Kleine Vorwarnung: in der morgigen Printausgabe erscheint eine ganzseitige Anzeige der Bild-Zeitung, auf der sich Chefredakteur Kai Diekmann selbst feiert: “BILD ist wirklich offen. Selbst ein Genosse der taz kann hier Chefredakteur sein.” Der Branchendienst meedia kommentiert: “Wer gehofft hatte, dass die endlosen Kabbeleien zwischen Bild-Chefredakteur Kai Diekmann und der taz mit dem Auslaufen von Diekmanns viel beachtetem Webblog vorbei sind, hat sich getäuscht. (…) Offenbar hat sich der Bild-Chef trotz Weblog noch immer nicht an der taz abgearbeitet.” Wie schon ihre Hauswand für eine künstlerische Langzeittherapie stellt die taz natürlich auch ihre bezahlten Anzeigenplätze für das psychotherapeutische Work-Out des geplagten BLID-Chefs gern zur Verfügung – und bittet ihre LeserInnen vorsorglich um Verständnis…

PS: Wer auch mal groß in die taz möchte: Eine ganzseitige, vierfarbige Anzeige kostet 11.997 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. Dafür bieten wir die Aufmerksamkeit einer sehr interessanten Leserschaft (PDF) – und kleinere Anzeigen gibt es auch schon für kleineres Geld (PDF). Weitere Informationen und Beratung gibt es bei unserer Anzeigenabteilung.
anonym says:
Och neee, muss das denn sein? Auf welcher Seite gibt es die Anzeige denn, damit ich die wenigstens nicht auf versehen beim Frühstück erwische
März 24th, 2010 at 19:01
Mat says:
Haha, Super!!
Fast 12000 Euro fürs Ego bezahlt und eine kleine Finanzspritze für die taz. Ich finds super und werde morgen beim Frühstück nochmal herzlich lachen. Und wahrscheinlich gleich über alle, die hier nörgeln, dass die taz ja sowas nicht machen könnte und sie ihr Abo kündigen wollen und … blah, blah, blah.
MMD
März 24th, 2010 at 19:06
Diekmann führt gegen TAZ « Nils Exner bloggt says:
[...] ist die nächste Stufe erreicht und BILD schaltet eine einseitige Werbeanzeige in der TAZ! Und auch wenn die TAZ darauf recht souverän reagiert und die Anzeige schaltet, muss man sagen: [...]
März 24th, 2010 at 19:26
Boris K. says:
Ich finde es doch eher enttäuschend. Das ist und bleibt Propaganda für ein reaktionäres Hetzblatt, das die 12.000 Euro locker wegstecken kann. Vllt. hättet ihr wenigstens 12.000.000 Euro rausschlagen können …
März 24th, 2010 at 20:07
Kirk says:
Vorbildlich wie Genosse Diekmann vom schmutzigen Springer-Geld wenigstens ein bißchen für die taz abzweig1. Dass irgendein Leser sich eine neue Meinung über Bild bildet steht ebenfalls nicht zu befürchten – das Blättchen ist so dumpf & demagogisch wie je zu vor. Dass die taz so offen ist, selbst einen “Schmierfinken” wie KD in ihrer Genossenschaft zuzulassen, ändert am Bild-Niveau nämlich nichts…
Cheers!
März 24th, 2010 at 22:26
Dr. Harald Wenk says:
Neben der finzstabilisierenden 12 000 € Spende holt Herr Diekamm seine Leserschaft wohl da ab, wo sie stehen. villeicht bringt er sie ein wenig in Richtung Machtgewinnung für links. In einer Massendemokratie zählen doch tatsächlich nur Quantität und nicht die Qualität der Stimmen. Da ist vielleicht mehr und schneller “was zu machen”, als man glaubt. Die Anhäufung immenser Summen “privater” Denknachlässigkeiten beim nicht nur politischen Erleben und Denken könnte durch einen “Spinglasseffekt”, der schnellen gemeinsamen Ausrichtung ungeordneter Magnetpole, sehr schnell stupifizierende Verhältnisse ändern.
