Ja, wir wissen Bescheid, es ist die politisch korrekte Bezeichnung… Trotzdem sind wir dieses Wortungetüms leid und haben, in Vorbereitung auf die Deutschland-taz am 7. Dezember, Comedians und Kabarettisten gebeten, uns ein neues Wort zu erfinden. Der Amerikaner John Doyle sprach von “den Neuen“, Dirk Bach sagte ganz nüchtern “potentieller Mitbürger“. Fatih Cevikkollu erfand etwas ganz Eigenes: “Mensch mit Migränegrund“.

Und was sagen Sie? Ab sofort können Sie sich auf taz.de ein neues Wort überlegen.

Die beste Einsendung belohnen wir mit einem kleinen Preis: Einem 50€-Einkaufsgutschein für den tazshop.

Bitte benutzen Sie für Ihre Vorschläge unser Umfrage-Tool unter taz.de/umfrage.

Alle Ergebnisse der Comedians und Kabarettisten veröffentlichen wir am 7. Dezember auf taz.de und in der Print-Ausgabe. Dazu eine Auswahl der besten Vorschläge dieser Umfrage.

Viel Spaß!

Emilia Smechowski ist Teil der Chefredaktion der Deutschland-taz.


102 Comments on “Gesucht: neues Wort für “Mensch mit Migrationshintergrund””

  1. ketzerisch says:

    Ausgrenzungsgefährdete?

  2. kühlschranknotizen » Migration einen menschlichen Hintergrund geben says:

    [...] taz such in ihrem Hausblog nach einem neuen Begriff, der das sperrige und unschöne “Menschen mit [...]

  3. Cedara says:

    Eingewanderte ;)

  4. Twiidy says:

    Immis

  5. Ski says:

    Mensch mit gescheitertem Integrationshintergrund

  6. Fx says:

    Mitbensch, Migmensch, Mitmigbürger, Migrater Migraten, Migrante, Meutsche, Migdeutsch(e), Migbürger, Mitbürgerli, Mitbürgerlein

  7. giburk says:

    Ein Mensch mit Frustrationshintergrund ist ein Integrant.

  8. rolf bergmeier says:

    Mensch

  9. Jimmy says:

    Kriminelle

  10. robberle says:

    Ist jetzt bös aber:

    die Auslandsdeutschen oder
    die Andersdeutschen

    oder gar die Von-wo-anders-Deutschen?

    (in Anlehnung an “afro-american”)

  11. Durchblicker says:

    Sozialschmarotzer

  12. emiliasmechowski says:

    Kommentare sind schön. Noch schöner wäre es, wenn Sie Ihre Ideen in die taz-Umfrage (http://www.taz.de/umfrage) mit einfließen lassen würden. Geht genauso schnell ;-)

  13. Hildegard Barthelmann says:

    Zweisprachler

  14. schnuffeltuch says:

    Wie wäre es einfach, wenn man den PC-Quatsch lässt: Rassisten benutzen solche Ausdrücke dann eh mit sarkastischem Unterton in ansonsten genau der selben Weise wie vorher. Sollen sie uns doch einfach weiter “Kanaken”, “Neger”, “Untermenschen”, “Türken”, “Autoknacker”, “Spaghettifresser”, oder wie es Vorredner schrieben “Kriminelle”, “Sozialschmarotzer”, “Mensch mit gescheitertem Integrationshintergrund” nennen.

    Daran, was für Worte Leute benutzen, kann man eh nicht erkennen, ob es sich um Arschlöcher handelt.

  15. Durchblicker says:

    ach schnuffeltüchlein, ich weiss nicht warum de dich so erregst? immer der bohei mit den ausländern.. als der superminister clement damals alle HartzIVler sozialschmarotzer als PARASITEN bezeichnet hat, hat sich kein Deutscher aufgeregt…verstehst DU das?

  16. schnuffeltuch says:

    @”Durchblicker”

    Für Sie immer noch Herr schnuffeltuch!

