taz-Leserin Karin Scarponi aus Köln ist mit unser Berichterstattung über Libyen nicht einverstanden:
Diese uneingeschränkte Begeisterung der taz für die Nato-Intervention in Libyen macht mich ziemlich wütend. Kein Wort darüber, dass der “Schutz der Bevölkerung” nur ein Vorwand war, um den Zugriff auf die Rohstoffe zu sichern und Gaddafi auszuschalten, um damit eine größere ökonomische Unabhängigkeit Afrikas zu verhindern. Abgesehen von den vielen toten Zivilisten, der Zerstörung des Landes und seiner Infrastruktur bleibt abzuwarten, wie es der Bevölkerung nach der “Befreiung” durch die Nato ergehen wird. Leider hat die taz nicht zum Verständnis der politischen Zusammenhänge beigetragen, sondern ist wie so oft dem Mainstream hinterhergelaufen.
Es antwortet Klaus Hillenbrand, Chef vom Dienst:
Sehr geehrte Frau Scarponi,
ich kann Ihrer Argumentation nicht folgen. Die Nato und die westliche Welt hatten vor dem libyschen Volksaufstand längst ihren Frieden mit Gaddafi geschlossen. Warum sollte die Nato also den Diktator fallen gelassen haben, wenn es dem Bündnis nur ums Öl ging? Meinen Sie wirklich, unter dem Gaddafi-Regime wäre “eine größere ökonomische Unabhängigkeit Afrikas” eine Perspektive gewesen? Oder hätte diese Perspektive nicht eher darin bestanden, dass eine Diktatur ihren Einfluss zu mehren versuchte? Die Entscheidung der Nato, die Rebellen zu unterstützen, geschah zudem zu einem Zeitpunkt, als ein Massaker an der Bevölkerung Bengasis durch Gaddafis Truppen drohte. Und diese Entscheidung war in der Nato selbst heftig umstritten. Nun wäre es sicherlich naiv, dem Westen ausschließlich humanitäre Motive für seine Intervention zuzubilligen – natürlich geht es auch um die Sicherung von Einfluss und um Rohstoffe. Doch umgekehrt zu unterstellen, es ginge nur um Geld und die Ablösung einer nicht genehmen Regierung, geht an den Tatsachen vorbei.
Mit den besten Grüßen,
Klaus Hillenbrand
Demokrat says:
Und warum gibt es dann keinen Aufruf Nordkorea, Syrien, Somalia oder den Iran zu bombardieren? Dort veranstalten die Regimes und islamische Gruppen auch Massaker an der Zivilbevölkerung. Oder sind Libyer etwa mehr Wert als z.B. Nordkoreaer?
August 26th, 2011 at 19:57
K.F. says:
@ Demokrat
Tja, vielleicht kommt das ja noch… das Eingreifen.
Ich stimme mit Herrn Hillenbrand vollkommen überein.
Es gibt so einen gewissen Automatismus, jedes Eingreifen westlicher Staaten in anderer Staaten Belange adhoc mit ganz niederen Bewegründen der Eingreifer zu verknüpfen und das gefällt mir nicht.
Es gibt eine ehrliche Freude – auch bei Politikern – wenn ein Volk sich von einer Schreckensherrschaft befreit und die Unterstützung dafür, so wie es in Libyen passiert und passierte, begrüße ich aus ganzem Herzen. Im zweiten Weltkrieg kam das Eingreifen gegen diese deutschen Nazi-Schlächter meiner Meinung nach viel zu spät. Vielleicht lag es hier aber auch daran, dass fast das ganze Volk verblödet war und sich keineswegs von den Nazis befreien wollte.
Vorurteile können für einen Wandel der Welt sehr hinderlich sein und außer, dass es Staaten gibt, gibt es die Menschheit. Und die sitzen alle auf dem selben Planeten.
August 27th, 2011 at 03:23
lars wiilen says:
bullshit
man verbündet sich nicht mit rassisten.von anfang an waren die videos bei youtube.
die afrikanische union erkennt den libyschen übergangsrat nicht an am 26.8.11.
gott sei dank hat deutschland sich bei der UN enthalten.
wer mit hunden ins bett steigt kriegt flöhe.
viel spaß beim kratzen liebe taz
August 27th, 2011 at 04:45
Burkhard Gorny says:
Ich kann Frau Karin Scarponi nur unterstützen.
Bitte bedenken Sie folgende Argumente:
Die NATO hat nicht nur gegen Völkerrecht und Menschenrechte verstoßen , sie hat auch kategorisch alle Punkte ihrer mitverfaßten UN Resolutionen 197 und 1973 gebrochen !
Dank über 7000 Luftkriegs Einsätzen und mit Bodentruppen wurden die Rebellen an die Macht gebombt.
Oder erklären Sie mir bitte, wie gezielte Mordversuche mit Präzionsbomben und der Mordaufruf an Oberst Gadafi sich mit dem Geist unseres Grundgesetzes vereinbaren lassen.
Hätten die Deutschen in der ehemaligen DDR diesen von TAZ bewunderten blutigen Weg zur Demokratie gewählt , um sich dann mit Massenexekutionen an den Funktionären zu rächen, so wäre mit Sicherheit der 3. Weltkrieg ausgebrochen.
August 27th, 2011 at 13:02
Heinrich says:
Ist die kriegstriebende TAZ dann auch für den Luftkrieg in anderen Staaten, etwa auf dem amerikanischen oder europäischen Kontinent?
August 27th, 2011 at 16:58
Emil says:
Echt ecklig diese kriegerische Meinungsmanipulation der TAZ inzwischen, denn warum ist man wohl für Luftschläge in dem Land, richtig, Libyen ist eines der bedeutendsten Erdöl exportierenden Länder der Welt und daher von besonderem gestrategischen und ökonomischem Interesse.
August 27th, 2011 at 19:00
qwert says:
@demokrat:
warum man nicht auch korea und iran bombardiert? weil es dort momentan keinen so großen aufstand des volkes gibt. weil es dort eine bloße bombardierung des landes wäre.
in somalia wüsste man nicht mal, wen man bombardieren sollte.
und syrien, tja, syrien…liegt neben der türkei und ist selber viel zu stark. da hat die nato viel zu viel schiss einzugreifen.
@lars wiilen:
die afrikanische union hat zwar den nationalen übergangsrat in libyen (noch) nicht anerkannt. allerdings sind aus afrika und auch von der au selber in den letzten monaten einige stimmen laut geworden, die gaddafi verurteilt haben – nachdem sie anfangs vor allem gegen nato und rebellen waren.
August 27th, 2011 at 19:22
aleister says:
So, muß jetzt doch mal auch was sagen, da die einzelnen beiträge doch etwas “nicht ganz durchdacht” wirken.
@quert:
die türkei ist selbst nato-mitglied, glaub ich, hat aber natürlich davon unabhängige eigene interessen. nicht ganz unwichtig hierbei: die sog. oppositionsregierung syriens organisiert sich in der türkei…
@klaus hillenbrand:
der westen hatte natürlich frieden geschlossen mit dem regime, gerade frankreich und italien, die als mittelmeeranrainer direkte nachbarn (siehe flüchtlinge) und starke handelspartner (siehe öl) libyens sind. doch wie heißt es so schön: Warum wegen einer Milch aus dem Haus gehen, wenn man die Kuh zuhause hat. mir scheint der sogenannte frieden eher erkauft gewesen.
und die angabe, die nato hätte die rebellen erst unterstützt, als ein massakrieren der zivilbevökerung bevorstand, scheint mir auch nicht ganz korrekt, denn meines wissens wurde eine paramilitärische guerillatruppe in den unzugänglichen bergregionen vom westen schon seit langem geheimdienstlich unterstützt, ähnlich der contras in nicaragua. man könnte meinen, die zeit war günstig und das ziel wurde erreicht.