März 25th, 2010 at 00:51
jesus says:
Ich mag diese Kappeleien zwischen Kai Diekmann und der taz immer mehr, zeigen doch beide Seiten einen gewissen Selbsthumor (ja, auch bei Kai Diekmann sehe ich Selbsthumor).
Über die Qualität der BILD muss man nichts sagen, zweifellos jedoch ist Kai Diekmann ein durchaus intelligenter Mensch.
März 25th, 2010 at 01:22
Floda Nashir says:
Ich dachte auch erst: Ojeh! Wieso denn das?
Aber wieso eigentlich nicht? Befürchtet jemand ernsthaft, dass die Werbung Früchte trägt und Leser von der Taz zur Bild wechseln? Zeigt sie doch tatsächlich, dass die Taz die offene Zeitung ist: Klein-Kai darf Genosse sein und sein Geld einzahlen und sogar narzistische Werbung machen, in der er sich mit Rotfront-Faust lächerlich macht.
März 25th, 2010 at 08:26
Cptz says:
Geld stinkt manchmal doch.
März 25th, 2010 at 08:26
Icke says:
Glückwunsch TAZ zu den 12.000 Euro. Und Glückwunsch Kai Dieckmann zu diesem PR-Geniestreich. Der ganze Blätterwald rauscht! Auf Facebook, Twitter und Co. wird dieses Motiv in hoher Frequenz gepostet und weitergeleitet. Nach dem 100-Tage-Dieckmann-Blog ein weiterer Coup von diesem Herrn, der die Taz scheinbar nach Belieben wie ein Sau durchs Dorf treibt. Alle Achtung…!
März 25th, 2010 at 10:11
E.T. says:
Werbung in Bild-Manier:
So viel Text und so wenig Inhalt.
Von mir aus kann er jeden Monat eine Anzeige schalten…Wenn’S Euch hilft…!
März 25th, 2010 at 12:43
Blindschleiche says:
Für 12.000 EUR die Seele verkauft, da kann ich mit der Änderung meines Abos auf den politischen Preis ja noch ein wenig warten.
März 25th, 2010 at 13:50
Klaus Farin says:
Super! Von mir aus täglich so eine Anzeige! Es erhöht das Lesevergnügen und sichert die Existenz der kleinen Alternative zu Bild & Co. Und wer glaubt, taz-LeserInnen ließen sich durch eine Anzeige in Bild-Renegaten verwandeln, der glaubt auch, dass Killerspiele zu Amokläufen führen. Und die lesen eh Bild und Spiegel.
März 25th, 2010 at 13:52
M says:
Ich saß in der Sonne im Park und trotz Kampf mit dem Wind habe ich erfolgreich die heutige taz gelesen. Die Anzeige hat mich zum Lachen gebracht, danke, da beweisen beide Seiten dass sie erwachsen geworden und doch kindisch geblieben sind. So soll es sein!
März 25th, 2010 at 13:59
Genosse Martin says:
Als ich heute morgen (nicht vorgewarnt) die taz das zweite mal umgeblättert hatte, war ich wütend.
Zum Glück nur für wenige Sekunden, dann setzte sich das Lächeln durch.
März 25th, 2010 at 14:06
Genosse says:
Kann Herr Diekmann gerne öfter machen. Dann ist mein (und auch sein) Genossenschaftsanteil vielleicht auch irgendwann wieder 100% wert.
März 25th, 2010 at 14:11
borelius says:
werde sofort taz-Abo kündigen und Bild abonnieren
März 25th, 2010 at 14:13
Ire says:
Es ist doch eher um gekehrt: die TAZ ist offen, weil ein BILD-Schreiberling taz-Genosse sein darf…!!
März 25th, 2010 at 14:15
GZ says:
Vielleicht sollte ich die taz-Genossenschaft verlassen. Möchte mit diesem Diekmann nicht im gleichen Verein sein!
März 25th, 2010 at 14:21
Thomas says:
super, das sind etwa 27 Jahresabos. Soll er machen, so häufig er möchte.
