Keine taz mehr im iBookstore.

Am 10. Juni hatten wir stolz gemeldet, dass die taz als erste Zeitung der Welt  im neuen iBookstore der Firma Apple im Verkauf ist, als elektronisches Buch im Format EPUB.  Zum Preis von 99 Cent stand  vom 7. Juni an die aktuelle Ausagbe dort  zum Download bereit und schoß am 11. Juni auf Platz Eins der Topcharts der meistgekauften Bücher.  Gleichzeitig hatten wir allerdings von Beginn an Probleme, die abends gegen 22 Uhr fertigestellte neue Ausgabe schnell genug in den Verkauf  zu bringen. Es dauerte stets mehrere Tage, bis eine hochgeladene Ausgabe in den virtuellen Bücherregalen gelandet war. Da wir von Apple keine Hilfesstellung für dieses Problem bekamen griffen wir zur Selbsthilfe: wir aktualisierten einfach den Inhalt der schon im Verkauf befindlichen Ausgabe, denn dieses Update ließ sich ohne Zeitverzögerung durchführen. Der kleine Trick hatte allerdings zwei unangenehme Nebeneffekte: in den Metadaten der Ausgabe stand die ganze Zeit über weiter das Datum vom 7.6.2010, obwohl der Inhalt aktualisiert war. Das lösten wir mit einem grossen Wasserzeichen auf dem Cover mit dem aktuellen Datum. Das zweite Problem aber ließ sich nicht lösen: man konnte die taz fortan nur einmal für 99 Cent kaufen, danach war ein Laden nicht mehr möglich da das System davon ausging, dass man dieses “Buch” schon hat. Nach mehreren erfolglosen Versuchen der Kontaktaufnahme bekamen wir dann endlich eine Antwort von Apple: man freue sich zwar über unser innovatives Herangehen, eine Tageszeitung als elektronisches Buch zu verkaufen, doch dafür sei der iBookstore nicht gedacht und eine Verkürzung der Zeit zwischen Upload und Verkaufsstellung sei nicht möglich. Unsere Argumente, dass Platz 1 in den Verkaufscharts doch ein großes Interesse der User zeige und man diese Möglichkeiten doch schaffen könne, zogen nicht – und so war gestern der letzte Tag der taz im iBookstore. Seit heute sind wir “removed from sale” was sehr bedauerlich ist, denn in der verganenen Woche wurden immerhin 860 Exemplare verkauft.

Die Abneigung des iBookstores für Periodika ist für die taz indessen kein Grund, auf diese Publikationsform zu verzichten. Im Gegenteil: seit gestern wird die Zeitung auch in dem digitalen Format MOBI ausgeliefert, das für Lesegeräte wie den Kindle aber auch für Handys wie Palm oder Blackberry geeignet ist. Testausgaben gibt es hier. Noch in diesem Sommer wird auch der Kauf digitaler Einzelausgaben wieder möglich werden – auf der Website der taz und auf allen anderen möglichen Plattformen. Bis dahin empfehlen wir weiterhin das digitale Monatsabo.

Kommentare (54)

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  1. Hi! Wer Lust hat zu chatten oder zu camn, findet mich hier: http://bit.ly/cmCLSz

  2. warum nicht als website publizieren? websites haben die Probleme von wallet gardens nicht.

  3. Hallo, @all,

    mit Interesse habe ich in den letzten Wochen die zunächst E-Reader- und nun iBook-Initiative der taz verfolgt. Beide Vertriebswege basieren auf dem ePub-Format.

    Bücher werden – in der Regel – sequentiell gelesen, dafür ist ePub (neben anderen Formaten) geeignet. Zeitungen allerdings werden – je nach Interessenslage – interaktiv mit einem wahlfreien Zugriff erschlossen; damit scheiden alle “Blätterformate” wie ePub und & Co. aus. Wer möchte sich schon durch Hunderte von ePub-Seiten “durchkämpfen”, um endlich zu den ihn interessierenden Inhalte zu gelangen.

    Es gibt zahlreiche E-Paper-Angebote, die den erforderlichen zielgenauen Zugriff auf Ressorts, Seiten und jedes einzelne Objekt ermöglichen sowie mittlerweile gute Umsetzungen für iPad und iPhone. Schaut Euch mal den Bericht im letzten PreMedia Newsletter an, dort ist eine Lösung der MSH beschrieben, die alles mitbringt, was für eine iPad-gerechte Version sinnvoll und angemessen ist.

