Ein Interview, das im Wahlkampf schädlich zu sein scheint

taz-Chefredakteurin Ines PohlVon taz-Chefredakteurin Ines Pohl

 

Im Sommer hat die taz bei Vizekanzler Philipp Rösler ein Interview angefragt. Als Thema schlugen wir vor: Hass im Wahlkampf. Das Interview sollte Teil einer Gesprächsserie sein, das SpitzenpolitikerInnen mit ungewöhnlichen, auch schwierigen Themen konfrontiert. Spießigkeit, Konkurrenz, Hass, Alter. Die FDP-Presseabteilung war damit einverstanden. Allerdings erschien ihr die Vokabel Hass zu hart. „Stil und Anstand im Wahlkampf“ wäre Philipp Rösler als Thema lieber gewesen.

 

Das Interview fand am 20. August im Wirtschaftsministerium statt. Gesprächsgegenstand waren gängige Wahlkampfthemen wie die Steuerpolitik der Liberalen und Streit in der Koalition. Unsere Fragen zielten auch darauf, wie Rösler im Wahlkampf mit rassistischen Vorurteilen umgeht – etwa mit Hassmails. Oder dass FDP-Wahlkämpfer im Straßenwahlkampf oft mit Sätzen konfrontiert werden wie: „Wir würden Euch wählen, wenn ihr nicht diesen Chinesen an der Spitze hätte“. Die taz wollte auch wissen, wie der Minister mit Bemerkungen zu seiner Herkunft in seiner Partei umgeht. So hatte Rainer Brüderle, damals Röslers innerparteilicher Konkurrent, gesagt: „Glaubwürdigkeit gewinnt man nicht, indem man wie Bambusrohr hin und her schwingt, sondern steht wie eine Eiche. Deshalb ist die Eiche hier heimisch und nicht das Bambusrohr.“ Das war unschwer als rassistisch konnotierte Ausgrenzung zu verstehen.

 

Das Gespräch dauerte knapp 50 Minuten. Der Minister beantwortete alle Fragen. Er erhob auch keinen Einspruch dagegen, nochmals mit dem Zitat von Rainer Brüderle konfrontiert zu werden.

 

Am 27. August schickte die taz das Interview zur Autorisierung. Dass Politiker und ihre Pressesprecher Interviews mit Zeitungen gegenlesen und verändern, ist in Deutschland Usus. Im Prozess der Autorisierung wird um Formulierungen gerungen: Die Redaktion möchte möglichst viel vom Wortlaut erhalten, die jeweilige Pressestelle möglichst viel von dem Parteiwording unterbringen. Diese Auseinandersetzung ist normal.

 

Doch am 29. August teilte die FDP-Pressestelle mit, dass Rösler das gesamte Interview nicht freigibt. Auch ein nochmaliger Anruf der taz änderte nichts an dieser rigiden Haltung. Am 3. September gab es ein weiteres, letztes Telefonat zwischen taz und FDP-Pressesprecher. Das Angebot der FDP-Pressestelle lautete: Die taz könne ein Interview mit Fragen zur FDP-Programmatik veröffentlichen und maximal einer Frage zu Rassismus. Zu dem Zitat von Rainer Brüderle zum Bambusrohr, das hierzulande „nicht heimisch sei“, werde der Minister nicht antworten.

 

Wir sind der Ansicht, dass das in Deutschland übliche Autorisierungsverfahren PolitikerInnen genug Möglichkeiten gibt, um Aussagen zu modellieren oder auch abzuschwächen, falls diese ihnen misslich erscheinen. Oft sogar zu viele Möglichkeiten.

 

Philipp Rösler und die Presseabteilung der FDP haben versucht, diese ohnehin weitreichenden Einflussmöglichkeiten drastisch zu erweitern. Falls es Usus wird, dass Politiker nicht nur einzelne Aussagen in Interviews abschwächen, sondern künftig bei Missfallen komplette Interviews sperren, schränkt dies die Möglichkeiten eines kritischen Journalismus über die Maßen ein.

 

Deswegen haben wir uns entschlossen, das Interview ohne die Antworten zu publizieren.

 

Fakt ist: Rösler hat der taz ein Interview gegeben, das ihm später im Wahlkampf schädlich zu sein schien. Der FDP-Pressesprecher behauptet, dass unsere autorisierte Fassung nicht dem tatsächlichen Verlauf des Gesprächs entsprochen habe. In dem Gespräch am 20. August redeten wir gut 20 Minuten lang über Rassismus, gut 25 Minuten über andere Themen. In der taz-Fassung des Gesprächs nimmt Rassismus zwei Drittel ein, andere Themen nehmen ein knappes Drittel ein. Diese Gewichtung ist im Rahmen des Üblichen. Nur eine nachträgliche Frage zu diesem Thema veröffentlichen zu dürfen, wäre für uns nicht akzeptabel gewesen.

 

Der FDP-Pressesprecher versucht seinen Rückzieher zu rechtfertigen, indem er der taz unterstellt, „an rassistischen Ressentiments zu rühren“. Aber: Wir haben nach rassistischen Ressentiments gefragt, die auch innerhalb der FDP existieren. Das ist journalistisches Handwerk.

 

Kommentare (256)

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  1. Zum Thema Autorisierung von Interviews möchte ich noch auf dieses interessante Experiment des Tagesspiegels verweisen, dass ein Gespräch zwischen Pirat Christopher Lauer und dem Berliner Justizsenator Thomas Heilmann in voller Länge auf der Webseite wiedergibt. http://www.tagesspiegel.de/berlin/lauer-piraten-und-heilmann-cdu-im-doppelinterview-man-ist-viel-vorsichtiger-geworden/v_print/9016656.html?p=

    Ich persönlich finde, dass das Interview zwischendurch ziemlich zäh und langatmig ist. Wie Gespräche halt so sind. Es zeigt meiner Meinung nach gut, warum es sinnvoll ist, dass Interviews in stark komprimierter Form abgedruckt werden. Und wenn sie stark komprimiert werden, ist es nur fair, sie dem Interviewten noch einmal vorzulegen, damit er sicherstellen kann, dass er richtig verstanden wurde und dass nichts sinnentstellend gekürzt wurde.

  2. Die Fragen an Rösler sind journalistisch erbärmlich, der Versuch sie zu rechtfertigen, macht es nur noch schlimmer.

  3. Hallo liebe TAZ! Ich komme zwar aus dem euch (vielleicht) verhassten Lager der Liberalen, aber ich stimme Frau Pohl diesmal voll und ganz zu. Meinungsfreiheit geht über alles und die verunglimpfenden Fragen kamen diesmal nicht von der TAZ, sondern wurden von ihr wiedergegeben. Dieses Interview hätte veröffentlicht werden müssen und hätte Rösler vielleicht sogar Sympathiepunkte gebracht..

  4. Sehr geehrte Frau Pohl,

    ich habe mir die Fragen durchgelesen und finde es mehr als verständlich, dass dieses Interview nicht freigegeben wird. Die Fragen sind derart befremdlich auf Ressentiments gemünzt, dass es gerade einem Blatt mit dem Anspruch auf Qualität wie dem Ihrem nur noch peinlich sein kann, dies als ihr eigenen „journalistisches Handwerk“ zu preisen.