An die Entsetzten: wenn ihr meint, eine solche Anzeige wäre ein Problem, dann stimmt irgendwas mit der Leserschaft nicht, denn dann wäre die zu leicht zu um-werben. Glaub ich nun wirklich nicht.
März 25th, 2010 at 14:22
kuec says:
Ich würde mir dann Sorgen machen, wenn die taz eine Anzeige in der Bild schaltet. Diekmann führt sich doch selber vor und merkt es noch nicht mal.
März 25th, 2010 at 14:27
Alexander Riemer says:
Wieso eigentlich keine taz-Anzeige in der Bild.
Fände ich super! Vielleicht können wir ja noch jemanden retten. Und das Geld hätten wir ja jetzt auch dafür.
März 25th, 2010 at 14:36
ThomasC says:
Was mich in Sachen Bild viel mehr ärgert, daß wir den unseren klaren Spitzenplatz in Sachen Seite-1-Schlagzeilen-Pokal längst verloren haben – manchmal sogar an die Bild. Zwar nicht inhaltlich, aber biederer und angepaßter als bei unserer taz geht’s fast nimmer.
Warum war das früher anders? is der Redaktuer weg?
Aber warscheinlich ist das eine andere Diskussion.
März 25th, 2010 at 14:38
Farina says:
Farina
Umgekehrt, wird ein Schuh draus! Ich schließe mich Ire’s Sicht der Dinge an.
März 25th, 2010 at 14:39
Commie says:
Daß Semler,taz,Diekmann,Herterich und Schmierer eine rote Kampffront bedeuten, ist doch schon seit langem kein Geheimnis.
Rot Front Commie
März 25th, 2010 at 15:04
Icke says:
@ GZ
Es sind Leute wie du, völlig humorbefreit, verbissen und anämisch, die Dieckmann das Feld für seine Spaßoffensiven bereiten. Erst durch solche pingligen Reaktionen entsteht die Motivation, immer wieder in der nie verheilenden Wunde herumzustochern. Das macht mir als externen Beobachter dieser fantastsichen Scharmützel einen ungeheuren Spaß. Mensch TAZ, nimm dich nicht zu ernst, zieh den Stock aus dem Allerwertesten und hab Spaß am Leben! Dieckmann hat ihn doch auch – und dank euch noch viel mehr!
März 25th, 2010 at 15:12
torsten heydrich says:
Mehr kann man von einem Genossen nicht erwarten! 12.000,- Euro als Spende für die Selbstbeweihräucherung. Als PR Massnahme total sinnlos. Diekmann hat seine eigne Marktforschungsabteilung nicht konsultiert! 98% der Bildleser und das zugehörige Marktpotential werden diese Anzeige NICHT sehen!!! Ob das schade ist, lasse ich mal im Raum stehen. Aber die 12.000,- Euro auf dem Konto stehen ausser Zweifel —-von daher: mehr solche Anzeigen!
März 25th, 2010 at 15:48
Guenther says:
Diekmann, Porsche, BMW, EON, die Bundesregierung und wer noch alles sollen ruhig massenhaft in der TAZ werben! Aber diese Seiten sind für uns Leser verlorene Seiten. Daher sollte die TAZ einfach für die zusätzlichen Einnahmen ein Blatt mehr einfügen. Dann regt sich auch kein Genosse mehr auf. Aber so ärgerts immer wieder.
Liebe Grüße vom Abonennten der ersten Stunde
März 25th, 2010 at 16:38
B-like-Berlin says:
Nur wenn ihr euch aufregt freut es ihn.
März 25th, 2010 at 16:52
Ingeborg says:
Na ja, wenn er bezahlt hat, und all zu viel Text ist ja auch nicht verschwendet worden, wieso nicht.
So lange die Readktion der Taz nicht die übrigen Gepflogenheiten, Halbwahrheiten, Unwahrheiten übernimmt, stört mich das nicht.
