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	<title>Kommentare zu: Medienzukunft: &#8220;Ich glaube nicht an die Tageszeitung&#8221;</title>
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	<description>Das Blog aus der taz über die taz</description>
	<lastBuildDate>Fri, 24 May 2013 09:04:14 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Yorick</title>
		<link>http://blogs.taz.de/hausblog/2012/12/06/medienzukunft-ich-glaube-nicht-an-die-tageszeitung/#comment-20373</link>
		<dc:creator>Yorick</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Dec 2012 12:15:39 +0000</pubDate>
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		<description>

&lt;blockquote&gt;&quot;Sven-Michael Veit: Der Journalismus im Netz muss seriöser werden, und das wird er auch. Das Problem sind eher Blogs und vor allem die anonymen Leserkommentare. Das ist eine Kinderkrankheit, die abgebaut werden muss. Dann kann man im Netz noch mehr Vertrauen erwerben als bisher.

Ermöglicht nicht gerade die Anonymität im Netz eine niedrigschwellige und damit demokratische Teilhabe?

Annika Stenzel: Auf jeden Fall.

Sven-Michael Veit: Aber das hat den Nachteil, dass man keine Verantwortung für das übernehmen muss, was man von sich gibt. Ich kann unter fünf verschiedenen Pseudonymen fünf verschiedene Meinungen abgeben – und immer noch weiß niemand, wer ich bin.

Annika Stenzel: Es sind existierende Debatten, die abgebildet werden. Die schränkst du enorm ein, wenn du auf Klarnamen bestehst.

Sven-Michael Veit: Es gibt schon Zeitungen, die genau das machen. Das stärkt die Seriosität und das Vertrauen der Nutzer in das Medium.&quot;
&lt;/blockquote&gt;

Herr Veit, es sind nicht die anonymen Leserkommentare, sondern einzig und allein die &lt;i&gt;Artikel&lt;/i&gt;, die für Seriosität und Vertrauen der Nutzer in ein Medium verantwortlich sind. Anonyme Leserkommentare sind auch keine &quot;Kinderkrankheit&quot;, sondern ein Fortschritt: Nämlich fort vom herrschaftlichen Sender-Empfänger-Prinzlp und hin zu demokratischer Kommunikation. Die direkte Konfrontation mit dem Publikum mag für gestandene Journalisten schmerzlich sein, aber der Rückweg in den Elfenbeinturm ist versperrt. Eine fehlende oder eingeschränkte Kommentarfunktion ist mittlerweile ein Wettbewerbsnachteil. Wer das Kommentieren unmöglich machen will, kastriert sich selbst, denn oftmals liefern die Kommentare gewisse Zusatzinformationen, die dem Hauptartikel fehlen. 