    Und das ist ja wohl der abgeschmackteste “rhetorische Kunstgriff” den es gibt: Thema wechseln und ein Unrecht gegen ein anderes aufwiegen. Bloß, dass das zweite dann ja Deutsche betrifft, die ja schließlich ein gottgegebenes Blutrecht auf die Stütze ihres Landes haben. Da fühlt man sich ja so fremd im eigenen Land, in dem unsere deutschen Vorfahren schon Dinosaurier gejagt haben. Aber heutzutage werden die Menschen südländischen Aussehens überall verhätschelt, beziehen HartzIV und verdienen sich mit Drogendealen eine goldene Nase. Als Arier hat man’s hingegen so schwer, *seufz*

    Langweilt mich, verstehen SIE das?!

  17. DerFöhrer! says:

    Untermenschen!

  18. Gerfried Landers says:

    Wie wäre es denn mit “Einwanderer”?

  19. Rückführungsbeauftragter says:

    Zurückzuführende

    Auszuschaffende

  20. Mirko says:

    Scheinbürger… Schnüffeldeutscher… Fahnenschwengler… Scheinasylant… Südländer… naja, was die Bayern halt so sind.
    Wie soll man aber nur die Migranten aus der Zeitung und der Nationalpropaganda der Bundesregierung nennen? Medialgespenst? Gilt ein Europäer nun eigentlich auch als Migrant, oder gibts noch ‘ne Afrovariante?

    Eingedeutschter klingt gut, finde ich.

  21. exleser says:

    TAZ FAIL.

  22. SirLiesalot says:

    Es gibt doch ein treffendes und gut klingendes Wort für Menschen mit Migrationshintergrund:

    Ausländer

    Statt umständlich ein Synonym zu suchen, um etwas zu umschreiben, das man direkt ansprechen könnte, sollte man lieber dafür sorgen, dass der Begriff Ausländer endlich seine negative Bedeutung verliert!

    So lange das nicht der Fall ist, ist es nämlich völlig egal, wie man zu Ausländern sagt. Nicht der Begriff Ausländer ist falsch. Die Assoziationen damit sind es.

    Ausländer ist kein negativer Begriff. Jeder von uns ist einer – in fast jedem Land auf dieser Erde!

  23. Pascal says:

    MmMs sind aber eben keine Ausländer, sondern Deutsche, die noch nicht so lange hier leben wie andere Deutsche.

    Analog zu den “neuen Bundesländern” wäre ich daher für “Neudeutsche” bzw neutraler “Neubürger”

  24. semiramis89 says:

    mensch

  25. muggli says:

    Gastarbeiter, Ausländer, ausländische Mitbürger, Menschen mit Migrationshintergrund…jeder Euphemismus wird irgendwann die negative Konnotation seines Vorgängerausdrucks annehmen, solange sich die tatsächlichen Verhältnisse nicht verändern.

  26. muggli says:

  27. jay says:

    @ Sir Liesalot,
    sorry – aber ein mensch mit migrationshintergrund (blabla) kann durchaus auch aus einer familie stammen, die seit 2 generationen in deutschland wohnt. ihn als ausländer zu bezeichnen ist falsch.
    ausländer ist ein wort das mensch eigentlich kaum braucht, da es auf abgrenzung angelegt ist und nationalismus nur fördert. ausländer sind die menschen die im ausland leben. aber auch die leute die sich im ausland aufhalten. wenn du im urlaub in italien bist, bist du sowas wie ein ausländer in italien – und für dich sind die italiener um dich rum einheimische und gleichzeitig auch so ne art ausländer. unklarer begriff. aber weder du noch sie sind automatisch menschem mit migrationshintergrund, da sie nicht migriert sind.

    um es einfach zu sagen: ausländer und migrationshintergrund ist einfach was komplett anderes.

    meine vorschläge (ja, ich habe einen “migrationshintergrund” und darf denke ich deshalb auch sehr dumme vorschläge bringen):
    kukucksmenschen, grenzenlose, globalisten, neo-asis, fremdlinge, kinderfresserInnen/kinderfressende, global-schmarotzende, kraut-verschmähende, gotteskriegerInnen, national-bastarde, backrounderInnen, allrounderInnen, integrativisten, blutverschmutzer, zugmenschen, moved-people, umherziehende, sozial-flüchtlinge, ausländerkinder, schmuddelmenschen, länder-pendler, langzeit-asis, halbdeutsche, kulturopfer, leitkulturverweigerer, langzeitgäste, usw.

    act local, think global.