  5. Ach liebe TAZ, wie traurig das Ihr auch noch Stolz auf Euch gewesen seid und die Interviewfragen so rausposaunt habt. Eigentor. Lesen mag ich Euch jetzt nicht mehr so gerne, bezahlen werde ich hierfür erst recht nicht.

  6. Pingback: Moment mal, Ines Pohl! | Mein Freund, der Baum

  7. Wann muss man in Deutschland wieder von dem Gespenst der „gleichgeschaleten“ Presse sprechen ???
    Dass es bereits eine Vielzahl von „Hofberichterstattern“ gibt, dürfte wohl kaum bestritten werden …
    Ich wünsche mir eine unabhängige Berichterstattung und keine „genehmigte“ bzw. zensierte !!!
    In diesem Sinne und Ob acht beim nächsten Kreuzchenmachen

  8. Die Kommentare lassen hoffen – gespannt bin ich auch auf den von Friedrich Küppersbusch :-)

  9. @ Sebastian Heiser:

    Es ist psychologisch sehr schwierig, mitten während eines Interviews abzubrechen. Eher merkt man außerdem später und im Rückblick, dass etwas ungünstig gelaufen ist. So ging es wohl auch Rösler. Zudem kommt es natürlich auch darauf an, wie das man ein Interview zusammenschneidet. Rösler hatte vielleicht während dees Interviews selbst noch nicht damit gerechnet, dass „Hass auf Rösler“ und „Rassismus gegen Rösler“ so sehr zum Schwerpunkt des Interviews werden würden.

    1. Sehr viele Menschen – bis hin zu Thomas Oppermann – empfanden die Interviewfragen in ihrer Gesamtheit, so, wie sie letztlich veröffentlicht wurden, als unsensibel und schwer erträglich. Ist es aus Ihrer Sicht nicht möglich, dass es auch Rösler ähnlich ging?

    2. Viele Leute haben unabhängig von ihrer politischen Haltung Verständnis dafür, dass Rösler das Interview nicht autorisieren wollte. Die können Röslers Verhalten besser nachvollziehen als das Ihre. Nun ist es natürlich immer Wertungssache, welche Reaktion auf eine bestimmte Situation man für angemessen und welche man für kritikwürdig erachtet.
    Aber können Sie sich nicht zu der Haltung durchringen, dass es zu respektieren ist, dass Rösler so reagierte, wie er reagierte? Und dass kein Grund besteht, ihn dafür nun in einer Weise zu kritisieren, die von vielen als „Nachtraten“ empfunden wird?

    3. Wieso haben Sie so ein ungünstiges Bild von Rösler für das ursprüngliche Interview gewählt? Das ist doch zumindest sehr unüblich. Abneigung gegen die FDP? Zufall? Unbedachtheit?

  10. Sache erfasst. Wieso nachhinein nicht genehmigen wo man doch vorher bedenklos die Fragen des taz-journalisten beantwortet hat ? Ich finde außerdem die Sache amüsant, dass nur die Fragen veröffentlicht werden. Auch wenn alle Leser neugierig sind auf die Antworten, ist der komplette Vorfall um die Nichtautorisierung einzigartig und durchaus unterhaltsam. Objektiv betrachtet leisten sich die Taz und P.Rösler einen Fauxpas. Wäre keine Wahlkampfphase, hätte Phillip Rösler mit ziemlicher Sicherheit das komplette Interview erlaubt. Die Verweigerung der Veröffentlichung hängt hauptsächlich von der strategischen Ausrichtung der FDP zusammen, die eine mögliche Gefahr eines Unmutes der Wähler vermeiden will und präventiv abzuwehren versucht.

    • Dieser Vorgang ist nicht einmalig. Es kommt fast täglich vor das Interviews nicht autoresiert werden oder von der Presse doch nicht veröffentlicht wird, nur darüber sagt keiner etwas. Und es stimmt nicht, dass P. Rösler dies nur gemacht hat da Wahlkampf ist. Ich bin mir sicher das er auch in einem Nicht-Wahlhjahr dieses Interview nicht frei gegeben hätte. Er weil Wahljahr ist, hat die taz mit ihm so ein respektloses manipuliertes Interview gemacht. Wer die Chefredakteurin Ines Pohl kennt (und ich hatte schon merfach das Vergnügen), der weiß das sie eine Abneigung gegen Rösler und der FDP hat. Hier ist eine Frau die das Handwerk des Journalismus für eigenpolitische Sympathin missbraucht. Warum lässt Ines Pohl Interviews und Berichte die die Grünen negativ darstellen lassen nicht zu? Hier kann man eins lernen, das man gut aufpassen muss, mit wem und mit welcher Presse man ein Interview macht und mit wem nicht.

      • > Warum lässt Ines Pohl Interviews und Berichte die
        > die Grünen negativ darstellen lassen nicht zu?

        Ich schlage vor, Sie diskutieren dieses Thema mit den Kommentatoren dieser Artikel der letzten Tage, in denen es um die Pädophilie-Vergangenheit der Grünen am Beispiel von Jürgen Trittin geht.

        Eine Auswahl: „Was hat bitte ausgerechnet die taz geritten, sich am allgemeinen Grünen-Bashing zu beteiligen?!“

        „es ist geradezu unverschämt, mittels Vorveröffentlichung eines Details aus der Studie sechs Tage vor der Wahl so massiv in den Wahlkampf einzugreifen. Es entsteht der Eindruck, eine seltsame Allianz aus Dobrindt, Walter, faz und taz versuche, auch noch die allerletzte Minimalchance eines Politikwechsels zu verhindern“

        „diesen längst kompostierten Unrat von damals jetzt so groß auszubreiten kostet euch viel Glaubwürdigkeit. Was hat euch da nur geritten?“

        „Was für eine schmutzige Propagandakampagne 6 Tage vor der Bundestagswahl!“

        „wenn man über mehrere Tage auf den Titelseiten eine offensichtliche Kampagne des konservativen Lagers unterstützt, dann bringt es auch nicht, wenn man das danach dann etwas differenzierter betrachtet. Warum ist nicht mehr von der Rolle der FDP in der ganzen Sache die Rede? Was ist mit den CSU-Verstrickungen mit ‚Colonia Dignidad‘? Warum fordert die taz in diesem Fall keine Aufklärung so kurz vor der Wahl? Und sollten jetzt nicht eigentlich die Zukunftsthemen der Parteien im Vordergrund stehen?“

        „Die Themenwahl der TAZ so kurz vor der Wahl ist mir absolut unverständlich. Habt Ihr sonst keine Skandale gefunden? Warum so brav gegenüber schwarz-gelb? Und das geht seit Tagen so!“

        „jetzt reiht sich die TAZ in die Reihen der Schreihäls ein um die Grünen fertig zu machen. Gut das ich kein Abo habe.“