@k.f.:
3.reich vergleiche sind immer etwas heikel. erst mal sprengt das sofort die dimension und ist auch immer ein totschlag-argument und daher für eine differenz.betrachtung anderer zusammenhänge eher ungeeignet. aber da der vergleich nun kam: viell.solltest du mal recherchieren, wie herr hitler an die macht kam, wer ihn finanzierte usw.
interessant auch in diesem zusammenhang: das zum beispiel in der zweiten hälfte des krieges noch amerikanische firmen an ss-produktionstandorten (oder wie auch immer man das nennen sollte) beteiligt waren (siehe: der großvater von george w.bush junior)…das ab einem bestimmten zeitpunkt von den usa/gb in bestimmten gebieten industrieanlagen nicht mehr bombardiert wurden, sondern vermehrt wohngebiete usw. mit seinem späten eingreifen, schlug der westen mehrere fliegen mit einer klappe: abnutzung der sowjetunion und deutschlands (aber nur so lange, daß auch noch etwas übrig war), verlängerung der kriegswirtschaft etc.
wenn zwei sich streiten, freut sich der dritte.
ich finde, man muß kein verschwörungstheoretiker sein, um den eindruck zu gewinnen, daß es hier seit ewigkeiten nicht um konflikte zwischen nationen, sondern um konflikte und interessen vernetzter wirtschaftsmächte geht, ausgetragen auf den rücken der voneinander getrennten und dadurch beherrschbareren bevölkerungen. aber: so neu ist die erkenntnis nun eigentlich auch nicht…
Ich wünsche mir von der taz auch mehr differenzierte berichterstattung, sonst kann ich auch zeit lesen…
ansonsten: vielen dank
August 27th, 2011 at 21:13
K.F. says:
@aleister
Ich kann und will mir einfach nicht vorstellen, das wirtschaftliche Interessen jegliches Mitgefühl, jegliche Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft außer Kraft setzen.
Dann steht dem Leben auf dieser Erde bald ein Ende bevor. Und vorher wirds sehr zappenduster, wenn nur noch der Teufel regiert.
August 28th, 2011 at 04:42
sonja says:
K.F.: Was ist denn das für ein Vergleich mit Hitler-Deutschland? Ich glaube mich erinnern zu können, dass Hitler in Europa diverse Angriffskriege geführt hat, er ist in Eroberungsabsicht in fremde Länder einmaschiert, hat ganze Völker als rassisch minderwertig erklärt, Menschen zur Arbeit in deutschen Fabriken und Argrabetrieben gezwungen, ins KZ gesperrt, etc. Und ich glaub nun wirklich nicht, dass die Amis damals in der Absicht kamen, das Deutsche Volk zu befreien, oder was?
August 28th, 2011 at 08:02
sonja says:
Kann mich den Argumenten von Fr. Scarponi und Burkhard Gorny nur anschließen. Schon erstaunlich, wie unkritisch die taz hier mit dem Mainstream argumentiert. Ob das wohl mit einer gewissen “Umsturz-Hysterie” zu tun hat?
August 28th, 2011 at 08:27
Michael Marek says:
Auch ich kann nicht mehr viel glauben was von der westlichen Mainstream-Medienmaschinerie (und dazu zählt auch die taz) verbreitet wird. Die regelmässige Lektüre von z.B. russischen Medien kann da schon Licht ins Dunkel bringen.
Hier ein Zitat aus der Internetzeitung Russland Aktuell http://www.aktuell.ru/russland/politik/russische_medien_siegesberichte_aus_tripolis_gefaelscht_4209.html
“Moskau. Die Bilder vom Triumph der Aufständischen in der libyschen Hauptstadt Tripolis sind vielleicht an einem ganz anderen Ort gedreht worden. Präsident Medwedew gibt sich neutral und fordert zu Verhandlungen auf.
Möglicherweise sind die Aufnahmen von der Siegesfeier der Aufständischen in Tripolis, die am Sonntag um die Welt gingen, eine handfeste Fälschung. Aufmerksame Zuschauer hätten die Fernsehbilder mit Fotos der Schauplätze und früheren Videoaufnahmen verglichen und seien zu diesem wenig schmeichelhaften Schluss gekommen.
Falsche Palmen und Fenster
Dies berichtet jetzt die russische Zeitung „Komsomolskaja Prawda“. Aus dem russischen Fernsehen seien die fragwürdigen Bilder auch schon wieder verschwunden, heißt es dort. Auf dem Grünen Platz in Tripolis, wo die Gaddafi-Gegner ihren „endgültigen Sieg“ gefeiert haben sollen, standen auf einmal Palmen, die es vorher dort nicht gegeben habe.
Eine Stuckverzierung über einem Tor sei verschwunden, genauso mehrere Fenster. Das deute auf einen groben Nachbau aus Sperrholz hin, macht sich das russische Boulevardblatt lustig. Aber es bringt auch handfeste Beweise für die monumentale Schummelei.”
Zitatende.
Und die Gegenüberstellung von Fotos von gefälschten Fassaden mit dem echten Original habe ich in einem Youtube Video selbst gesehen und diese Behauptung als substanziell achvollziehen können.
Von daher mein Rat: Nicht unreflektiert alles glauben, sondern selbst recherchieren und vor allem selber denken !
August 28th, 2011 at 09:51
Sebastian Heiser says:
Michael Marek: Die taz glaubt nicht alles unreflektiert, sondern hat einen eigenen Korrespondenten in Tripolis, der dort erlebt, dass die Rebellen die Stadt tatsächlich eingenommen haben. In der morgigen Ausgabe beschreibt er zum Beispiel auf Seite 3, wie im Matiga-Krankenhaus die Verletzten beider Seiten behandelt werden und aneinandergeraten.
August 28th, 2011 at 14:24
Kevin says:
Auf Soldatenstammtischniveau ist auch Becks Karikatur vom Freitag (“Libysche Rebellen: Gaddafi hat keine Luftwaffe mehr, in die Luft schießen ist sinnlos, es sei denn, ihr wollt Nato-Jets runterholen!”). Nicht nur an der falschen Stelle zynisch, sondern auch noch richtig schlecht.
August 28th, 2011 at 21:38
K.F. says:
@sonja
ja, oder was. Was war denn nun die Absicht der Amis?
Und was Hitler tat und seine Mittäter, das weiß ich spätestens seit der Grundschule und das ist sehr lange her und nach wie vor abscheulich.
August 29th, 2011 at 01:22
K.F. says:
@Michael Marek
Nix als Kopfschütteln
August 29th, 2011 at 01:25
Gruenes Libyen says:
Wirklich Frieden geschlossen hatte die Nato und der Westen nie mit Libyen und nachdem Gaddafi den Gold-Dinar als Leitwährung in Afrika einführen wollte (und viele andere Dinge) wurde er wieder vermehrt Abschusskandidat.
Solidarität mit dem grünen Libyen:
http://wp.me/1Noxs
August 29th, 2011 at 05:42
EuroTanic says:
Wer die Stimme eines “befreifen” Kindes in Libyen höhren will kann das hier machen: http://www.youtube.com/watch?v=qMPNhMiatZU&feature=player_embedded
August 29th, 2011 at 11:41
Sarah says:
@ K.F schließe mich deinem Kopfschütteln an
August 29th, 2011 at 16:00
sonja says:
K.F. “ja, oder was. Was war denn nun die Absicht der Amis?”
