CSU-Politiker kritisiert „Hetzkampagne“ gegen den Papst

Der CSU-Politiker Thomas Goppel ist über die heutige taz-Titelseite empört. Der Sprecher der ChristSozialen Katholiken in der CSU sagte der Nachrichtenagentur dapd: „Wenn einige Redaktionen ihre Kampagnen gegen den Papst auf die Spitze treiben wollen, kann man das leider nicht verhindern.“ Welche Instrumente zur Verhinderung der taz-Berichterstattung er sich wünschen würde, erläuterte er nicht. Er bedauerte jedoch, dass eine ruhige und sachliche Diskussion über das christliche Menschenbild in Deutschland derzeit nur schwer möglich sei und warf einigen Medien eine „Hetzkampagne“ gegen den Papst vor.

Reiner Metzger, stellvertretender Chefredakteur der taz, weist die Kritik zurück: „Wir bedauern, dass Herr Goppel sich offensichtlich so wenig in die Welt der Jedis einfühlen kann. In der Subkultur von ‚Krieg der Sterne‘ gilt der Jahrhunderte alte Meister Yoda als der geistige Vater des wohlmeinenden Jedi-Ordens – wie in der echten Welt eben Benedikt XVI. Was da also eine Hetzkampagne sein soll, erschließt sich uns nicht.“

Kommentare (13)

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  1. Dass der immer noch die Gemüter bewegt…
    Vergesst Goppel. Vergesst den Papst, und
    alles wird gut.

  2. Thomas Goppel versucht einen Ausbruch aus dem Sommerloch-Reservat, dass ja bekanntlich das Refugium der Hinerbänkler ist. Nuja. Wenns ihm Spass macht …
    Für die TAZ sehe ich allerdings keinen Grund, auf derartige Albernheiten zu reagieren.

  3. Das ist nicht der erste Angriff der CSU auf die Meinungsfreiheit. Die wollten doch tatsächlich einen Blasphemie-Paragraphen ins Strafgesetzbuch schreiben lassen! Da müssten sie erstmal beweisen, dass es einen unmmittelbar Geschädigten gibt. Das wird schwer…
    Die CSU-Vertreter dürfen ja auch regelmäßig in den Talkshows die LINKE (die ich selbst nicht wähle, aber trotzdem hier verteidigen muss) allesamt als Radikale beschimpfen. Das ist billig und dumm, aber nicht verboten – und das ist gut so.

  4. Kindisch! Jedes titanic-Cover ist zehn mal geistreicher und gewagter. Wäre also alles nicht so schlimm.. Aber würde die taz eine solche Kampagne auch mit einem hohen, islamischen Geistlichen machen, der Deutschland besucht? Jeder kennt die Antwort.
    Christenfeindlichkeit ist hip, Antisemitismus geht in Ordnung, wenn er zumindest Israelkritik genannt wird, Aversionen gegen den Islam sind immer Naziteufelszeug. Opium ist nicht gleich Opium.. Nicht wahr, liebe taz?

  5. Thema verfehlt ! Setzen Sechs liebe TAZ !

    Un dann hat der böse Benedikt dem Philipp Geisler doch tatsächlich kein Interview gegeben, TS TS.

  6. hätte sich die katholische kirche als selbsternannte
    hüterin von ethik und moral auch nur ein einziges mal
    an eben diese gehalten, gäbe es keine aufregung und die
    kirchen wären voll!

  7. Alles in allem wäre die Gleichsetzung mit dem Imperator deutlich cooler gekommen. Zudem hätten dann die Vorwürfe der Hetze wenigstens einen Hauch von Nachvollziehbarkeit.

  8. Sehr komisch dieser copy&paste-basierte Humor. Aufklärerisch. Durch Verfremdung auf Strukturen verweisend. Habe sehr gelacht. Die Entzauberung wird von Verzauberten als aggressiv empfunden – das Gegenteil der von Yoda beschworenen „Wahrhaftigkeit“.
    Anna

  9. ihr seid so arme tZZLER

  10. Über Geschmack läßt sich ja bekanntlich streiten. Inhaltlich lässt sich sicher einiges zum bzw. gegen den Papstbesuch sagen, aber dieses Bild mit ihm in Verbindung zu bringen bringt’s doch nun wirklich nicht, oder?

  11. Also ganz ehrlich – Lustig fand ich das nun wirklich auch nicht! Von einer Hetzkampagne würde ich nun nicht sprechen, aber als sonderlich phantasievoll kann ich es auch nicht einstufen. Und auch nicht hilfreich für eine lohnenswerte Diskussion. Einer Diskussion übrigens, in der die TAZ eine sehr wichtige Rolle spielt und auch innerkirchlich Gehör findet. Ich lese die TAZ seit Studententagen, warum Hin und Wieder antikirchliche Reflexe durchschlagen ist mir schleierhaft, aber scheinbar gehörts dazu, wenns auch nicht weiterbringt – Siegfried Grillmeyer, Direktor der katholischen Akademie CPH

  12. Wer ist schon Thomas Goppel?

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