        „Komisch – die Geschichte der Grünen ist hinlänglich bekannt und man hätte Zeit gehabt das Pädophilie-Thema schon lange auf zu greifen! Warum ausgerechnet jetzt, kurz vor der Bundestagswahl? Weil die taz der Pressearm der Linken ist?“

        „Liebe TAZ-Redaktion, unsere gemeinsame Zeit geht vorbei. Ihr hattet eure Schlagzeile. Ich habe einen Kater. Wer eine knappe Woche vor der Bundestagswahl der Springer-Presse beim Dreckwerfen Konkurenz macht und sich zum täglichen Dobrinth-Stichwortgeber aufschwingt, der hat aus meiner Sicht jeglichen Glaubwürdigkeit verloren.“

  11. Ist Ines Pohl noch Chefredakteurin der taz?

  12. Und wieso muss man denn dann ein Interview abdrucken, zu dem dann im Nachgang die Zustimmung verweigert wurde? Kann man dann nicht die Größe zeigen und das ganze einfach auf sich beruhen lassen?
    Oder glauben Sie, Sie wären die einzige Zeitung, bei der dies passiert?
    Ich hoffe inständig, dass Personen des öffentlichen Lebens gewarnt sind und sich erst garnicht mit Ihnen einlassen.
    Dann können Sie in Zukunft über umgefallene Säcke mit Reis berichten.

    • Weil unserer Ansicht nach bereits das Interview selbst ein öffentliches Gespräch ist. Die anschließende Autorisierung soll dazu dienen, dass der Gesprächspartner sicherstellen kann, dass wir keine sinnentstellenden Kürzungen vorgenommen haben und dass seine Aussagen korrekt wiedergegeben werden. Die Autorisierung dient nicht dazu, das Gespräch völlig neu zu führen oder dass die Pressestelle darüber entscheiden könnte, welche Inhalte aus diesem Gespräch nicht erscheinen dürfen. Es geht nicht, dass man uns erst etwas sagt und dann hinterher verlangt, wir sollten das Gesagte gegenüber unseren Lesern geheimhalten. Wir sind nicht die Komplizen der Pressestellen.

      Wenn jemand zu einem Thema nichts sagen möchte, dann soll er sagen: “Dazu möchte ich nichts sagen.” Das ist sein gutes Recht.

      Ich führe nur Interviews mit Leuten, die hinterher auch dazu stehen, was sie währenddessen sagen. Alles andere ist Zeitverschwendung.

      Das alles gilt jedenfalls für einen FDP-Parteivorsitzender, Viezekanzler und Bundeswirtschaftsminister. Ich habe mehr Verständnis und bin rücksichtsvoller bei Leuten mit weniger Medienerfahrung, wenn für die eine Interview-Situation ungewohnt ist oder wenn sie ihre Wünsche nicht so gut artikulieren können.

      • Ja, und warum veröffentlichen Sie die Antworten dann nicht einfach ohne Autorisierung, wenn Sie sich im Recht fühlen? Wenn Sie sich auf die Spielregeln einlassen, brauchen Sie doch danach nicht rumheulen, dass diese auch angewandt werden.

        • Ich persönlich bevorzuge es auch, das so zu machen. Wir hatten den Fall mal im Wochenendmagazin, als wir ein Interivew mit der Fußballnationalspielerin Fatmire Bajramaj führten. Als ihr Management dort Sachen rauskürzte, erschien nicht nur das Interview (http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2011/03/26/a0025), sondern daneben auch ein Kasten mit den rausgekürzten Zitaten inklusive der Begründung des Managements, warum diese Zitate nicht erscheinen dürfen (http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2011/03/26/a0028).

          • Und aus welchen Gründen verfahren Sie in diesem Fall anders?

          • Tja, es ist die taz, es gibt hier bei vielen Punkten keine einheitliche, von oben vorgegebene Linie, sondern hängt immer von den Personen ab, die gerade involviert sind. Während das eine Ressort oder der eine Redakteur die Antworten mit veröffentlicht, macht der andere es nicht. Gegen die Veröffentlichung spricht, dass es dann in Zukunft schwieriger sein könnte, Interviews mit Interviewpartnern zu bekommen, die die volle Kontrolle über alle ihre Zitate aus dem Interview haben möchten.

      • Wenn bereits das Interview selbst öffentlich ist, wie passt das zu schwerpunktverändernden Kürzungen nach Belieben des Interviewers? Oben ist die Rede von einem Verhältnis 45/55% zwischen „Rassismus“ und „politischen Themen“, die auf ein Verhältnis von etwa 70/30% verändert wurden. Das nennt der FDP-Sprecher ja auch als Grund für den Rückzug: „Dies habe nicht dem tatsächlichen Gesprächsverlauf entsprochen“.

        Solange solche Dinge, die sogar sinnentstellend sein können, erlaubt sind, ist die Autorisierung nur die notwendige Folge zum Schutz des Befragten.
        (das alles unabhängig davon, dass ich die Fragen für unverschämt und dumm halte.)

        • Ich bin die Tage auf ein Transkript einer einstündigen TV-Sendung gestoßen, in der der österreichische Politiker Frank Stronach befragt wird. Das Transkript hat gut 65.000 Zeichen. Das Interview mit Rösler – Fragen plus Antworten – hätte 8.050 Zeichen gehabt. Das heißt: Das Gespräch wird stark komprimiert, indem erstens alle Füllwörter, Wiederholungen rausgestrichen, alle Erklärungen zusammengekürzt werden. Zweitens werden auch ganze Themenkomplexe, um die es im Gespräch ging, vollständig weggelassen. Zum Beispiel, weil wir finden, dass dort wenig Neues oder Interessantes gesagt wird. Die Kriterien dafür sind nicht objektifizierbar. Diese Auswahl treffen wir übrigens nicht nur bei Interviews, sondern auch bei der Berichterstattung über öffentliche Pressekonferenzen, öffentliche Parteitage, öffentliche Bundestagsdebatten, öffentliche Studien – eigentlich immer. Es gibt immer viel mehr Stoff, als in den Artikel passt. Hier eine Auswahl zu treffen ist der Kern der journalistischen Arbeit. Gerade weil es üblich ist, Gespräche so stark gekürzt wiederzugeben, ist es auch üblich, die Druckfassung dem Gesprächspartner noch einmal vorzulegen. So kann er sicherstellen, dass seine Aussagen richtig wiedergegeben werden und die Kürzungen nicht sinnentstellend gibt. Der Sinn der Autorisierung ist dagegen nicht, das Interview komplett umzuschreiben oder dort Sachen rauszustreichen, die definitiv gesagt wurden. Es ist nicht in Ordnung, uns erst etwas zu sagen und hinterher zu verlagen, wir sollten das Gesagte gegenüber unseren Lesern geheimhalten. Wir sind nicht die Komplizen der PR-Strategen in den Parteien. Wer auf eine Frage nichts sagen möchte, der sollte auf die Frage sagen: “Dazu möchte ich nichts sagen.”