  28. Mensch says:

    Menschen wie alle
    Mitmenschen
    Triple-Ms
    Memimi
    Miagri
    RentenretterInnen
    Neubürger
    Interbürger
    Menschen ohne Syndrom zur Sesshaftigkeit (es geht noch ungetümer)

  29. M&M says:

    MMMs
    M3-ler
    3M-ler

  30. Jesus says:

    oh man.

  31. jay says:

    “oh mans”
    sehr gute idee!

  32. Steve says:

    Miggas, ihr Niggas!

    Aber mal im ernst: Wie kann man denn eine solche Aktion so schlecht einleiten, begleiten und betreuen.

    Und ich weiß, dass Ihr gerade einen Kollegen im Haus habt, der sowas kann!

    Sorry, FAIL

  33. Benedikt der auchsechzehnte says:

    Der gemeine Memimi. Kann possierlich und damit erwünscht, in allen anderen Fällen genierlich betrachtet werden. Memimi aus (ehemals) prosperierenden Regionen werden niemals als solche bezeichnet. Hallo? Ab wievielen Kilometern spricht man denn von Migration?

  34. Endzeitmigrant says:

    “Bindestrich-Deusche”

  35. schnuffeltuch says:

    Da in solchen Diskussionen z.B. niemals Erika Steinbach als “Menschen mit Migrationshintergrund” bezeichnet würde, obwohl sie es ist (quasi sogar Migrantin im Quadrat), bleibe ich dabei, dass es nur darum geht, die Sache über die man redet zu verschleiern. Um ehrlich das dahinterstehende Denken darzustellen muss man zu Ausdrücken wie “Undeutsche”, “Minderdeutsche”, “Passdeutsche”, “formal juristisch den echten Deutschen Gleichgestellte” greifen.

    Hört auf muggli, man tritt hier einfach weiter in der http://de.wikipedia.org/wiki/Euphemismus-Tretm%C3%BChle

    Lasst den Quatsch. Wenn so manche Oma “Neger” sagt, ist das tausendmal netter, als wenn Sarrazin von “Migranten” redet.

  36. vic says:

    Brauchen wir das?
    Wir sollten das ersatzlos streichen. Mensch ist Mensch.

  37. Peter Neuhaus says:

    Mein Vorschlag: Mensch.

  38. o. mertens says:

    Gestern beim Radiohören gelernt, dass man “zugewanderte” Pflanzen Neophyten nennt. Das finde ich passend, zumal auch die (aus Amerika eingewanderte) Kartoffel ein solches Neophyt (Neophyton?) ist.

  39. Gernot says:

    Mein Vorschlag: Mullu

  40. Derfderg says:

    Ein Sack Disteln.

  41. Post Scriptum says:

    Ich habe letztens gelesen, dass man “M. mit Migrationshintergrund” oft auf “Mihigru” abkürzt. Beides wäre eigentlich in Ordnung, wenn man auch “M. ohne Migrationshintergrund” und z.B. (mein Vorschlag) “Ohigru” benutzen würde. So könnte man dann auch so etwas wie “Miohigru” zusammensetzen, in Analogie zu “Wessi – Ossi – Wossi”…

  42. Post Scriptum says:

    Oder auch “Memimi” und “Meohmi”, + “Memiohmi”?