Diese finanzgesteuerte Gesellschaft beschränkt uns schon zu stark, als daß die Menschen &lt;i&gt;freiwillig&lt;/i&gt; noch weitere Schranken inkaufzunehmen gewillt sind. Und Zeitungen sind in Zeiten sinkender Einkommen und steigender Lebenshsaltungskosten (sowie angeblich alternativloser Entscheidungen) sowieso nur purer Luxus. Ich jedenfalls bin heute weitaus besser informiert als zu den Zeiten, wo Radio, Fernsehen und Zeitungen die einzigen Quellen und zugleich &lt;i&gt;Gate Keeper&lt;/i&gt; waren...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8220;Sven-Michael Veit: Der Journalismus im Netz muss seriöser werden, und das wird er auch. Das Problem sind eher Blogs und vor allem die anonymen Leserkommentare. Das ist eine Kinderkrankheit, die abgebaut werden muss. Dann kann man im Netz noch mehr Vertrauen erwerben als bisher.</p>
<p>Ermöglicht nicht gerade die Anonymität im Netz eine niedrigschwellige und damit demokratische Teilhabe?</p>
<p>Annika Stenzel: Auf jeden Fall.</p>
<p>Sven-Michael Veit: Aber das hat den Nachteil, dass man keine Verantwortung für das übernehmen muss, was man von sich gibt. Ich kann unter fünf verschiedenen Pseudonymen fünf verschiedene Meinungen abgeben – und immer noch weiß niemand, wer ich bin.</p>
<p>Annika Stenzel: Es sind existierende Debatten, die abgebildet werden. Die schränkst du enorm ein, wenn du auf Klarnamen bestehst.</p>
<p>Sven-Michael Veit: Es gibt schon Zeitungen, die genau das machen. Das stärkt die Seriosität und das Vertrauen der Nutzer in das Medium.&#8221;
</p></blockquote>
<p>Herr Veit, es sind nicht die anonymen Leserkommentare, sondern einzig und allein die <i>Artikel</i>, die für Seriosität und Vertrauen der Nutzer in ein Medium verantwortlich sind. Anonyme Leserkommentare sind auch keine &#8220;Kinderkrankheit&#8221;, sondern ein Fortschritt: Nämlich fort vom herrschaftlichen Sender-Empfänger-Prinzlp und hin zu demokratischer Kommunikation. Die direkte Konfrontation mit dem Publikum mag für gestandene Journalisten schmerzlich sein, aber der Rückweg in den Elfenbeinturm ist versperrt. Eine fehlende oder eingeschränkte Kommentarfunktion ist mittlerweile ein Wettbewerbsnachteil. Wer das Kommentieren unmöglich machen will, kastriert sich selbst, denn oftmals liefern die Kommentare gewisse Zusatzinformationen, die dem Hauptartikel fehlen. </p>
<p>Diese finanzgesteuerte Gesellschaft beschränkt uns schon zu stark, als daß die Menschen <i>freiwillig</i> noch weitere Schranken inkaufzunehmen gewillt sind. Und Zeitungen sind in Zeiten sinkender Einkommen und steigender Lebenshsaltungskosten (sowie angeblich alternativloser Entscheidungen) sowieso nur purer Luxus. Ich jedenfalls bin heute weitaus besser informiert als zu den Zeiten, wo Radio, Fernsehen und Zeitungen die einzigen Quellen und zugleich <i>Gate Keeper</i> waren&#8230;</p>
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		<title>Von: Jens</title>
		<link>http://blogs.taz.de/hausblog/2012/12/06/medienzukunft-ich-glaube-nicht-an-die-tageszeitung/#comment-20355</link>
		<dc:creator>Jens</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Dec 2012 14:56:56 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Aber ich glaube nicht, dass das Internet in 15, 20 Jahren dieselbe Hintergrundqualität liefern kann wie die Zeitung.&quot;

Warum denn nicht? Ein Tablet-Computer ist nur ein anderes Trägermedium als toter Baum.