Vielleicht verhindern, dass Russland nach einem Sieg über Hitler zu stark wird in Europa?
Und vielleicht haben Sie auch erkannt, dass D kluge Köpfe hat, die auch für eigene Zwecke nutzbar wären?
Und was ich einfach sagen will: Offensichtlich kapierst du nicht den Unterschied zwischen dem Krieg, der “damals” in Europa herrschte und dem, was jetzt in Lybien los ist.
Denn, “damals” ging es gegen einen Diktator, der nicht nur das eigene sondern auch fremde Völker unterwerfen wollte und in aller Konsequenz eine extrem rassistische Politik verfolgte. Kannst du das Alles auch von Gaddafi behaupten?
Was weißt du überhaupt über Lybien vor dieser “Revolution des Volkes” oder was auch immer?
August 29th, 2011 at 20:17
Volksverdummung says:
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@Frau KARIN SCARPONI
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Sie stehen nicht Allein!
Ich kann IHRER Argumentation folgen. Im Gegensatz zu den “Amateur-STRATEGEN” der “Taz” argumentieren Sie strikt im Einklang mit dem Völkerrecht, im Einklang mit den ehernen Prinzipien der UNO-CHARTA und im Einklang mit den INTERESSEN der schutzbedürftigen Zivilbevölkerung dieses verkommenen und zur Ausplünderung freigegebenen Planeten!
Ihre moralisch anerkennenswerte Wut verdient unser aller Respekt und donnernde UNTERSTÜTZUNG!
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Klaus Hillenbrand, der “Chef vom Dienst”, verdient hingegen meinen TADEL! Er schrieb, der UNO-CHARTA zum Trotz und den KRIEGSOPFERN zum “Trost”:
“…Die Entscheidung der Nato, die Rebellen zu unterstützen, geschah zudem zu einem Zeitpunkt, als ein Massaker an der Bevölkerung Bengasis durch Gaddafis Truppen drohte.”
Eine “Aussage” ohne ernstzunehmende Relevanz, denn der Satz lässt offen (!), WARUM die NATO sich dazu entschlossen hat, die “REBELLEN” zunächst VERDECKT und später immer UNVERBLÜMTER politisch u. militärisch zu unterstützen!
Ferner lässt der Satz den Zeitpunkt offen, an dem die Unterstützung der “Rebellen” tatsächlich begann!
Ich empfehle Herrn Hillenbrand eine ausgedehnte RECHERCHE, die keinesfalls auf das Studium des “TAZ”-Archivs beschränkt bleiben sollte.
Dann wird AUCH ER feststellen müssen, dass “das Massaker von Bengazi” nicht nur gedroht, sondern tatsächlich stattgefunden hat, ohne dass sich NATO oder EU zum “humanitären Eingreifen” veranlasst gesehen hätten!
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RÜCKBLICK: Das MASSAKER VON BENGAZI.
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Die “REBELLEN von Bengazi” hatten bereits im Februar Polizeistationen und Armeekasernen mit Waffengewalt angegriffen und schließlich gewaltsam gestürmt.
Mit den Demonstrationen des Volkes in Tunesien, oder in Ägypten, ist diese ART DES POLITISCHEN PROTESTS sicher nicht zu vergleichen!
In Bengazi gab es einen bewaffneten AUFSTAND, der jedoch nicht spontan, sondern von langer Hand vorbereitet war.
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Das heisst: Die GEWALTEXZESSE (inklusive Lynchjustiz an festgesetzten Gaddafi-Anhängern) fanden lange VOR DEM EINGREIFEN DER NATO statt, und sie richteten sich gegen Einheiten von Polizei, Armee und Geheimdienst in Bengazi.
Die Lynchjustiz, man muss korrekterweise sagen, das ABSCHLACHTEN von Gaddafi-Milizen in Bengazi wird noch nicht einmal vom “Übergangsrat” bestritten!
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POLITISCHE U. MILITÄRISCHE OPTIONEN der involvierten Akteure!
1. Hätten EU und NATO zu diesem Zeitpunkt (Februar 2011) nicht mäßigend auf die Situation in Libyen einwirken können? Oder lag ihnen nichts ferner als das? Das ist die offene Frage!
2. Umgekehrt: Konnte die libysche Regierung es hinnehmen, dass man ihre Streitkräfte in Bengazi massakrierte? Das ist keine Frage! Eine Regierung, die Ihr staatliches “Gewaltmonopol” wahren will, muss auf derartige Gewaltakte reagieren. Die libyschen “Rebellen” machten keine Anstalten, Ihre bewaffnete “Rebellion” zu beenden, sondern riefen zum Regierungsumsturz auf.
3. Die “BÖSE Frage” lautet nun schlicht und ergreifend:
WIE KONNTEN die “REBELLEN” sich so sicher sein, dass sie die unentbehrliche militärische “HILFE” von außen erhalten würden? – (denn ohne die Intervention der NATO wären Sie gegen das libysche Militär völlig chancenlos gewesen, wie auch US-Militärs stets bestätigten).
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Eine Antwort auf “1., 2. und 3.” muss folgende Aspekte mit einbeziehen:
A. Bewaffnete NATO-Soldaten (Niederländer u. Briten!) wurden bereits im Februar mehrfach dabei ERTAPPT (!), dass Sie unter VERLETZUNG DES LYBISCHEN LUFTRAUMS Kriegsgerät, Kommunikationsmittel und Agenten nach Lybien brachten.
B. Die deutsche Bundesmarine (noch unter BMV Guttenberg) verlegte im Februar mehrere Einheiten an die lybische Küste (angeblich zu Übungszwecken!).
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VORLÄUFIGES FAZIT:
1. Das “MASSAKER VON BENGAZI” fand bereits zu Beginn der “Rebellion” statt. Da es sich gegen loyale Einheiten u. Anhänger des TYRANNEN richtete, rechtfertigte dies offenbar keinen legitimen Einsatz der NATO.
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2. Die Entscheidung zur INTERVENTION in Libyen fiel lange VOR der Verabschiedung von “Resolution 1973″ im Weltsicherheitsrat. Die Resolution selbst war lediglich zur Beruhigung und Täuschúng einer bereits traumatisierten WELTÖFFENTLCHKEIT gedacht (Euro-Dollar-Verfall, Finanzkrise, Fukushima…)! Denn wie bereits ausgeführt wurden bereits Wochen VOR der Entscheidung im Weltsicherheitsrat “Spezialkräfte” nach Libyen “verlegt”, auch unter BETEILIGUNG deutscher Einheiten.
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3. Das militärstrategische Konzept der NATO erinnert an den Beginn des Afghanistan-Krieges, als man sich der “Nordallianz” gegen die “Taliban-Regierung” bediente; in Lybien instrumentalisierte man das Potential unzufriedener Stämme unter Einschluss kriegserprobter Al-Kaida-Kader, über deren “Vergangenheit” man grosszügig hinwegsah.
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• NACHTRAG:
Die deutsche Regierung argumentierte im Februar 2011, dass sie lediglich deutsche Bürger aus dem KRISENGEBIET habe evakuieren wollen. Daher habe Sie für die ENTSENDUNG bewaffneter Marine- und Luftstreitkräfte keine parlamentarische ERLAUBNIS benötigt!
Die einzig angemessene REAKTION auf diese Verhöhnung der parlamentarischen SOUVERÄNITÄT hätte nur ein sofortiges Misstrauensvotum gegen diese übergriffige “Regierung” sein können! Aber dieses Parlament lässt sich ein ums andere Mal von der Exekutive einwickeln -von Links bis Rechts.