März 25th, 2010 at 16:56
alfredo36 says:
Folgt man den Zweckmkäßigkeitserwägungen in manchen Kommentaren, können genausogut Anzeigen von Daimler, BMW, Novartis, BASF, BAYER, Eon, Vattenfall geschaltet werden, denn die taz-Leser sind für derartige Werbung ja nicht empfänglich. Bald wird das dann auch für den redaktionellen Teil gelten, denn die Leser der taz lassen sich ja …
Die taz beginnt den folgerichtigen Weg von der kargen Unabhängigkeit bergab, wie das bisher bei allen Blättern mit hohem Anspruch der Fall war. Es geht ja schließlich um Arbeitsplätze, was alles und wirklich alles zu rechtfertigen scheint.
Und das alles bei einer Redaktion, die davor zurückschreckt, sich dafür einzusetzen, daß´sich Bürger in den Partein in Massen ihre Bürgerrechte einfordern. Vgl. http://www.alfredmayer.de.
März 25th, 2010 at 17:14
Rolf W. says:
Die eine Seite: Jetzt reiht sich die taz in die Reihen von Alice Schwarzer und all den anderen “Intelektuellen” ein, die sich bezahlen lassen, um für das Menschenhasserblatt BILD Werbung zu machen.
Die andere Seite: Ich habe die Anzeige mit Spaß an der Kabbelei zwischen BILD und taz heute Morgen unvorbereitet gesehen. Eine große Gefahr sehe ich nicht, dass jetzt die taz-LeserInnen massenhaft zur BILD wechseln werden – vergleicht einfach mal die Auflage und die Verbreitung. Einfach nett, was in unserer Presselandschaft los ist. Besser als SUV-Werbung auf jeden Fall.
März 25th, 2010 at 17:18
Gerhard says:
Sehr generös von Herrn Döpfner, daß er seinem Adlatus erlaubt auf Kosten der Firma das Ego zu pflegen. Nicht jeder hat solch einen gütigen.
Ansonsten, noch mehr Anzeigen von Diekmann. Der Bilanz tut es gut
März 25th, 2010 at 17:27
Norbert Vogelpohl says:
Es wird Diekmann nicht gelingen, auf diese Weise neue LeserInnen für seine Blind-Zeitung zu gewinnen.
Norbärt
2010-03-25
März 25th, 2010 at 17:50
Rüdiger Schwarz says:
Wenn ein/e tazleserin sich von einer solchen Anzeige zum Lesen der Bildzeitung überreden lässt, sollte er/sie sich fragen, warum er/sie die taz liest.
schöne Grüße
März 25th, 2010 at 17:52
Annalis says:
am besten jeden monat eine anzeige zu dem preis, dann könnte die taz vielleicht noch etwas aufwändiger und tiefgründiger recherchieren.
Honi soit qui mal y pense…
März 25th, 2010 at 18:32
Fischkopp says:
Wenn Ihr es schon fuer nötig haltet, Euch per “Vorwarnung” im Voraus fuer diese Werbung zu entschuldigen, frage ich mich doch, warum Ihr sie nicht einfach abgelehnt habt?
Wenn ich mich recht erinnere, war die taz frueher mal stolz darauf, sich aus dem Abo/Kioskverkauf zu finanzieren und nicht aus Anzeigen. Hat sich das jetzt geändert, so dass Ihr auf diese 11.997 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer angewiesen seid?
März 25th, 2010 at 20:11
Genosse Thomas Havelland says:
Dieckmann und Taz ist eigentlich ok.
Weitergedacht bezüglich Anzeigenschaltungen.
Würde die Taz z.B. eine zweiseitige Anzeige von Vattenfall, Heckler & Koch, NPD,… abdrucken? Super Konditionen natürlich vorausgesetzt. Wenn ja (stellenweise schon geschehen) haltet Ihr es für möglich noch unabhängig zu berichten?
Antwort würde mich freuen!!
März 25th, 2010 at 20:17
Philipp Horn says:
Lieber TAZler!