  43. Jocho says:

    KULTURBEWEGER

  44. Jocho says:

    Kulturbewegende

  45. karin p. says:

    WeltenbürgerInnen (so wie wir)

  46. karin p. says:

    BewohnerInnen der Erde (so wie wir)

  47. yann says:

    weil die menschen mit migrationshintergrund diejenigen sind, die mindestens ein aus einem anderen land zugewandertes elternteil haben, ist es höchst fragwürdig, einer solchen gruppe einen neuen begriff zuzuordnen.
    es bleibt eine ethnische zuschreibung, wenn auch nur als ausschlusskriterium zu den blutdeutschen. es hat mit der nationalität der person nichts zu tun, ist also keineswegs die erneuerung von ausländer/einwanderer/migrantIn.
    dafür taugt der begriff ‘mit migrationshintergrund’ offenbar um ‘politisch korrekt’ die ethnisierung von sozialen problemen fortzuführen, was zugegebenermaßen immer noch hervorragende gelingt. in jüngster zeit führt der migrationshintergrund sogarewieder ein ‘genetisch minderwertig’ im subtext mit sich. mal sehen wie lange es dieses mal dauert, bis sich aus den reihen sarrazin/seehofer/henkel öffentlich über den ideologischen umkehrschluss geschrieben wird…
    deswegen schlage ich einen begriff vor, will aber zunächst die beschrieben gruppe dafür umdefinieren, nämlich in alle menschen, die in diesem land wohnen. damit zählen zum beispiel zu den menschen mit migrationshintergrund auch die in berlin – nach ‘ossis’ und ‘muslems’ – drittmeistgehasste gruppe: die schwaben. drauf geschissen wo deren eltern nun geboren sind.
    der begriff, den ich vorschlage ist die übersetzung der bezeichnung, wie die menschen, die aus der türkei nach deutschland gekommen sind, dort bezeichnet werden:
    deutschländer. bzw. natürlich deutschländerin.

  48. gerrymbt says:

    Ich denke nicht dass aus einer solchen “umfrage” ein wort herauskommen sollte dass sich auf eine nationalität bezieht.
    deswegen mein vorschlag: es sollte keine andere bezeichnung verwendet werden als bei menschen von “hier”, wenn jemand ein freund ist, dann ist er ein freund und nicht ein freund “mit migrationshintergrund”.
    bzw. sollte das finde ich so gesehen werden, man sollte keine unterschieder heraufbeschwören die nicht existieren, es ist für mich unfassbar und inhuman wie man das tun kann.

  49. Lioman says:

    Wie wäre es einfach mit ner Eindeutschung:
    Wandersmann

  50. Caroline says:

    “Inländer” – also Ausländer, die keine mehr sind.

  51. Post Scriptum says:

    Frage: “Hast du ‘nen Migrationshintergrund?”
    Antwort: “Keine Ahnung, hast du ‘nen Spiegel? Oder du kannst sonst selber mal nachschauen, ich mach’ schon mal den Gürtel auf.”

  52. Felix Sweet F.A. says:

    Eine ziemlich schwierige Aufgabe…Innenminister-Migräne-Faktoren…

    Non-Krauts, also Un-Krauts.

    Inzucht-Verhinderer, Genpool-Bereicherer. Schöndeutsche.

    Schwer fassbare. Gebürtige Zweisprachler. Kultur-Talente. Auchmenschen.

    Angekommene. Grenzenlose.

    Neudeutsche. Neu-Europäer.

    Angekommene Internationale.

    Niedergelassene Internationale.

    kurz:

    Internationale.

    Jetzt muss ich zum Inder.

  53. ama says:

    Genpool-Komplizierer

  54. Astrid R. says:

    Niveaulimbo hier?

  55. ama says:

    Wieviele Deutsche haben ALLE genetischen Ursprünge aus dem Gebiet des heutigen Deutschland? Kein einziger! Die sind ausgestorben, weil vor ein paar Tausend Jahren die aus dem Süden, über das Gebiet der heutigen Türkei, kommenden Bauern und Viehzüchter durch eine genetische Mutation Milch trinken konnten und dadurch einen deutlichen Überlebensvorteil hatten.

    Wir leben alle auf EINER Erde. Auf der wandern wir herum seit es die ersten Menschen gibt. Wir sind Wanderer. Die Wanderungen lassen sich die gene strains nachweisen. Wanderungen sorgen für eine Verbreitung der Gene.