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Und heute fallen alle HEUCHLER über Westerwelle her, während Westerwelle -politisch isoliert!- einknickt.
Erbärmlich, heuchlerisch, menschenverachtend: die gegenwärtige deutsche WELTINNENPOLITIK, die mal in “Nibelungentreue”, mal aus “ökonomischen Motiven”, achselzuckend über libysche, afghanische, oder “sonstige” Leichen geht.
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HESSE
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August 30th, 2011 at 07:46
Michael Scheier says:
Lohnt es sich wirklich, über so eine armselige Antwort, wie Sie Herr Hillenbrand zur Rechtfertigung der Bombardierungen – IM NAMEN DER TAZ, WOHLGEMERKT – liefert, zu diskutieren. Der Mann zeigt, wohin die Richtung in der TAZ geht. Abweichende Meinungen sind nur noch Show – einer Meinungs-Liberalität, die es bei der TAZ schon lange nicht mehr gibt.
August 30th, 2011 at 08:36
WhiteHaven says:
Die NATOd hat mit ihrem Luftkrieg und der damit einseitigen Befürwortung der Rebellen aus einem funktionierendem, wohlhabenden Staatsgebilde einen Chaos-Trümmer-Stuhlganghaufen gemacht. Die westliche Propaganda und Medienmanipulation ist unerträglich. Vergleichen sie mal die Bilder der deutschen Befreiuung 1945 und die Bilder der libyschen “Befreiuung” 2011. Menschen, die in ihrer Nachbarschaft, Verwandtschaft und im Bekanntenkreis Tote und Verletzte, zerschossene Häuser, keine Nahrung etc. zu beklagen haben, sind traumatisiert und rennen nicht freudestrahlend durch die Strassen wie sie uns das weismachen wollen. Sie zeigen ausschließlich Bilder der Sieger, testosterongeschwängerte Halbstarke mit Luftunterstützung der NATOd wenn sie auf richtigen Widerstand stossen. Mit Authentizität haben die Bilder aus Libyen wenig zu tun, mit Propaganda und Manipulation schon viel mehr. Ein Paradebeispiel dafür ist ZdF Kriegsreporter Armbruster: http://www.youtube.com/watch?v=iumsudh5Mrw&feature=player_embedded
August 30th, 2011 at 09:11
werner says:
Wenn die Taz angeblich selbst Journaliten in Tripolis hatte, dann sollte man dem armen Kerl invaliden-Rente geben!
Denn das diese ganze Journaille nichts von dem seit Jahren selbst aufgebauten ´Man made River´ mitbekommen hat und den Westen, sprich die kriegsgeilen irren aus dem Amiland, als Retter sich selbst darstellen lässt; Beweisst die Wahrheit vom “Medienmonopol!
Wann haben die Ami´s denn einmal nachweislich etwas für ein Land getan? Irak war eine Lüge und ein Kriegsverbrechen, Afghanistan war eine Lüge und ein Kriegsverbrechen und Lybien ist es auch! Wenn diese Leute doch immer die Menschen lieben, ist es doch extrem auffallend das es immer genau die Menschen sind, die zufällig auch über große Bodenschätze verfügen und / eine strategisch wichtige Position haben! Von Tibet hat noch nie ein Mnesch der Nato etwas gesagt! Oder Palästina, die sich auch schon seit über 30 Jahren unterdrücken und ermorden lassen müssen, mit Hilfe des Westens! Schon mal etwas vom Pressekodex gehört??
August 30th, 2011 at 09:22
werner says:
@ K.F.
Das ist ja das traurige, das dein Geschichtswissen aus der Schule stammt und somit natürlich die Amis die Guten sind und der böse Adolf ganz allein den Krieg wollte und auch angefangen hat!
Schlaf weiter…
August 30th, 2011 at 09:26
Michael Marek says:
wer hier meint, ob meiner konkreten Denkanstösse seinen Kopf schütteln zu müssen, soll das ruhig tun. Wo nix drin ist, kann beim Schütteln nämlich nix durcheinangerkommen.
August 30th, 2011 at 10:45
StefanMarc says:
@Karin Scarponi
Ich stimme Ihnen vollkommen zu und bin ebenso mächtig sauer auf die TAZ, das deren Journalisten dort den Luftkrieg in Libyen unterstützen. Hier verrät die TAZ-Redaktion zentrale Positionen der Linken, die interessanterweise von den Liberalen um Westerwelle derzeit geteilt werden.
Es war gut, das Schroeder damals keine deutschen Soldaten in den Irak geschickt hat. Es war totaler Mist, das deutsche Soldaten nach Afghanistan geschickt wurden und dort derzeit sterben.
Und es war wiederum gut, das wir Deutschen keine Soldaten in Libyen haben.
Pazifistische und linke Grundüberzeungen, die teilweise auch in den Reihen der Liberalen mitgetragen werden, besagen, dass wir Deutschen aufgrund unserer historischen Verantwortung mit ZWEI WELTKRIEGEN keine Soldaten auf FREMDE Kontinente nach Asien oder nach Afrika schicken sollten.
Aber nicht nur unsere historische Verantwortung gebietet dies, sondern auch die Friedensethik, die bereits in den Ostermärschen der 1980er zum Tragen kommt. Mit Militäreinsätzen werden Probleme nicht gelöst, da sind Diplomatie, Handel und Entwicklungshilfe wesentlich effektiver.
Und was sind die Resultatet der teuren Militäreinsäte der Amerikaner, die die USA in den Wirtschaftskollaps derzeit führen: ein in Bombenanschlägen versinkendes Irak, das es mittlerweile aufgrund der Konflikte zwischen Schiiten, Kurden und Sunniten nicht mehr gibt.
Ein wieder zerfallendes Afghanistan mit Clanstrukturen, wie sie seit Jahrhunderten dort bestehen, und wo sich nichts geändert hat, sobald die Amerikaner aufgrund ihrer Überschuldung wieder abziehen.
Und wird es in Libyen jetzt besser werden ? Wohl kaum ! Der Streit um das Erdöl wird das Land zerreißen und die neue Regierungsleute dort sind mehr als zweifelhafte Charaktere.
Daher Militäreinsätze in Afrika und in Asien bringen NICHTS und kosten uns nur viele Milliarden an Steuergeldern, die uns hier bei Strassenbau, kostenlosen Kindergartenplätzen und besseren Hochschulen fehlen.
Auch ich bin mächtig sauer, wie hier TAZ-Journalisten Grundüberzeugungen der Linken über Bord werfen, wie dies auch aktuell bei Ihrem Bashing gegen Westerwelle zu lesen ist. Und das Schlimmste daran ist, dass diese ganzen Milliarden an Geldern in den Kassen der internationalen Rüstungswirtschaft versickern. Dafür ein Dankeschön an die TAZ!!!
August 30th, 2011 at 19:29
Jürgen Orlok says:
Dieser blog zeigt ganz (un-) freiwillig unterhalb der Kommentarfunktion, was sogar schon dem Morgenmagazin auffiel.
BILD=taz !
Mehr braucht es wohl nicht !!!
“Previously: taz heute mit BILD-Coupon”
August 30th, 2011 at 21:05
Mike S. says:
Die Antwort von Herrn Hillenbrand ist schon starker tobacco. Mir ist auch nicht ganz klar, unter was man seine Zeilen packen konnte. Unter Desinformation? Unter Ignoranz? Spott? Ironie? Sarkasmus? Keine Ahnung. Eins ist klar: wer so Realitätsfern die Welt sieht, darf nicht auf die Öffentlichkeit losgelassen werden.