    Darüber hinaus sind zahlreiche Verlage in den Startlöchern, geeignete Apps zu entwicklen bzw. entwickeln zu lassen. Dem sollte die taz nicht nachstehen.

    Beste Grüße
    Richard

  4. Warum nicht einfach ne eigene App machen die die taz dann anzeigt? So schwer ist das nun auch nicht ;-)

  5. Spannend, dass hier Welt HD als gelungene ‘app’ bezeichnet wird. Wer nur passiv lesen will, fuer den mag das ok sein. Ich werde mein Abo jedenfalls nicht verlaengern, denn zum einen ist die Umsetzung alles andere als innovativ (die gratis 20 Minuten schlaegt die Welt HD da um Laengen) und zum anderen erlaubt die Welt HD nichts von dem, was ich dauernd mit Artikeln (elektronisch, Papier) mache: empfehlen, weiterleiten, aufbewahren. Kurzum: die Welt HD verkoerpert das mediale Denken des vergangenen Jahrhunderts. Schade.

    “The Australian” faellt leider in die gleiche Grube. Hat mal jemand die Times ausprobiert?

  6. Pingback: Appspodcast #58 – Contentkompass | iPad Info

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  8. Das ist nicht so einfach mit Innovationen.
    In diesem Fall war die taz wohl zu schnell ;-)

    Schade, trotzdem weiter so.

  9. Pingback: e-book-news.de » Blog Archive » “Removed from sale”: taz stoppt Einzelverkauf im iBook-Store

  10. …gehe ich neulich in ein vegetarisches Restaurant und bestelle ein halbpfünder T-Bone-Steak. Sagen die doch glatt, das dies der falsche Laden dafür wär!!! Frechheit!!! Diskriminierung!!! Unterdrückung!!! Konterrevolution!!!

    P.S. Bin ansonsten ja überzeugter Vegetarier, aber mein Wille geschehe!

    P.P.S. Ich würde ja gern ab und zu die taz lesen, gehe dann aber in’n Zeitungsladen, nicht in die Buchhandlung und ein Abo würde ich auch nicht beim Bäcker bestellen wollen.

  11. Ich will hier weder Apple oder die Taz in Schutz nehmen. Lustig finde ich nur wie völlig haltlos auf eine Firma geklopft wird aus seltsamen Argumenten : Komisch Geschäftspraktiken?
    Einen Buchstore, der offensichtlich für Bücher gedacht ist (also nicht für tägliche Updates eines Buches) zu mißbrauchen und sich dann beschweren.

    Es gibt scheinbar genügend Möglichkeiten seine Zeitung in den Appstore zu bringen. Wer das nicht mag hat wiederum Möglichkeiten eine allgemeingültige Lösung für ePubs zu verwenden.

    Wenn sich hier einer den Miesepeter zuschieben kann, dann die Taz selbst.

    Zum Thema ePaper: Schön das die Taz ein offenes Format für ihre Zeitung verwendet. In der heutigen Zeit erwartet man aber mehr als ein paar eingescannte Bilder (die kaum lesbar sind) und einen Fließtext mit Überschriften.

    Egal auf welchem Gerät: So wird die digitale Revolution (Revolutionär will die taz doch immer sein) mit Sicherheit nicht aussehen.

    Sinnvoller wäre es Software zu entwickeln, die allgemeingültig funktioniert, während aber die Oberfläche auf das jeweilige Gerät super angepaßt ist.

    Falls es einmal jemand schaffen sollte eine solche Software zu veröffentlichen, dann werde ich sie kaufen / oder ein Abo abschließen. So nicht…

  12. Pingback: [KlimBim] Kurzfilm, Handmalerei, Sprachregelungen, iPhone-Joystick, TAZ-Probelauf, Classic-Design und ein mögliches ‘iWork for iPhone’

  13. Was für ein Armutszeugnis für Apple und vielleicht ein deutlicher Hinweis darauf, dass man Apple als Hardware- und Betriebssystemhersteller zwar schätzen kann, als Distributor von Inhalten aber dringend meiden sollte.
    Euch weiterhin viel, viel Erfolg!