Habt Ihr das nötig?Es ist ja nix neues,daß Ihr gerne mal Eure Leser provoziert.Aber muß es so billig sein?Nur 12.000,00€?
Das zahlen die ja aus der Kaffeekasse!
Wenn schon,dann muß doch mehr rumkommen bzw. sollte es doch etwas orgeneller sein!
Aber vielleicht seit Ihr ja doch so arm,daß Ihr das Geld so nötig habt?!Dann bin ich gerne bereit eine kleine Sammlung zu veranstallen!!
Schöne Grüße aus dem Badischen
Philipp Horn;Karlsruhe
März 25th, 2010 at 20:29
GZ says:
@ Icke
Kennen wir uns?
Oder warum wagen Sie es mich zu duzen und dann auch noch als “humorbefreit, verbissen und anämisch” zu bezeichnen?
März 25th, 2010 at 21:19
Jürgen Martens says:
Mit einer Anzeige wird ein Platz für Geld verkauft keine Seele. Weitere BILD-Anzeigen sind willkommen, Anzeigenplätze sollten – abgesehen von strafbaren oder absolut unmoralischen Inhalten – nicht einer Zensur unterliegen, durch wen auch immer.
Schöne Grüße aus Oldenburg
Jürgen Martens
März 25th, 2010 at 21:30
S. Heiser says:
@Guenther: Anders herum wird ein Schuh draus! Die Anzeigen fressen keinen Platz in der taz, sondern sie ermöglichen den Umfang der taz überhaupt erst. Über Anzeigen kommen etwa zehn Prozent der Einnahmen herein. Wenn wir dieses Geld nicht hätten, müssten wir also zehn Prozent sparen: Es gäbe weniger Redakteure und weniger Geld für Druckkosten – also weniger Platz in der taz.
März 25th, 2010 at 21:31
Rolf Alterauge says:
Rolf meint:
Ja, die Anzeige von Diekmann ist gut gemacht. Und er weiß, daß er damit keine TAZ-Leser zu BILD bringt. Aber er bringt sein Blatt in aller Munde und die WEB-Foren. So gesehen,war es für BILD eine verdammt billige, weil äußerst effektive Werbung.Für alle TAZ´ler/innen bedeutet das: Von BILD-Diekmann lernen, heißt siegen lernen!!
März 25th, 2010 at 21:38
anne says:
Mir wurde übel, als ich die anzeige gesehen habe, richtig übel.
Ob das lesen der vorwarnung über die anzeige etwas geändert hätte, weiß ich nicht. Sie reinnehmen – glaube ich – sollte am meisten der leser-blatt-bindung dienen: aufregeung ist besser als ruhige zufriedenheit, beteiligung an der diskussion besser als schweigen, nach dem motto. Wichtigtuer allerorten, auch bei der TAZ. Lieber ein heißes blatt machen
als so was plattes heiß machen. Übel. anne
März 25th, 2010 at 21:44
Buchstabenfink says:
Geld stinkt nicht! Stinkt es wirklich nicht? “Genosse” Kai Diekmanns von geBILDeten Lesern ausgeBILDes Geld stinkt! Es stinkt nicht nur, sondern es vernebelt wohl auch die Gehirnwindungen einiger TAZ-Genossen, die da ernsthaft glauben, dass der hereingeBILDte Anzeigenerlös – wenn er sich denn auch noch häufiger, am besten täglich einstellen würde, die Arbeitsplätze der TAZ-Mitarbeiter sichere. Der “Genosse” Kai sollte sein TAZ-Trauma mal endlich überwinden! Und sich konsequent als “Genosse” abmelden! Und sein stinkedes Geld für sich behalten! Und sich mal die Frage stellen, wie man eine verantwortungsvolle Zeitung macht und unters Volk bringt!
Zuviel verlangt?