    Ländergrenzen sind etwas hirnloses. Nationalitäten sind etwas für Vollidioten.

  56. Karl Valentin says:

    Fremd ist der Fremde nur in der Fremde.

  57. Michael says:

    Nennen wir sie einfach “Futures”, ist leider wieder ein
    englisches Wort und börsenbelastet, aber es trifft den Kern. Ohne sie ist Wohlstand im Deutschland von morgen und übermorgen nicht denkbar.
    Andererseits sollte man eigentlich keinen neuen Stempel finden, sondern vielleicht schlicht an willkommene und NOT-wendige Mitbürger denken.

  58. Berlinerin says:

    Wenn es die Neoliberalen und die Neokonservativen und was weiss ich nicht noch an Neos gibt, dann bin ich hier für den Begriff Neogermane ;) . Wobei ich Immis auch nicht schlecht finde, lässt sich leicht merken :) .

  59. Daniel says:

    Leidkulturelle

  60. Daniel says:

    präventive Genpoolerweiterungsmasse

  61. Pitzente says:

    Klasse Projekt!!

    Lasst uns das alles nicht so ernst nehmen…..
    Die Realität ist ernst genug!!

    Meine Vorschläge:

    -Aussergeländer

    -unterschiedlich deutsch

    -Teilzeitbürger

    -angehende Deutsche

    -zeitweilige Deutsche

    -temporäre Mitbürber

    Mit ausländische echte Grüße……..

    Pitzente

  62. BloodyFox says:

    “Die Anderlinge”

  63. Justin says:

    Deutsche?! Europäer?! oder vielleicht Freunde?! Es sollte egal sein, wir sollten aufhören mit solchen rassistischen Einordnungen von Menschen. Wir sollten lieber daran arbeiten mit einander klarzukommen. Anstatt stänid über solche dinge zu debattieren…

  64. Sibel Güler says:

    MimiMi
    für Menschen mit Migrationshintergrund

  65. Hartwig Lein says:

    Was spricht gegen “Bereicherer”? Die Politiker werden doch nicht müde, uns zu erklären, wie bereichernd die Zuwanderer sind.

  66. Hajue says:

    Warum lassen wir es nicht einfach bei der Bezeichnung der je eigenen nationalen Identität. Wie in den USA Deutsche, Juden, Iren, Mexikaner etc. als Einwanderer sich noch lange Zeit selbst und auch von Aussen so sehen, auch wenn sie schon längere Zeit US-Bürger sind, so sind es eben Inder, Türken, Marokkaner etc., die sich, sofern sie die Staatsbürgerschaft haben, als Deutsche bezeichnen dürfen und auch so behandelt werden wollen und sollen. Özil, Podolski, Özdemir sind Deutsche. Sie können sich orienteren am Land ihrer Herkunft oder Mütter und Väter, zusammenschließen in Gemeinden etc., wir (mit unseren verlorenen Spuren der Einwanderung) können sie nach Lust und Laune als Türken oder Polen bezeichnen, das beinhaltet weniger Diskriminierung als solch ein als soziologische Klassifizierung daherkommendes Wortungetüm “mit Migrationshindergrund”.

  67. krümel says:

    wieso wird den mitglieder_innen diverser vertriebenenverbände eigentlich keine derartige bezeichnung zugeordnet?

    abgesehen davon ist es für ein humanistisches weltbild nicht förderlich, menschen, die zufällig kein mitteleuropäisches erscheinungsbild haben eine besondere bezeichnung zuzuweisen. letztlich ist eine besondere bezeichnung dieser menschen – wie immer sie auch sein möge – nur rassismus. menschen sind in erster linie menschen, egal wo ihre (groß)eltern herkamen. sie sollten nicht nach ihrem aussehen, sondern nach ihrem verhalten bezeichent werden, so denn eine gesonderte bezeichnung notwendig sein sollte. (so ist für oben genannte vertriebenenverbändler die bezeichnung nazis wesentlich treffender als migranten ;P)