August 30th, 2011 at 21:31
Ralf says:
Das ist genau der Grund aus dem ich mein Taz-abo jetzt seit Jahren unterbrochen habe, die Taz ist ohne Sätzereingriffe zu einem rechten Blatt verkommen, das sich von der Friedensbewegung komplett verabschiedet hat und inzwischen ohne zu zögern sämtliche Regierungspropaganda nachäfft. Demnächst wollt ihr wohl den totalen Krieg oder? Nur weil fogh Rasmussen und Konsorten diesen wollen um von den Problemen im wirtschaftssystem ab zu lenken. wie ja schon anläßlich Irak und Afghanistan geschehen. Das Bush nicht in den Haag vor Gericht steht, ist ein einziger Skandal.
August 30th, 2011 at 21:34
Staline says:
Das Verhalten der taz ist skandalös.
Sich zum Sprachrohr der Linken aufschwingen und dann das neue Nato Bombodrom in Lybien begrüßen.
Nach dem Motto “Na.dann werden wir halt wieder ein bisschen “Mit-Rommeln” !”
Schämen Sie sich.
August 30th, 2011 at 23:39
Rolf der Wolf says:
Die taz hat sich schon als Mitglied Trokia taz-freitag …. hinsichtlich des Bashing von WikiLeaks zum Deppen gemacht.
Nun kommt auch noch die Verherrlichung der Nato dazu.
Die eindeutig mit ihren Handlungen das UN Mandat überschreitet.
Ich werde mein Abo kündigen.
Und dann noch Werbung für die BILD.
Ich bekomme da immer so ein Jucken.
Wahrscheinlich sind es die Flöhe die mit der letzten taz Ausgabe kamen.(Wie schrieb ein Vor-Kommentator “wer mit den Hunden ins Bett geht….)
Ich bitte dann auch gleich um das Flohpuder.
August 30th, 2011 at 23:49
Horst says:
“Ein gerechtes Ziel lässt sich nicht mit ungerechten Mitteln erreichen.”
Petra Kelly
Wenn die taz wüsste, wer Petra Kelly war, dann würde sie den NATO Freunden Fischer und Cohn Bandit keine Plattform bieten.
August 31st, 2011 at 10:19
Martin Roger says:
Was wünscht sich denn Klaus Hillenbrand von der Weltgemeinschaft? Dass die UNO regelmäßig zum Deppen gemacht wird und ihre “wichtigen” Aufgaben von der NATO (oder notfalls von einer Koalition der Willigen) übernommen werden? Ist es ihre Vision von Völkerrecht, dass die NATO alles das tut, was sie will (und was der taz-Redaktion gefällt)?
Dass die Weltgemeinschaft sich den Panzern Gaddafis vor Benghazi auch militärisch in den Weg gestellt hat, finde ich in Ordnung. Dass nur die NATO so gerüstet war, dass sie das umsetzen konnte, halte ich für eine traurige Fehlkonstruktion. Dass die NATO und einzelne NATO-Staaten sich an der militärischen Eroberung libyscher Städte (und z.B. an Angriffen auf den Fernsehsender) beteiligt haben, ist ein Verbrechen. Und was tun sie jetzt zur “Verteidigung der Zivilbevölkerung” in Sirte?
Die taz sollte in diesen Wochen ihr Titel-Logo von Rot in Olivgrün ändern.
August 31st, 2011 at 10:49
aleister says:
@ Klaus Hillenbrand
ganz präzise, was sagen Sie dazu – es steht heute, natürlich wieder völlig unreflektiert und beiläufig in einem Nebensatz in einem Artikel auf der taz-seite – daß der für Tripolis zuständige Rebellenkommandeur ein gewisser Abdelhakim Belhadsch ist. Auf der englischen Wiki-Seite findet man ihn unter der Schreibweise Abdul Hakim Belhadj (die ja wohl auch korrekter ist als diese Karl-May-Schreibe). Es ist verblüffend, was dort geschrieben steht und wen die Nato also vermutlich gerade an die Macht bombt:
http://en.wikipedia.org/wiki/Abdelhakim_Belhadj
was auch immer die Gründe dafür sind, daß die NATO Islamisten, wie die “Libyan Islamic Fighting Group” unterstützt, die unter anderem von genau diesem Abdel Hakim Belhadj mit angeführt wird (auch hier mal ein Wiki-Link, der die Aktivitäten dieser vom Gruppe näher beleuchtet: http://de.wikipedia.org/wiki/Libysche_Islamische_Kampfgruppe), also Kräfte, gegen die sie in anderen Ländern offiziell den “Kampf gegen den Terror” führt, kann sich jeder selbst zusammenreimen.
Tatsache ist, daß damit der ganze, unter Absegnung der UNO als “humanitäre Militärhilfe” deklarierte Einsatz, mehr als fragwürdig und zweifelhaft wird. Verwunderlich ist dies alles nicht, das ist die Strategie, die schon länger gefahren wird (siehe: Greater Middle East), nur scheint seit dem Irak-Fiasko die “UN-Mandat-Schiene” der “new way” zu sein. Die Frucht war reif und die Unruhen in Tunesien und Ägypten günstig, um in Bengazi offensiv beginnen zu können.
Und das, lieber Klaus Hillenbrand und Chef vom Dienst, ist es, was mich dann doch etwas wütend macht. Das, um sichs einfach zu machen, die selben Halbwahrheiten wie überall verbreitet werden und dort nicht angesetzt wird, wo Zusammenhänge WIRKLICH interessant werden. Wo das zum besseren Verstehen führen kann. Und diese Verbindungen aufgeführt werden müssen, wenn man den Anspruch hat, sich durch irgendwas von anderen Medien abheben zu wollen. Das man eben zeigt, wer genau diese Kräfte und deren Führungskräfte in Libyen sind, die von allen nur die “Rebellen in Libyen” genannt werden. Zu recherchieren, wer das tatsächlich ist, dem die NATO, also “unser” Militärpakt, da den Weg freimacht, gehört meines Erachtens schon zur journalistischen Sorgfaltspflicht. Und die wird, warum auch immer, leider sehr vernachlässigt.
August 31st, 2011 at 11:34
Stefan says:
Die fanatische Unterstützung für einen Diktator, die fast alle Schreiber hier bekunden, überrascht mich schon sehr.
Was gibt es hier eigentlich zu diskutieren ? Eine widerliche Diktatur wurde beseitigt, ein Volk befreit.
Deutschland – wie fast immer – auf der falschen Seite.
Gute Arbeit … Nato.
September 1st, 2011 at 12:37
aleister says:
@stefan:
HALLO, gehts noch?!? Wer, bitteschön, unterstützt hier denn einen bösen Diktator??? Es geht hier doch gar nicht darum, ob das alles gut und rechtens ist, was die NATO-Verbündeten hier abziehen (was anzuzweifeln natürlich erlaubt ist!), es geht einfach nur mal darum, welch unreflektierte Berichterstattung die taz als eigentlich eher links und einer pazifistischen Einstellung näher stehendes Blatt momentan zu diesem Einsatz liefert. Und wo sich dieses Blatt denn nun genau verortet, wenn es um Militäreinsätze geht. Und das auch gerne mit guter Recherche und Differenzierungsvermögen verbunden. Denn wie so oft sind gerade bei der Meinungsbildung Hintergründe und Details entscheidend. Eigentlich sollte das selbstverständlich sein.
