21.07.2009 von Ben Gerten
Die SPD hat Unterstützung im Wahlkampf bitter nötig. Als treuer Freund für die Genossen entpuppt sich dabei der schwedische Vattenfall-Konzern. Ohne die Reaktor und Kommunikationspannen der nordischen Atomstromer stünden die Genossen derzeit öffentlich im Hemd.
Nach der Faz, die vor zwei Wochen die Schließung von Krümmel forderte, ist jetz auch die BILD-Zeitung zum gleichen Ergebnis gekommen. Allerdings sieht Kolumnist Hugo Müller-Vogg die Bande noch enger. Der Grund: Für Vattenfalls-Anti-Atom-Wahlkampfhilfe soll der Vattenfall-Cheflobbyist Rainer Knauber mit dem Posten des SPD-Wirtschaftsministers in Saarbrücken belohnt werden.
Frau Prokop hätte nur gesagt, Knauber ist nicht Clement, das Saarland ja auch ein bisschen kleiner als NRW und Vattenfall deutlich kleiner als RWE. Ansonsten ist in Energiefragen ja schon immer auf die Genossen Verlass: Schröder-Gazprom, Müller-Ruhrkohle.
07.07.2009 von Ben Gerten
Manchmal verblüffen die konservativen Journalisten der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Heute zum Beispiel fordert Andreas Mihm im Wirtschaftskommentar der FAZ: “Wenn Vattenfall den sicheren Betrieb von Krümmel nicht garantieren kann, sollte es das 33 Jahre alte Atomkraftwerk besser abschalten.”
Frau Prokop hätte sich aus zwei Gründen gefreut. Erstens merkt auch die FAZ, dass die Stromkonzerne den sicheren Betrieb von Atommeilern nicht garantieren können. Unfd zweitens hat sie den euphemistischen Begriff Kernenergie endlich durch Atomkraft abgelöst.
08.01.2009 von Ben Gerten
In der Hauptstadt tobt gerade der Streit, beim wem die Stadt Berlin für ihre Gebäude und Anlagen künftig ihren Strom bezieht, bei Vattenfall oder bei einem ökologischen Anbieter.
Die Auseinandersetzung ist sympthomatisch für die Vernachlässigung von Ökothemen in Berlin.
Das DIW hat gerade die Bundesländer im Hinblick auf ihre klimafreundliche Energieversorgung untersucht und dabei Berlin bei der Nutzung erneuerbarer Energien auf den letzten Platz gesetzt. Bei der ökologischen Technologiepolitik landet Berlin auf Platz 13 und insgesamt reicht es für die vorletzten Platz. Brandenburg spielt hingegen in allen Kategorien vorn mit und trägt auch den Gesamtsieg davon.
Frau Prokop erinnert das an die schönste Geschichte über Berlins ökologisch dicke Lippe. Im November 1994, vor dem ersten Klimagipfel in Berlin, beschloss das Abgeordnetenhaus von Berlin die Einführung einer kostendeckenden Solarstromvergütung. Die Bewag weigerte sich jedoch diese einzuführen. Es fanden immer wieder ergebnislose Verhandlung zwischen Senat und dem Vattenfall-Vorgänger Bewag statt. Ein… weiter lesen
27.07.2007 von Ben Gerten
Die Grünen sind perfide. Sie haben mit einer geschickten Personalpolitik in den acht Jahren Rot-Grün für den langfristigen Atomausstieg vorgesorgt. An die entscheidenden Schaltstellen haben Trittin und Co. alte Atombeamte heran gelassen, die im Zweifel zur richtige Zeit immer für einen Störfall gut sind.
Zwei der einst beamteten Risikoträger sind in den vergangenen Wochen bei Vattenfall aufgefallen und rausgefallen. Bruno Thomauske, der für die Atomkraftwerke des schwedischen Konzerns direkt zuständig war, hat sich früher beim Bundesamt für Strahlenschutz 20 Jahre lang um Atommüll-Zwischen- und Endlager gekümmert. Als 2003 die Zwischenlager an den Atomstandorten genehmigt waren, konnte er endlich ans Geld verdienen denken und beim Energiekonzern Vattenfall in Leitungsposition anfangen (http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/export/konzerne.html). Sein Chef, Klaus Rauscher, ist bekannt für seine Vorliebe für klassische Musik und Bürokraten . Klaus Rauscher war einst Leiter der Staatskanzlei beim CSU-Ober-Amigo Max Streibl und bayrischer Landesbanker. Vatt en Fall, hätte… weiter lesen