Wie auch die taz früher Pädophilie bagatellisierte

Im Frühjahr 2010 diskutierte die Öffentlichkeit heiß über Pädophilie in der katholischen Kirche. Zu diesem Zeitpunkt begann die taz mit der Aufarbeitung ihrer eigenen Geschichte und berichtete im April 2010 auf einer Doppelseite, dass Pädophilie im Blatt zeitweise salonfähig war. In der vorvergangenen Woche wurde bekannt, dass der taz-Mitbegründer Dietrich W. zuvor als Pädagoge an der Odenwaldschule Kinder missbraucht hatte – wieder berichtete die taz über diesen Fall und das linke Milieu, das Pädophilie billigte. Die taz wird auch in Zukunft weiter ihre eigene Vergangenheit berichten – was nicht so einfach ist, weil viele Artikel in den Anfangstagen der taz nur mit dem Vornamen der Autoren gekennzeichnet waren und sich die Belegschaft der taz in den vergangenen Jahrzehnten weitgehend ausgewechselt hat – doch wir werden weiter recherchieren. Heute geht taz-Redakteur Jan Feddersen der Frage nach, in welchem Umfeld ein Verbrechen wie Pädophilie eigentlich gedeihen konnte und warum viele der Personen, die damals im linken Milieu aktiv waren, sich heute der Aufarbeitung verweigern:

Seltsam, dieses Schweigen. Eine Wortlosigkeit, die eventuell mit der Haltung von Eingeschnapptheit zu tun haben könnte – wo gibt es schon Foren, in denen sie zu Wort kommen könnten? Doch wäre es nicht interessant zu erfahren, wie die Denker und Macher der bundesdeutschen Schwulenbewegung der frühen Siebziger bis Ende der Achtzigerjahre diese Fälle inzwischen einschätzen?

Monatelang ist die halbe Republik entsetzt ob der Enthüllungen zum sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch Priester, um den Klerus in einem für ihn ungewohnten Maße unter Begründungszwang zu setzen; Woche für Woche wird, weiters, der tatsächliche emanzipatorische Gehalt der sogenannten Reformpädagogik gewogen – und für zu leicht befunden. Denn das, was aus den Abgründen der Odenwaldschule bekannt wird, ist dem Publikum unappetitlich. Und stets geht es um sexuelle Gewalt, die mit dem Wort „Pädophilie“ allerdings nur unzulänglich beschrieben ist.

Denn es meint Freundschaft mit Kindern und kaum geschlechtsreifen Jugendlichen – aber um Freundschaft geht es Pädosexuellen vielleicht auch, meist jedoch um Sexuelles. Die Schwulenbewegung, die in der Bundesrepublik Anfang der Siebziger mit Rosa von Praunheims Film „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ die Bühne der Öffentlichkeit betrat, hat sich von Pädosexuellen nicht distanziert. Und wollte dies auch nicht.

Das verdient Erklärungen, wenigstens annäherungsweise, denn die Protagonisten jener Jahre sind auf dem Altenteil, nicht mehr am Leben, halten jedenfalls die Lippen geschlossen, so, als wolle man mit den Gründungsmythen jener Jahre nicht mehr konfrontiert werden. Einige Schlaglichter? Männer wie die Niederländer Edward Brongersma und Frits Bernard, auch der in Hannover lehrende Sozialpädagogikpapst Helmut Kentler zählten zu den wichtigsten Stichwortgebern einer Bewegung, die nicht allein die Entkriminalisierung von Homosexualität forderten, sondern insgesamt die Abschaffung des Sexualstrafrechts vorschlugen – die, wie es noch in den Neunzigern in Resolutionen linker Initiativen hieß, „intergenerationelle Sexualität“ sollte aus dem Strafrecht getilgt werden.

In den Anfangsjahren der taz, als eine kleine Gruppe von HomoaktivistInnen gelegentlich eine Seite der Zeitung zubereiteten, wurde unumwunden „die Möglichkeit“ gefordert, dass sich „Schwule, Lesben, Pädophile, Transsexuelle etc. sich autonom organisieren“ können. Damit waren diese ehemaligen taz-KollegInnen keineswegs avantgardistisch oder gegen den Zeitgeist unterwegs, sondern im Mainstream der linksalternativen Bewegung.

Das umstrittene Manifest eines Pädophilen in der taz vom 16. November 1979

Das umstrittene Manifest eines Pädophilen in der taz vom 16. November 1979

Die in Nürnberg beheimatete Indianerkommune war in jenen Jahren ein auf grünen Parteitagen oft erduldeter Faktor – junge, zottelig-hippiesk aussehende Menschen forderten von der eben gegründeten Partei, sich ihrer politisch anzunehmen. Straffreiheit für Sexualität zwischen Erwachsenen und Kindern lautete der Generalbass, und nur mit Mühe konnte sich das früh ökologische Parteivolk sich dieser Zumutung erwehren.

Das Thema Pädosexualität war, ließe sich sagen, für die Aktivisten selbst kein grundnötig zu erörterndes. Man war beschäftigt, damals in den Siebzigern, Achtzigern. Zunächst mit der nach wie vor existierenden Strafformel des Paragrafen 175, der immerhin seit 1969 keinen nationalsozialistischen Gehalt mehr hatte und einvernehmliche gleichgeschlechtlichen Sex zwischen Männern nicht mehr unter Strafe stellte. Und man hatte mit der Infektionskrankheit Aids zu tun. Es galt, im Zusammenhang mit dieser drohenden Epidemie jeden Versuch der Neuinszenierung des Hasses auf schwule Männer zu bekämpfen. Pädos? Existierten irgendwie nicht, gibt jeder zu Protokoll, den man heute zu diesem Thema befragt.

Die bizarre Weichheit jenen gegenüber, die ihr Recht auf straflos sexuelle Kontakte zu Kindern und Jugendlichen betonten, hat natürlich auch viel mit der Stimmung in den Siebzigern zu tun. Schulen und Elternhäuser waren weithin als Orte von Gewalt in Erinnerung; Kinder und Jugendliche zu schlagen ist erst seit den rot-grünen Koalitionsjahren verboten – gegen den Widerstand der Union. Sexualität, einvernehmliche, zärtliche, galt als Schlüssel zu einer besseren Welt, zu einer, so lauten einschlägige Chiffren, Menschlichkeit ohne neurotischen Panzer. Kinder und Jugendliche galten als Objekte der Befreiung aus den Fängen einer irgendwie noch nationalsozialistisch nachwirkenden Gewaltpädagogik.

Spätestens Anfang der Neunziger musste diese Naivität passé sein. Feministische Initiativen wie „Wildwasser“ – wie problematisch deren Erhitzungsfantasien ob des Themas sexueller Missbrauch in juristischer Hinsicht auch waren – holten das Thema aus dem Graufeld des Undeutlichen. Nun konnte nicht mehr ignoriert werden: dass es, zumal in den Zeiten des Internets, eine kriminell organisierte Szene der Pädosexuellen gibt; dass eine einvernehmliche Sexualität zwischen Erwachsenen und Kindern nicht existiert, wie im Übrigen dies auch ein Sexualwissenschaftler wie Martin Dannecker schrieb. Die Zeit, in der man seitens der linken Schwulenbewegung an der Kumpanei mit Pädos festhalten konnte, war nicht mehr günstig.

Undenkbar war fortan, sich mit einem pädosexuellen Literaten wie Peter Schult Solidarität zu üben. Der hatte eine astreine pädosexuelle Identität, und zwar bekennenderweise. Sein im linken Trikont-Verlag 1978 erschienenes Buch „Besuche in Sackgassen“ war ein kleiner Bestseller in der alternativen Szene – man goutierte Schults Affinität zur RAF, zu Drogen, zum Anarchismus, seine Mitarbeit in der Roten Hilfe München.

Als er 1982 erneut wegen sexueller Handlungen mit Jugendlichen, die noch keine 14 Jahre alt waren, angeklagt wurde, erhielt er öffentliche Unterstützung durch linkskulturelle Promis jener Jahre, etwa Volker Schlöndorff, Margarethe von Trotta oder Brigitta Wolf. Auch die taz berichtete mehrfach mitfühlend über den Mann, der gelegentlich für sie schrieb. Ein Verfolgter wie er – durch ihn hatte auch das Pädosexuelle nicht mehr den fiesen Beigeschmack des Kinderschänderischen.

Die Homobewegung, die auf Bürgerrechtlichkeit, auf das Projekt Eingetragene Lebenspartnerschaft und die Gleichheit der Rechte mit denen Heterosexueller setzte, hatte allerdings nichts, gar nichts mehr mit Pädosexuellem zu tun – dafür sorgten schon die Frauen, die in Organisationen wie dem Lesben- und Schwulenverband Gewicht und Stimme hatten. Die Forderungskataloge der CSDs sind frei von Missverständlichkeiten.

In der linken Szene träumte man freilich weiter vom Recht auf „intergenerationelle Sexualität“, vor allem taten dies so verschiedene Initiativen aus dem inzwischen gestorbenen Bundesverband Homosexualität. Was deren Aktivisten heute zu sagen haben, ist offen: Sie verweigern das Gespräch.

Öffentlich ist immerhin das Buch vom Soziologen und in der Homoforschung rührigen Rüdiger Lautmann, einst an der Universität Bremen tätig. Sein Buch, „Die Lust am Kind“ von 1994, ist keineswegs als ein Plädoyer für die Freigabe von Sex mit Kindern gemeint. Lautmann ließ in seiner Untersuchung Männer zu Wort kommen, die als Sexualobjekte Jungs bevorzugen. Diese Fibel las sich jedoch wie eine missglückte, bejahende Einfühlung in die Gemüter von Pädos – eine Art Beschwichtigung. Die Folgen sind langfristiger Art. Lautmann hat sich in der Homopolitszene mit diesem Essay heftig diskreditiert, bis heute.

Sexualität zwischen Erwachsenen und Kindern ist, so der Sexualwissenschaftler Volkmar Sigusch, das einzige Tabu, das nach den Zeiten der sexuellen Aufklärung blieb. Alles andere ist erlaubt und sickert mehr und mehr in den Mainstream – und als erste Regel immer, dass das Gesetz der Einvernehmlichkeit zu gelten hat.

Publizistisch bagatellisierte der in der taz schreibende Elmar Kraushaar das Pädosexuelle bis in die Neunziger. Die Abgrenzung einer Homogruppe von Pädos ginge nicht an. Das las sich 1995 so: „Die Erpressung der Rechten [Christen, Konservativen, die Red.] zündet allerorten, und Ausschluss und ,Nichtbefassung‘ treten an die Stelle von politischer Auseinandersetzung. Für den Eintritt ins Establishment wird bar bezahlt. Wer wird nach den Pädos als Nächster dran sein?“

Schlägt man die Pädos, so diese linke Logik, werden auch die Homos bald in Knäste gesteckt. Eine Denkweise, die wenigstens eine milde Form von Verfolgungswahn umreißt.