März 26th, 2010 at 02:04
Buchstabenfink says:
Geld stinkt nicht! Stinkt es wirklich nicht? “Genosse” Kai Diekmanns von geBILDeten Lesern ausgeBILDetes Geld stinkt! Es stinkt nicht nur, sondern es vernebelt wohl auch die Gehirnwindungen einiger TAZ-Genossen, die da ernsthaft glauben, dass der hereingeBILDete Anzeigenerlös – wenn er sich denn auch noch häufiger, am besten täglich einstellen würde, die Arbeitsplätze der TAZ-Mitarbeiter sichere. Der “Genosse” Kai sollte sein TAZ-Trauma mal endlich überwinden! Und sich konsequent als “Genosse” abmelden! Und sein stinkendes Geld für sich behalten! Und sich mal die Frage stellen, wie man eine verantwortungsvolle Zeitung macht und unters Volk bringt!
Zuviel verlangt?
März 26th, 2010 at 02:12
isthmus says:
Das eigentlich betrübliche ist doch, dass Diekmann hier nach Belieben Geschichtsfälschung betreibt, ohne dass jemand dies kommentiert. Denn die Chronologie der Ereignisse muss doch zu der Aussage führen, dass ein Bild-Chefredakteur sich als taz-Genosse eingekauft hat, nicht umgekehrt.
In ähnlich schludriger Weise die Bild-Zeitung in ihrer Berichterstattung vor…
März 26th, 2010 at 12:44
lena. says:
wie einsam und leer er sich doch unter seiner klientel fühlen muss, wenn er immer wieder vergeblich versucht mit der taz zu flirten.
März 26th, 2010 at 14:45
ini says:
@ alle
So, jetzt haben wir uns alle hübsch gegenseitig zerfleischt. Wie kriegen wir die Leserinnen und Leser nun wieder geeint? Gemeinsamer Feind. Ich hatte von der Mehrheit der taz-Gemeinde erheblich tiefere Kenntnisse der deutschen Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik und Formulierung erwartet. Erstaunlich, was man hier so alles liest.
März 26th, 2010 at 18:11
lena. says:
ja, genau. tiefere Kenntnisse der deutschen Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik und Formulierung sind das einzige, was zählt.
diekmann ist doch kein feind, er ist genosse! ist doch toll, dass er das im herzen seinem chefredakteursposten vorzieht.
März 26th, 2010 at 18:24
Hand&Fuß says:
Na toll, so lange die taz sich für genial hält, wenn sie sich für einige tausend Euro vor den PR-Karren des Un-Journalismus spannen lässt, kann ich ja getrost auf eine Aufstockung meines Genossenschaftsanteils verzichten.
Oder glaubt jemand, dass die Anzeige nur von taz-Lesern gelesen wird? Natürlich wird sie dazu dienen auch sonstwo für die Zwecke von Diekmann und Konsorten ausgeschlachtet zu werden. Die Bild “PR-Experten ” überlegen sich unterdessen, wie sie das nächste Mal die taz als Plattform missbrauchen können, um öffentlichkeitswirksam Wirbel zu entfachen.
War es nicht Tucholsky, der sagte: So tief sollt ihr niemals sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken!
März 27th, 2010 at 00:42
Der müde Joe says:
Jaa, find ich klasse, miteinander umgehen ist besser als Scheuklappen zu tragen. Außerdem bringt es der taz benötigte finanzielle Mittel. Natürlich ist die Diekmann-Zeitung Mist. Aber diese Anzeige habe ich mir etwas länger angesehen, die Arbeiterfaust, die ich an Honecker immer so lustig fand, die recht große Leere auf der Seite, hat mich angesprochen. Auf wen darf ich mich jetzt freuen? Helmut Kohl oder….????
März 27th, 2010 at 07:47
JD Müller says:
… und wieder einmal ist zu sehen, dass Deutschland viele unüberwindliche Grenzen hat. Die Grenzen des Humors.
Glückwunsch zu den mehr als 10.000 Euro! Als Mitglied der taz-Geno freut mich so eine Witzseite ungemein.
