Der “Guardian” über die taz: “The German newspaper saved by its readers”

Anfang Oktober berichtete der britische “Guardian” über die taz  als “The German newspaper saved by its readers”. Hintergrund des Beitrags ist die (nicht nur)  in Großbritannien laufende Debatte über Bezahlschranken (“paywalls”) für Internetangebote von Zeitungen, der Schwerpunkt des in der Rubrik “Doing things differently” erschienenen Berichts liegt aber auf dem Genossenschafts-Modell der taz – als eine Alternative zum Großkapital im Medienbereich: “Murdoch, this isn’t”. Eine kleine Ungenauigkeit des Reports –  “For years, Taz – circulation 60,000 – was funded by state handouts” – könnnte Guardian-LeserInnen allerdings darauf schliessen lassen, dass die taz jahrelang allein  von  staatlicher Förderung lebte, was so nicht stimmt. Richtig ist aber, dass  das Projekt “tageszeitung” ohne die “Berlin-Zulage” und weitere für West-Berlin geltende Steuervergünstigungen  kaum in die Gänge gekommen wäre und das erste Jahrzehnt seines  Bestehens  auch  nicht überlebt hätte. Mit dem Fall der Mauer 1989 und dem Wegfall dieser Förderung  stand die taz unmittelbar vor der Pleite – und wurde dann tatsächlich durch die LeserInnen, die in die neu gegründete taz-Genossenschaft eintraten, gerettet.

Kommentare (4)

  1. Dieses Genossenschaftsmodell ist schon eine gute, vernünftige Angelegenheit.

    Was würde theoretisch mit der Genossenschaft passieren, wenn die taz pleite gehen würde (was natürlich hoffentlich niemals geschehen wird)?

  2. @Sebastian:

    a) geile Antwort.
    b) bestes PS ever. Ich habe gelacht.

  3. Die taz schweigt und Olivia Mater: Die taz hatte auch gestern schon über den Fall berichtet, auf Seite 21. Der Staatsanwaltschaft sind die Täter noch unbekannt, sie hat auf Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, eine Belohnung von bis zu 15.000 Euro ausgesetzt hat. Da Sie beide offenbar wissen, wer die Täter waren, sollten Sie sich das Geld nicht entgehen lassen! Sie würden damit auch einen erheblichen gesellschaftlichen Beitrag leisten, da Sie so ermöglichen könnten, dass die Täter bestraft und in den Knast gesteckt werden, wo sie in der nächsten Zeit keine weiteren Straftaten mehr begehen können. Die Nummer der Staatsanwaltschaft für Ihre Hinweise: 030-466 491 1100

    Und hier können Sie ein taz-Abo abschließen, damit Ihnen in Zukunft kein Artikel mehr entgeht: http://www.taz.de/abo

    PS: Ihre Feststelltaste klemmt.

  4. guggs du berlin-teil – schreihals!