Kommentare (50)

  1. Am Freitag hatte ich geschrieben, dass wir hier kein Forum bieten wollen für eine Diskussion darüber, ob es sich bei Pädosexualität um ein Verbrechen handelt oder nicht. Erwünscht seien dagegen z.B. weiterhin Diskussionen über das Schweigen der linken Szene oder über die Frage, ob die taz ihre Geschichte zu spät und/oder nicht konsequent genug aufarbeitet. Leider hat sich keine dieser Debatten hier weiter entwickelt. Ich schließe daher die Kommentare jetzt. Sollten Sie damit nicht einverstanden sein, können Sie sich bei mir, bei der Chefredaktion der taz (die tageszeitung, Ines Pohl, Rudi-Dutschke-Straße 23, 10969 Berlin) oder in Ihrem eigenen Blog beschweren.

  2. @ Thom:

    „Und jemandem Bildzeitungsniveau nachzuweisen, ist kein Totschlagargument, sondern für den so Entlarvten ein Armutszeugnis, das, wo noch Restverstand vorhanden wäre, zum sofortigen Suizid Anlaß zu geben nicht verfehlen würde.“

    1. es dürfte schwierig für Sie werden, hier irgendjemandem Bildzeitungsniveau „nachzuweisen“.

    2. Indirekt fordern Sie Menschen, die Ihren „Argumentationen“ nicht folgen können oder wollen, sich am besten gleich selbst umzubringen.

    Wer entlarvt sich denn hier selbst? Andersdenkenden den Tod wünschen… DAS hat in der Tat weder die Bildzeitung noch die taz drauf.
    Dazu muss wohl nicht mehr allzuviel gesagt werden.

  3. @Adultoverweser
    Es fällt mir schwer, Ihnen zu antworten. Ich kann Ihren Ausführungen in keiner Weise folgen, so wie Sie reziprok meinen nicht folgen können. Das mir eine Antwort nun so schwer fällt, mag vor allen darin liegen, dass ich innerhalb Ihrer sehr persönlichen Ausführungen jenen Satz las:

    „ Durch diese umständliche suche fühle ich mich um jahre beklaut“.

    Ich fühle mich ebenfalls meines Lebens beraubt, weil ich das bekam, wonach Sie mühsam suchten. So kommunizieren wir beide in einer Verkehrung miteinander. Deswegen können Sie auch den Teil meiner Ausführungen folgen, in dem ich sarkastisch argumentiere; wo ich aber wieder zu meiner Position gelange, dass unsere Auffassungen ohne Gemeinsamkeit sind und diametral zu einander stehen.

    Ab meinem fünften Lebensjahr hatte ich sexuellen Kontakt zu einem Erwachsenen, ab diesem Lebensjahr habe ich onaniert und ab da an war ich auch sexualisiert. Und Sex war gleichgesetzt mit Liebe und Zuwendung. Und ab der ersten Klasse betrachtete ich meine Klassenkameraden stets unter sexuellen erotischen Aspekten. Freundschaftliche Annäherungen bedeuteten für mich sexuelle Annäherungen. Da war eine Kontaktaufnahme nicht möglich. Und an Erwachsene war ich nicht interessiert. Ich fühlte mich in meiner Entwicklung behindert – wurde in meiner Entwicklung durch meinen Stiefvater behindert. Und warum ich später Sex mit vorwiegend Erwachsenen hatte? Weil diese Männer es waren, die schon in den Startlöchern lauerten, um mir in Toilettenkabinen ihre Liebe zu schenken. Ich empfinde meine Kindheit und Jugend durch den Sex vergiftet. Und innerhalb dieser – meiner – Erfahrung empfinde ich Sex mit Erwachsenen als Schmutz. Und das in etwa, weil diese unbedarft sind, weil eine restriktive Gesellschaft ihnen kein Übungsfeld schafft, um erfahrener mit Kindern umzugehen – und vielleicht eine übermäßig sexuelle Erregtheit zu unterdrücken, die ein Kind vielleicht nicht versteht und die in ihre Heftigkeit ein Kind ängstigen kann.

    Des Weiteren schreiben Sie:

    „ WAS noch dazu kommen sollte, damit diese ekelhaften drangsalierungen in pädopädagogischer hinsicht eben nicht mehr passieren. elternhäuser, und andere betreuungssümpfe habenes genauso wenig geschafft,nicht integrierbaren kindern eine perspektive zu bieten, wie die pädophilen auch nicht. Meinetwegen kann das schutzalter auf null, und das volljährigkeitsalter auch wenn ihr beiden, ihr pädos und ihr pädagogen zeigt wie das geht eine gesellschaft aufzubauen, in der kinder vollwertig und neben uns grossen selbstbestimmt leben können wie sie möchten.“

    Die Pädagogik greift also drangsalierend in die Lebenssphäre des Kindes ein. Im Verein mit der restriktiv-normativen Gesellschaft beraubt sie dem Kind die Möglichkeit, sich positiv zu seinen – von Ihnen vorausgesetzten – sexuellen Wünschen zu Erwachsenen zu äußern, ohne zugleich „weg vom Fenster“ zu sein.
    Wie gelangt denn ein Kind dazu, selbstbestimmt zu handeln? Vielleicht können Sie mir zustimmen, dass das einen Lernprozess erfordert, und dass Erwachsene einen Lernvorsprung gegenüber Kinder haben. Wie soll Kindern etwas vermittelt werden, wenn jedwede Pädagogik eine Invasion des Kindes bedeutet, die das Kind ja Ihrer Meinung nach behindert und nicht fördert. Ich glaube Sie entkommen diesem Dilemma nicht, indem Sie eine Antipädagogik fordern. Außerdem halte ich sexuelle ebenso für einen Eingriff in das Leben von Kindern. Was soll daran freier sein als Pädagogik. Können Sie sich an den Zeitpunkt erinnern, als Sie zuerst mit sexuellen Wünschen einen Erwachsenen selbstbestimmt – ohne Einfluss von außen – suchten? Wie immer Sie es nennen, was immer sie abgeschafft und vermieden wissen wollen, es greift bestimmend in das Leben des Kindes ein, weil es die – wie auch immer gestaltete – Lebenswelt bestimmt. Die Welt in die ich geboren werde ist immer schon von meinen Vorgängern bestimmt. Und wenn mir dies nicht gefällt und ich die Gelegenheit bekomme die Welt nach meinen Gutdünken zu gestalten, gestalte ich sie für meine Nachfolger mit, bis diese selbst entscheiden können, wie sie dazu stehen, was sie wollen und nicht wollen. Mir meiner Geburt aber bin ich immer erst einmal ausgesetzt. Da ist es gleich, ob es eine regellose Welt ist oder eine normative. Auch mit ihren Vorschlägen bestimmen sie die Welt des Kindes, greifen in diese Welt ein. Und sich einem Kind sexuell zu nähern, ist doch zumindest genauso invasiv wie die von Ihnen gescholtene Pädagogik, die Sie als repressiv erfahren haben. Ich sehe in der von Ihnen geforderten Libertinage nach wie vor keine Befreiung des Kindes.
    Ich muss schließen, da die Arbeit ruft.

  4. Hi Magenkrampf

    Sie schreiben richtigerweise: „Ich höre immer nur die “Pädophilen” sprechen, die von ihren Gefühlen zu Kindern sprechen, von ihren Empfindungen und Begierden.[..]Nach meiner Gefühlswelt als Kind wurde ich nämlich nicht befragt. Ich war kein Teilnehmer (wohlgemerkt als Kind) der zu seinen Gefühlen befragt wurde, nicht befragt wurde, was ich wohl empfinde, wenn Papi zu mir ins Bett kommt und des Erlkönigs schönen Spiele mit mir spielt. Ich war nicht Teil einer wissenschaftlich gestützten Erhebung zu positiven Auswirkungen des Sexualverkehrs als Kind mit Erwachsenen. Und auch heute weiß ich nichts von einer aktuellen Erhebung, in der Mädchen und Jungen (sagen wir mal zwischen fünf und 14 Jahren) befragt werden, was es ihnen denn gibt sexuelle Kontakte mit erwachsenen Freunden zu haben. Wie es ihre Lebens- und Erfahrungswelt bereichere. Es sprechen immer nur Erwachsene ÜBER ihre sexuell-freundschaftlichen Kontakte. Die Kinder bleiben stumm. Warum beteiligen sich denn aktuell hier keine Kinder an der Diskussion und brechen eine Lanze für ihre pädophilen oder sonstigen Freunde mit denen sie ins Bett gehen? Müsste ein Kind, das sexuelle Kontakte zur älteren Generation pflegt und davon beglückt ist, nicht in der Lage sein, sich hier einzuschalten? Sie fühlen sich beklommen,

    Sie glauben also Kinder und Jugendliche würden also im heutigen Klima bei einer solchen „befragung“ irgend welche positiven antworten geben? In einem Klima, in dem verlangt wird NUR über NEGATIVES zu berichten? Wobei wir für mich bei den entscheidenden Punkten dieser Diskussion angekommen sein dürften. Erklären sie auf der einen Seite gut, dass die erwachsenen Pädophilen es sind, die ihre Interessen artikulieren und das kind nicht nach seinen befragt wird, fragen aber überhaupt nicht, warum oder „ist das überhaupt o f f e n möglich“- gehen dann am ende aber trotzdem wieder über diesen richtigen ansatz hinweg und äussern sich doch selber als erwachsene wieder darüber, was denn nun gut sei fürs kind. ja haben s i e denn schon mal kinder darüber befragt, was sie dazu schreiben, was sie am schluss schreiben? „Das Kind sucht Schutz und keinen Schmutz“. Sex als Schmutz also. Kein Sex als sauber. Achso.- siehe meine darstellung über EKEL, abner nicht an sich. Sind ihnen ihnen da keine antworten gegeben worden, man teile ihre schmutzigkeits- ansichten nicht?

    Für mich entspricht das was sie machen, genau dem zweiten verfügungsansatz über kinder nämlich dem pädagogischen, der sich im grunde als VERFÜGENDER null davon unterscheidet,was eben „den“ pädophilen zu recht vorgeworfen wird.