Einfacher ist natürlich schwarz/weiß-Denke, so wie bei Dir, Diktator weg, alles super, NATO prima, nicht nachfragen, vor allem nicht weiter nachfragen. DAS kanns doch wirklich nicht sein, oder? Wo doch jeder weiß:” Wer! Wie! Was! Wieso! Weshalb! Warum! Wer nicht fragt, bleibt dumm!!!” Oder willst Du etwa andeuten Ernie und Bert sind Gadhafi-Anhänger? Das wär mir dann aber auch eigentlich egal…
September 1st, 2011 at 14:19
Volksverdummung says:
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@aleister
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Danke. Die “Taz” berichtet lediglich für die “Kulisse”.
In der pakistanischen Zeitung “The Nation” ( das ist das Blatt, das bereits darüber berichtet hat, dass die USA in Abbottabad mindestens einen Hubschrauber verloren hat, und, dass es beim Absturz auch Todesopfer gab!) berichtet, dass die CIA ca. 1500 Al-Kaida-Kämpfer für den “Einsatz gegen Gaddafi in Libyen” angeworben hat!
Bekannt geworden ist auch, dass die so genannten “Bengazi-Rebellen” auch Unterstützung aus dem SUDAN (Nordsudan!) erhalten haben!
Der Präsident des -islamischen- Nordsudan wird mit internationalem Haftbefehl wegen KRIEGSVERBRECHEN IN DARFUR gesucht!
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HESSE
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September 1st, 2011 at 18:34
Volksverdummung says:
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@Stefan
“Befreiung” von was?
Sie setzen sich MIT KEINEM einzigen ARGUMENT auseinander. Kein Wunder, das Sie sich als “ideologisch sturmfeste Burg” erweisen…
Ob das die “Radikalität” in Ihrem “Denken” erklärt?
“Befreiung” und “kombinierter Luft- u. Bodenkrieg mit geschätzten 50000 Toten”, das geht bei Ihnen problemlos in eine “Schublade”. Klappe zu, samt Gräbern und Jubelbildern aus Bengazi, und die “Kladde” vorher mit “Befreit!” etikettieren!
Im Anschluss kleiner Imbiss in Paris, aber nicht zu öffentlich!
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1. NIEMAND äußerte sich “fanatisch”.
2. Libyen ist ein STAAT mit einer VIELZAHL von STÄMMEN, die um die politische Macht rivalisieren… In Libyen wurde kein Volk “befreit”. Die “Jubelfeier” in Tripolis hat nicht stattgefunden. Die in Bengazi hingegen schon.
3. Die “Diktatur”, die Gaddafi praktizierte, wird IRGENDWANN durch eine ANDERE DIKTATUR ersetzt werden; und Gaddafi ist auch noch nicht geschlagen!
Die neuen “FÜHRER” streiten derzeit noch mit IHREN westlichen VERBÜNDETEN (!) um die Beute, das angesparte Staatsvermögen des libyschen Staates, das auf mindestens 140 Milliarden Euro geschätzt wird und dessen Erträge bislang auch den libyschen Bürgern zugute gekommen sind!
Danach kommen die “DIADOCHENKÄMPFE” (der ermordete Junis wird Gesellschaft bekommen).
4. Der aktive “Mitläufer” im Krieg gegen Libyen, Deutschland, marschiert im “vollen Bewusstsein der Konsequenzen” mit (trotz inkonsequenter, oder geheuchelter Enthaltung im Weltsicherheitsrat) und macht sich selbstverständlich mitschuldig an der GEWALTORGIE, die sich jetzt am Himmel über Libyen und auch am Boden entlädt.
“Deutschland – wie fast immer – auf der falschen Seite”, weil die NATO einen ANGRIFFSKRIEG führt!
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HESSE
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September 1st, 2011 at 18:39
Gerhard says:
Und sie können hier alle ihre Meinung sagen.
Das konnte man unter Gaddafi nicht, aber natürlich lässt es sich aus unserem schönen sicheren Europa total gut beurteilen, wie weit die Libyer für ein bisschen mehr Freiheit gehen sollten.
Natürlich hat die NATO nur Interesse an Ressourcen, bzw. an der Stabilität der Region um auf die Ressourcen zugreifen zu können. Na und? that’s capitalism
Kriege werden niemals aus humanen Gründen geführt, sondern immer aus wirtschaftlichen und ja, das sollte man kritisieren. In diesem Fall passiert aber etwas richtiges aus den falschen Gründen.
Ich finde es auch erstaunlich, dass die Linken doch normalerweise immer sofort bereit sind, jedes Volk zu unterstützen, das gegen seine Unterdrücker aufbegehrt. Aber wenn der Westen die Unterdrückten, wenn auch aus den falschen Gründen, auch unterstützt, dann muss man sich plötzlich mit dem Unterdrücker solidarisieren? Irgendwie stinkt das nach blindem Hass auf die westliche Welt und seine Repräsentanten in Form von NATO, USA, etc. und nicht nach reflektiertem Denken.
September 1st, 2011 at 22:06
Volksverdummung says:
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@Gerhard
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1. ZITAT: “Und sie können hier alle ihre Meinung sagen…”
Ja, natürlich. Wenn Sie sich mit “Brot und Spielen” abfinden und nicht mit der “OBRIGKEIT” kollidieren… Ansonsten ist es “nicht von Nachteil”, über einen gewissen politischen und ökonomischen Einfluss zu verfügen, bevor man etwas verschlimmbessern will. Aber welche Relevanz besitzt das in Bezug auf die Beurteilung des NATO-Krieges gegen Libyen?
KEINE.
2. ZITAT: “Ich finde es auch erstaunlich, dass die Linken doch normalerweise bereit sind, jedes Volk zu unterstützen, das gegen seine Unterdrücker aufbegehrt.”
Es ist eine ILLUSION anzunehmen, dass die ZUNEHMENDE KRITK am “Angriffskrieg gegen Libyen, unter Einschluss diverser Rebellengruppen”, ein Privileg von “Linken” sei.
Vielleicht rührt Ihre “Verwunderung” über Personen, die von Ihnen einer “linken politischen Spähre” pauschal zugeordnet werden, daher, dass Sie einem ideologischen Trugbild aufsitzen! Die vielfältigen Schubladen “politischer Ideologien” bieten ein breites Spektrum “Ersatzreligionen” mit diversen Teufeln und Engeln.
Politische Theologen sind nie an kritischer AUFKLÄRUNG oder politischer REFLEKTION interessiert! Oder kennen Sie einen?
Warum so kompliziert?
Nicht “die Kritik am Libyenkrieg”, eines lange geplanten und vorbereiteten “Angriffskrieges”, ist erstaunlich, sondern dessen propagandistische Verharmlosung als humane “Unterstützungshandlung” zugunsten eines hilfsbedürftigen Volkes!
Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die UNSÄGLICHEN HILFSANGEBOTE Deutschlands: Angebot des “AA” zur Lieferung von Medizintechnik, “Blutpumpen” und Medikamenten, an die “Rebellen” in Bengazi. Der libyschen Regierung wurden meiner Kenntnis nach keine derartigen Offerten gemacht.
Das was zum Himmel “stinkt” ist die wohlfeile LEGENDE von der “westlichen Unterstützung eines unterdrückten Volkes gegen seinen Unterdrücker”!
3. ZITAT: “Aber wenn der Westen die Unterdrückten, wenn auch aus den falschen Gründen, auch unterstützt, dann muss man sich plötzlich mit dem Unterdrücker solidarisieren?”
Indem man den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Libyen anprangert, bedeutet das nicht, dass man gleichzeitig zum Verbündeten des Angegriffenen mutiert! Allerdings ist es mehr als legitim, an den Punkten, an denen sich die Propaganda allzu weit von der Realität entfernt, auf offensichtliche und nachvollziehbare Widersprüche hinzuweisen.