  13. Die taz ist mir seit langer Zeit sympathisch (die FDP übrigens nicht). Gerade deshalb macht mich dieses Interview – und noch mehr der Umgang damit – fassungslos. Wie Herrn Rösler sieht man auch mir nicht an, Durchschnittsdeutscher zu sein. Doch Fragen nach der Herkunft – und damit das ständige Infragestellen des Dazugehörens – waren bisher immer im anderen politischen Spektrum beheimatet. Gerade einem linken Blatt verbietet sich die Verbreitung derart rassistischer Ressentiments, die nur Leuten in die Händen spielt, die behaupten, dass nur die deutsche Eiche hier heimisch ist. Am traurigsten ist, dass Sie, Frau Pohl, das gar nicht zu merken scheinen.

    • Solche Fragen waren nicht „bisher immer im anderen politischen Spektrum beheimatet“, sondern standen regelmäßig auch in der taz:

      Sharon Otoo fragten wir: „Wie lebt es sich als schwarzer Mensch in einer deutschen Großstadt?“, „Wie sieht alltäglicher Rassismus aus?“

      Agnes Heller fragten wir: „Begegnet Ihnen auf der Straße dieser Hass?“, „Sie kriegen Hasspost, Sie werden öffentlich diffamiert – beängstigt Sie die Entwicklung Ihres Landes nicht?“, „Wenn Sie auf Ihr Leben in Ungarn zurückblicken: War es schon mal schlimmer als heute?“, „Haben Sie Angst?“

      Biplab Basu fragten wir: „Herr Basu, Sie leben in Berlin, stammen aber aus Indien. Glauben Sie, dass Sie allein wegen ihres Aussehens schon mal von der Polizei kontrolliert wurden?“

      Jay Anderson fragten wir: „Wann hast du zum ersten Mal gemerkt, dass du aufgrund deiner Hautfarbe anders gesehen wirst?“, „Wie wird man als Schwuler von Schwarzen aufgenommen?“, „Als Schwarzer, als Schwuler lebst du hier besser?“, „Gibt es Momente, in denen du deutlich spürst: Ich bin Amerikaner?“,

      B-Tight und Sido fragten wir: „Hatte die unterschiedliche Entwicklung, die eure Karrieren genommen haben, auch etwas mit Rassismus zu tun?“

      Nuran Yigit und Serdar Yazar fragten wir: „Welche Diskriminierungen beschäftigen Sie am meisten?“, „Sind Türkeistämmige stärker als andere betroffen?“, „Warum darf ich eigentlich als deutschstämmige Deutsche Türkeistämmige nicht fragen: Wo kommst du her? Unter Deutschtürken ist das oft die erste Frage, die man sich stellt.“

      Romani Rose fragten wir: „Roma, heißt es oft, wollten sich gar nicht integrieren. Wie viel Schuld tragen sie selbst an ihrer Armut und ihrer Bildungsferne?“, „Was sagen Sie jemandem, der sich über bettelnde Roma ärgert?“

      Samy Deluxe fragten wir: „Wann wurde Ihnen als Kind bewusst, dass sie Schwarzer sind?“, „Fühlen Sie sich ‚Fremd im eigenen Land‘?“

      Nurkan Erpulat fragten wir: „Wie gefährlich ist es, sich als Türke in Deutschland als Schwuler zu outen?“, „Wer ist denn der schlimmere Feind: rassistische Deutsche oder homophobe Migranten?“

      Iman Attia fragten wir: „Werden kopftuchtragende Frauen besonders angefeindet?“, „Hat das Phänomen Islamfeindlichkeit in den vergangenen Jahren zugenommen?“, „Wir wirkt sich das für Migranten in Deutschland aus?“

      Die verheerende Wirkung des Rösler-Interviews entsteht glaube ich dadurch, dass nur die Fragen abgedruckt sind. So entsteht der Eindruck, wir würden immer wieder nachbohren, obwohl Herr Rösler sich zu dem Thema nicht äußern will. Wenn das so gewesen wäre, hätten wir auch sicher nicht so viele Fragen dazu gestellt. Tatsächlich hat er aber geantwortet. Wenn man die Fragen mit den Antworten liest, ergibt sich der Eindruck eines Gesprächs, bei dem sich zwei Seiten über ein Thema unterhalten. Auch in Zukunft werden wir Menschen, die von rassistischer Diskriminierung betroffen sind, in der taz die Gelegenheit geben, ihre Erfahrungen damit zu äußern.

      • „Auch in Zukunft werden wir Menschen, die von rassistischer Diskriminierung betroffen sind, in der taz die Gelegenheit geben, ihre Erfahrungen damit zu äußern.“

        Wunderbar. Idealerweise, wenn diese Menschen damit einverstanden sind.
        Genau das war im Falle Rösler in der Form offensichtlich nicht der Fall.
        Diese unsagbare Respektlosigkeit, gepaart mit der aus den Fragestellungen deutlich hervorgehenden Absicht, Herrn Rösler zu verletzen und auf sein durchaus sympathisches, aber abweichendes Äußeres zu reduzieren, macht die verheerende Wirkung aus.

        „…, obwohl Herr Rösler sich zu dem Thema nicht äußern will. Wenn das so gewesen wäre, hätten wir auch sicher nicht so viele Fragen dazu gestellt.“

        Bla bla bla. Pure Schönrederei. Entschuldigung, aber wer soll das denn noch glauben?

        • Während des Gesprächs jedenfalls war er damit einverstanden.

          • Der Kommentar von Questonius bringt es doch auf den Punkt. Mangelnder Respekt (der äussert sich übrigens schon beim Bild Röslers im Blog: Philipp Rösler: Fragen und keine Antworten)gepaart mit den aufdringlichen Fragen über seine Erfahrungen mit Rassismus lassen den Eindruck erwecken, das Thema Rassismus wird dazu verwendet um Rösler zu treffen. Man muss seinem Interviewpartner keine Sympathien entgegenbringen; jedoch ist Respekt eine Grundvoraussetzung. Im Gegensatz zu dem Gespräch mit Sharon Otoo war hier keinerlei Respekt vorhanden. Im Gegenteil. „Verachtung“ ist wohl das beste Wort. Dieser Sachverhalt macht die Fragen tatsächlich latent rassistisch.

          • Sind Sie sich 100% sicher?
            Oder verlassen Sie sich nicht vielleicht doch lediglich auf die Aussagen (oder eher Rechtfertigungsversuche) der Interviewerinnen?
            Haben diese wider Erwarten sehr genau auf Röslers Körpersprache, Mimik, Gestik, Tonfall usw. geachtet und konnten diese nonverbalen Signale richtig interpretieren?
            Ist es Ihnen noch nie passiert, dass Sie ein Gespräch geführt haben, in dem Sie sich zunächst soweit ganz wohl gefühlt haben und Sie erst hinterher festgestellt mussten, wie sich nach und nach ein immer schlechteres Gefühl bin Ihnen breit gemacht hat, wenn Sie an den Gesprächsverlauf gedacht haben?