Liebe Anja,
eine &quot;Generation von Scheuklappenträgern&quot;? Ich stoße gerade auch im Netz immer wieder auf Themen, die mir zuvor kaum bewusst waren. Und zur Erinnerung: Auch eine Tageszeitung hat einen separaten Wirtschaftsteil, den ich weglegen kann, wenn ich meine, dass mich Wirtschaft nicht zu ineressieren braucht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Aber ich glaube nicht, dass das Internet in 15, 20 Jahren dieselbe Hintergrundqualität liefern kann wie die Zeitung.&#8221;</p>
<p>Warum denn nicht? Ein Tablet-Computer ist nur ein anderes Trägermedium als toter Baum.</p>
<p>Liebe Anja,<br />
eine &#8220;Generation von Scheuklappenträgern&#8221;? Ich stoße gerade auch im Netz immer wieder auf Themen, die mir zuvor kaum bewusst waren. Und zur Erinnerung: Auch eine Tageszeitung hat einen separaten Wirtschaftsteil, den ich weglegen kann, wenn ich meine, dass mich Wirtschaft nicht zu ineressieren braucht.</p>
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	<item>
		<title>Von: Werry</title>
		<link>http://blogs.taz.de/hausblog/2012/12/06/medienzukunft-ich-glaube-nicht-an-die-tageszeitung/#comment-20345</link>
		<dc:creator>Werry</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Dec 2012 00:33:29 +0000</pubDate>
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		<description>Jede Zeitung glaubt, mit ihren Informationen und Artikeln für die Welt erforderlich zu sein und etwas bewirken zu können. Ich wage mal die provokante These, dass Information heute eigentlich nur noch der Unterhaltung dient.
Was nützen denn all die Artikel über Euro, Stuttgart 21, diverse Skandale. Letztlich ändert sich das Leben nicht, ob man eine Zeitung liest oder nicht. Einfluss auf irgendwelche politischen Entscheidungen hat man doch im Resultat nicht. Die politischen Parteien sind längst so nah zusammengerückt, dass selbst Wahlen nur noch geringfügige Korrekturen bewirken können. Die Richtung bleibt doch immer irgendwie gleich. Wird Stuttgart 21 nicht weiter gebaut, weil ein grüner Ministerpräsident oder ein grüner Oberstadtdirektor gewählt wurde?
Die Krise der Tageszeitung ist das sichtbare Zeichen der Krise unserer Demokratie. Wenn ich als Bürger an den Entscheidungen beteiligt würde, dann hätte ich auch den Bedarf und das Interesse an grundlegenden täglichen Informationen. So wie es heute aussieht, reichen aber die zehn Kurzzeiler in Google News.
Schaut doch nur mal die Startseite der TAZ von heute an. Nur Artikel über Skandale, Mißstände, Dinge, die schief laufen. Ist da irgendein Artikel, den ich wirklich brauche oder der etwas beschreibt, auf das ich Einfluß habe?
Man verkauft auf Dauer nur das das, was der Kunde wirklich braucht oder zu brauchen glaubt. Und deshalb finde ich die Aussage, dass eine Wochenzeitung eher als eine Tageszeitung ein Zukunft haben könnte, gar nicht so abwegig. Wenn auch aus anderen Gründen. Die Tageszeitung von heute zeigt auf, wie schlecht die Welt von heute ist. Eine Wochenzeitung könnte zeigen, wie die Welt sein könnte, welche Möglichkeiten es für den Einzelnen gibt. Positives mit Gewinnchance verkauft sich (besser) als Negatives mit Verlustankündigung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Jede Zeitung glaubt, mit ihren Informationen und Artikeln für die Welt erforderlich zu sein und etwas bewirken zu können. Ich wage mal die provokante These, dass Information heute eigentlich nur noch der Unterhaltung dient.<br />
Was nützen denn all die Artikel über Euro, Stuttgart 21, diverse Skandale. Letztlich ändert sich das Leben nicht, ob man eine Zeitung liest oder nicht. Einfluss auf irgendwelche politischen Entscheidungen hat man doch im Resultat nicht. Die politischen Parteien sind längst so nah zusammengerückt, dass selbst Wahlen nur noch geringfügige Korrekturen bewirken können. Die Richtung bleibt doch immer irgendwie gleich. Wird Stuttgart 21 nicht weiter gebaut, weil ein grüner Ministerpräsident oder ein grüner Oberstadtdirektor gewählt wurde?<br />
Die Krise der Tageszeitung ist das sichtbare Zeichen der Krise unserer Demokratie. Wenn ich als Bürger an den Entscheidungen beteiligt würde, dann hätte ich auch den Bedarf und das Interesse an grundlegenden täglichen Informationen. So wie es heute aussieht, reichen aber die zehn Kurzzeiler in Google News.<br />
Schaut doch nur mal die Startseite der TAZ von heute an. Nur Artikel über Skandale, Mißstände, Dinge, die schief laufen. Ist da irgendein Artikel, den ich wirklich brauche oder der etwas beschreibt, auf das ich Einfluß habe?<br />
Man verkauft auf Dauer nur das das, was der Kunde wirklich braucht oder zu brauchen glaubt. Und deshalb finde ich die Aussage, dass eine Wochenzeitung eher als eine Tageszeitung ein Zukunft haben könnte, gar nicht so abwegig. Wenn auch aus anderen Gründen. Die Tageszeitung von heute zeigt auf, wie schlecht die Welt von heute ist. Eine Wochenzeitung könnte zeigen, wie die Welt sein könnte, welche Möglichkeiten es für den Einzelnen gibt. Positives mit Gewinnchance verkauft sich (besser) als Negatives mit Verlustankündigung.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: lütten_Deern</title>
		<link>http://blogs.taz.de/hausblog/2012/12/06/medienzukunft-ich-glaube-nicht-an-die-tageszeitung/#comment-20341</link>
		<dc:creator>lütten_Deern</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Dec 2012 09:35:07 +0000</pubDate>
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		<description>Moin!
Ich glaube und hoffe, das eine kleine Anzahl Tageszeitungen die derzeitige noch einige Monate andauernde Neuordnung der analogen versus Digital-Medien, überleben können! Dabei helfen Alleinstellungsmerkmale wie Exlusiv-Mitgliedschaften;meint Club oder Genossenschaften etc; meint eine bewusste stolz zur Schau getragene Standpunkt bestätigende Tageszeitung die dann (wie eine Clubkarte) abonniert und vorgezeigt wird. Ausserdem ist die derzeit stark ausgeprägte Retro-Welle, hier die Sehnsucht nach dem Rascheln, dem Geruch und dem Gefühl beim Umblättern von Zeitungspapier zu berücksichtigen!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Moin!<br />
Ich glaube und hoffe, das eine kleine Anzahl Tageszeitungen die derzeitige noch einige Monate andauernde Neuordnung der analogen versus Digital-Medien, überleben können! Dabei helfen Alleinstellungsmerkmale wie Exlusiv-Mitgliedschaften;meint Club oder Genossenschaften etc; meint eine bewusste stolz zur Schau getragene Standpunkt bestätigende Tageszeitung die dann (wie eine Clubkarte) abonniert und vorgezeigt wird. Ausserdem ist die derzeit stark ausgeprägte Retro-Welle, hier die Sehnsucht nach dem Rascheln, dem Geruch und dem Gefühl beim Umblättern von Zeitungspapier zu berücksichtigen!</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Mangy</title>
		<link>http://blogs.taz.de/hausblog/2012/12/06/medienzukunft-ich-glaube-nicht-an-die-tageszeitung/#comment-20337</link>
		<dc:creator>Mangy</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Dec 2012 15:18:23 +0000</pubDate>
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		<description>Die Ansichten von Herrn Veit zum Thema Klarnamen finde ich problematisch und sehr gefährlich. Dass gerade Diktaturen und repressive Apparate sich für Klarnamen im Internet einsetzen, sollte Herrn Veit eigentlich zum Denken anregen. 