  14. Machenschaften? Sorry aber wer sich beim Einreichen der Zeitung nicht einmal ansatzweise vorher informiert, der tut mit leid. Auch Verlage haben im Übrigen Regeln. Ebenso wie jeder andere Laden. Niemand zwingt eine Taz etwas in einen Store zu stellen der für Bücher gemacht ist. Es gibt kostenlose Apps z.B. Stanza womit man problemlos eine Taz lesen kann. Wenn auch im hässlichen ePub Format. Ich wüsste nun wirklich nicht wo hier dunkle Machenschaften im Spiel sind.

  15. eine zeitung im ibook-store – wo kommen wir denn da hin! die mühlen der zensurbehörde bei apple mahlen bekanntlich länger.

    ich will hier nichts beschreien, aber die machenschaften der firma apple und die undifferenzierte begeisterung in weiten teilen der gesellschaft für alles, was den apfel trägt, erinnert mich etwas an die zukunft, wie huxley sie sich vorgestellt hat.

  16. Ich würde mir wünschen, dass es die Einzelausgaben der Taz auch für nicht Apple User täglich als ePUB gibt. Bitte aber auf jeden Fall ohne DRM und am liebsten bei meinem Lieblingsanbieter beam-ebooks.de

  17. Pingback: TAZ: (Doch) App statt iBookstore » eBooks » lesen.net

  18. ich finde der name “bookstore” ist doch recht eindeutig.

    dass das, was die TAZ herstellt ein “buch” ist, ist mir allerdings neu.

    der bericht der TAZ ist interessant, nur das fazit vollkommen unverständlich. richtig wäre: oh, da hat uns jemand völlig falsch beraten, periodische tageszeitungen über den bookstore vertreiben zu wollen. dummer fehler von uns…. stimmt.

    aber ggf. ist genau das der revoluzzer-ansatz…

    ich verstehe das problem der taz nicht. ich habe viele zeitungen als App im Abo und alles läuft wunderbar.

    das, was da digital verbreitet wurde, zeigte aber auch, dass ausser dem wort “book” noch so einiges weitere nicht verstanden wurde. das war echt ein schlecht gemachter billiger PDF ansatz.

    sehr ähnlich wie die BILD es macht.
    allein deshalb sollte euch eine fundamentale abgrenzung wichtig sein :-)

  19. Pingback: iBooks nicht für taz geeignet: Verlag wollte schlauer als Apple sein

  20. Schon erschreckend, wie Apple in wenigen Jahren alles zugrunde richten kann, was Open Source, Web Standards und plattformunabhängige Formate in 10 Jahren für die Evolution des Internets und damit der Gesellschaft geschaffen haben.

    Wem muss man dafür danken?
    Steve Jobs? Nein, den Fanboys.

  21. Es muß nicht 5 Applikationen geben. Fakt ist : Der Leser ist der Kunde. Es gibt viele iPhone / iPad Leser. Und wenn man sich eben für eine allgemeingültige Lösung entscheidet geht man Kompromisse ein. Ganz klar. Wenn man dann noch gegen die Guideline des Herstellers arbeiten möchte, dann bitte. Aber dann nicht meckern.
    Es gibt bereits Lösungen wie Stanza etc. Klar kann ich dort auch die Taz lesen. Umständlich ist es dennoch. Eine App mit speziellen Diensten / Features kostet Geld richtig. Aber die Leserschaft ist groß. Und wenn man hier Fuß machen möchte, sollte man schon ein wenig investieren bevor man abgrasen kann.

    Eine App mit In App Purchase wäre genau das richtige für eure Situation gewesen. So jedenfalls nicht. Und das “ePub – Format” für eine Tageszeitung. Das kann nicht euer Ernst sein.

  22. Pingback: Apple kommt mit digitalen Zeitungen nicht klar « AdClicks-Agent.de

  23. Vielleicht Nutzung der Diesnte von: http://www.pressdisplay.com ?

    Die dazugehörige iphone Applikation funktioniert richtig gut.