            Ganz ehrlich. Ersparen Sie sich und Ihren Lesern doch einfach simpel-unreflektierte Äußerungen wie diese. Das ist – so wie ich Sie als Blogmoderator wahrnehme – Ihrer nicht würdig.

  14. Ich verfolge schon länger den Umgang der taz (chefredaktion) mit kritischen Fragen bzw. Stellungnahmen von Lesern über ihre z.b. rassistischen, somit menschenunwürdigen Berichterstattung. Und mir ging es anfänglich wie vielen von den meisten Kommentartoren hier: fassungslos über die fehlende Einsicht der o.g., stattdessen wird nachgetreten etc. – und DAS bei der taz?? Was für ein Mindfuck! Bis ich mir selbst die Frage gestellt habe, ob wir es bei der taz nicht evtl. mit einem durch höchst ungesunden Narzissmus vergifteten System zu tun haben. Das ist für mich die einzige Erklärung dafür, warum die Dinge bei der taz momentan so laufen wie sie laufen. Anders kann ich mir das einfach nicht erklären…

  15. Oh mein Gott Frau Pohl…ich habe zwar von ihrem unnützen sein noch nichts vorher gehört, aber wie lächerlich gehen Sie denn mit dem Thema Migration um? Eine Unverschämtheit ist das, solch ein Interview zu führen oder es zu bewilligen! Man könnte meinen, dass da ein 14 jähriger Schüler hintersteht, der von Papa schön etwas Ausländerhass eingebläut bekommt! Frau Pohl, solche Leute wie Sie brauchen wir in Deutschland nicht! Und solche Leute wollen wir auch nicht ! Gehen Sie mit ihren rechten Freunden spielen !

  16. Ach Gott, die Frau Pohl. Wie immer die Rächerin der Witwen und Waisen. Glauben Sie noch immer, dass man Ihnen Ihre Neutralität abkauft? Sind sie doch schon längst als Haus und Hof Zeitung der Grünen entlarvt. Sehr schönes Interview mit Frau Roth. Da konnte sie sich mal wieder richtig aufspielen und Werbung machen.
    Sparen Sie sich die Stimmungsmache im Wahlkampf!

  17. Die Fragen mögen ja einem guten Zweck gedient haben. Um Ansichten eines mutmaßlich Diskriminierten zu gewinnen. Lese ich sie aber in der Abfolge durch, erlebe ich sie 1:1 deckungsgleich zu dem Sujet, das sie zu behandeln vorgeben. Also im höchsten Maße obszön. Da kann man wirklich nur in Scham versinken. Was aber der Gipfel ist, ist dieses Nachtreten, wie es die TAZ hier vorgezogen hat zu praktizieren. Das kommt einem Anprangern gleich und ist so unverschämt, dass ich kaum an mich halten kann. Ich fühle mich an dunkelste Kapitel erinnert.

    Ich wende mich ab von dieser Art Journalismus. Wenn hier demnächst mal wieder das Wort von der Würde in den Mund genommen wird, dürfte mein Misstrauen ob dieses scheinheiligen, infamen Vorgangs immens sein sein.

  18. Da hätten Sie die Fragen lieber Herrn Brüderle gestellt. Jemanden zu bitten, sich dafür zu rechtfertien, dass er gemobbt wird ist in meinen Augen auch nix anderes als Mobbing.

    Die Fragen ziehlen alle so darauf ab, dass Rösler seine eigene Partei als fremdenfeindliche Partei blosstellen sollte, und er seine Seele an den Teufel verkauft hat.
    Das ist schon ein wenig platt. Das können die Leute von der Bild besser.

  19. Frau Pohl konnte ich noch nie leiden mit ihrer „ich gehöre zu den Gerechten“-Attitüde. Sehr entlarvend.

  20. Glückwunsch Frau Pohl zum Rauswurf von Herrn Christian Füller.
    Pressefreiheit gibt es natürlich nur in der TAZ!? Wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe…

    Die stetig steigenden Zahlen der Auflagen geben Ihnen natürlich recht.
    Oder auch nicht.

  21. Wenn die taz-Chefredaktion so stümperhaft weitermacht wie in den letzten Wochen, wird die F.A.Z. noch zu einem unverzichtbaren Korrektiv dieses Berliner Pseudojournalismus. Hier, im Ausland, ist sie das bereits.

  22. Super Fragen!

    Als Vize-Kanzler kann und darf Rösler im Vogel-Strauß-Prinzip die Augen vor Rassismus nicht verschließen.

    Gerade er, der von einigen Menschen als Chinese tituliert wird, hätte die Möglichkeit mal darüber nachzudenken und aufzuklären, wie sehr Rassismus in Deutschland verbreitet ist.

    Sein Problem ist, er kann noch so viel Heino hören und langweilige Witze reissen, er wird immer aufgrund seines Äusseren von vielen Menschen als Ausländer gesehen…als Chinese.

    Herrn Rösler muss irgendwann klar werden, dass es nicht wichtig ist, 100%ig dazu zu gehören. Den Vorzeige Deutschen, wie ihn sich die Nazis ausgedacht haben, gibt es nicht mehr.
    Für viele gestrige sieht Rösler aber nun mal nicht aus wie ein Deutscher..warum steht Rösler nicht dazu?…ein dicker Deutscher wird oft gern für das Dicksein ausgelacht…er kann sich nicht in ein Korsett zwängen und behaupten, keiner würde merken dass er fett sei.

    Ich hätte gern die Antworten gelesen und erfahren, was in ihm vorgeht.
    Ich freu mich über den Mut und der Intelligenz der TAZ, Herrn Rösler auf eine so direkte Art zu befragen. Die Antworten hätten dem gequält lustig wirkenden Rösler, vielleicht zu ein wenig Menschlichkeit verholfen.

  23. Herzlichen Glückwunsch Frau Pohl,
    es ist Ihnen gelungen mal wieder etwas Aufmerksamkeit auf Ihre bessere Schülerzeitung zu lenken. Respekt also für Ihre Fähigkeiten als Vermarkterin. Man wundert sich doch immer wieder wie gut es Linke verstehen ihre Produkte an den Mann, Verzeihung, die Frau natürlich, zu bringen. So muss man sich wenigstens keine Sorgen machen, dass Ochs und Esel am Ende doch obsiegen könnten. Ich hoffe Sie ärgern sich trotzdem nicht allzusehr, wenn die FDP an den kommenden Wahlsonntagen als Mehrheitsbeschaffer wieder einmal sämtliche Umfragewerte überbieten wird und Grüne und Linkspartei ihre Umfragehochs nicht ganz wie gewünscht erreichen. Im Zweifel wird eine ganz und gar unbürgerliche Flasche Brunello die Pein schon lindern können…

  24. Liebe Frau Pohl,
    Sie sind ja so verlogen. Sie stellen Herrn Rösler Fragen, die eins zu eins auch in der Mitgliederzeitung der NPD abgedruckt werden könnten und wundern sich dann, dass das Interview nicht abgedruckt wird. Jetzt regen Sie sich auch noch auf, dass die FDP das wohl aus wahlkampftechnischen Gründen täte. Andererseits geben Sie persönlich, Frau Pohl, einen Bericht über die pädophile Vergangenheit der Partei „Bündnis 90/ Die Grünen“ nicht frei, weil dieser ihnen zu kritisch mit Ihrer Lieblingspartei umgeht. Sie sollten darüber nachdenken, ob die TAZ noch als politisch unabhängige Zeitung wahrgenommen werden kann und will.