    Die frage warum (hier?) nicht kinder mit diskutieren, ist ebenfalls schnell beantwortet: was glauben sie wohl, wie schnell so ein „kind“ weg wäre vom fenster, wenn es hier seinen standpunkt etwa propädophil oder antipädagogisch, oder antipädophil UND antipädagogisch äussern würde? Das sind nämlich die drei antworten, die es NICHT geben darf. Von sich geben darf es nur ANTIPÄDOFILES und PROPÄDAGOGISCHES. es ist schlicht unmöglich, offen eine der ersten drei Antworten zugeben. Man würde das kind intellektuell und psychologisch fertig machen, plattreden, versuchen ihm habhaft zu werden, eine psychiatrische untersuchung starten usw.

    Das heisst: die gesellschaftliche atmosphäre, dass kinder sich in diese richtung äussern dürften, ist überhaupt nicht gegeben. Wie kann man nur den pädos diesen fakt a l l e i n e vorwerfen, sind es nicht die erziehenden, die auf rot schalten, wenn kinder ÜBERHAUPT aufmucken gegen zustände im elternhaus, unterdrückung in der schule, überwachung und kontrolle in der sexualität?

    Hier wäre der richtige ansatz, mal laut darüber nachzudenken, wie denn kinder und jugendliche in einem angstfreien klima überhaupt in solche auseinandersetzungen eingebunden und nach ihrer meinung befragt werden sollten?. Und das geht nur über eine debatte der Bedingungen von Möglichkeiten ausbeutungsfreier Selbstbestimmung für Kinder und Jugendliche.

    Ich jedenfalls hab es immer als kind gescheut, mich dermassen intellektuellen verbohrtheiten zu unterwewrfen und da mitzudiskutieren. Ich wäre nicht auf die idee gekommen, in solchen rahmen wie hier mit zudiskutieren – überhaupt meinen mund aufzumachen. Stattdessen hab ich in angst, schüchternheit und verklemmung mit vielen problemen so, dass man mir nur steine in den weg legte, meine eigenen situationen aufgesucht um das zu erleben, was man heute wie damals offenbar keinem kind zubilligen wollte. Durch diese umständliche suche fühle ich mich um jahre beklaut. Ich kann mich aber auch daran erinnern, wie ekelig sich manche typen anfühlten. Das kommt meiner meinung nach daher, dass sie nie gelegenheit hatten einzuzüben, wie man mit solchen sensibelchen wie mit mir umgehen kann. diese ekeltypen sind weit verbreitet und über all, aber das sind eben nicht alle. Aber es werden mit sicherheit nicht weniger, wenn das thema nur negativ besetzt in den gesellschaftlichen kloaken steckt, in denen es steckt. Für mich ist ganz klar, die gesetze, die die abhängigkeit und Entmündigung für KInder bringen, sind so ekelig wie die typen selbst, die es hervor bringt. Und die nicht ekeligen menswchen, die mir sehr viel gegeben haben in meinem leben die locht die gesellschaft gleich mit ein, treibt sie wie hasen, treibt sie in den tod, zestört die liebe. Ein grund mehr, sich aus dieser mörderischen gesellschaft zurück zu ziehen so weit es geht und für eine andere, bessere neue gesellschaft zu kämpfen, wo es diesen ekel leibhaftig umherwandernder paragrafengestalten und anderewr tickender zeitbomben nicht mehr gibt.dann aber muss zu einer gesetzesreform noch einiges dazukommen. Es reicht eben nicht einfach nur eine altersgrenze herab zu setzen. Wer das will, sollte hier mal schreiben WAS noch dazu kommen sollte, damit diese ekelhaften drangsalierungen in pädopädagogischer hinsicht eben nicht mehr passieren. elternhäuser, und andere betreuungssümpfe habenes genauso wenig geschafft,nicht integrierbaren kindern eine perspektive zu bieten, wie die pädophilen auch nicht. Meinetwegen kann das schutzalter auf null, und das volljährigkeitsalter auch wenn ihr beiden, ihr pädos und ihr pädagogen zeigt wie das geht eine gesellschaft aufzubauen, in der kinder vollwertig und neben uns grossen selbstbestimmt leben können wie sie möchten.

    Adultoverweser

  5. Oh ja, welch eine Befreiung endlich „Kinderficker“ schreien zu dürfen! In einem Land, in dem das ja fast ununterbrochen verboten war. Rabbiner waren für die Nazis Kinderficker wie Linke für die Bürgerlichen. Was für eine Befreiung wäre es, nicht mehr Schreien zu müssen. Wir fragen aber lieber Betroffene, denn wie jeder rechtsstaatlich Geschulte weiß, sind es immer die Betroffenen, die man objektivsten urteilen können.

    Geht’s um sexuellen Kontakt, muß jeder Jugendlichen geschützt werden, das ist klar. Wenn unser Lebensstandard von Kindern in Minen und Fabriken überhaupt erst ermöglicht wird, sind unsere ethischen Schutzstandards plötzlich ganz andere. Kurz: ne Fünfzehnjährige, die mit einem Mann schläft, muß um jeden Preis geschützt werden (vor den Bösen, den Kinderfickern, den Fremden), aber mit elf in einer Produktionsmaschine zerfetzt werden, weil wir uns sonst unsere Jeans nicht mehr leisten können, das ist okay.

    Lieber Prügeln als Streicheln. Früher Bild, heute auch taz. Und jemandem Bildzeitungsniveau nachzuweisen, ist kein Totschlagargument, sondern für den so Entlarvten ein Armutszeugnis, das, wo noch Restverstand vorhanden wäre, zum sofortigen Suizid Anlaß zu geben nicht verfehlen würde.

  6. @ hiro

    Nein, wahrlich keine guten Voraussetzungen für eine Diskussion.

    Ich habe gerade Ihren Beitrag gelesen. Und bin darüber noch entsetzter als über eher primitive Kommentare wie den von Thom, der mich so freundlich als „Schreihals“ bezeichnet hat.

    Wortreich, eloquent und scheinbar seeeehr verständnisvoll unterstellen Sie Menschen wie Magenkrampf und mir, nicht in der Lage zu sein, an einer Diskussion teilnehmen zu können, da wir als Opfer einseitig und voreingenommen wären.

    Mit anderen Worten: Auch Sie offenbaren sich hier als jemand, der uns nicht ernst nehmen will. Weil wir ja arme, traumatisierte Opfer sind, die aufgrund ihrer schrecklichen Vergangenheit nicht mehr in der Lage sind, klar zu denken.
    Das ist verletztend, das ist entwürdigend, das ist inakzeptabel.

    Ich halte mich für durchaus befähigt, angemessen zum Thema diskutieren zu können. Gerade weil ich diesbezügliche Erfahrungen habe.
    Und ich kann mich – so leid es mir für Leute, die denken wie Sie – nicht dazu durchringen, mich aus dieser Debatte herauszuhalten. Frei nach dem Motto: „Besser, ihr befindet darüber. Ich bin ja so befangen, weil ich bin ja ein Opfer.“

    Möglicherweise könnten Sie Menschen wie Magenkrampf und mir etwas Empathie entgegenbringen. Nur möglicherweise könnte es auch sehr, sehr weh tun, sich in unsere Seelen hinein zu versetzten.

    Zum Thema Therapie schreiben Sie:
    „Unter Monokausalität verstehe ich in diesem Zusammenhang, daß bei einem Patienten mit psychischen Problemen der Therapeut den Mißbrauch ausgräbt und anschließend alle Probleme damit begründet werden. Das wird in vielen Fällen sicher zutreffen, aber ebenso sicher nicht in allen. Man kann depressiv sein wegen eines Mißbrauchs in der Kindheit – oder wegen vielem anderem.“

    Einen merkwürdige und sehr pauschalisierende Auffassung von Therapie.
    Es wird sicher Fälle, wie Sie sie schildern, geben.
    Doch dürften diese in erster Linie auf eine äußerst mangelhafte Qualität des Therapeuten zurückzuführen sein und entsprechenden keinesfalls einem gängigen Standard.

    @ Magenkrampf
    Ich wünsch dir trotz allem eine gute Nacht. Ich werde wohl auch nicht den Schlaf finden, den ich brauchen würde.

  7. @s / @Ankh Morpork:

    Sorry, ich habe mich mißverständlich ausgedrückt: Es gibt ergebnisoffene Forschung, aber in welchem Verhältnis zur Empörungsindustrie? Noch schärfer vielleicht das Mißverhältnis in den Medien. Dort existiert diese Forschung praktisch nicht. Projekte wie das der Charité werden verurteilt, weil man ja dort den Tätern helfe und nicht den Opfern.

    @Magenkrampf:

    Sie schreiben viele wahre Dinge, ich picke mir mal ein paar heraus.

    Die Gruppe der Pädophilen kommt in der Diskussion kaum oder gar nicht zu Wort. Die Opfer dagegen melden sich verstärkt (das ist gut) oder werden von verschiedenen Gruppen lautstark vertreten (das ist nicht immer gut). Da gibt es ein deutliches Mißverhältnis.

    Ich behaupte, und damit picke ich mir Ihre zweite Aussage heraus, daß Ihre Sicht da etwas verzerrt ist: Ja, Sie sind befangen, weil sie selbst Opfer von Mißbrauch sind. Befangen zu sein ist nichts schlimmes, ich möchte Ihnen auch keineswegs Ihre Stimme in der Öffentlichkeit verwehren. Aber es wird eben doch deutlich, daß aus der Sicht des Opfers „zu wenig“ Opfer und „zu viele“ Pädophile ihren Standpunkt darlegen können. Das sehe ich, der weder Opfer noch pädophil ist, anders.

    Unter Monokausalität verstehe ich in diesem Zusammenhang, daß bei einem Patienten mit psychischen Problemen der Therapeut den Mißbrauch ausgräbt und anschließend alle Probleme damit begründet werden. Das wird in vielen Fällen sicher zutreffen, aber ebenso sicher nicht in allen. Man kann depressiv sein wegen eines Mißbrauchs in der Kindheit – oder wegen vielem anderem. Ob es in Ihrem Fall zutrifft oder nicht, wird niemand anhand einer Diskussion im Internet beurteilen können.

    Ein weiterer wichtiger Punkt, den Sie anschneiden: Kindesmißbrauch hat eher selten mit Pädophilie zu tun, selbst wenn man die „alle Pädophilen sind Kinderficker“-Definition hernimmt. Da geht es eben doch oft um Macht oder Verfügbarkeit – nicht zuletzt findet der häufigste Mißbrauch in der Familie statt. An dieser Stelle würde wohl auch ein Pädophiler zustimmen, daß es hier um Mißbrauch geht, der wahrscheinlich ein traumatisiertes Opfer zurückläßt.