Besonders albern finde ich die propagandistischen Verirrungen, die auf ungleiche Lebensverhältnisse in Libyen abzielen, indem permanent die Verschwendungssucht des Gaddafi-Clans betont wird… Wenn da mal angesichts unserer neoliberalen Lebenswirklichkeit kein Schuh draus wird…
Nein. Die KRITIK geht allein und primär um die illegale ANWENDUNG ZWISCHENSTAATLICHER GEWALT, die weder von der UNO-CHARTA, noch von “Resolution 1973″ gedeckt ist.
Mit “blindem Hass auf die westliche Welt”, noch so ein KURZSCHLUSS von Ihnen, hat diese Kritik nichts zu tun; das ist auch überflüssig. Es reicht vollkommen aus, wenn sich der “Gerichtshof der öffentlichen Meinung” an den TATEN oder UNTATEN seiner regierenden “POPULAREN und OPTIMATEN” orientiert.
4. Zwischen “Unterstützung” und “Intervention” gibt es eine ROTE LINIE, und wer diese völkerrechtlich durch die UNO-CHARTA ( nachlesen! ) gezogene Linie vorsätzlich verletzt, verletzt auch zugleich die verbindlichen “Verhaltensregeln” der Staatenwelt, die sich in der Gemeinschaft der “Vereinten Nationen” ein Forum geschaffen hat, das sich zu friedlichen Formen der KONFLIKTREGELUNG verpflichtet hat.
Staaten, oder deren “Führungen”, die nicht an friedlichen Konfliktlösungen interessiert sind, weil sie sich von einer kriegerischen Lösung einen grösseren ökonomischen oder sonstigen “Vorteil” versprechen, sollten gerade von den BÜRGERN des “schönen sicheren Europa” nicht unterstützt werden.
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FAZIT: Demokratischer Umgang mit “VERRÜCKTEN HUNDEN”…
Ich plädiere dafür, “verrückte Hunde”, die dem STAATSTERRORISMUS frönen und davon Gebrauch machen, von den Schalthebeln der Macht”, in geheimer, freier Wahl, durch souveränen WAHLBÜRGERBESCHLUSS auf friedlichem Wege auszuschliessen. Im Einklang mit der UNO-CHARTA, gegen die “verrückte Hunde” nach Belieben ungestraft verstossen zu können glauben!
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HESSE
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September 2nd, 2011 at 03:42
Gerhard says:
Natürlich besitzt es eine Relevanz. Auch wenn ihr verbohrten Pseudo-Linken es nicht wahr haben wollt, ist und bleibt eine parlamentarische Demokratie besser als eine repressive Diktatur. Und natürlich weiß ich, dass die Freiheit innerhalb einer Demokratie so beschränkt ist, dass das Wort Freiheit gar nicht passt, aber es ist immernoch 1000 Mal besser als in einer Diktatur zu leben.
Und jetzt wollt ihr den Libyern das Recht absprechen, wenigstens in einer Demokratie zu leben, weil ja die böse NATO involviert ist.
Der Skandal ist nicht, dass die NATO ihr Mandat überschritten hat, sondern dass sie überhaupt nur ein derart beschränktes Mandat bekommen hat.
Dieser nationalistische “keine-äußere-Einmischung-Wahn” der antiimperialistischen und pazifistischen “Linken”, aber auch der UN, ist mehr als menschenverachtend.
Kriege gehören zum Kapitalismus und so lange dieser existiert, wird es Kriege geben. Und es wird niemals gute Kriege geben, allerdings wird es die geben, die wenigstens ein positives Nebenprodukt hervorbringen, wie in diesem Fall hoffentlich ein demokratisches Libyen.
Auch wenn NS-Vergleiche immer hinken, ein sehr schönes Zitat.
„Man kann nicht a priori Nein zum Krieg sagen. Die Konzentrationslager wurden auch nicht von Friedensdemonstrationen befreit, sondern von der Roten Armee.“
Paul Spiegel
Wer den NATO Einsatz kritisiert, unterstützt Gaddafi, denn ohne die NATO hätten die Rebellen keine Chance gehabt und wären erbärmlich gescheitert.
Dieser Schwachsinn von “Solidarität mit den kämpfenden Menschen in Libyen und gegen den NATO Angriffskrieg”, wie es von vielen Linken Gruppen hieß, ist einfach nur heuchlerisch. Wir stehen voll hinter euch, aber helfen werden wir nicht, also verreckt mal schön.
Du willst den “verrückten Hund” mit einer geheimen freien Wahl entfernen? Verstehst du nicht, dass es genau das ist, was die Menschen in Libyen nicht konnten?
Aber die brauchen das Recht zu wählen auch gar nicht, weil die versuchen sich ja mit Gewalt zu befreien…
“Staaten, oder deren “Führungen”, die nicht an friedlichen Konfliktlösungen interessiert sind, weil sie sich von einer kriegerischen Lösung einen grösseren ökonomischen oder sonstigen “Vorteil” versprechen, sollten gerade von den BÜRGERN des “schönen sicheren Europa” nicht unterstützt werden.”
Glaubst du wirklich jeder Konflikt in diesem System kann friedlich gelöst werden? Wenn du das tatsächlich glaubst, können wir uns die Diskussion schenken, weil auf idealistisches “es-kann-auch-einen-gerechten-Kapitalismus-geben” Gelaber kann ich gut verzichten.
September 2nd, 2011 at 09:12
aleister says:
@Gerhard:
als ehrlich, tut mir leid, aber Du redest so einen Mist, das ist schlicht unglaublich. Seit wann sind die Verteidigung des Kapitalismus und mit ihm verbundene Kriege, die Du hier rechtfertigst, Anliegen und Teile einer linken Weltanschauung?
Du raffst doch so was von komplett nicht, daß es hier (siehe Titel) darum geht – und jetzt noch mal, zum besseren Verständnis, in Großbuchstaben – DASS SO ETWAS IN DER TAZ STEHT, EINEM VERMEINTLICH LINKEM BLATT! Und, daß mein bei einem “linken” Blatt – und links bedeutet für viele unter anderem nichts anderes als “Kopf benutzen und Sachen hinterfragen”, und “Soldaten sind Mörder” und “Kapitalismus nix gut” und soweiter. Dein “Gelaber” von “Freiheit” und “Krieg, na is halt so, wen juckts” kannst Du von mir aus von Dir geben, werd glücklich damit. “Links” ist sowas jedenfalls nicht und, wie gesagt, um nichts anderes gehts hier, um eine differenzierte, hintergründige Berichterstattung. Das kann doch nicht so schwer zu verstehen sein, oder. Mal davon abgesehen, wenn Dir die Freiheit der Menschen in Libyen so am Herzen liegt, denkst Du, ein islamistischer Staat wie er zBsp. von der “Libyschen Islamischen Kampfgruppe” (siehe mein Posting von oben) geplant ist, ist da vielverheißend? Nicht das ich eine befriedigende und eine konkrete Antwort erwarten würde…
September 2nd, 2011 at 11:17
aleister says:
@Gerhard:
und ja: NAZIVERGLEICHE HINKEN!!! also lass es einfach.
Frag doch mal Juden, so wie Du hier Paul Spiegel sinnlos zitierst, was Sie vom Antisemitismus der prima Freiheits-Rebellen der Libyschen Islamischen Kampfgruppe u.a. so halten.
