von 27.05.2011

taz Hausblog

Wie tickt die denn? Der Blog aus und über die taz mit Innenansichten, Kontroversen und aktuellen Entwicklungen.

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Die taz ist die einzige deutsche Zeitung mit einer täglichen Satire-Seite – der „Wahrheit“. Die da abgedruckten Artikel sorgen immer wieder für Ärger. Vorgestern hatten wir dort in der Rubrik „Gurke des Tages“ folgenden Text veröffentlicht:

Dass die sogenannte Tierschutzorganisation Peta nicht viel von Menschen hält, hat sie schon oft bewiesen. Dass sie aber tatsächlich die dümmste Organisation der Welt ist, zeigt sich jetzt. Denn Peta fordert für Häftlinge in Justizvollzugsanstalten einen „Vegetarier-Tag“. „Vor allem Gewaltverbrecher sollten damit an die Gewalt erinnert werden, die jährlich rund 500 Millionen Tieren für die Fleischproduktion angetan werde“, teilte Peta laut dpa gestern mit. Diese unmenschlichen Widerlinge von Peta sollte man zur Strafe mit fetter Gänseleber stopfen.

Dazu ging folgende Beschwerde von Dr. sc. agr. Edmund Haferbeck ein, wissenschaftlicher Berater von PETA Deutschland e.V.:

… muss so etwas wirklich wieder sein? Warum schlägt die taz immer in unzumutbarer Weise unter die Gürtellinie? Wenn die taz das nicht gut findet, dann kann sie das doch sagen, aber uns, die wir Mitglied im Westfälischen Kinderdorf, bei amnesty international etc. sind, ständig Menschenfeindlichkeit zu unterstellen, ist perfide.

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http://blogs.taz.de/hausblog/2011/05/27/der-aerger-mit-der-wahrheit/

aktuell auf taz.de

kommentare

  • Natürlich ist Peta menschenfeindlich. Auch diese Aktion bringt doch nur wieder zum Ausdruck, dass für Peta der Konsum eines Schnitzel viel schlimmer ist als die Gewalttaten gegen Menschen, für welche die Leute einsitzen. Und das zieht sich durch alle ihre Aktionen, Menschen sind Peta im besten Fall egal, meist aber Feind.

    Und gerade Haferbeck, seit Jahren inoffizieller Pressesprecher von Peta Deutschland e.V. (einem Verein mit ca. 3 Mitgliedern)., sollte da sowieso die Klappe halten. Zur widerlichen und zu Recht verbotenen Holocaustkampagne von Peta schrieb er damals:

    „Die PETA-Kampagne mit dem Vergleich zum Holocaust der Juden, noch heute von Tätern geleugnet, ist die letzte Warnung an die Gesellschaft. Wenn diese Aufrüttelung nicht zum Erfolg führt, wird eine al Quaida für die Tiere nicht mehr zu verhindern sein.“

    Und seitdem hat er nichts dazugelernt.

  • […] Menschenfeindlichkeit zu unterstellen, ist perfide.taz.de – ‎27.05.2011; 12:35 Uhr‎blogs.taz.de/hausblog/2011/05/…Siehe auch:Ohne Maß und Mittewww.haz.de/Nachrichten/Politik…**********WWF appelliert: Dem […]

  • Wenn Kurt Tucholsky das gesagt hat, muss es ja wahr sein.
    Bekanntermaßen hat er auch gesagt: Nur nicht selber denken. Oberste Bürgerpflicht ist es, alles kritiklos zu übernehmen, was kluge Leute gesagt haben.

  • PETA ist ein sektenhafte Organisation, die nur austeilen kann, aber nicht einstecken.

    PETA beleidgt ständig Menschen, die anderer Meinung sind. Das gehört zum Geschaftskonzept dieser Organisation.

  • Herr Heiser, was soll denn dieser sinnbefreite Blogbeitrag? Sicher gibt es sowas wie Gemeinschaftsgefühl, aber nur weil ihre Kollegen und Kolleginnen (insbesondere Jost Maurin, Paul Wrusch, Annabell Seubert, Ines Pohl) sich in den letzten paar Tagen in die Güllegrube des Print-und TV-Boulevards geschmissen haben, müssen Sie doch nicht gleich hinterher springen.

  • 1.
    Die Wahrheit lese ich schon lange nicht mehr. Das Niveau befindet sich viel zu oft irgendwo unter der untersten Schublade. In erster Linie geht es derbe unter die Gütellinie. Ziel der „Satire“ scheint zu sein, andere zu beleidigen, bloßzustellen und zu verletzten. Nicht unbedingt etwas, worüber ich lachen kann. Gute Satire ist was anderes.