    Der Punkt, an dem Sie meines Erachtens irren ist der, daß Sie Kindern keine Sexualität zugestehen. Das vereinfacht zwar die Argumentation ungemein, ist aber falsch. Und damit wird die Sache dann kompliziert: In einen Topf geworfen werden Pädophile, Ephebophile, Päderasten und sonstige Kinderschänder, und auf der anderen Seite stehen Menschen mit sexuellen Kontakten in der Kindheit – freiwillig oder unfreiwillig – oder nichtsexueller Mißhandlung, und beides dann traumatisiert oder auch nicht. Und über die Definition von „Kind“ und dessen sexuellen Wünsche (oder eben nicht) herrscht auch noch keine Einigkeit.

    Keine guten Voraussetzungen für eine Diskussion.

  8. @ hiro
    Ich weiß, ich sollte jetzt nicht anworten. Nicht um diese Uhrzeit, da mir die Beschäftigung mit diesem Thema meinen Schlaf rauben wird. Da ich aber nun ihre Entgegnung gelesen habe, wird sie mir so oder so den Schlaf rauben – einfach weil meine Gedanken um dieses Thema kreisen werden.

    Ich muss mich wohl zu der Gruppe jener zählen, die meinen, dass sexueller Missbrauch immer schlimm ist. Ich würde es wohl sonst kaum Missbrauch resp. sexuelle Gewalt nennen (es ist sozusagen wortimmanent). Aber ich will mal von der These ausgehen, das sexuelle Begegnungen zwischen Erwachsenen und Kindern – ergebnisoffen formuliert – nicht immer schlecht sein müssen, da es ja laut s nicht DAS Kind und DEN Erwachsenen gibt. Ich bin es also, der alles über einen Kamm scherrt und grob verallgemeinert. Wie aber stellt sich nun eine solch ergebnisoffene Diskussion dar? Wer spricht? Ich höre immer nur die „Pädophilen“ sprechen, die von ihren Gefühlen zu Kindern sprechen, von ihren Empfindungen und Begierden. Und es stimmt, ich, der als Kind dieser „pädophilen Gefühlswelt ausgesetzt war, will tatsächlich nichts davon hören. Nach meiner Gefühlswelt als Kind wurde ich nämlich nicht befragt. Ich war kein Teilnehmer (wohlgemerkt als Kind) der zu seinen Gefühlen befragt wurde, nicht befragt wurde, was ich wohl empfinde, wenn Papi zu mir ins Bett kommt und des Erlkönigs schönen Spiele mit mir spielt. Ich war nicht Teil einer wissenschaftlich gestützten Erhebung zu positiven Auswirkungen des Sexualverkehrs als Kind mit Erwachsenen. Und auch heute weiß ich nichts von einer aktuellen Erhebung, in der Mädchen und Jungen (sagen wir mal zwischen fünf und 14 Jahren) befragt werden, was es ihnen denn gibt sexuelle Kontakte mit erwachsenen Freunden zu haben. Wie es ihre Lebens- und Erfahrungswelt bereichere. Es sprechen immer nur Erwachsene ÜBER ihre sexuell-freundschaftlichen Kontakte. Die Kinder bleiben stumm. Warum beteiligen sich denn aktuell hier keine Kinder an der Diskussion und brechen eine Lanze für ihre pädophilen oder sonstigen Freunde mit denen sie ins Bett gehen? Müsste ein Kind, das sexuelle Kontakte zur älteren Generation pflegt und davon beglückt ist, nicht in der Lage sein, sich hier einzuschalten? Sie fühlen sich beklommen, wenn Päderasten Angst haben müssen, sich hier zu äußern, weil sie dann einer Hexenjagd zum Opfer fallen. Ich habe Beklemmungen, wenn mir ein Päderast sagt, mein Stiefvater habe mir Gutes getan, habe mir seine Liebe gegeben (nicht direkt aber doch immanent, wenn er sein Credo vom Stapel lässt, das Sex mit Mädchen oder Jungen etwas Schönes für alle Beteiligten sei). Denn damit würde wieder mein Empfinden, würden meine Gefühle des Abscheus, der sich in jeder Faser meines Körpers festsetzte, und der nur durch einen Abspaltungsprozess erträglich wurde, in Frage gestellt. Und abermals würde ich gesagt oder subtil vermittelt bekommen: „Was du fühlst ist falsch. Ich liebe dich, und wenn man sich liebt macht man sowas. Wenn du das nicht machen willst, liebst du mich nicht.“ Aber ich liebe dich doch, mag das Mädchen oder der Junge sagen – und wird das tun, was die Liebe gebietet und fordert! Wer also wird in den Studien (die s uns ans Herz legt zu studieren) befragt, wer kommt in ihnen zu Wort? Der Päderast oder die Kinder?

    Und doch kommen die Kinder zu Wort: Das bin ich und auch Frau ?!?!! . Aber wir sind ja befangen, wir schließen unstatthaft (hexenjägerisch) auf andere, unterstellen anderen Kindern, mit ihren erwachsenen Sexualpartnern unglücklich zu sein und von ihnen beschädigt (auf lange Zeit) zu werden. Paradoxerweise zählen wir, die sexuelle Gewalt erfahren haben und sie als als solche zu benennen wagen, nicht und all die anderen, die ich persönlich kenne oder die sich melden; wir alle fallen anscheinend unter die Promille-Grenze, sind ein statistischer Grenzfall, der sich aus Geltungsbedürfnis hervortut (wäre es nicht ironisch, wenn die damaligen sexuellen Kontakte daran Schuld wäre – man sollte das mal wissenschaftlich untersuchen).

    Verstehen Sie unter Monokausalität, die Ihres Erachtens die Wahrheit sexuellen Missbrauchs verfälscht, dass ich als fünfjähriger auch meinen Anteil daran hatte, dass sich mein Stiefvater nachts zu mir ans Bett schleicht, mich weckt, indem er mir den Kopf streichelt bevor er zu anderen Körperregionen gelangt? Vielleicht hatte ich ja gerade von ihm geträumt und er ist nur meinen Träumen gefolgt? Und er war mir willfährig und nicht ich ihm. Ich sollte also nicht so monokausal verengt denken. Gibt es Studien zu den Polykausalitäten sexueller Begegnungen? Welche weitern Kausalen Zusammenhänge könnten ihn und jeden anderen Päderasten entlasten? Sie sehen wir kommen da nicht zusammen. Als Opfer, das mit den Folgen lebt, gestatte ich mir meine Ansichten aus der eignen über Jahre erworbenen Anschauung.

    Es geht mit nicht darum Pädophile auf dem Scheiterhaufen der öffentichen Empörung brennen zu sehen. Diese Empörung der unbeteiligten in diesen „Erlebnissen“ (Anführungszeichen, denn letztlich wurde mir mein Leben geraubt) unerfahren Öffentlichkeit behagt mir nicht. Oft erkenne ich darin nur das Ausleben niedriger Instinkte, die sich erhaben glaubend (aber oft fühllos sind), auf noch niedere Instinkte tobend stürtzen. Aber das Ausleben pädophiler Neigungen werde ich niemals billigen können und es sind beileibe auch viele Nicht-Pädophile, die sich sexuellgewalttätig an Mädchen und Jungen vergehen, was ich ebenfalls verabscheue – mein gesamter Körper verkrampft sich bei dieser Vorstellung vor Abscheu. Das ist das Ergebnis: die Prägung des Abscheus. Er ist in mir und wird mich nicht verlassen. Und ich habe es mir nicht ausgesucht. Und ich habe diese sexuelle Begenung nicht gewollt. Und wenn Kindern unterstellt wird, Sex mit Erwachsenen zu suchen, muss man ihm auch zugestehen, ihn nicht zu wollen. Aber die Projektionen von Päderasten, das solche Begegnungen irgendwie ebenbürtig sein könnten, diesm Wahn gesteht man mehr Wahrheit zu, als der das Kinder lieben können, darunter aber sicher keinen Sex verstehen.

    Ich habe eher den Eindruck, dass das das Tabu ist. Der Erwachsene hat die Stärke, der Erwachsene definiert und bestimmt die Bedingungen – nicht das Kind. Das Kind sucht Schutz und keinen Schmutz. Ich erlaube mir mal diese Plattheit.

    Für heute Ende ich, mich erwartet morgen ein arbeitsreicher Tag, und ich muss zu Ruhe kommen.

  9. ??????
    Mein „comment is awaiting moderation“!?
    Wieso das?
    Bildet sich irgendjemand ein, „Ankh Morpok“ könnte in irgendeiner Fremdsprache irgendetwas ganz Schlimmes bedeuten??? Sollte es das sein: Nein, ist harmlos.
    Es ist lediglich die Hauptstadt der Scheibenwelt, die keinesfalls ein Pädosexuellen-Paradies o.ä. ist und deren Namen ich vielleicht unpassenderweise als Pseudonym verwende. Verboten?
    Also, manchmal verstehe ich wirklich gar nicht mehr, was in diesem Blog so vor sich geht, was hier aus welchen Gründen gelöscht wird, etc…
    Überaus merkwürdiges Phänomen. Hoffentlich technischen und nicht menschlichen Ursprungs…

    Der Kommentar wurde zunächst von der Blog-Software automatisiert zurückgehalten, weil darin mehrere Links enthalten waren. Ich den Kommentar freigegeben. S. Heiser

  10. Der Artikel von Jan Feddersen ist ja fast so widerlich wie der von Herrn Eppelsheim hier: http://www.faz.net/s/Rub79FAD9952A1B4879AD8823449B4BB367/Doc~E5D53084257134224919B23532CEE5404~ATpl~Ecommon~Scontent.html
    Zugegebenermaßen aber nur fast sp widerlich…

    In der schwulen Szene herrscht die pauschale Ablehnung von homopädophilen Männern zumindest nicht mehr allgemeingültig vor. Internet und homopädophilen Bekannten (meist mit schwuler Zweitorientierung) sei Dank. Bei denen kann man nämlich dann im wirklichen Leben deren Umgang mit Kindern beobachten. Das Leben und Handeln von homopädophilen Jugendlichen und Männern nur auf das Auslebenwollen ihres Sexualtriebs zu reduzieren hier ist deshalb mal wieder eine Fehlleistung sondersgleichen. Da hilft auch das Zitieren von sexualwissenschaftlichen Fehlleistungen nicht weiter, besonders wenn man bedenkt, wie (auch handwerklich) schlecht (oder einfach ideologisch motiviert) die Wissenschaft in diesem Feld arbeitet.

    Solche peinlichen Artikel bedrohen übrigens auch massiv die Fortschritte, die z.B. Selbsthilfeforen wie jungsforum.net, boylover.org oder littlerebellions.net leisten (die unter anderem dem vorherrschenden gesellschaftlichen Zerrbild die persönliche Realität von einzelnen homopädophilen Männern entgegensetzt, die ihr Leben mit Jungs und ohne Schädigung derselben meistern), von Seiten wie itp-arcados.net oder selbst der Charité in Berlin (was den Umgang mit homopädophilen Leuten angeht, die tatsächlich Angst haben Übergriffe zu begehen). Dass hier gerade im linken Lager mal wieder jeder Mut zur Differenzierung fehlt, ist erbärmlich, im Jahre 2010 aber altbekannte Realität.

