Der Kalender zeigt den Ersten des Monats an – und so waren wir wieder neugierig, ob die Flattr-Einnahmen weiter zulegen würden. Doch leider mussten wir im August erstmals einen Rückgang feststellen. In diesem Monat kamen 1.302 Euro herein – und damit knapp neun Prozent weniger als im Juli.
Dabei wurden die taz.de-Texte im August gar nicht mal seltener geflattert als im Monat zuvor: Insgesamt 5.791 Mal klickten die User auf den Button – vier Prozent häufiger als im Vormonat. Und das trotz Ferienzeit, die auch auf taz.de den Besucherstrom spürbar drückte.
Doch die Flattr-Klicks verloren deutlich an Wert: War ein Klick im Juli noch 26 Cent wert, waren es im August nur noch gut 22 Cent. Offenbar nahm im August die Zahl der Angebote, die Flattr als Bezahltool nutzen, schneller zu, als die Zahl der Flattr-User. Und so teilte sich das geflatterte Geld einfach stärker auf.
Wir sind ein wenig enttäuscht. Zwar war im Juli schon zu spüren, dass das Wachstum langsamer wird. Doch einen Rückgang hatten wir nicht erwartet. Schade auch, dass durch den Übergang von Flattr in die offene Betaphase Mitte August bislang kein Schub zu spüren ist.
Dennoch: Wir glauben weiter an das Potential von Flattr. Das freiwillige Bezahltool steht eben noch ganz am Anfang.
Der am meisten geflatterte Text stammt übrigens diesen Monat von Julia Seeliger. Ihr Kommentar, der Alice Schwarzer aufforderte, als Feministin Nr. eins abzutreten, wurde 115 Mal geflattert – und brachte so 32 Euro 80 ein.
Warum wir Flattr nutzen und wie es funktioniert, haben wir hier beschrieben.
Matthias Urbach ist Leiter von taz.de


Gevatter Flattr says:
Ja, schade.
Wie sieht es denn mit freiwilligen Einnahmen durch direke Überweisungen auf Eurer Konto aus?
September 1st, 2010 at 14:26
mh says:
es ist ja auch nicht so, dass den ohne flattr-einnahmen von 0,00 nun eine beschwerde über 1.300 euro mit flattr ggü. stehen sollte.
mfg
mh
September 1st, 2010 at 15:08
For your information » Die flattr-Charts im August 2010 says:
[...] [...]
September 2nd, 2010 at 12:44
Plissee says:
Das ist Schade – aber ich glaube es wird sich durchsetzen – man braucht nur etwas Geduld!
September 2nd, 2010 at 18:23
SchwarzerinWonderland says:
Hehehe…die meisten Spenden für Alice Schwarzer. Ob der Teufel immer auf den größeren Haufen scheißt, ist unklar. Aber er ist definitiv Feminist
September 2nd, 2010 at 21:40
Teefreund says:
Herzlichen Glückwunsch zu euren Einnahmen, auch wenn sie derzeit weniger werden. Nach einigen Wochen flattr-Test kann ich leider nur das Fazit von 0 Euro Einnahmen ziehen, siehe hier: Flattr infos’s things Schade. Aber ich flattere trotzdem noch ein Weilchen im Web herum.
September 2nd, 2010 at 22:07
Bis jetzt lohnt sich flattr nicht » Euro, Cent, Klicks, Klick, Artikel, Blogger » 3-Bein - Internetmagazin Dreibeinblog Autorenmagazin says:
[...] hat auch die „taz“ zu spüren bekommen. Sie schreibt in einem Artikel, daß die taz.de-Texte nicht seltener angeklickt (geflattrd) wurden als im Vormonat, ja es ist [...]
September 3rd, 2010 at 10:53
Kunibert says:
Das ist interessant. Ich habe in meinem Unternehmen ähnliche Erfahrungen gemacht. Mit meinem Eiswagen verkaufte ich im Hochsommer letzten Jahres noch rund 200 Kugeln pro Tag. Mittlerweile sind es nur noch 2. Es mag an der Jahreszeit liegen, vielleicht auch an deren zehn Eiswagen, die um mich herum stehen. Aber mir ist es egal, denn ich weiß: Das Konzept ist gut und steht eben noch am Anfang.
September 4th, 2010 at 15:56
Wow! says:
@ Kunibert
Top! Besser und treffender kann die Situation nicht geschildert werden.
September 4th, 2010 at 16:20
Flattr-Einnahmen deutscher Blogs | blickschau.de says:
[...] TAZ-Blog GeFlattert: 5.791 Flattr-Klick (in EUR): 0,22 EUR Einnahmen: 1.302 EUR [...]
September 7th, 2010 at 22:18
AdBlocker-Streit: Es gibt keine Alternative zur Werbung | avatter says:
[...] mit 1.420 Euro Almosen noch punkten. Die jüngste August-Bilanz zeigt jedoch, dass die anfängliche Euphorie langsam abflacht: die Flattr-Einnahmen sind wieder um neun Prozent gesunken. Für das Geld, das hier zusammen kommt, [...]
September 10th, 2010 at 13:59
Hmmmm says:
Ich finde es gut, dass die taz übergegangen ist, auch Werbungsfläche auf taz.de zu verkaufen.
Weiter so.
Lasst nicht nur den Springer Konzern sich mit Werbung etwas dazu verdienen. Des weiteren ist mir ein freundlich lächelnder Gysi, naturkost.de und campact.de 10000 mal lieber als die INSM-Partner Werbungen auf bild.de oder die kritisch zu sehende Volksrente auf bild.de.
Weiter so, liebe taz.
September 13th, 2010 at 03:44
Hmmmm says:
Und ja, ich finde es sogar gut, dass Ihr Werbungsfläche an den Verband der privaten Krankenversicherungen e.V. verkauft, solange Ihr Euch nicht von den Typen beeinflussen lässt.
September 13th, 2010 at 04:01
Arne Babenhauserheide says:
Dass die Flattr-Einnahmen etwas sinken ist zu erwarten. Immerhin wollen jetzt immer mehr Leute was vom Kuchen abhaben. Aber der frühe Einstieg hat die Taz meinem Gefühl nach zumindest in der Netzgemeinde deutlich präsenter gemacht.
Und meine 20€ Online-Abo habt ihr, auch wenn ich effektiv doch meist auf der Webseite lese und nicht die zugeschickten Daten
September 13th, 2010 at 15:35
„Gratis, aber nicht kostenlos“ – Mikrobezahlsysteme lösen Makroprobleme « Hörspielchen says:
[...] trotzdem so, dass „die Großen Sachen“ viel mehr Aufmerksamkeit und Geld bekommen. Die taz hat im Juni 1000, im Juli 1400 und im August 1300 Euro bekommen bei stetig steigernden [...]
September 27th, 2010 at 19:04
Flattr it – Dankeschön 2.0 | Philosophische Verrücktheiten says:
[...] Netzpolitik hat zum Beispiel im August so um die 700€ eingenommen, taz.de konnte sogar über 1000 € für sich [...]
September 30th, 2010 at 14:46