März 27th, 2010 at 11:14
Klasus Bailly says:
Es geht doch gar nicht um die Anzeige. Schön für das Geld. Es geht um die hier schon mehrfach so wohlig zitierte “Kabbelei”,es geht um “Diekmann ist kein Feind, er ist Genosse”, es geht um das “Miteinander umgehen”, es geht um das augenzwinkernd-kumpelhafte Verhältnis, das Teile der taz-Redaktion (und offenbar auch der Leser) zu Herrn Diekmann pflegen. Es geht darum, dass diese von beiden Seiten so liebevoll gepflegte “Spaßfeindschaft” Herrn Diekmann aufwertet und als ehrenwerten Journalistenkollegen erscheinen lässt — darum sonnt er sich ja auch so darin. Hallo? Der Mann produziert Tag für Tag das schmierigste Drecksblatt dieser Republik. Er verbreitet Lügen. Er ist verantwortlich dafür, dass Menschen gnadenlos publizisisch niedergemacht und vernichtet werden. So einem gibt man als anständiger Mensch nicht die Hand. Und der darf sich als Eröffnungsredner auf der taz-Genossenschafterversammlung spreizen? Darum werde ich kein Genosse werden. Oder nimmt die taz-Genossenschaft auch NPD-Vorsitzende auf und lässt sie reden, wenn sie brav ihren Beitrag bezahlen?
März 27th, 2010 at 12:29
Alt-Hippie says:
Ich muss sagen, ich nehm’s nicht so ernst, das Ganze: Es war ein Hingucker und ich habe wieder mal über die taz lachen müssen. Und mal ehrlich: Der Kai Diekmann zieht sich doch selbst durch den Kakao!
Wie weit sind den die Bemühungen gediehen, dass von der taz mal jemand die Chefredaktion der BILD für einen Tag übernimmt?
Das wäre mal eine spannende Aktion!
März 27th, 2010 at 12:54
andreas says:
hey, alt-hippie,
deine anregung/frage find ich gut ! gibt es schon ne (taz-)antwort?
ich plädiere auch für humorvollen umgang mit der aktion.-
tucho in ehren, aber ein npd-typ bzw. deren gedankengut sind
noch was anderes als dieser gel-heini vom schmieren-blatt.
augenmass und heitere gelassenheit für die zukunft.
wünscht
andreas
März 27th, 2010 at 13:46
taz says:
@Klasus Bailly:
Kai Diekamnn war kein “Eröffnungsredner” auf der taz-Genossenschaftsversammlung. Er hat sich vielmehr geduldig die Reden von taz-Chefredakteurin Ines Pohl, taz-Geschäftsführer Kalle Ruch und weiteren tazzlern angehört und dann bei der allgemeinen Ausprache das Wort ergriffen – genau wie auch andere Genossen. Hätte er bei seiner Rede gegen die im Redaktionsstatut festgelegten Grundsätze geredet, hätte er sicher nicht zu Ende reden dürfen.
Ansonsten musst Du beachten, dass die taz sich nicht selbst die Umstände aussuchen kann, unter denen sie erscheint. Unser Ziel ist, guten Journalismus zu machen, den möglichst viele Menschen lesen können. Dafür sind wir auf Einnahmen angewiesen. Etwa zehn Prozent unserer Einnahmen kommen über Anzeigen. Dieses Geld hilft uns, Recherchen zu finanzieren und ein vergünstigtes Abo für Geringverdiener anzubieten (übrigens muss bei uns niemand dazu irgendwelche Nachweise liefern, wir vertrauen da ganz auf die Selbsteinschätzung unserer Abonnenten). Dabei drucken wir auch Anzeigen von Unternehmen, Verlagen und Gruppen, deren Anliegen nicht alle bei der taz teilen oder deren Anliegen sogar die Mehrheit ablehnt. Wir sind davon überzeugt, dass wir unsere Leser durch unsere Berichterstattung besonders gut gegen solche solche Werbebotschaften immunisieren. Jedenfalls treffen unsere Leser auch sonst überall auf die Werbebotschaften. Da wäre es doch verrückt, wenn ausgerechnet die taz, die in diesem Sinne zur Aufklärung beiträgt, auf dieses Geld verzichten sollte.
