lesen

26.09.2008 von Ben Gerten
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Gesundheitsprotest mit Polizei-Kamera und taz-Abakus

von Ben Gerten

Endlos ist der Demonstrationszug, der sich am Donnerstag vom Berliner Hauptbahnhof am Kanzleramt vorbei zum Brandenburger Tor zieht. Eine solche große Demonstration hat die Hauptstadt lange nicht gesehen. So viele Leute versammeln sich vor dem Brandenburger Tor normalerweise nur zum Publik Viewing oder zu Silvester.

Doch diesmal demonstrieren Gewerkschaftler unterschiedlicher Provinienz gemeinsam gegen den Sparzwang im Gesundheitssystem. Von den Zielen der Demonstranten mag man halten, was man will. Jedenfalls ist die Demo riesig, friedlich und manchmal sogar kurzweilig.

Kurzweiligkeit und Trillerpfeifen allein reichen aus, um die Berliner Polizei zum Filmen zu reizen. Direkt vor dem Kanzleramt nimmt ein korpulenter Beamter ungeniert den Demonstrationzug mit seiner Kamera auf. Schwerhörig ist der Beamte auch, auf Nachfrage antwortet er überhaupt nicht. Schließlich eilt sein Vorgesetzter herbei, der stammelnd erklärt, die Dreharbeiten seien gerechtfertigt, weil die Demonstranten auf Trillerpfeifen Krach machen würden – und dies direkt vor dem Kanzleramt.

Hallo Frau Merkel, haben Sie… weiter lesen

28.01.2008 von Ben Gerten
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Mit Sartre, einem nützlichen Pfarrer und einem trotteligen Hotelier nach Tunix

von Ben Gerten

Die sechs Herren im Berliner taz cafe räsonieren über ihre Jugend. 22 waren sie damals, hatten gerade ein paar Semester studiert und empfanden die Monate nach dem Deutschen Herbst 1977 als nur noch trostlos und bleiern.

Einen letzten Versuch wollten sie damals wagen, schrieben ein Flugblatt über das Abhauen aus den Verhältnissen, zitierten die Bremer Stadtmusikanten (“etwas besseres als den Tod werden wir überall finden”) und trafen die Szene mitten ins Herz. Während sich die Verfasser des Flugblatts (gezeichnet mit Goscinny, Paris) noch in Schweden erholten, entstand zu Hause die Welle.

Tausende fühlten sich als Stadtmusikanten, eilten nach Westberlin. Der französische Philosoph Jean-Paul Sartre dachte laut über eine Reise von Paris nach Tunix nach, der Pfarrer einer evangelischen Gemeinde half, die TU Berlin für das Treffen “mit Sartre” zu mieten. Der Hotelier allerdings, bei dem die Organisatoren Zimmer für die französischen Gäste gemietet hatte, blieb auf den Zimmern sitzen. Die… weiter lesen