  25. Niemand würde Ihnen ein Vorwurf machen, wenn Sie eine oder zwei Fragen zu dem Thema gestellt hätten. Der Vorwurf liegt in der herabsetzenden Art der Fragestellung und der Anzahl verglichen mit anderen Fragen.

    Ist das vielleicht die Wut darüber, dass Ihre Feinde Ihnen alles weggenommen haben? Das Spitzenpersonal der „Konservativen“ besteht heute aus einer weiblichen Führungskraft, einem behinderten Finanzminister, einem schwulen Außenminister und einem Parteivorsitzenden mit Migrationshintergrund. Sie dagegen müssen sich ethische Fragen über die Vergangenheit Ihrer Partei gefallen lassen. Und eigentlich war doch alles genau umgekehrt geplant! Das muss ziemlich hart für Sie sein.

    Erschreckend, was aus den einst als moralische Erneuerer angetretenen geworden ist. Sie sind ein Schatten Ihrer selbst.

  26. Nachdem die Erhabenen mit den Flügeln schlagen und sich ihrer selbst vergewissern durften und nachdem die FDP-Fanboys vom Kanzleibüro aus alle „Rücktritt, Frau Pohl!“ schreien durften, zurück zum gesunden Menschenverstand, welchen ich natürlich für mich reklamiere:

    Liebe Frau Pohl,

    auch wenn ich ihre Schwerpunktsetzung weder im Allgemeinen noch hier im Speziellen teile: Sie haben hier bisher alles richtig gemacht.

    Es wäre zutiefst rassistisch gewesen, Hr. Rösler _nicht_ nach seinen Erfahrungen und Problemen aufgrund seines Äußeren zu fragen. Übrigens genauso, wie es zur weiteren Ausgrenzung von Behinderten beiträgt, _keine_ Behindertenwitze in ihrem Beisein zu erzählen. Das ist ein typisch deutsches Problem. Lieber totschweigen, als sich auf ein Problemfeld zu begeben. Wie soll man sonst mit Hr. Rösler über Alltagsrassismus sprechen? Indem man Fragen zum FDP-Wahlprogramm stellt.

    Als der Spiegel 2011 die gleichen Fragen stellte, hat sich niemand aufgeregt. Muss wohl am Wahlkampf liegen. Oder an Twitter. Oder an Nervosität im FDP-Wahlkampfteam.

    • 1) Woher wissen Sie, dass die Kritiker hier FDP-Fans sind?

      2) Was macht Sie so sicher, dass nicht auch Leute, die die FDP nicht mögen, das Interview geschmacklos finden könnten?

      3) Timo Reinfrank von der Amadeu-Antonio-Stiftung sagt, er wäre mitten im Interview rausgegangen, und er ergänzt: „Wer mit Menschen arbeitet, die von Rassismus betroffen sind, der weiß, dass das zu Retraumatisierungen führt. Ich habe viel mit Menschen zu tun, die damit alltäglich konfrontiert sind, die es einfach satt haben und frustriert sind.“
      http://blogs.taz.de/hausblog/2013/09/10/ich-waere-mitten-im-interview-rausgegangen/
      Ist der nach Ihrer Logik dann auch automatisch ein „FDP-Fanboy“, wie Sie sich auszudrücken pflegen?

      4)Wenn es „zutiefst rassistisch“ ist, Herrn Rösler nicht nach Problemen nach seinem Äußeren zu fragen, wie Sie behaupten, sind dann all die vielen Interviews, die das unterlassen, samt und sonders „zutiefst rassitisch“? Und die entsprechenden Interviewer allesamt Rassisten?

      5)“Lieber totschweigen, als sich auf ein Problemfeld zu begeben.“ Könnte es sein, dass die Kritik hier nicht der Tatsache gilt, dass das Thema Rassismus angesprochen wurde, sondern wie massiert und unsensibel das geschah und wie es in den Mittelpunkt gerückt wurde?

      6)“Wie soll man sonst mit Hr. Rösler über Alltagsrassismus sprechen?“ Dazu wurden bereits gute Vorschläge gemacht, hier und in anderen Threads, oder auch von Timo Reinfrank (Link s.o.) Sagt Ihnen denn keiner zu?

      7) Kann es sein, dass das Spiegel-Interview vielleicht trotz allem nicht diese „Hass-Fixierung“ hatte? Und nicht ganz so dumme Fragen stellte wie „In Niedersachsen, wo Sie herkommen, wurden Sie häufig als ‚der Chinese‘ bezeichnet. Ist das aus Ihrer Sicht Ausdruck von Hass oder Ressentiment?“?

      8) „Muss wohl am Wahlkampf liegen. Oder an Twitter. Oder an Nervosität im FDP-Wahlkampfteam.“
      Könnte es nicht auch mit daran liegen, dass die taz nun Rösler angreift und sich als Opfer stilisiert, anstatt einfach zu respektieren, dass Rösler einen (verständlichen) Rückzieher gemacht hat?

      • Nachtrag:
        Frage 3a)SPD-Geschäftsführer Thomas Oppermann twitterte: „Mit 17 Fragen Rösler auf seine Herkunft reduziert. Unmöglich!“
        Müssen wir nun annehmen, dass Oppermann auch ein „FDP-Fanboy vom Kanzleibüro“ ist, um es in Ihren Worten zu sagen?

  27. Interviewkontrolle ist ein wichtiges Recht. Ohne dem gibt es keine Vertrauenssituation im Gespräch, denn mündlich ist immer etwas anderes als schriftlich. Ich frag mich, warum dieser Fakt von all den authentizitätsgeilen Journalisten einfach unter den Tisch gekehrt wird.

    Auch ein Interview komplett zurückzuziehen, ist zwar nicht nett (wegen des vertanen Aufwands), aber durchaus und immer in Ordnung.

    Wie man hier sieht, kann das auch ausgesprochen notwendig sein. Daß sich die taz dabei ärgert – geschenkt. Aber, daß sie versucht, sich – noch dazu mit dämlichen Fragen, die erst recht zur Wahlkampfzeit nichts zu suchen haben – nachträglich ins Recht zu stellen, ist peinlich.

    Gut. Rösler hätte das Interview auch abbrechen können. Ich verstehe aber auch, daß er bzw. ein kompetenterer Berater im Nachhinein festgestellt hat: das geht ja gar nicht, also die Fragen und das Nachsinnen über Haß. (ich persönlich würde mich zu einem Interview mit dem Thema Haß generell nicht hinreißen lassen, solange ich kein Emotionenforscher bin).