  11. @hiro: Bitte bemühen Sie google für Blogs und Foren, in denen sich Päderasten/Pädophile äußern und teilweise sehr intime Einblicke in ihre Gefühlswelt geben. Die sind ganz einfach zu finden, absolut legal und öffentlich. Man kann Stunden mit ihrer Lektüre verbringen. Das Taz-Blog gehört natürlich nicht dazu, denn die taz hat sich – wie die meisten Menschen – zu dem Thema ein Denkverbot auferlegt. Daher bitte ich auch um selbstständige Google-Suche, denn die Links würden hier wahrscheinlich sowieso gelöscht.

    Es gibt übrigens auch Studien zum Thema. Oft findet man sie in Uni-Bibliotheken. Man muss nur mal die Augen aufmachen und das Hirn einschalten, dann klappt auch die Beschäftigung mit den Themen „Pädophilie/Päderastie“ und „Intergenerationelle Beziehungen“. Warum das bei so vielen Menschen nicht klappt? Ich weiß es auch nicht!

    Abschließend ein Denkanstoß, mit dem schon einiges gewonnen wäre: Zwischenmenschlichen Beziehungen, auch solche zwischen Erwachsenen und Kindern, sind von Fall zu Fall _verschieden_. Menschen empfinden _unterschiedlich_. Deshalb ist es logischerweise falsch, das selbst Erlebte auf alle anderen Menschen zu übertragen bzw. über intergenerationelle Freundschaften, Beziehungen oder auch Sexualkontakte ein pauschales Urteil zu fällen – denn es geht dabei immer um zwei oder mehr Individuen und nicht um „DAS Kind“ und „DEN Erwachsenen“.

  12. @ hiro

    Ihr Anliegen und Ihren Hintergrund verstehe ich noch nicht wirklich.
    Daher kann ich nicht einordnen, ob Ihnen das Präventionsprojekt „Kein Täter werden“ der Charité bekannt ist. Im Rahmen des Projekts wird auch begleitend geforscht.
    Vielleicht interessiert es Sie ja:

    http://www.kein-taeter-werden.de/
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kein_T%C3%A4ter_werden

  13. @Magenkrampf:

    Ich habe Ihren Kommentar gelesen, kommentiere dennoch nur kurz: Mir ging es primär um die Dissonanz zwischen der Klage, daß sich Päderasten nicht zu Wort melden, und im nächsten Moment wird dann ein Kommentar eines (vermutlich) ebensolchen gelöscht. Auch wenn es keiner der angesprochenen war, von denen man sich einen Kommentar wünscht: Die, die man hören möchte, werden sich noch weniger melden, wenn sie sehen, wie hier mit ihresgleichen umgegangen wird. Und das paßt m.E. nicht.

    Ich persönlich lese gern die Beiträge von Päderasten: Da ich keiner bin, hätte ich sonst keinen Zugang zu dieser mir fremden Gedankenwelt. Zugegeben: Ich stehe auch auf dem anachronistischen Standpunkt, daß man ein Problem erst verstehen muß, bevor man es lösen kann.

    Zu Ihrer persönlichen Geschichte kann ich nicht viel sagen, da bräuchte es schon einige Stunden Gespräch, um das wirklich einordnen zu können. Bei meinen Therapiesitzungen fand ich zumindest bemerkenswert, daß man bei (sexuellem) Mißbrauch in der Vergangenheit sehr schnell auf eine Monokausalität schließt und weitere Nachforschungen schlicht nicht stattfinden.

    Das liegt sicher auch daran, daß es keine wirklich ergebnisoffenen Untersuchungen bei diesem Thema gibt. Das Credo „sexueller Mißbrauch ist immer schlimm“ schlägt eben alles. Eine Untersuchung, inwieweit das stimmt, findet nicht statt. Das Tabu ist zu groß.

    Ich finde das aus verschiedenen Gründen schade. Weitere Ausführungen spare ich mir: Selbst wenn hier ein wirklich offener Umgang mit dem Thema stattfinden könnte, würde es das gesellschaftliche Problem nicht lösen. Die Gesellschaft wird weiterhin Kinder mit Mißbrauchserfahrungen in ihre Opferrolle zwingen und sie für politische Zwecke mißbrauchen.

  14. STOPPT DEN KINDERFICKER _SEXISTEN_CHAUVINISMUS

    Nachdem sich auf den Leserbriefseiten
    der TAZ schon ein paar SEXSICHAUSKENNER
    mit ihrer dreckigen auf längst
    vergessene Zeiten verweisenden Sprache
    tummelten, wurde mein gelöschter Kommentar
    nun noch aktueller, da auch hier vermehrt
    skurille Personen auftauchen,
    die meinen, sie hätten mit dem Niveau,
    auf das sie diese Angelegenheit
    gern ziehen möchten, das Thema
    ausführlich, ausgewogen und
    im Sinne derjenigen, die es
    hauptsächlich angeht, geklärt.

    Eine Zuschrift: DOKUMENTATION

    Menschen, die sich weniger gewählt ausdrücken können oder wollen, nennen so etwas „Einreiten“ oder „Kinderf…erei“.

    ZENSIERTER LESERBRIEF DAZU

    Hey lebewesen, menschen die so schreiben, berichten wohl eher über ihren eigenen umgang mit sexualität. ich stelle mir vor, dass du ganz genau so, wie du sprichst, eben auch mit anderen erwachsenen umgehst, du wärst dann also, um in deinem jargon zu bleiben, ein ganz übler frauenf…er. ich wäre froh, wenn solche Leute wie du, die allein schon mit hilfe ihrer sprache über diese im grunde schönste sache der natur dermassen dreckig, sexistisch und brutal herziehen, kindern möglichst weit und ganz fern bleiben. ganz sicher würde ich deine umgangsformen ganz gewiss keinem kind zumuten wollen und es wäre auch verdammt gut, wenn sie geschützt werden sollten vor deinen geheimsten wünschen oder auch nicht, denn ich kann mir denken, so wie du umgehst mit sexualität, so könnte nach deiner geistigen vorstellung auch nur das gesunde Volksempfinden mit seiner lieblings- masturbations -und projektionsfläche ihrer „kinderfickergesinnung“ mit dieser sache umgehen

    FRAUENSCHÄNDER,
    MÄNNERSCHÄNDER
    FRAUENGEFICKTE
    MÄNNERGEFICKTE
    ALLER LANDER
    VEREINIGT EUCH !!!

    KINDERSCHINDER !!!

    Adultoverweser

  15. @ magenkrampf: chapeau und danke für Ihren mut und für Ihre deutlichen worte! DAS ist es, was gehört, gelesen und verstanden werden muss. @ florian: aus Ihrem beitrag könnte man, wollte man es, diskretitierenderweise herauslesen, dass schwul = pädophil ist. heisst schwulenbewegung auch pädophilenbewegung? ist das gleichzusetzen? nehmen Sie doch mal bezug auf magenkrampfs ausführungen, äussern Sie sich dazu! diese sind konkret, offenbar authentisch und mehr als erschütternd. stattdessen von Ihnen: verweise auf literatur. mich empört das. was soll das?

  16. @ florian

    Sie behaupten hier also pauschal, Jan Feddersen (der meines Wissens selbst schwul ist) würde die Schwulenszene diskreditieren und gegen Muslime und Musliminnen hetzen. Belege für diese Aussage bleiben Sie leider schuldig. Dürfen wir auf Nachbesserung Ihrerseits hoffen?

    Zu dieser Auffassung bin ich übrigens durch selbstständiges Denken gekommen – ohne „hilfreiche“ Werke wie „Die Lust am Kind – Portrait des Pädophilen“ gelesen zu haben.

    Und – was „man“ auf jeden Fall kennen sollte, darf doch wohl hoffentlich jeder für sich selbst entscheiden.
    Belehrungen einer Person, die andere diskreditiert, ohne dieses hinreichend zu begründen (wie Sie es Jan Feddersen gegenüber getan haben), sind normalerweise nicht sonderlich hilfreich und bewirken eher das Gegenteil.

  17. Ich möchte empfehlen, die im Text genannten Bücher zu lesen, und sich selbst eine Meinung zu bilden, anstatt den Diskreditierungen von Feddersen Raum zu geben, der ja in seinen bisherigen Beiträgen für die TAZ dadurch aufgefallen ist, dass er gegen Musliminnen und Muslime hetzte. Mittlerweile schreiben ja in der TAZ zum Glück oft andere Autor_innen zu diesem Thema und finden sich damit differenziertere Auffassungen.

    Warum Feddersen nun die Schwulenbewegung diskreditieren will, ist unbegreiflich. Immerhin hat sie dazu beigetragen, dass sich heute selbst Leute wie Westerwelle outen können – und schwul also nicht mehr heißt, sich gleich selbst aus vielem auszuschließen. Allerdings ist das Wissen über schwule Geschichte gering, schwule Autoren werden kaum mehr rezipiert. Jüngeren Schwulen sagen kaum Leute wie Jean Genet, Paolo Pasolini, Hubert Fichte, Ronald Schernikau etwas (ein paar Bemerkungen zu den Autoren gibt es hier: http://schwule-seite.de/buchrezensionen.htm ) – und selbstverständlich auch Rüdiger Lautmann, der es erst ermöglicht hat, dass schwul in der Wissenschaft im deutschsprachigen Raum Thema wurde. Von ihm sollte man auf jeden Fall kennen: „Die Soziologie der Sexualität“, „Der Zwang zur Tugend – Die gesellschaftliche Kontrolle der Sexualitäten“ und ja, auch „Die Lust am Kind – Portrait des Pädophilen“.

    Also bitte: Selber lesen und selber denken!

    Leut

  18. @ Magenkrampf

    Danke, ganz herzlichen und aufrichtigen Dank für deine Darlegungen und deine (verständlicherweise anonyme) Offenheit.
    Und danke für dein Verständnis. Du hast Recht, es ist eine Riesenbefreiung, „Kinderficker“ schreien zu dürfen.
    Und nach 30 Jahren endlich den Mut dazu zu haben.
    Sebastian Heiser hat offenbar in die richtige Richtung gedacht und den Beitrag nicht gelöscht.

    Ich halte es für unglaublich wichtig, dass es den sog. Missbrauchsskandal gegeben hat und immer noch gibt.

    Und dass sich auch die taz auf diese Art und Weise kritisch mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinandersetzt.
    Mir persönlich hilft’s irgendwie.