    meiner meinung nach sollten menschen, statt ihre energie in die suche nach immer neuen bezeichnungen zur vertuschung ihrer angst vor fremden zu investieren, sich lieber bemühen, mit allen gleichberechtigt zusammenzuleben und zu akzeptieren, das alle ihr anrecht auf eigene identität haben.
    abgesehen davon ist es unverschämt, von menschen zu verlangen, deutsche zu werden. mir ist noch nie ein deutscher begegnet. entweder es war ihnen egal, oder sie waren bayern, schwaben, sachsen, berliner, sorben, friesen, franken…
    mit nationalismus kann mensch kein friedliches und freundliches miteinander erreichen!

  68. DieStimmeAusDemOff says:

    Was für Faschisten einen TAZ-Artikel kommentieren!

    Menschen wie alle anderen.

    Was soll das nationale Denken? Patriotism sucks!

  69. madenmann says:

    anti-deutsche

  70. fricus says:

    Wenn man den Bürger in der Wikipedia sucht, findet sich ein Eintrag über das europäische Mittelalter:

    Sie unterschieden sich vom einfachen „Einwohner“ durch besondere Bürgerrechte, das heißt Privilegien und Besitz. Einen minderen Rechtsstatus besaßen „Ausbürger“, meist Adlige, die keinen voll gültigen Wohnsitz mit Steuerpflicht und Mitbestimmungsrecht in der Stadt, sondern wegen ihrer Immunitätsrechte lediglich ein Wohnrecht ohne Beteiligung am Stadtregiment besaßen.

  71. Hatice says:

    Du darft bleiben was du bist: Mimihigru

  72. Strauch Dieb says:

    Einzelfall!!!

  73. Peter G. says:

    Kuffnukke.

    Wie wär das?

  74. Bösmensch says:

    Wie wärs denn schlicht mit:
    “Ausländer” für Nicht-Staatsbürger
    und:
    “Deutscher” für Staatsbürger?

    Aber nein, das wäre ja Zwangsgermanisierung und ausserdem viel zu einfach.

  75. vanessa says:

    Deutschtürke, Deutschjugoslawe, Deutsch-Chinese usw., bis der Mensch selbst die alte Heimat der Urgroßeltern weglassen möchte.

  76. Sonnenschein says:

    ———————————————–
    Nennt sie doch ganz einfach Menschen.
    ———————————————–

  77. vic says:

    Es geht nicht darum, ein anderes Etikett draufzukleben.
    Lassen wir das Etikett doch einfach weg.
    Für ein Miteinander ohne Vorbehalte.

  78. 3c5x9 says:

    etnisch gehandicapte Mitbürger

  79. Gülay says:

    Deutsche

  80. Lothar says:

    Einländer

  81. noevil says:

    Mihi-Menschen = Migrationshintergrunds-Menschen. Dafür könnte man die restlichen Mitbürger dann Michel-Menschen = Menschen die den deutschen Michel als Stammvater benennen. Klingt ziemlich ähnlich (gewollt) und diskriminiert deshalb nicht. Vielleicht macht so etwas dann den Ewig-Gestrigen endlich klar, welch immensen Genpool sie sich da entgehen lassen.

  82. nebeltau says:

    mein Vorschlag lautet:

    Mensch

  83. C. Weber says:

    Mehrsprachler

  84. jjulijan says:

    Aufländer

  85. Ghostlex says:

    Also ich favorisiere den Begriff “Mensch” ;) Übrigens hab ich hier öfter soetwas wie Ausländer gelesen und sowas, nur das dürfte auf ziemliche viele dieser Personengruppe nicht zutreffen, denn es besteht auch ein Migrationshintergrund, wenn sie in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, solange einer der nächsten Verwandten (Elternteil, Großelternteil) Ausländer war. Ich denke gerade deswegen is Ausländer eben nicht gerechtfertigt. Dasselbe kann dann auch für so etwas wie Mehrsprachler und alles, was iwie impliziert, dass die Personen definitiv voll zugewandert sind.
    Ich würde definitiv einfach Mensch sagen, denn die Herkunft muss doch im Allgemeinen keine Rolle spielen (Pressekodex erlaubt es auch nur, wenn es zum Verstehen einer Tat oder eines Ereignisses sinnvoll ist, oder?). Also bei den meist negativen Nachrichten, in denen man meint, man müsse sowas erwähnen, lasst es einfach weg. Bei Deutschen ist das ja schließlich auch meist egal.