Wahrscheinlich liegt hier der klassische Denkfehler vor, dass man sich einbildet, es würde keine Anonymität im realen Leben geben, sondern nur im Internet. Das ist natürlich Unsinn, denn im normalen Leben sind die Menschen zu den meisten Gelegenheiten anonym unterwegs. Es gibt nur eine sehr kleine Gruppe von Menschen, die meinen vollen Namen, meine Adresse oder und meine Privatsphäre kennen - dagegen treffe ich jedes Monat tausende Menschen, für die ich eine völlig anonyme Person XY bin. 

Der Großteil des realen Lebens findet in anonymen Städten statt, in denen Menschen untereinander genauso anonym sind. Wenn mich jemand auf der Straße anrempelt, weiß ich nicht, wer das war. Wenn mir jemand einen Vogel zeigt oder &quot;schau nicht so blöd, du Volltrottel&quot; sagt, steht bei dem kein Namensschild auf der Stirn.....was ich damit sagen will: Die Anonymität ist keine Ausnahme, sondern die Regel im normalen Leben einer freien Gesellschaft - nur in Diktaturen ist es anders!

Wer Klarnamen fürs Internet fordert, verkennt nicht nur die Lebensrealität, sondern geht deutlich über das hinaus, was in der realen Welt üblich ist: Wenn ich im normalen Leben aus dem Affekt meinen Arbeits-Kollegen &quot;Du Arschloch&quot; an den Kopf werfe, kennt nur dieser meinen Namen und dass mir mal ein Schimpfwort rausgerutscht ist, bestenfalls ein paar unbekante Zuhörer am Nachbartisch. - ABER in der selben Situation im Internet würde ein &quot;Du Arschloch&quot; gegenüber einem Kollegen nicht einfach nach ein paar Wochen vergessen sein, sondern mir faktisch für immer und lebenslang mit Klarnamen hinterherhängen und zudem würden nicht nur zwei Leute vom Nachbartisch wissen, dass ich das irgendwann mal gesagt habe, sondern ALLE Menschen auf der ganzen Welt mit Internetzugang könnten meine Aussage mit meinen Klarnamen Jahre später noch mir zuordnen. 