    Denn nur vor dem Hintergrund dieses widerwärtigen Skandals habe ich begriffen, was mir damals überhaupt passiert ist und das ich KEINE Schuld daran hatte.
    Als ich endlich angefangen habe, im Freundeskreis zuzugeben (hier natürlich nur anonym), was damals passiert ist, war ich entsetzt – denn ich war mit meinen Erfahrungen weiß Gott nicht allein.

    Und all denen, die hier schon wieder äußerst phantasievoll von Bildzeitungsniveau reden und versuchen, auch den Tätern Verständnis entgegen zu bringen – nutzt Eure Phantasie doch mal, um Euch auszumalen, wie es für ein Kind sein könnte, mit „liebevoller“ Erwachsenensexualität konfroniert zu werden. Wie es für Eltern sein könnte, mit dem Wissen zu leben, dass ihr Kind Opfer sexueller Übergriffe geworden ist.
    Oder ist das wohlmöglich zu weit weg von Eurer persönlichen und Komfortzone?

  19. Die bizarre Weichheit jenen gegenüber, die ihr Recht auf straflos sexuelle Kontakte zu Kindern und Jugendlichen betonten, hat natürlich auch viel mit der Stimmung in den Siebzigern zu tun.

    Soweit ich weiß, sind sexuelle Kontakte zu JUGENDLICHEN in Deutschland straflos, seit der § 175 aufgehoben worden ist. Interessant, daß Herr Feddersen dies anscheinend für „bizarre Weichheit“ hält.

  20. Es verschlägt mir die Sprache, aber vielleicht ist das beabsichtigt mit dem mittlerweile beliebten Totschlaginstrument „Bildzeitungsniveau“ alle mundtot zu schlagen, die sexueller Gewalt ausgesetzt waren und Täter in Schutz zu nehmen, die weiterhin sexuelle Gewalt ausüben?

    Ich kann jeden nur glücklich schätzen, der nicht die „Liebe“ Erwachsener als Kind erleiden musste. Was ist das für eine Vorstellung von Liebe, die meint ihre sexuellen Begierden an Kindern ausleben zu dürfen? Jahrelang hieß Liebe für mich nichts weiter als Sex, in dem ich meinen toten, abgestumpften Leib ohne inneres Empfinden hingab – zuerst an meinen „liebenden“ Stiefvater und dann an jeden Be“lieb“igen. Ich will mich auch nicht anmaßen jemanden seine Emphatielosigkeit vorzuhalten, weil ihm diese „Liebes“erfahrung fehlt. Aber ich empfinde es als Anmaßung, wenn Menschen, den diese Erfahrung in den Leib geschrieben und die Seele ausgetrieben wurde, in die „Bildniveau-Ecke“ gestellt werden. Da wird dann kräftig weiter entwertet, z.B durch Thom. Zur Einordnung des Kontextes empfehle ich Literatur, die über Rind-Studien hinausgeht, zumindest mehr als nur Verteidigungsstudien einbezieht.

    @hiro
    Vorurteilsbeladen wie ich bin, glaube ich kaum, dass sich Päderasten hier melden, um sich überzeugen zu lassen, sich nicht an Kinder sexuell zu vergreifen, wo es für sie doch eine so schöne Erfahrung ist, weil es ihnen völlig gleichgültig ist, die Zeichen des kindlichen Körpers zu lesen, die unter deren Attacken leiden. Aber tatsächlich: Es geht nicht um die Kinder. Es geht um Ideologien und darum rücksichtslos die eigenen Begierden auszuleben. Ein Kind vertraut und aus vertrauen, folgt es, macht Dinge, die ihm nicht gefallen, damit es weiterhin geliebt Anlehnung und Schutz erfährt. Was es erfährt ist aber nur Lüge, was es erfährt, ist, dass sein Vertrauen ausgenutzt wird und das es sich für all diesen Schmutz die Schuld gibt (auch noch als Erwachsener).

    Und @Thom (desweiteren)
    Wenn „Schreihälse“ aufgrund ihrer Erfahrung endlich in der Lage sind „Kinderficker“ dem Täter ins Gesicht zu schreien, ist schon sehr viel gewonnen, nämlich, dass er seine Wut (eine Wut, die ich als Opfer dieser sexuellen Gewalt – und sicher mit fünf Jahren wollte ich unbedingt, dass sich mein Stiefvater an mir vergreift! – kenne und jahrelang in mir trug und nie zuordnen können) nicht gegen Unbeteiligte richtet, dass er mit dieser Wut nicht mehr seine Beziehungen zu anderen und vorallen sich nicht mehr selbst vergiftet.

    @hiro
    Ich glaube auch, es ging hier kein Aufruf an die Päderasten dieser Welt, sich zu melden, sondern um die Diskussion, was eine Unterstützung der „Pädophilie“ seitens der Linken (sag ich mal pauschal) und in der schwulen Szene (ebenso pauschal) ermöglichte. Diese Unterstützung lag u.a. in Indifferenz (die ich auch „pflegte“), aber auch in Verfügungstellung von Räumen in Beratungsstellen für Pädogruppen (ich glaube kaum, dass in diesen Gruppen nach Möglichkeiten gesucht wurde, sich von Kindern fern zu halten, damit diese eine Entwicklung in ihrer Persönlichkeit nehmen könnten, die frei gewesen wäre von Betrug an deren Seelen und Körpern). Das sind nur zwei Punkte.

    Unter anderem geht es in der Diskussion auch darum, warum heute von dieser Seite keine Stellung bezogen wird. Ist diese Forderung nun eine Hexenjagd? Jage ich mit diesem Bedürfnis die Hexer meiner Vergangenheit, beschuldige ich die Linken und Schwulen von einst, mache ich sie verantwortlich für das, was ich persönlich erlitten habe?
    Und sollte ich nicht lieber (weiterhin und für immerdar) schweigen, weil ich dann aufseiten der „Bild“ zu verorten bin (wofür ich mich dann selbstverständlich zu schämem habe, weil ich mit dem Erlittenem, mit der Derformierung an meiner Perönlichkeit keine Argumente zur Hand habe!).

    Sollte mein Beitrag (und meine verherigen) etwas wirr erscheinen, so liegt das daran – habe ich mir von meiner Therapeutin (ob sie die „Bild“ liest, weiß ich nicht) –
    dass mich die „Liebe“ meines Stiefvaters so überwältigt hat und das erfahrene sexuelle Gewalt u.a. zu Konzentrationsschwächen, Lernstörungen, Ängsten, Wirrnis und vieles mehr führen kann – und das weit über das Kindesalter hinaus einem als „Geschenk“ dieser „Liebe“ erhalten bleibt.

    Aber warum bin ich so interessiert an einer Stellungsnahme?
    Es ist schwer zu beschreiben, wie ein das Schweigen und Leugnen beschwert. Ich selbst habe geschwiegen, geleugnet. Ich selbst habe mich so zum Komplizen gemacht, mich schlecht gemacht. Meine Mutter schwieg und ich schwieg mit ihr um den irrigen Preis meiner Integrität. Alles, was ich erlitten habe, hat dieses Schweigen aus der Welt geschafft; Alles, was sich in meinen Körper eingebrannt, was mein Verhalten, meinen Umgang mit Menschen deformiert hat, ist ausgelöscht worden vor der Welt – und gleichzeitig hat mich dieses so nie Geschehene determiniert.
    Das Schweigen der Unterstützer (seien sie gedankenlos, indifferent, sei es ideologisch begründet – was auch immer) schafft mich und alle, die dieser Gewalt (Gewalt überhaupt) ausgesetzt waren, erneut aus der Welt. Ich will, dass diese Erfahrung anerkannt wird, dass ich (wir) nicht bagatellisiert wird und das gesehen wird, dass man hat Kinder über die Klinge springen lassen. Das es auch jene in Kauf genommen haben, die sich politisch für so gerecht hielten, indem sie Täter schützten und den Opfern somit sagen: „Du, Kleiner, diese Typen sind doch ganz in Ordnung. Die lieben Kinder, wollen doch ihr Bestes. Und dieser gewaltätige Staat sperrt sie für ihre Liebe, die ausleben, in den Knast. Ey, das geht doch nicht.“ Das will ich nicht mehr aus diesem Schweigen heraushören (müssen). Das ist Blindheit gegen Menschen, die sich als politisch gerecht geriert.

    Ach ja, mein Stiefvater war eifriger Bild-Leser, meine Mutter las BZ – und ich holte sie als Kind für sie vom Zeitungsladen. Schuldig im Sinne der Anklage…

  21. Ich bin seit Mai 2008 in der taz und kenne inzwischen alle Mitarbeiter zumindest vom Namen her. Auch auf der Liste aller Mitarbeiter im taz-Intranet tauchte der Name nicht auf. Daher meine Aussage, dass niemand mit diesem Namen bei der taz arbeitet. Auch im elektronischen taz-Archiv habe ich keinen Artikel gefunden, der mit dem Namen gekennzeichnet ist. Es gibt allerdings tatsächlich sehr viele Dinge in der taz, von denen ich nichts weiß. Es ist also möglich, dass jemand mit diesem Namen früher einmal bei der taz gearbeitet hat – so wie eine ganze Reihe von Pädosexuellen früher bei der taz gearbeitet haben. Vielleicht gibt es sogar heute noch Pädosexuelle unter den taz-Mitarbeitern – ich kann ich die Leute ja nicht hereinschauen. Aber zumindest bekennt sich weder in den Artikeln noch innerhalb der Mitarbeiterschaft jemand offen dazu. Wir werden in der taz weiter über unsere Geschichte berichten – und zwar gründlich. Wenn es wieder einen neuen Stand der Dinge gibt, wird das auch wieder hier im Hausblog stehen. Wir bleiben dran.

  22. @ schnitte: hardcore-esos sind die pädophilen von gestern? oder wie? muss man mir erklären, scheinbar mangelt es mir da an einer gewissen art intellektualität. @ hiro: schließe mich dem beileid an alle an, für die sexualität immer mit macht zu tun hat. kann man sich gern drauf fokusieren, muss man man aber wirklich nicht. und @ roman czyborra: für mich ist IHRE haltung atomkernhart und inakzeptabel. was darf ich denn aus Ihrem hier verlinkten beitrag herauslesen? alles nicht so schlimm, wenn´s um sexuellen missbrauch an den kleinen geht? es gibt doch die berichte der jetzt erwachsenen betroffenen – was ist damit? alles kokolores? sollen sich nicht so anstellen, weil sie´s ja eigentlich wollten? geht mir nicht in den kopf. und, sorry: hexenjagd sieht anders aus als das, was man hier zu lesen bekommt.