    Man kann natürlich ein sehr persönliches Interview über die Erfahrungen mit Ausgrenzungsversuchen führen. Aber erstens nicht im Wahlkampf (Veröffentlichungzeitraum), zweitens nicht in permanenter Mischung von Persönlichem und politischem und drittens und vor allem nicht SO.

    Ich mag echt Journalisten nicht, die sich doof stellen und so tun, als würde es die Menschen nicht sehr oberflächlich beeinflussen, wenn ihnen im Zeiten verkürzter Botschaften auf einmal im Sekundentakt Begriffe wie Haß, Haßmails, dieser Chinese, nichtdeutsch, anders aussehen um die Ohren fliegen, und die mit dem, was ein Politiker umsetzen will, nichts zu tun haben.

    Aber Artikel über pädophile Tendenzen bzw. mangelnde Transparenz damit in anderen Parteien unterdrücken. Ganz schlecht. Und das sollte man mal einsehen, statt zu winseln, weil der Befragte einem im letzten Moment das (miese) Geschäft vermasselt hat. Hat er ja nichtmal verhindern können, die FAZ tritt ja zurück und bringt dennoch diese Provokokationen mit Röslers Namen in Verbindung in die Öffentlichkeit.

    Das ist nicht nur peinlich. Das ist so mieses Betreiben von Negativwahlkampf (Schlammschlacht), das die ganze Farce fast schon im Gesamtverlauf (bis zu dieser wehleidigen Stellungnahme) geplant wirkt.

    Bah!

  28. Erst wird versucht, den Herrn Rösler mit einem Provokations-Stakkato zitierbare Munition aus den Rippen zu leiern und als das Projekt platzt setzt man sich auf das hohe Ross der Pressefreiheit und hofft darauf, ihm wenigstens mit dem Abdrucken der Fragen Schaden zufügen zu können.

    Das ist wirklich eines der billigsten Kapitel von Wahlkampf-Presse, das ich je miterleben durfte. Die TAZ sollte sich schämen, jetzt auch noch die Opferrolle für sich zu beanspruchen.

  29. Frau Pohl,
    Wie geht es eigentlich Herrn Christian Füller?

  30. Jeder Politiker einer verfassungstreuen Partei hätte den Anstand gehabt nach dem Vorfall mit dem Grünen Pädophile Artikel und nun diesem unsäglichen Interview (und dessen wohl sehr zielgerichteten Kürzung) zurückzutreten. Aber diese selbstgerechten, ich bin unfehlbar! Klarstellungen von Frau Pohl, zeigen das es machbar ist mehr an seinem Sessel zu kleben und weniger Ehrgefühl zu haben als jeder von der TAZ zum Rücktritt aufgeforderte Politiker.
    Ich hatte die Taz eigentlich immer gerne gelesen, aber hier graut es mir, wie selbstverliebt eine Chefredakteurin sein kann.

  31. „Die Gegendarstellung: Anders vereinbart

    FDP-Pressesprecher äußerte sich gegenüber kress.de: „Das Interview war keineswegs unter dem Stichwort ‚Hass‘ angefragt, wie taz-Chefredakteurin Ines Pohl behauptet. Vereinbarter Schwerpunkt war vielmehr ‚Stil und Anstand im Wahlkampf‘, wie die taz-Redakteurinnen selbst in ihrer zweiten Frage bestätigen“. “ Quelle: freitag

  32. „Der Pfad der Gerechten ist auf beiden Seiten gesäumt mit Freveleien der Selbstsüchtigen und der Tyrannei böser Frauen. Gesegnet sei der, der im Namen der Barmherzigkeit und des guten Willens die Schwachen durch das Tal der Dunkelheit geleitet. Denn er ist der wahre Hüter seines Bruders und der Retter der verlorenen Kinder. Und ich will große Rachetaten an denen vollführen, die da versuchen, meine Brüder zu vergiften und zu vernichten, und mit Grimm werde ich sie strafen, dass sie erfahren sollen: Ich sei der Herr, wenn ich meine Rache an ihnen vollstreckt habe

  33. Ich würde gern eine Tube Pattex Extrastark an Frau Pohl schicken.

    Das dürfte sie brauchen, wenn sie weiterhin an ihrem Pöstchen kleben bleiben will.

    Mir würde es gefallen, wenn sie bleibt.
    Sie ist zwar nicht der hellste Stern am Firmament, aber doch irgendwie ganz drollig – und damit passt sie doch eigentlich wirklich gut zur taz.

    Wie wäre denn die korrekte postalische Anschrift?

  34. Gerade die taz ist doch an sich total unverdächtig, politisch einseitig gefärbten Journalismus zugunsten der FDP zu betreiben. Und trotzdem begibt die taz sich nun in eine Rolle, welche offensichtlich den FDP Chef in einer Art und Weise angreift, wie es persönlicher kaum sein kann. Logischerweise muss damit eine Welle der Sympathie für die FDP einher gehen.
    Sind schon Brandbriefe der Grünen bei der taz für diese Schützenhilfe im Wahlkampf zugunsten der FDP eingegangen?

    Bitte halten Sie uns auf dem Laufenden…

  35. Die an Rösler gerichteten Fragen waren schlicht nicht wertschätzend formuliert sondern schienen darauf abzuzielen ihn persönlich zu verletzen. Der Interviewschwerpunkt „asiatisches Aussehen und Herkunft“ war total daneben, allenfalls diese unmögliche Brüderle Metapher hätte man berechtigter Weise ansprechen können. So geht man nicht mit Menschen um, auch nicht mit dem politischen Gegner. Ich selbst hasse die kenntnisfreie schamlose Klientelpolitik von Rösler, gerade an der Schnittstelle Wirtschafts- und Umweltpolitik blockiert er jeden noch so winzigen positiven Ansatz. Warum fragt Ihr ihn denn nicht danach? Ich selbst bin übrigens überzeugte Taz-Leserin/Abonnentin, aber dieses Interview fand ich erschreckend und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das irgendwas mit journalistischem Handwerk zu tun hat.

  36. Natürlich sind die Fragen rassistisch!
    Man fragt niemand: Wann haben Sie bewusst wahrgenommen, dass Sie anders aussehen als die meisten Kinder in Deutschland?
    Oder nach seinem asiatischen Aussehen oder seinen nichtdeutschen Wurzeln.

  37. „Der Pfad der Gerechten ist auf beiden Seiten gesäumt mit Freveleien der Selbstsüchtigen und der Tyrannei böser Männer. Gesegnet sei der, der im Namen der Barmherzigkeit und des guten Willens die Schwachen durch das Tal der Dunkelheit geleitet. Denn er ist der wahre Hüter seines Bruders und der Retter der verlorenen Kinder. Und ich will große Rachetaten an denen vollführen, die da versuchen, meine Brüder zu vergiften und zu vernichten, und mit Grimm werde ich sie strafen, dass sie erfahren sollen: Ich sei der Herr, wenn ich meine Rache an ihnen vollstreckt habe

  38. Das stichwort „Hass“ scheint hier tatsächlich zu passen, allerdings als Hass der TAZ bzw. der Hass von Ines Pohl und der Autorinnen auf die FDP und ihre politischen Überzeugungen.