  86. pep says:

    Migranette

  87. Sso says:

    Neoeuropäer

  88. Sabin aus Kiel says:

    Mitbürger oder Mitbürgerin, Kumpel oder Kumpelin,am besten finde ich aber: Gut-dass-du-dich-hierein-traust-das-ist-am-pädagogisch-wertvollsten-überhaupt :-) ))

  89. frlan says:

    Mensch, Freund, Bruder, Kollege, Geliebte(r)…. es gibt hinreichend Wörter dafür.

    Sinnlose Idee

  90. Dimitri says:

    Ich bin selbst ein Einwanderer und sehe überhaupt nichts schlimmes darin, Einwanderer auch als solche (oder als Immigranten) zu bezeichnen. Ich bin kein Migrant (Zu Deutsch “(Herum-)Wanderer”), ich ziehe nicht umher, von einem Land zum nächsten. Ich bin in dieses Land gekommen, habe nach einigen Jahren die Staatsbürgerschaft erhalten und habe nicht vor, mein Glück im Ausland zu suchen, ich bin hier eingewandert und hier bleibe ich. Das Wort Migrant bedeutet ja schon an sich, dass ein Migrant eben weiterzieht, dass er kein festes Zuhause hat, keine Wahlheimat, die er nicht mehr verlassen möchte, dass er wie ein Nomade irgendwann seine Sachen mitnimmt und das Land verlässt, weil ihn hier nichts hält, weil er eben nicht dazugehört. Die Probleme, die die Eingeborenen mit den “Migranten” zu haben scheinen, kommen aber gerade daher, dass diese eben NICHT weiter ziehen wollen, sie wandern nicht herum, sie sind eingewandert und hier geblieben. Ein Hintergrund schleppen die Einwanderer auch nicht hinter sich her. Dieser Hintergrund wird praktisch wie ein Brandzeichen behandelt, ein Nachkomme von Einwanderern, egal wie gut er sich integriert oder gar assimiliert hat, kann seinen “Hintergrund” nicht loswerden. Dieses Festhalten an diesen unmöglichen Bezeichnungen und Wortungetümen ist genauso rassistisch, wie die Wörter “Ausländer”, “Immigrant”, “Einwanderer” etc. Sie alle sind letztlich wertfrei und beschreiben nur Tatsachen, sie werden nur rassistisch und politisch unkorrekt, wenn man sie in einem rassistischen Zusammenhang benutzt. Genauso ist “Jude” ein rassistisch belegtes Schimpfwort unter Nazis, muss man das Wort nun meiden?
    Ich bin dafür, dass alles bei seinem Namen genannt und mit dem latenten Rassismus in unserer Gesellschaft (und damit meine ich die deutsche, mein “Hintergrund” ist mir da egal) direkt gekämpft wird, anstatt ihn unter der Decke der politisch korrekten Terminologie zu verstecken. Einwanderer sind Einwanderer (oder eben Immigranten), ihre Kinder sind eben Kinder von Einwanderern oder “Deutsche mit irgendwelchen Wurzeln” oder “Deutsche irgendeiner Abstammung” oder was auch immer, aber doch keine Leute mit einem Hintergrund. Deutschland ist ein multiethnisches Land, ob die Rechten das nun wollen oder nicht, und welche Probleme soll denn bitte ein Nichtrassist mit der Abstammung seines Gegenübers haben?