  23. Auf zur Hexenjagd!

  24. @ Sebastian Heiser

    Vor dem Hintergrund der Frage, ob Roman Cyborra für die taz arbeitet, und die Sie mit einem eindeutigen „Nein“ beantwortet haben, finde ich dessen weitere Ausführungen sehr interessant:

    „Wenn die taz hingegen erreichen will, über jeden Verdacht der “Verharmlosung” (harmloser) Pädosexualität erhaben zu sein, müsste sie konsequenterweise probieren, mir als scheinbar letztem verbliebenem Fürsprecher der Perversen das noch immer bestehende (aber seit 9 Jahren ruhende) Dienstverhältnis zu kündigen.“

    Herr Heiser, kann es sein, dass es taz-intern Dinge gibt, von denen Sie nichts wissen?

    Was nun?

    Ich bin sehr gespannt, wie diese Angelegenheit weiter geht. Und natürlich gehe ich davon aus, dass die Leserschaft vor dem Hintergrund des taz-Transparenzprinzips weiterhin informiert wird.

  25. Ich schließe mich schnipp und hiro an. Eine Orientierung an wissenschaftlichen Standards für den Realitätsgehalt von Behauptungen und eine unzensierte Diskussion dürfte dazu beitragen, dass die taz nicht in einigen Jahrzehnten diese Aufarbeitung aufarbeiten muss.

  26. Die Schreihälse, die von „Kinderfickern“ schreiben, sind hier gern willkommen. Wer den Kontext einordnen mag, wird gelöscht. Ab wann ist die taz als Unterseite bei bild.de erreichbar?

  27. Amüsant: Da wird beklagt, daß sich die damaligen Päderasten heute nicht mehr melden, und dann meldet sich einer, und der wird gelöscht. Wäre ich Päderast, würde ich mich auch nicht mehr in eine Diskussion einmischen, bei der meine Seite schlicht mundtot gemacht wird.

    Ich frage mich, was dieses Beharren auf dem „Tabu“ bewirken soll. Märtyrer züchten, wie bei der NPD damals? Oder fühlt man sich argumentativ nicht gewachsen? Wenn man nichts davon liest, ist nichts passiert?

    Wäre ich überzeugter Kinderschützer, so würde ich doch freudig jede Gelegenheit nutzen, einen potentiellen Kinderschänder von seinem Tun abzuhalten. Und potentielle andere Kinderschänder, die der öffentlichen Diskussion folgen, gleich mit.

    Mir drängt sich der Verdacht auf, daß es auch hier nicht um die Kinder geht, sondern mehr um Ideologie.

    Mein Beileid übrigens an alle, für die Sexualität immer, pardon: IMMER mit Macht zu tun hat.

  28. OK, mein letzter Beitrag hat sich damit weitgehend erledigt.

  29. … meine letzte Frage, ob ein bekennender Bagatellisierer der Pädosexualität (dessen Beitrag hier gelöscht wurde, was absolut angemessen ist) bei der taz arbeitet, hat für mich übrigens sehr viel damit zu tun, wie die taz mit ihrer diesbezüglichen Vergangenheit -und auch Gegenwart- umgeht.

    Hier stellt sich nämlich direkt die nächste Frage: Darf oder soll man jemandem einen Arbeitsplatz bieten, der Pädosexualität derart verharmlost und sie vermutlich auch auslebt?

  30. @?!??!: Bei der taz arbeitet niemand mit diesem Namen. Ich gehe allerdings ohnehin davon aus, dass der Kommentierende hier nicht seinen eigenen, echten Namen angegeben hat.

  31. Sebastian Heiser, danke!
    Zu dem Thema hatte ich gerade Folgendes verfasst und bin froh, dass Sie offenbar in die gleiche Richtung denken und handeln….

    Ich bin maßlos entsetzt über die Roman Cyborras Ausführungen.

    Wahrscheinlich hat diese Person als Kind / Jugendlicher keine sexuellen Missbrauchserfahrungen gemacht und ist deshalb unfähig, mögliche Spätfolgen auf Seiten der Betroffenen zu begreifen.

    Aufgrund eigener Erfahrung und aus den Gesprächen mit anderen Betroffenen weiß ich: Die Realität sieht anders aus, als Cyborra sie – zur Rechtfertigung des eigenen Verhaltens? – gern hätte.
    Vielleicht macht ein Kind mit, ganz freiwillig wie es scheint. Der „liebe“ Erwachsene versichert dem Kind doch „Das tut man so, wenn man sich lieb hat“. Vielleicht ist das Kind auch ein bisschen neugierig.
    Wie auch immer, der „liebe“ Erwachsene hat ein reines Gewissen, weil: „War doch freiwillig!“
    Nur – was derartige Übergriffe gegenüber einem Kind für schwerwiegende und schmerzhafte Konsequenzen hinsichtlich seines / ihres weiteren Lebens haben kann (und meistens auch wird), wird nicht natürlich nicht bedacht.

    Die taz sollte in sich gehen, ob es wirklich sinnvoll ist, Personen wie Cyborra hier im Blog eine Plattform zu bieten, ihre eigene Lust am Kinderficken* zu rechtfertigen und zu beschönigen.

    Toleranz ist gut. Aber sie sollte auch ihre Grenzen kennen.

    * In diesem Kontext scheint es mir durchaus angemessen, mich möglichst vulgär auszudrücken. Es wird der Vulgarität und Brutalität gelebter Kinderfickerei gerechter als wohlklingende Begriffe wie „Pädophilie“.

    Noch eine Frage: Roman Cyborra arbeitet bei der taz als Unix-Mensch, oder?

  32. Bitte beachten Sie, dass wir hier kein Forum bieten für eine Diskussion, ob es sich bei Pädosexualität um ein Verbrechen handelt oder nicht. Alle Beiträge in dieser Richtung werden weiterhin gelöscht. Erwünscht sind z.B. weiterhin Diskussionen über das Schweigen der linken Szene oder über die Frage, ob die taz ihre Geschichte zu spät und/oder nicht konsequent genug aufarbeitet.

  33. Genau, die Homobewegung ist „Bürgerrechtlichkeit, das Projekt Eingetragene Lebenspartnerschaft und Gleichheit der Rechte mit denen Heterosexueller.“

    Gott, wie ich die Gigi vermisse.

  34. Wenn man weiss, dass Sexualität IMMER auch mit Macht zu tun hat, kann man Sexualität mit Kindern, die IMMER die Unterlegenen sind, auch rein intellektuell nicht gutheissen, egal wie gefühlskalt und blöd man ansonsten ist.
    DAS wissen die Kinderschänder natürlich und haben die Verquasung ihrer Verbrechen immer sehr geschickt betrieben.
    Ihre Erben im nahtlosen Übergang sind die Hardcore-Esos, historisch gesehen schon immer kongruent und verlinkt und mit zum Teil gleichen Wurzeln. Soll ich die Partei nennen, die bei dem Thema noch immer blinder als Maulwürfe ist bzw. teils eine kuschelige Heimstatt für selbige wurde?

  35. @ Luzi
    Auch ich bin für korrekten Gebrauch der Begriffe (und gebe zu, dass ich trotz dieses Bekenntnisses falsch liegen kann).

    Zum Begriff Pädophilie „sagt“ Wahrig Fremdwörterlexikon (2002, 5. Aufl.): „erotische Zuneigungung Erwachsener zu Kindern“.
    Dortselbst unter Pädophile/r: „Frau bzw. Mann mit pädophilen Neigungungen“.
    Der Begriff Pädosexuell hat in dieser Auflage noch keinen Eintrag erhalten. Dafür aber die Päderastie: „geschlechtl. Beziehung zwischen zwischen Männern und Knaben, Knabenliebe“.
    Ein Päderast ist dort dann auch aufgeführt als „jmd., der Päderastie treibt“.

    Im Dudenfremdwörterbuch (CD-Rom, 1997) steht:
    „Pä|do|phi|lie die; -: sexuelle Neigung Erwachsener zu Kindern od. Jugendlichen beiderlei Geschlechts.“
    „Pä|do|phi|le der; -n, -n: pädophil empfindender Mann.“
    Dort taucht der Eintrag „Pädosexuelle“ zwar auf, in diesem wird jedoch nur auf Pädophile verwiesen.

    „Damals“ wurde Pädophilie oft mit Knabenliebie gleichgesetzt. Das entsprang dann der „hehren“ philosophischen Schule, bezog sich auf das griechische Wort pais, das Knabe und Kind bedeutet.

    Für die Endung resp. auch das Präfix -philo/Philo- (Phil) gibt Wahrig an: „…freundlich, …freund, freundlich gesinnt, …liebend, …liebhaber, z.B: philharmonisch, Philosoph; grch. philein ‚lieben‘ u. philos ‚liebend, Freund'“. Soweit der sprachliche Ausflug.

    Letztlich sind diese Begriffe m. E. beschönigend, da es letztlich um ausgeübte sexuelle Gewalt gegen Kinder geht. Und auch ich weiß, dass die gegen beiderlei Geschlecht ausgeübte sexuelle Gewalt auch von beiden Geschlechtern ausgeübt wird.

    Als ich den Begriff Pädophilie et al gebrauchte, hätte ich sie korrekterweise in Anführungszeichen setzen sollen, um die Ironie bzw. den Sarkamus, den ich damit meinte, besser zu verdeutlichen.

    Zudem habe ich gesehen, dass mir (zumindest) ein Absatz etwas verwirrt ist. Hier die gramatikalisch entwirrte Fassung:
    „Und alle die schweigen, die für die Sexualtäter eintraten und eintreten, die nur ihr politisches/ideologisches Süppchen kochen und auch ich seinerzeit (durch meine Indifferenz) tragen mit Verantwortung an der Zerstörung der Psyche und erschweren/verzögern damit die Möglichkeit einer Heilung.“

  36. Nimmelpase, in dem Artikel geht es darum, dass Pädophilie und Kindesmissbrauch nicht nur allgemein in der linken Szene verbreitet war (und die ist ja ziemlich wolkig und unkonkret), sondern auch ganz konkret in der Institution taz gerechtfertigt und propagiert wurde. Die Überschrift und das „auch“ darin fasst den Inhalt ganz gut zusammen, finde ich.

  37. „ein Verbrechen wie Pädophilie“

    Pädophilie ist kein Verbrechen, sondern eine nach ICD-10 klassifizierte Persönlichkeits- und Verhaltensstörung, wobei ein direktes (gesetzwidriges) Verhalten damit imho noch gar nicht einhergeht, sondern vorerst ein Interesse am sexuellen Kontakt mit Kindern besteht.
    Derartige falsche und suggestive Phrasen führen nur zu einer nicht-sachlichen Diskussion in Bezug auf das Thema.