    2.
    Wozu denn bloß dieses Blogposting? Um Dr. Haferbeck, der sich offensichtlich – und für mich durchaus nachvollziehbar – beleidigt fühlte und die PETA jetzt noch mehr der Lächerlichkeit preiszugeben?

    Mit dem „satirisch“-primitiven PETA-Beitrag hat die taz den Bogen schon leicht überspannt. Sei’s drum. Aber jetzt noch diesen Brief öffentlich zu machen ist übles Nachtreten. Finde ich zumindest. Zu was soll das gut sein?

  • Das bekannte Zitat von PeTA Deutschlands 1. Vorsitzenden Ingrid Newkirk „A Rat is a Pig is a Dog is a Boy“ zeigt kondensiert, wie menschenfeindlich und absurd ihre Denkweise ist: Sie ist damit der Ansicht, dass es egal sei, einen Menschen über den Haufen zu fahren, wenn man dafür einer Maus auf der Straße ausgewichen ist. Newkirk ist dementsprechend z.B. auch dann gegen Tierversuche, wenn mit deren Hilfe schwere Krankheiten wie AIDS geheilt werden könnten.
    Für mich ist PeTA der menschenfeidlichste Verein! Natürlich werden die wahren Ziele von PeTA verschwiegen.

    http://www.talkteria.de/forum/topic-52818.html

    http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=PETA

    http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Ingrid_Newkirk

  • also wenn ich mir den text der taz durchlesen, dann empfinde ich ihn eher beleidigend als satierisch. die grenze zwischen satiere und beledigung ist schmal, aber hier wurde sie übertreten. auch wenn peta gern als verbohrt und extrem angesehen wird, so haben sie doch keinerlei beleidigungen verdient. und mit ihren aktionen erreichen sie wenigstens diskussionen, etwas, was unsere politiker teilweise gar nicht mehr können.

  • @rüdiger
    ich finde das der text der taz nicht unbedingt eine satire ist, sondern schon recht fragtlich. weiter finde ich peta auch weniger ideologisch verbort als dich.

  • Rüdiger, wenn das mal keinen Ärger gibt: PETA-Leute als beleidigte Leberwurst zu bezeichnen, finden die sicher nicht lustig…

    Ich muss ehrlich sagen, dass ich der taz einen etwas feineren Humor zugetraut hätte – auch wenn ich mit der PETA nicht zwingend sympathisiere, war das meines Erachtens beleidigend und nicht satirisch. Am Resultat hätte sich freilich auch bei feinerer Satire nichts geändert: erfahrungsgemäß reagieren Gruppen mit extremem Gedankengut (und eine solche ist die PETA meines Erachtens eindeutig) auch auf höflich vorgebrachte Kritik schnell eingeschnappt und aufbrausend.

  • Ich hätte das jetzt nicht notwendigerweise als Satire bezeichnet. Wenn mir eine Psychoterrororganisation wie PETA mich meiner persönlichen Freiheitsrechte berauben will, dann ist sie auch außerhalb der Wahrheits-Seite die dümmste Organisation der Welt.

    Gerade PETA hat sich in der Vergangenheit nicht gerade durch Sensibilität und Taktgefühl hervorgetan. Daß ausgerechnet diese bornierten, verblendeten Faschovegetarier jetzt die beleidigte Leberwurst spielen, beweist daß „Wahrheit“ für die letzte Seite der Taz als Titel gut gewählt ist.

    Sie dürfen gerne gegen unwürdige Tierhaltung sein, Fleisch zu essen oder nicht ist und bleibt aber persönliche Ansichtssache. Mahlzeit!

  • Nun, man mag ja von der Forderung halten was man will, aber der Text in der taz ist, wie schon in den Kommentaren erwähnt, einfach nur beleidigend (dümmste Organisation der Welt/unmenschliche Widerlinge) und wirkt nicht sonderlich reif.

    Da hilfts meiner Meinung nach auch nichts, wenn man darauf hinweist, es sei ja Satire.

  • ich find den Vorschlag von der peta eigentlich gar nicht so dumm, es gibt doch immer mehr Veggie-Days auf der Welt. weiß gar nicht warum die taz sich so aufregt.. locker bleiben Jungs, dann steigt auch wieder die Auflage :-)

    Satire schön und gut, aber AUTSCH wenn man als Journalist nicht in der Lage ist, Satire von plumpen Beleidigungen zu unterscheiden..

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