  91. DanielSUN says:

    deutsche Ausländer oder “Hartzausländer” :-)

  92. lal baba says:

    eine kiwi ist eine kiwi und wir bezeichnen sie nicht als auslandsfrucht. wozu überhaupt eine bezeichnung wollen? einer kommt aus einem haushalt, wo ex-sowiesoländer leben und die andere kommt aus einem apothekerhaushalt.

    eine politisch korrekte bezeichnung gibt es sowieso nicht, denn diese differenziert ja zwischen tomaten aus italien und terroristen aus … nur die politik erfindet diesen “sachverhalt” (mit visa und all dem scheiss).

    es gibt millionen von “kasten” in unserer gesellschaft und wir brauchen keine neue. der bayer ist der bayer und der berliner isst eben keine berliner sondern pfannkuchen. in berlin berliner zu bestellen kommt einer rassistischen aeusserung gleich und in frankfurt regt sich keiner über frankfurter auf.

    der trennungsgedanke wird hier von der taz weitergeführt. wozu ein wort? wozu braucht man diese info das da eine enkelin einer türkin, deren muter aus spanien und der vater aus kiwistan oder sonstwo ist ?

    wenn nicht getrennt wird, existiert das thema gar nicht. es gibt die blöden und die tollen und ob das nun ein chinese oder einer vom mars ist, ist egal.

    kapitalismus funktioniert nur durch trennung, das ist das feuer dieser geldscheissenden flamme … liebe taz, trennt nicht – vereint, das wäre die grösste kulturrevolution, die je deutschen rasen betreten hätte …

    der sog. “westerner” im ausland Indien grüsst die tazzis
    und die, die noch lesen können, die sog. leser

  93. Was mit Migrationshintergrund « stohl.de says:

    [...] [...]

  94. Boris says:

    “Illegaler” finde ich passend.

  95. Malin says:

    Man sollte uns einfach nur Deutschen nennen. Denn das sind wir trotz Migrationshintergund, auch wenn uns dieser vielleicht einen Einblick in eine andere Welt erlaubt bzw. ermöglicht.

  96. Hervee says:

    Wie wäre es mit Auswanderer? Bin ich schlieszlich selbst. Oder bin ich nur in Deutschland Auswanderer und in Dänemark Einwanderer?
    Mein Hintergrund hat sich mehrere Jahrhunderte nicht vom Fleck bewegt, vielleicht bis auf einen Kolonisten, der aber zurückkehrte.
    Habe ich also überhaupt einen Migrationshintergrund, auch wenn ich selbst migriert bin?
    Ansonsten bin ich für “unsere Türken/Russen/Bayern usw.”

  97. ben_ says:

    In Ostwestfalen nennt man ja alle, die von woanders wech kommen “Zugezogene”.

  98. Tortilla says:

    “Migrohomo” – Wandermensch
    angelehnt an
    “Migrobirdo” – Wandervogel

  99. IBQ says:

    Integrator 5.0

  100. Tad Baste says:

    Lebendes Plastilin

    Ist in verschiedenen Farben erhältlich, wird gerne nach Wunsch geformt, hat für sich gesehen mal keinen Wert und kann trotzdem ein Kunstwerk sein, was aber wie immer im Auge des Betrachters liegt.

  101. AutonomerBonze says:

    sag mal, sind die hausbesuchszeiten aus den 80ern bei der taz eigentlich noch aktuell?

  102. Holzbein says:

    Es war noch kein passendes Wort dabei. Meine Kinder sind auch “Menschen mit Migrationshintergrund”, da meine Frau keine deutsche ist. Trotzdem sind und fühlen sich meine Kinder genauso Deutsch wie alle anderen – hmm ja was eigentlich ? Hier geborenen ? Akzentfrei deutsch sprechenden ? Da komme ich schon ins trudeln.

    Sie sind Deutsche, und doch in der Menge “Deutsche mit Migrationshintergrund” eingeschlossen, wie es kein anderer Ausdruck vermag. Sie sind eben nicht eingewandert, und doch haben sie auch afrikanische Wurzeln (wie übrigens jeder von uns, wenn wir nur weit genug zurückgehen).