  24. So ein Quatsch, alles in eine App packen zu wollen. Für diesen Anwendungsfall gibt es schließlich Reader mit plattformunabhängigen Dateiformaten. Es gibt auch eine Welt jenseits von Apple. Warum muss man fünf verschiedene Apps programmieren (lassen), wenn man einfach eine Datei für alle anbieten kann? Den Kindle Reader gibt es z.B. schon für die meisten Smartphone-Plattformen und gerade der Kindle selbst ist ja geradezu prädestiniert für Periodika, da diese automatisch auf die Geräte und ohne an einen Rechner angeschlossen werden zu müssen, verteilt werden.

  25. Mein Tipp,
    Opds Feed bauen, ggf. In den geschützten Teil der website stellen und eine Anleitung wie man den Feed als Store in stanza einfügt publizieren.

    Auch Einzelverkauf ist in opds bereits vorgesehen, payment muss TAZ seitig implementiert werden.

    Opds ist aus meiner (und dpa-newslab Sicht) leider viel zu unbekannt bei Verlagen. Bei fragen: email

  26. Schade taz. Aber ihr wart im Fall leider softwaretechnisch sehr schlecht beraten, Apple-bashing ist da fehl am Platz. Mit der richtigen App und einem Modell für inApp-purchase hättet Ihr gescoret, genauso viel verkauft und wärt immer noch im Store.

  27. Pingback: To AppStore Or Not To AppStore – Der Schockwellenreiter

  28. “oder der Musikindustrie vorschreibt wieviel ein Album zu kosten hat”
    Stimmt! Bevor es iTunes gab, hat ein MP3-Album 14,99 gekostet. War doch super.
    Genauso wie das jahrelange Apple-gehype geht mir inzwischen das Apple-gebashe der Medien ziemlich auf den Senkel. Damit soll wohl kritischer Journalismus simuliert werden. Denn sobald man über ein größeres Unternehmen etwas positives schreibt, gerät man ja gleich in den Verdacht gekauft zu sein. Und das hier ist natürlich auch mal wieder eine super “Story”: kleine, alternative taz gehen großen, bösen Apple Konzern. Man könnte fast meinen es war Absicht die taz im iBookstore zu veröffentlichen…schnarch.
    Ich habe mich heute auch erstmal bei Thalia beschwert, dass ich dort die taz nicht unter “Sachbuch – T” finde, kann ja wohl nicht sein, das so ein Konzern mir vorschreiben will wo ich meine Tageszeitung zu finden habe.

  29. Die taz ist bei mir das Einzige, was nicht Werbung ist und trotzdem noch Papier. Ich bin recht angetan von der Idee, mich auch dessen entledigen zu können und damit voll zu digitalisieren. Allerdings hab ich überhaupt keine Lust auf irgendwelche komplizierten Lösungen. Deshalb hoffe ich, dass es bald einen einfachen Weg gibt, die taz auf dem ipad zu lesen. Auf irgendwelche Krücken-Lösungen (laden vie PC oder Mac über itunes) kann ich verzichten.

  30. Pingback: Lesenswerte Artikel 30. Juni 2010

  31. Dass der Einzelverkauf über iBook nicht mehr funktioniert ist ärgerlich und schade! Aber ich lese trotzdem die taz über iBook: Ich habe das DigiAbo (10 oder 20 Euro sind dafür ja wirklich nicht zuviel!) und lade jeden Abend die neue Ausgabe über die taz-Webseite und importiere sie in iTunes (nur ein Klick!), danach ein kurzer Sync und ich habe seitdem immer alle Ausgaben der taz dabei.
    Einfacher ginge es tatsächlih nur über ein eigenes Programm – aber ist dies wirklich notwendig, wenn es dafür schon ein tolles Programm gibt (iBook).

  32. Pingback: Meldungen & Empfehlungen vom 29.06.2010 | error 2.0

  33. Wenn so die digitale Revolution aussieht, dann verzichte ich gerne darauf (epub). Dieses epub Format mag für Bücher ausreichen, für Zeitungen finde ich es daneben. Der Spiegel etc. machen es recht gut (aber lange nicht perfekt).
    Warum ich dann nicht “Spiegel und Co.” lese? Der Inhalt…

  34. Pingback: Links anne Ruhr (30.06.2010) » Pottblog

  35. Pingback: Dobschat » Keine taz mehr im iBookstore

  36. Was beschwert Ihr Euch eigentlich, mit Eurem Versuch habt Ihr nur gezeigt, dass Ihr das Medium IPad nicht im Ansatz begriffen habt. Die taz im Bookstore, als Mischung aus billig PDF-Scan und Textstücken im Minimallayout, wäre umsonst eine Zumutung, gegen Bezahlung ist es eine Frechheit.
    Beim nächsten mal ein paar Euros in die Revoluzerhand nehmen und Menschen beauftragen, die etwas vom Zielmedium verstehen, dann klappt das unter Umständen auch.