Ein einfaches &quot;Du Arschloch&quot; gegenüber einem Kollegen in der realen Welt hätte tatsächlich wenig bis keine Konsequenzen, wenn man sich wieder verträgt oder den Job wechselt - ein &quot;Du Arschloch&quot; im Internet unter Klarnamen-Zwang, würde jedem Menschen lebenslang nachhängen und könnte ihm 20 Jahre später noch einen Job kosten, wenn ein Personalchef vor einer Bewerbung den Namen im Internet sucht. 

Also so lange es kein &quot;Vergessen&quot; oder einen &quot;digitalen Radiergummi&quot; für das Internet gibt (und das wird es aus technischer Sicht wohl nie geben), sind Klarnamen im Internet nicht mit dem realen Leben vergleichbar, völlig weltfremd und zudem gefährlich.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ansichten von Herrn Veit zum Thema Klarnamen finde ich problematisch und sehr gefährlich. Dass gerade Diktaturen und repressive Apparate sich für Klarnamen im Internet einsetzen, sollte Herrn Veit eigentlich zum Denken anregen. </p>
<p>Wahrscheinlich liegt hier der klassische Denkfehler vor, dass man sich einbildet, es würde keine Anonymität im realen Leben geben, sondern nur im Internet. Das ist natürlich Unsinn, denn im normalen Leben sind die Menschen zu den meisten Gelegenheiten anonym unterwegs. Es gibt nur eine sehr kleine Gruppe von Menschen, die meinen vollen Namen, meine Adresse oder und meine Privatsphäre kennen &#8211; dagegen treffe ich jedes Monat tausende Menschen, für die ich eine völlig anonyme Person XY bin. </p>
<p>Der Großteil des realen Lebens findet in anonymen Städten statt, in denen Menschen untereinander genauso anonym sind. Wenn mich jemand auf der Straße anrempelt, weiß ich nicht, wer das war. Wenn mir jemand einen Vogel zeigt oder &#8220;schau nicht so blöd, du Volltrottel&#8221; sagt, steht bei dem kein Namensschild auf der Stirn&#8230;..was ich damit sagen will: Die Anonymität ist keine Ausnahme, sondern die Regel im normalen Leben einer freien Gesellschaft &#8211; nur in Diktaturen ist es anders!</p>
<p>Wer Klarnamen fürs Internet fordert, verkennt nicht nur die Lebensrealität, sondern geht deutlich über das hinaus, was in der realen Welt üblich ist: Wenn ich im normalen Leben aus dem Affekt meinen Arbeits-Kollegen &#8220;Du Arschloch&#8221; an den Kopf werfe, kennt nur dieser meinen Namen und dass mir mal ein Schimpfwort rausgerutscht ist, bestenfalls ein paar unbekante Zuhörer am Nachbartisch. &#8211; ABER in der selben Situation im Internet würde ein &#8220;Du Arschloch&#8221; gegenüber einem Kollegen nicht einfach nach ein paar Wochen vergessen sein, sondern mir faktisch für immer und lebenslang mit Klarnamen hinterherhängen und zudem würden nicht nur zwei Leute vom Nachbartisch wissen, dass ich das irgendwann mal gesagt habe, sondern ALLE Menschen auf der ganzen Welt mit Internetzugang könnten meine Aussage mit meinen Klarnamen Jahre später noch mir zuordnen. </p>
<p>Ein einfaches &#8220;Du Arschloch&#8221; gegenüber einem Kollegen in der realen Welt hätte tatsächlich wenig bis keine Konsequenzen, wenn man sich wieder verträgt oder den Job wechselt &#8211; ein &#8220;Du Arschloch&#8221; im Internet unter Klarnamen-Zwang, würde jedem Menschen lebenslang nachhängen und könnte ihm 20 Jahre später noch einen Job kosten, wenn ein Personalchef vor einer Bewerbung den Namen im Internet sucht. </p>
<p>Also so lange es kein &#8220;Vergessen&#8221; oder einen &#8220;digitalen Radiergummi&#8221; für das Internet gibt (und das wird es aus technischer Sicht wohl nie geben), sind Klarnamen im Internet nicht mit dem realen Leben vergleichbar, völlig weltfremd und zudem gefährlich.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Philipp</title>
		<link>http://blogs.taz.de/hausblog/2012/12/06/medienzukunft-ich-glaube-nicht-an-die-tageszeitung/#comment-20336</link>
		<dc:creator>Philipp</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Dec 2012 15:17:39 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Dort [auf dem platten Land] werden auch in 15 Jahren nicht alle ein iPad haben.&quot;