Gadhafi wurde ja unter anderem auch seiner vermeintlichen “Judenfreundlichkeit” wegen angefeindet…
also bitte:
http://de.wikipedia.org/wiki/Libysche_Islamische_Kampfgruppe
http://de.wikipedia.org/wiki/Libysche_Nationale_Befreiungsarmee
September 2nd, 2011 at 11:37
Volksverdummung says:
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@Gerhard
Wo? Oben, unten, hinter mir? Ich sehe keine “verbohrten Pseudo-Linken”, aber den triefenden “Schaum” im Text vor mir…
Ob da etwas wischen hilft?
Die “UNO-CHARTA” ist ein überflüssiger Fetzen Papier?
Die “NATO” sollte ein “erweitertes Mandat” bekommen?
Die “unterdrückte Welt” wartet auf die “Segnungen” unserer parlamentarischen Demokratie, oder auf die “Freiheit”, die Wahlen überflüssig macht?
Einen “verrückten Hund” gibt es nur in Libyen, aber “never” in Brüssel, Paris, London und Washington?
Wer versucht, sich “mit Gewalt zu befreien” braucht “das Recht zu wählen auch gar nicht” mehr?
Amen.
Schade, aber Sie unterstreichen, dass die “Menschheit” noch nicht bereit ist für die “Freiheit”, DIE SIE offenbar meinen, aber an die Sie selbst NICHT GLAUBEN!
Die einzige “Freiheit”, die sie meinen und die sie rudimentär beschreiben, ist eine Freiheit, in der WAHLEN überflüssig geworden sind, weil sich die Menschen Ihre Freiheit mit Gewalt erkämpft haben… Und die NATO regelt dann die Meinungsverschiedenheiten. -
Das ist, mit Verlaub, “es-kann-auch-einen-gerechten-Angriffskrieg-geben Gelaber”!
Und für die “Freiheit”, die jeder anders definiert, als Nebenprodukt 50000 Tote, oder darf es auch ein bisschen mehr sein? Das “Volk” von Tripolis feiert nicht auf auf dem “Platz der Märtyrer”!
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Das wird mir wirklich zu blöd. Sie sind offenbar ZU BEQUEM, oder zu FAUL (?), um sich über die NATO- und SAS-Kameraden der “Libyschen Islamischen Kampfgruppe” zu informieren! Die werden sich NIE in ein westliches Demokratiemodell “pressen” lassen! Das sind politische Überzeugungstäter.
http://de.wikipedia.org/wiki/Libysche_Islamische_Kampfgruppe
http://de.wikipedia.org/wiki/Abd_al-Hakim_Balhaj
http://de.wikipedia.org/wiki/Abu_Laith_al-Libi
http://de.wikipedia.org/wiki/Abu_Yahia_al-Libi
http://de.wikipedia.org/wiki/Libysche_Nationale_Befreiungsarmee
http://de.wikipedia.org/wiki/Darna
http://de.wikipedia.org/wiki/Bürgerkrieg_in_Libyen
http://de.wikipedia.org/wiki/Al-Qaida_im_Maghreb
http://de.wikipedia.org/wiki/Darfur-Konflikt
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“Solidarität mit den kämpfenden Menschen in Libyen”? Nicht mit diesen “Rebellen”!
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HESSE
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September 2nd, 2011 at 13:40
Volksverdummung says:
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@Moderator
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Nananu. Seit wann gibts hier eine “Moderation”? – Gibt es dafür einen “wichtigen” Grund?
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HESSE
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September 2nd, 2011 at 14:06
Sebastian Heiser says:
@Volksverdummung: Kommentare, die zu viele Links enthalten, werden zunächst automatisch zurückgehalten. Der “wichtige” Grund dafür ist, dass WordPress in solchen Fällen davon ausgeht, dass es sich um Spam handeln könnte, und daher den Kommentar dem Moderator vorlegt. Ich habe Ihren Beitrag jetzt freigeschaltet.
September 2nd, 2011 at 16:01
angewidert says:
Diktatoren sollen bleiben,
und die taz soll das nicht schreiben,
dass das Diktatoren sind,
so spricht das vollgefressne Kind.
Freie Presse, gut und schön,
Wahlen, kann man auch hingehn,
Kommentare bei der taz?
hat nur hierzulande Platz.
Libyen braucht die harte Knute,
und Gaddafi, dieser Gute,
machte es doch gar nicht schlecht,
wenn auch nicht so allen recht.
Rebellion daher verboten,
tippt der Leser beim Kaffee.
dann legt er sich auf sein Sofa:
“Venceremos” auf CD.
KOTZ!
September 2nd, 2011 at 16:52
aleister says:
@angewidert:
ok, Dein blöder Name und Deine echt scharfsinnige Zusammenfassung hats geschafft! Respekt! Ist das eigentlich angeboren oder jahrelanges Training, so resistent gegen Klarheit im Kopf sein? Na egal, da ist mir dann doch meine Energie zu schade – irgendwie ein erleichterndes Gefühl,…doch halt, eines sag ich noch: “Deine Reime sind Schweine” (dj koze)
September 2nd, 2011 at 21:47
Papiertiger says:
Wer profitiert den am meisten von dem Umsturz Gaddafis, dass ist ja wohl in erster Linie Frankreich, GB und die USA.
September 3rd, 2011 at 05:15
vic says:
Tatsache ist, “eingegriffen” wird ausschließlich dort, wo`s anschließend was zu holen gibt.
Oder sollte ich mich täuschen?
Und ich bitte zu beachten, das der Westen- wer immer das ist- all den Despoten, die man jetzt bekämpft, vor nicht allzu langer Zeit das benötigte Kriegsmaterial zur Unterdrückung nur zu gern anlieferte.
September 3rd, 2011 at 15:34
Hans says:
vic sagte:
Tatsache ist, “eingegriffen” wird ausschließlich dort, wo`s anschließend was zu holen gibt.
——-
So ist es. Was gibts zu holen ?
Sehr reines Öl. Gas, Wasser und Gold.
Der libysche Goldschatz soll etwa die Hälfte dessen wert sein, was Grossbritanien besitzt.
Umgerechnet auf die libysche Einwohnerzahl ‘wäre’ der Durchschnittslibyer dann etwa 5 mal reicher als der gemeine Brite.
Was noch gibts zu holen ?
Schwäche und Uneinigkeit im arabischen Raum. ‘Teile und Herrsche’, alte Regel in der Machtpolitik.
Was noch gibts zu holen ?
Noch viel: Den Libanon, den Iran …
Ja auch viele afrikanische Länder wären noch zu holen, aber es braucht Zeit.
Das andere was mich wundert: ARD, ZDF, BILD, der Spiegel, die Taz ……. jetzt alles ein grosser Eintopf ?
September 4th, 2011 at 11:52
Dirk Gober says:
Wen wundert es…?
Die taz hat schon immer Partei für Terroristen ergriffen (sofern sie kommunistisch oder islamistisch ausgerichtet waren).
Nicht zu vergessen die Rolle der taz und des bezahlten Propagandisten Rathfelder bei der Kriegshetze anläßlich des Kosovo-Konflikts. Wen kann es also wundern, wenn die taz nun Partei für eine Gruppierung ergreift, die sich schon offen zu einem Gottesstaat Libyen bekennt. Daß dabei auch etliche schwarze Menschen vom Mob entführt und teilweise gelyncht wurden – na ja, Kollateralschäden eben. Über die serbischen “Kollateralschäden” (etwa 10.000 tote Zivilisten) mußte man ja auch nicht berichten. Es könnte das faschistisch-braunrotgrüne Idyll gestört werden und manch ein Gutmensch könnte erkennen, daß er sich mit zum Mörder gemacht hat.
September 5th, 2011 at 10:53