    Grüße
    David

  37. Also mal im Ernst.. wer will ne Zeitung als ePub oder pdf lesen? Ich nicht. Ich bin bereit den gleichen Preis wie für die Printausgabe zu bezahlen wenn ich dafür ne anständige App (siehe Welt HD) bekomme. Anders gehts nicht.

  38. Michael hat 100% Recht.

    Zudem heißt das Ganze ja nun auch iBook und nicht etwa iZeitung oder so was in der Richtung.

    Die Idee war einfach von Vorneherein überhaupt nicht durchdacht und somit war es auch vorprogrammiert, dass zwangsläufig nichts daraus werden konnte.
    Absolut nicht Apples Problem.

    Das technische Know-How der taz ist offenbar nicht besonders stark ausgeprägt (was ja auch OK ist, gehört schließlich nicht zum Kerngeschäft).
    Dafür verfügt die taz über die unglaubliche Naivität, anzunehmen, dass ein Weltkonzern wie Apple sich die Beine ausreißt, um die Umsetzung solch abenteuerlicher Vorstellungen zu realisieren.

  39. Michael, du glaubst doch nicht ernsthaft das es heut zu Tage, in Zeiten in denen du mit einem Bildschirm in der Hand rum rennst was früher noch nicht mal in Science Fiktion Filmen vorkam, ein Problem darstellt eine pdf innerhalb von Sekunden auf einem von zich Servern zur Verfügung zu stellen.

    Apple möchte wie in allen anderen Märkten dominieren. Wie bei iTunes oder den Apps wird logischer weise auch hier das Anzubietende stark reglementiert, sodass es in die Apple Welt passt. Wer T-Online sagt wie sie ein Telefon anzubieten haben oder der Musikindustrie vorschreibt wieviel ein Album zu kosten hat, interessiert sich klar nicht für eine kleine Zeitung oder ein paar Kunden.

  40. Pingback: taz trotz Erfolg nicht mehr im iBookstore - Apple iPad - PadMania

  41. Der Schritt ist nachvollziehbar, nur ist für mich der Prügelknabe hier der falsche, sowohl Aufbereitung als auch Platzierung innerhalb der Applewelt waren vollkommen am Markt vorbei.

    Dass man es auch gut machen kann oder sagen wir besser, zeigt ja bspw. “Die Welt” oder “Spiegel”. Ein PDF als iBook veröffentlichen – Sorry dass musste schief gehen und mit unterstelltem Apple Kontrollzwang hat dass nichts zu tun Wäre ich Apple würde ich denen auch aufs Dach steigen, kann ja wohl nicht ihr Ernst sein zu meinen, dass ein eingereichtes PDF innerhalb weniger Stunden den nun mal zur Veröffentlichung nötigen Prozess durchläuft (dass Zeug muss ja erstmal auf den Servern verfügbar gemacht werden, und bei Apple ist a bisserl mehr zu tun, als sich um eine kleine Zeitung zu kümmern) Ne Tageszeitung gehört in eine App und dann kann man auch zeitnah veröffentlichen, weiss nicht wenn die hier als “Entwickler” engagiert haben, aber eigentlich eindeutig, hier wurde nichts entwickelt sondern nur versucht billig billig und dass dann Apple in die Schuhe zu schieben, finde ich mehr als dreist.

    Vg

    Michael

  42. Na, irgendwo hat Apple ja schon recht: Der iBook-Store war und ist nicht für die Veröffentlichung von Periodika gedacht. Und ehrlich gesagt, fand ich das ePub-Format für eine Tageszeitung jetzt auch nicht so prickelnd. Lösung: Eigene App entwickeln – oder warten, bis Apple doch ein “iPaper-Store” eröffnet.

