Die heutigen Pressemeldungen auf den Homepages von Spiegel, Welt und FAZ lesen sich merkwürdig einförmig, nur Ludger Schulze in der Süddeutschen hat bis auf Weiteres die Traute, eigene Gedanken zu formulieren. Was vor allem irritiert, ist die allzu große Bereitwilligkeit, Dejagahs “private Gründe” sofort für antiisraelisch oder antisemitisch zu erklären, ohne etwas Genaues zu wissen. Und wären “politische Gründe” falsche Gründe? Es ist schön, dass man Dejagah mitteilt, für seinen und den Schutz seiner Eltern werde in Deutschland gesorgt. Das Mykonos-Attentat ist ja auch schon 15 Jahre her. Den ermordeten kurdischen Exilpolitikern hat man vorher sicherlich keine Versprechungen über ihre Sicherheit gemacht, die dann nicht eingehalten werden konnten. Was mit den Verwandten oder Freunden Dejagahs geschehen könnte, die noch im Iran leben, scheint überhaupt keine Rolle zu spielen. Wer Deutscher sein will, darf seinem alten Leben nicht nachweinen.
Wenn jemand beschlösse, lieber nach Frankreich als nach Israel in den… weiter lesen
Archive for Oktober 9th, 2007
09.10.2007 von