    Grauenhafte sexuelle Verbrechen an Kindern werden andererseits nicht unbedingt von Pädophilen verübt, sondern vielmehr von Sozio-/Psychopathen, die grundlegend gar kein vorangiges sexuelles Interesse an Kindern haben, denen vielmehr jegliche Empathie in Bezug auf alle möglichen moralischen Konzepte fehlt.

    Mehr wollte ich nicht sagen, nur ein kleines Bewusstsein schaffen.

  38. @ach ja:

    „dass der taz-Mitbegründer Dietrich W. zuvor als Pädagoge an der Odenwaldschule Kinder missbraucht hatte“ (Aus dem Vorswort) — also ich sehe da eindeutig Kindesmissbrauch klar formuliert.

  39. Vielleicht hält man in linken Kreisen zu diesem Thema die Klappe, da die die Toleranz gegenüber Pädosexuellen konstitutiv für die Identität von Linken ist/war!

  40. Lustig allerdings die durch den Artikel nahegelegte „Ursache“, die lesbischen Frauen hätten schon für die Zurückdrängung der Pädophilen aus der Homoszene gesorgt. Hat sich die große Anzahl pädosexueller Frauen noch nicht herumgesprochen? So schwer, für die Opfer Gehör zu finden, weil wir diesen sexuellen Klischees aufsitzen … Auch dieses Schweigen brechen!

  41. Der Artikel vernachlässigt neuere wissenschaftliche Erkenntnisse wie die Langzeit-Untersuchung von Rind, Bauserman (Rind-Studie), die die Schädlichkeit von intergenerationellem Sex stark relativiert. Es gibt Untersuchungen zur systematischen Falschinformation insbesondere durch Gruppen wie Wildwasser und andere feministisch geprägte Organisationen, die in weltweiten Kongressen strategisch die Anhebung des Grenzalters von „Kindern“ auf 18 Jahren durchsetzen wollen und damit auch die allgemeine Akzeleration und immer früher einsetzende Geschlechtsreife ignorieren. Der Dämon einer mafiös verlinkten pädosexuellen Szene, die u.U. sogar erhebliche Profite abschöpft, ist eines ihrer übelsten Ammenmärchen. Die größte Mehrheit der Betroffenen besteht aus eher vereinsamten Individuen, die verzweifelt einen Weg suchen, ihre sexuelle Identität zu verwirklichen, ohne dafür in den Knast zu kommen. Die Zeiten, in denen sich sogar ein Daniel Cohn-Bendit zu Handlungen mit Kindern bekennen konnte, sind vorbei. Seiner Karriere tat es zwar seltsamerweise keinen Abbruch, doch heutzutage könnte mit solchen Geständnissen aus der Arbeit im Kindergarten wohl keiner mehr in ein europäisches Parlament einziehen.
    (Quelle: http://www.schweizerzeit.ch/0501/kinder.htm)

  42. ach ja, schön zu sehen, wie bei kirche und geistlichkeit das harsche „kindesmissbrauch“ gleich mehrfach vorkommt, während sich für die reformpädophilen nur verquaste formulierungen finden — sowohl im kursiven vorspann wie auch in der einleitung.
    kritische haltung hat eben doch ihre grenzen …

  43. Das war ein guter Kommentar.
    Danke für Deine Offenheit.

  44. Als 86er Jahrgang sind die Vorgänge kaum begreiflich. Bei der Forderung nach „intergenerationelle Sexualität“ dreht sich mir der Magen um. Unfassbar, in jeder Hinsicht.

    Danke für diesen Artikel.

  45. Pädophilie bedeutet Kinderfreundlichkeit bzw. Kinderliebe.
    Das Wort wird im Zusammenhang mit den sexuellen Gelüsten Erwachsener zweckentfremdet, da es keineswegs auf die Sexualität begrenzt ist. Es ist eine Schande, daß dieses Wort auf diese Weise missbraucht wird. Was sie meinen, ist Pädosexualität. In Fachkreisen wird seit langem das Wort pädosexuell benutzt. Nur in den Medien und beim Plebs scheint dieser Unterschied ohne Bedeutung zu sein.
    Wer Pädophilie mit Sexualkannibalismus verwechselt, diskreditiert jeden gesunden Menschen und sein Verhalten. Denn Pädophobie, also das Gegenteil, wäre der Untergang jeder Spezies.
    Wer für Pädosexualität das Wort Pädophilie verwendet, verwendet die Sprache der Täter.
    Und zu guter Letzt sollte man sich der klaren und ausdrucksstarken deutschen Sprache erinnern, wenn man mit fremdsprachigen Ausdrücken nur Nonsens treibt.

  46. meinen ist nicht bedeuten. menschen meinen, worte bedeuten.

    und was soll eigentlich das „auch“ in der überschrift?

  47. Folgendes habe ich bereits zweimal versucht als Leserkommentar bei taz-online zu posten. Leider hat das bisher noch nicht geklappt (vermutlich weil es Server-Probleme gibt; aber ich werde es später dort nochmals versuchen):

    Was treibt einen ins Schweigen? Die Scham? Die ideologische Verbohrtheit? Die Überzeugung, damals zu Recht den Pädophilen eine Heimat und Schutz in der linken Szene gegeben zu haben? Und heute darf man nicht mehr laut für diesen Schutz plädieren, weil es zur Hetze vonseiten konservativer bis reaktionärer Kreise führt?

    Fragen über Fragen. Und doch bleibt eines für mich klar: Das Schweigen schadet. Das Schweigen ist für viele der Ausweg, die Möglichkeit, die eigene Verantwortung zu verweigern. Oft mündet es in verhärtete Selbstgerechtigkeit.

    Meine Sozialisation und Initiation als Schwuler fand Ende der Siebziger, Anfang der Achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts statt. Und ich zeichnete mich durch Indifferenz und Gedankenlosigkeit zum Thema Pädophilie aus. Auch ich wollte die Pädophilen geschützt sehen. Auch ich empörte mich über die Strafmaßnahmen eines reaktionären Staates gegenüber Menschen, die Sex mit Kindern wollten und praktizierten. Es war eine selbstgerechte Pose, die sich gut machte in linken Kreisen und mit der ich mich herrlich wohl und auf der richtigen Seite fühlte. Als Schwuler fand ich damit ein Gefühl von Sicherheit und Anerkennung. Ich wollte als potenziell Ausgegrenzter nicht selbst andere ausgrenzen. Als 16jähriger wollte und hatte ich Sex auch mit Volljährigen; im Gefängnis sehen wollte ich sie nicht. Den Unterschied zwischen Sex mit 16jährigen oder den mit 13jährigen und weitaus jüngeren machte ich mir nicht klar.

    Meine Haltung war falsch. Sie war geprägt von Gedankenlosigkeit, Gleichgültigkeit aber auch von Angst, Feigheit und Verdrängung. Denn sehr wohl hätte ich wissen können, dass es ein großer Unterschied ist, ob Erwachsene Sex mit 16jährigen haben oder sich gewaltsam sexuell an fünfjährige Vergehen – das war das Alter meiner sexuellen Initiation, das meine andere Sozialisation.

    Die damalige Diskussion, sofern man dieses blinde Eintreten für Sexualkontakte Erwachsener mit Kindern linksszenisch überhaupt als Diskussion bezeichnen kann, sprach immer von den Männern. Den Männern, die zum Opfer eines Staates stilisiert wurden, der doch tatsächlich glaubte Kinder(seelen) müssten vor sexueller Gewalt (auch wenn dieser Begriff seinerzeit nicht im Schwange war) geschützt werden.

    Die Täter standen also im Fokus doch nie bis selten die „Objekte“- die Kinder – ihrer Begierden. Und immer noch scheint es mir so, als seien die Kinder in dieser Diskussion nur Objekte – Gegenstände, die nur am Rande erwähnt werden, um sich um so besser politisch zu positionieren, um den politischen oder ideologischen Gegner zu diskreditieren.

    Wenn dieser Streit um sexuelle Gewalt gegen Kinder seitens Erwachsener geführt wird, ist es endlich an der Zeit zu benennen, was der sexuelle Übergriff dem Kind antut, wie es durch diesen Gewaltakt zerstört wird, wie es als später Erwachsener mit dieser Zerstörung leben und zurechtkommen muss, was für ein Kraftakt es ist sich sein Leben wieder zurückzuholen.

    Und alle die schweigen, die für die Sexualtäter eintraten und eintreten, die nur ihr politisches/ideologisches Süppchen kochen und auch ich seinerzeit (durch meine Indifferenz) tragen mit Verantwortung die Zerstörung und vielleicht noch tragen sie dazu bei, eine Heilung zu verzögern und zu erschweren.

    Und beileibe sind es nicht nur Pädophile, die Mädchen und Jungen schädigen, indem sich sexuelle Gewalt gegen sie verüben. Mein Stiefvater war nicht pädophil, er war vielmehr ein „sexueller Allesfresser“, der sich aufwertete, indem er sexuelle Gewalt über Jahre ausübte.

    Es kann nicht von edler Gesinnung sein als potenziell Ausgegrenzte, Menschen in Schutz zu nehmen, die sich durch ihre Taten selbst ausgrenzen und dabei so viele Opfer in Kauf zu nehmen. Wenn ich als Schwuler Pädophile verteidige, weil ich um mich fürchte, aber Kinder über die Klinge springen lasse, schütze ich die Falschen.

  48. @ der wolf

    Wieso sollte dieser Artikel denn großartig kommentiert werden? Der Inhalt ist offenbar gut recherchiert und dargestellt worden. Feddersens Art, mit Sprache umzugehen, ist wie üblich etwas gewöhnungsbedürftig.

    Kommentiert wird üblicherweise, wenn man sich über den Inhalt aufregt und dies kundtun möchte. Wenn man inhaltlich übereinstimmt, ist das Mitteilungsbedürfnis nicht sonderlich ausgeprägt.

    Von daher spricht die geringe Anzahl an Kommentaren meines Erachtens eine deutliche Sprache.

  49. Ich muss gestehen, mir ist eine Diskussion über dieses Thema in der linken Szene der 80er Jahre nicht bewusst. In dem Blog geht es weitgehend um Schwule. Vielleicht hat man sich da als Hertero einfach nur rausgehalten, wie es bei den Linken immer üblich war. Auf jeden Fall weiter recherchieren

  50. ein guter artikel. ich bin sicher, hier gäbe es noch weitaus mehr zu schreiben. was mich wundert: keine kommentare hierzu? warum? weil sich teile der linken unangenehm berührt fühlen? weil´s peinlich ist zu sehen, wie falsch man lag? kann man da nicht auch mal erwachsen werden? ich würde es begrüßen, wenn man denen, die in den 60ern und 70ern der pädophilie das wort geredet haben, vermehrt auf den zahn fühlen würde und sie konfrontiert mit den lebensberichten der opfer. bleiben Sie dran, jan feddersen!