  43. Pingback: taz beendet iBookstore Angebot - So schnell kann es gehen Am 1006 unterrichteten wir Euch über das Vorgehen der taz als Weltpremiere für eine Tageszeitung ihre Ausgaben im iBookstore für das iPad zu einem Downloadpreis von 99 Cent anzubieten, Gleichzei

  44. Schade. Und ziemlich blöde von Apple der taz vorzuschreiben wo und wie sie ihre Inhalte zu veröffentlichen hat. Apps basteln und pdf anbieten, kann jeder – eine Zeitung im EPUB-Format war dagegen echt innovativ. Und wie ich fand als e-book sehr gut lesbar. Wie der Spitzenplatz in den Charts zeigte ging es auch vielen anderen so. Da Apple an jedem Verkauf mitverdient hätte das für beide Seiten ein schönes Geschäft werden können – und die taz eine gehaltvolle Alternative zu dem doch eher seichten Angebot des iBookstores.Ich hoffe, ihr bietet die tagesaktuelle Ausgabe jetzt auch selbst zum Download an – ein Abo ist mir zuviel, aber ab und zu die taz vom Tage wäre prima.

  45. > Kann man das Problem nicht so lösen, wie es andere
    > Tageszeitungen oder Wochenmagazine tun, mit einer eigenen
    > eReader App (siehe Spiegel, Die Welt).

    Sowas muss aber erstmal jemand entwickeln.

    Die Loesung einfach das eh schon vorhandene epub-Format dafuer zu nehmen war doch sehr charmant. Bei Apple wundert mich aber nichts mehr, auch nicht, dass sie sich jetzt dagegen straeuben.

  46. In der Tat sehr schade, da die Taz auch mit VoiceOver in iBooks sehr gut lesbar war. Wäre spannend, ob man das Digitalabo dahin erweitern könnte, als eine der möglichen Bezugsformate epub anzubieten so dass man die jeweilige Ausgabe weiter in iBooks lesen kann und so die Barrierefreiheit gewährleistet bleibt. PDF ist nämlich ein echtes Problem für Blinde.

    Viele Grüße von einem glücklichen Digitalabonnenten

  47. Noch eine Ergänzung: Mit dem digitaz-Abo und Stanza kann man die taz auch direkt im Programm (Stanza) laden.
    ;-)

  48. Hallo,
    ausgesprochen schade und eine vertane Chance von Apple.
    Ansonsten kann ich nur unterstreichen, was Lakeshore schon geschrieben hat: Mit dem digitaz-Abo und Stanza funktioniert es einwandfrei.
    Grüße
    Bernd

  49. Pingback: Die Presse und das iPad: Wie liest es sich am Besten? | Tap to Play! - News und Reviews zu iPad, iPhone und iPod Touch-Spielen

  50. Noch eine Anmerkung: Mit iCab lassen sich direkt auf dem iPad die ePub, mobi und PDF-Dateien herunterladen und an andere Apps übergeben. Das PDF kann z.B. in iBooks oder Stanza geöffnet werden, das mobi in Stanza.

  51. Schade. Ich hoffe, dass sich die taz eine Unterstützung des PressReaders anschaut.

  52. Sehr schade! Ich hatte am Samstag die erste Ausgabe im iBook Store gekauft und war begeistert! Die Ausgabe ließ sich auf dem iPad sehr gut lesen und ich hätte mir auch weitere Ausgaben gekauft (hier wird die taz leider erst gegen Mittag mit der Post ausgeliefert, deshalb haben wir kein Abo).

    Eine taz-App wäre wahrscheinlich für das iPad die beste Lösung, da man so unabhängiger ist. Ich würde mir so ein Programm auf jeden Fall wünschen.

    Bis dahin werde ich mal versuchen das MOBI-Format mit der Kindle-App auf dem iPad zu lesen/öffnen.

  53. Kann man das Problem nicht so lösen, wie es andere Tageszeitungen oder Wochenmagazine tun, mit einer eigenen eReader App (siehe Spiegel, Die Welt). Mit diesen hat man neben dem “normalen” eBook ja noch größere Möglichkeiten, man kann Links zu Dokumenten, Bildern, Videos etc. einbetten. Da stellt sich natürlich die Frage, ob das einer “kleineren” Tageszeitung wie der taz möglich ist, so etwas anzubieten, ohne gleich das doppelte zu verlangen.