@Alt-Hippie:
Von solchen Bemühungen ist mir nichts bekannt.
März 28th, 2010 at 20:20
mechtild lutze says:
“bild schlägt zu”
vielleicht etwas hinterher hinkend mein kommentar, ich habe aber gerade erst im fernen lyon von der fürchterlichkeit erfahren. politisch anspruchsvoll und taz-freundlich habe ich mein abo während meines urlaubs natürlich in den knast schicken lassen.
außerordentlich bedauere ich, dass sich die mehrheit der taz-macher wieder haben kaufen lassen!!! meine kritik an derlei verräterischen aktionen ist der taz bekannt. schade, dass die chef-redakteurin sich nicht hat durchsetzen können oder ist sie nun auch abweichlerin geworden!?
inzwischen verstehe ich wirklich nicht mehr, wo der anspruch der tazler geblieben ist.
danke für die leserbeiträge, die ähnlich denken wie ich!
mechtild lutze aus berlin
April 2nd, 2010 at 09:24
josefs schlechtes gewissen says:
“Nur 12.000,00€?”
moment.
das sind exakt 1mio 2hunderttausend wörter an übersetzungen, die sich die taz dafür leisten kann. (aber von den philippinen, freelancer-menschenhandelware minderer güte, aber dafür könnte die taz sich selbst ins englische netz hieven, neben der times im app store, z.b. – wären ein paar neue werbungklicker in der digitalen welt. wenn ihr einen noch billigeren aus china bekommt, vielleicht sogar so 1,6mio wörter).
oder
40 tausend wörter für normalen preis (kann sich aber die taz nicht leisten)
oder
12000 stunden putzkraft für ein euro pro stündchen
oder
immerhin 12 monate kommentarkonterkarierkraft mittlerer qualität auf halbzeit (kann sich die taz aber auch nicht leisten)
oder
fast zwei jahre unterbezahltes kommentierhilfe-langzeitstudi zum knapp über bafög-preis auf vollzeit
und da wollt ihr sagen, det wäre nüscht?
April 2nd, 2010 at 21:43
skild autsorser says:
“1,6 mio? pah, das ist doch gar nichts. Ich krieg so nen Chinesen auch auf 2 Mio runter, wetten??”
April 5th, 2010 at 00:41
flo says:
naja, zumindest inhaltlich nähern sich die beiden blätter ja langsam an….weshalb sollen sie dann nicht auch weitere synergieeffekte nutzen
April 7th, 2010 at 08:33
floh am po says:
zum beispiel? flo ohne rian, kannst du mal konkreter? wenn, dann mit echtlinks, bitteschön, von wegen ‘crossmedialität’ in inhaltlicher hinsicht. hab in letzter zeit eher ganz andere dinge gehört und gesehen. eher ziemlich gegenteilige. zum beispiel artikelthemen, bei denen die bild ausnahmsweise sich ein themaeckchen ergattert, nur weil dort gerade mal ausnahmsweise ein praktikant zwischenzeitig einsitzt (unbezahlt, zahlen tun eher die, die die kröten für deren werbung erhalten) – und zwar ein praktikant, der zufällig lesen kann (extreme ausnahme), nämlich wenn eine dpa-meldung noch zufälliger gerade reinrauscht. bei solchen absolut einmaligen jahrhundert-sonderzufällen sagt dann die taz – obwohl’s eigentlich ihr thema ist – “öhm dann lieber ein andermal…” und zwar weil’s schon in der bild gestanden hat.
als jahrhundert-sonderfallausnahme, die thema-ergatterung, wohlgemerkt. und das auch nur, weil den vorherigen themenstrang des gesamtzusammenhangs (geht so um so uniformträger und so namens-schilder und solche irrelevanten sachen) eigentlich wiederum die taz hübsch kräftig mit ins rollen gebracht hatte, sonst hätte der unbezahlte praktikant bei der bild noch so gut dpa-meldungen lesen können.
und das nennst du “inhaltliche annäherung?”
April 9th, 2010 at 15:01