Vor ein paar Monaten sah ich im Hochland von Sezuan auf über 3000 Meterns Höhe tibische Nomaden, in traditioneller Kleidung, auf Pferden Yaks vor sich hertreibend. Mit Tablet-PCs und Smartphones, um dabei mobil das Internet zu nutzen.

Mit etwas Glück sollte es Deutschland in 15 Jahren schaffen, das heutige Niveau Chinas zu erreichen.

Philipp</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Dort [auf dem platten Land] werden auch in 15 Jahren nicht alle ein iPad haben.&#8221;</p>
<p>Vor ein paar Monaten sah ich im Hochland von Sezuan auf über 3000 Meterns Höhe tibische Nomaden, in traditioneller Kleidung, auf Pferden Yaks vor sich hertreibend. Mit Tablet-PCs und Smartphones, um dabei mobil das Internet zu nutzen.</p>
<p>Mit etwas Glück sollte es Deutschland in 15 Jahren schaffen, das heutige Niveau Chinas zu erreichen.</p>
<p>Philipp</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: NTG</title>
		<link>http://blogs.taz.de/hausblog/2012/12/06/medienzukunft-ich-glaube-nicht-an-die-tageszeitung/#comment-20319</link>
		<dc:creator>NTG</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Dec 2012 20:02:14 +0000</pubDate>
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		<description>Das Scheuklappen &quot;lesen&quot; ist allerdings auch nur ein Schutzmechanismus um von der Informationsflut nicht überwältigt zu werden. 
Ich für meinen Teil würde Artikel die ich Online nicht lese auch in gedruckter Form nicht lesen. 
Die &quot;Vielfalt&quot; die sie meinen war damals wohl eher die Langeweile und die _Nicht_ Möglichkeit auf andere Informationsquellen zuzugreifen. Also hat man eben den uninteressanten Artikel auch gelesen. 
Das Problem hierbei ist: Die heutigen Medien sind alle tendenziell (die taz z.B. geh tendenziell nach Links) Will man nun aber einen Ausgewogenen Überblick über gewisse Themen haben sollte man sich zwingend auch die Konservativen Blätter Durchlesen, Nur wer hat soviel Zeit und Geld sich drei bis vier Zeitungen ins Haus zu holen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Scheuklappen &#8220;lesen&#8221; ist allerdings auch nur ein Schutzmechanismus um von der Informationsflut nicht überwältigt zu werden.<br />
Ich für meinen Teil würde Artikel die ich Online nicht lese auch in gedruckter Form nicht lesen.<br />
Die &#8220;Vielfalt&#8221; die sie meinen war damals wohl eher die Langeweile und die _Nicht_ Möglichkeit auf andere Informationsquellen zuzugreifen. Also hat man eben den uninteressanten Artikel auch gelesen.<br />
Das Problem hierbei ist: Die heutigen Medien sind alle tendenziell (die taz z.B. geh tendenziell nach Links) Will man nun aber einen Ausgewogenen Überblick über gewisse Themen haben sollte man sich zwingend auch die Konservativen Blätter Durchlesen, Nur wer hat soviel Zeit und Geld sich drei bis vier Zeitungen ins Haus zu holen?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Zyndstoff</title>
		<link>http://blogs.taz.de/hausblog/2012/12/06/medienzukunft-ich-glaube-nicht-an-die-tageszeitung/#comment-20311</link>
		<dc:creator>Zyndstoff</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Dec 2012 20:47:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blogs.taz.de/hausblog/?p=9351#comment-20311</guid>
		<description>Ach liebe &quot;anja&quot;,

da kann die Welt ja froh sein, dass es Sie gibt, nicht wahr?

Eine tugendhafte Generalistin meldet sich zu Wort und erklärt uns die Welt. Wie großartig! Ein wahres Vorbild für unsere verkommene Jugend!
Das es solche Heldinnen der Allgemeinbildung noch gibt, schenkt uns Hoffnung. Rührend. Wirklich zutiefst rührend.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ach liebe &#8220;anja&#8221;,</p>
<p>da kann die Welt ja froh sein, dass es Sie gibt, nicht wahr?</p>
<p>Eine tugendhafte Generalistin meldet sich zu Wort und erklärt uns die Welt. Wie großartig! Ein wahres Vorbild für unsere verkommene Jugend!<br />
Das es solche Heldinnen der Allgemeinbildung noch gibt, schenkt uns Hoffnung. Rührend. Wirklich zutiefst rührend.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: anja</title>
		<link>http://blogs.taz.de/hausblog/2012/12/06/medienzukunft-ich-glaube-nicht-an-die-tageszeitung/#comment-20310</link>
		<dc:creator>anja</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Dec 2012 20:35:16 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blogs.taz.de/hausblog/?p=9351#comment-20310</guid>
		<description>Das Schlimme ist, dass hier eine Generation von Scheuklappenträgern heranwächst. Nur noch das lesen, was einen interessiert? Nur noch danach suchen? Nie mehr über den Tellerrand schauen, Allgemeinbildung bekommen? Sich anregen lassen, inspirieren, beim Blättern durch eine Zeitschrift oder Zeitung? Sehen, was man noch nicht wusste? Auf Spannendes stoßen? Nein, &quot;wer sich nicht für Bildungspolitik interessiert, für Wohnungspolitik aber schon&quot;, der wird auch nie etwas anderes zur Kenntnis nehmen. Das ist die wahre Tragik. Lauter eindimensionale Spezialisten. Gute Nacht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Schlimme ist, dass hier eine Generation von Scheuklappenträgern heranwächst. Nur noch das lesen, was einen interessiert? Nur noch danach suchen? Nie mehr über den Tellerrand schauen, Allgemeinbildung bekommen? Sich anregen lassen, inspirieren, beim Blättern durch eine Zeitschrift oder Zeitung? Sehen, was man noch nicht wusste? Auf Spannendes stoßen? Nein, &#8220;wer sich nicht für Bildungspolitik interessiert, für Wohnungspolitik aber schon&#8221;, der wird auch nie etwas anderes zur Kenntnis nehmen. Das ist die wahre Tragik. Lauter eindimensionale Spezialisten. Gute Nacht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Gedanken-Philosophie</title>
		<link>http://blogs.taz.de/hausblog/2012/12/06/medienzukunft-ich-glaube-nicht-an-die-tageszeitung/#comment-20308</link>
		<dc:creator>Gedanken-Philosophie</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Dec 2012 19:36:34 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blogs.taz.de/hausblog/?p=9351#comment-20308</guid>
		<description>Ob es die Tageszeitung in 10-15 Jahren noch gibt oder nicht, das ist Glaskugellesen. Wir wissen es einfach noch nicht.
Wahrscheinlich ist es schon, dass der Markt einbrechen wird und es mehr Monopolisierungen geben wird.
Andererseits gibt es natürlich immer die Möglichkeit auf Marktveränderungen zu reagieren. Deshalb ist das einfach nicht vorauszusagen.
Vielleicht gibt es dann Abo-Möglichkeiten, so dass man am WE die gedruckte Ausgabe bekommt und Werktags nur Schnippsel aufs i-Pad etc. Diese Debatte ist so auf jeden Fall zu eindimensional.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ob es die Tageszeitung in 10-15 Jahren noch gibt oder nicht, das ist Glaskugellesen. Wir wissen es einfach noch nicht.<br />
Wahrscheinlich ist es schon, dass der Markt einbrechen wird und es mehr Monopolisierungen geben wird.<br />
Andererseits gibt es natürlich immer die Möglichkeit auf Marktveränderungen zu reagieren. Deshalb ist das einfach nicht vorauszusagen.<br />
Vielleicht gibt es dann Abo-Möglichkeiten, so dass man am WE die gedruckte Ausgabe bekommt und Werktags nur Schnippsel aufs i-Pad etc. Diese Debatte ist so auf jeden Fall zu eindimensional.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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