  39. Die Art der Fragestellung ist in der Tat widerlich und persönlich herabsetzend. Respekt für Herrn Rösler, dass er das Gespräch mit der taz überhaupt zu Ende geführt hat und nicht schon während des Interviews einfach gegangen ist. – Ich kann mir vorstellen, dass es für jemanden, der tatsächlich immer mal wieder Opfer von „Hass“ oder Rassismus geworden ist, außerordentlich schwer ist über diese Erlebnisse zu sprechen, ohne dass diese Gespräche zu erneuten Traumatisierungen führen.

    Die Art und Weise, wie seitens der taz nun versucht wird, den nachträglichn Rückzug zu einem Skandal aufzuputschen ist der eigentliche Skandal an der Sache!

  40. Es scheint mir, die taz hätte wohl gerne, dass Rösler gehasst wird. Zumal sie ja offensichtlich auch die FDP hasst. Grotesk ist das alles besonders deshalb, weil Rösler doch ein besonders netter Mensch ist. Wer soll denn ihn hassen, außer vielleicht ein paar Irren. Aber die taz schreibt ja auch ständig über angeblich grassierenden Rassismus in Deutschland. Dabei verletzt sie selber in diesem Fall rücksichtslos Rösler. Aber das ist ignoranten und gefühllosen Ideologen offensichtlich völlig wurscht. Ich habe Verständnis, dass das Interview zurückgezogen wurde. Das penetrante Hervorheben von angeblichem „Hass“ wirkt selber wie eine Brandmarkung, was wohl auch beabsichtigt war. Ganz unabhängig davon, wie man die Politik der FDP beurteilt: Rösler ist für mich ein ausgesprochen sympathischer Mensch und ich glaube nicht, dass ihn irgendjemand hasst, außer ein paar versprengten, belanglosen Irren vielleicht. Den Satz Brüderles mit dem Bambus fand ich allerdings auch völlig unsäglich und unerträglich. Danach kann man fragen, obwohl die Sache ja auch schon wieder lange her ist und bereits durch die Medien ging. Zugleich muss man aber doch auch verstehen, dass Rösler hier in einer schwierigen Lage als Parteichef ist und wohl nicht öffentlich Brüderle kritisieren will, auch werden sie sich wohl schon ausgesprochen haben. Dass die taz dari weiter herum bohren will, ist vielleicht verständlich, aber auch nicht gerade originell.
    Die FAZ hat diese taz-Angelegenheit heute übrigens aufgegriffen und Frau Pohl deutlich kritisiert, siehe auf FAZ.net.

  41. Was ist denn bloss los mit Ihnen, dass Sie nicht erkennen können, dass das eine obermiese Nummer gewesen ist? Und menschlich echt voll daneben? Das haben Sie doch gar nicht nötig? Ich dachte immer, lins und TAZ steht für tolerant?

  42. wann tritt die chefredakteurin endlich zurück? sie ist verantwortlich für (und verteidigt) einen irreparablen schaden und die moralische bankrotterklärung der taz.

  43. Zwei leere Seiten ist den Lesern gegenüber schon frech genug. Der anschliessende Rechtfertigungsversuch ist peinlich. Ganz abgesehen von den Fragen, die schlicht unmöglich waren.

  44. Pingback: „Kritischer Journalismus“ bei der „taz“ – Die falschen Fragen | staseve

  45. Seitdem die Grünen nur noch einstellig sind, muss ihr Parteiblatt wohl auch sparen — an journalistischer Würde.

  46. Ich hätte Fr.Pohl ja wirklich viel zugetraut, darunter sicher nicht nur gutes aber so viel Dämlichkeit!?-Unfassbar.

  47. Wenn man einen Fehler macht sollte man dazu stehen und keine blöde Stellungnahme hinterher werfen.

    Er ist von der FDP. Er gehört zu seiner unmenschlichen Politik befragt. Von mir aus auch frech.

    Aber ganz sicher nicht so zu seiner Hautfarbe. Schähmt euch ihr Rassisten!

    Ihr liefert sogar der Authorisierung noch Argumente.

  48. Il faut absolument coninuer comme cela. Fuck you very much.

  49. Erschreckend, dass sich die Chefradakteurin Pohl nicht schämt angesichts dieser wirklich unanständigen und boshaften Fragen.
    Nun kann ich allerdings die Ereignisse in der Neuen Synagoge vor 3 Jahren besser einordnen. Damals solidarisierte sich Frau Pohl als geladene Referentin mit einer Horde grölender Antisemiten, die die Veranstaltung zum Thema “Ist Antisemitismus wieder salonfähig?” schließlich sprengten.

  50. Ich verstehe die Strategie nicht. Will sich die taz jetzt gnadenlos selbst zugrunde richten? Warum? Es scheint, als wolltet ihr mit allen Mitteln Aufmerksamkeit. Geht’s da um Werbegelder und Gehälter oder wie?

  51. Meine CDU-wählende Mutter hat mir schon als Kind beigebracht, dass man Menschen nicht nach ihrem Aussehen beurteilen soll. Die Taz-Redaktion hat mit ihren Fragen schon ziemlich penetrant auf Röslers Aussehen und Herkunft herum gehackt. Wünschen wir der Chefradakteurin Pohl, dass sie selbst nicht so eindringlich mit ihren eigenen Eigenheiten (äußerlich oder auch innerlich) konfrontiert wird.
    Mich als Nichtwähler von rot-rot-grün freuen solche Entgleisungen der linken Presse immer wieder klammheimlich. Nehmen Sie sich doch mal Tarik al Wazir oder Cem Özdemir vor. Mal schauen, was dann so los ist.

  52. Ihre Einlassungen sind dürftig, nicht nachvollziehbar und wirken wenig aufrichtig!
    Die Fragen, die Herr Rösler gestellt wurden, sind unangemessen und eigentlich ein starkes Stück. Sie fallen dementsprechend auf die taz zurück.

    mfG

  53. Es ist schwer zu ertragen, mit welcher Selbstgerechtigkeit sich eine ehemalige Frauenbeauftragte hier zum Leuchtfeuer des kritischen Journalismus stilisiert. Ich frage mich auch immer wieder, warum diese Dame, die ein an Verkaufszahlen gemessen eher unbedeutendes Blatt zu betreuen hat, so häufig gebeten wird, ihre voreingenommenen und von Sachkenntnis nicht weiter belasteten Ansichten im öffentlich-rechtlichen Presseclub zu verbreiten.

    • Die letzte Befürchtung können wir zerstreuen, glaube ich. Nach diesem Interview, dem erbärmlichen Rechtfertigungsversuch und der allgemeinen Reaktion auf diese Machwerke, werden sich die Kissenpuper in den politischen Redaktionen von ARD, ZDF und Phönix an der Dame nicht mehr die Hände schmutzig machen. Dumm gelaufen, nicht nur die taz vor die Wand gefahren, auch die eigene Karriere einem jähen Ende zugeführt. Ich finds gut.

  54. „Journalistische Standards“, ich lach mich tot.
    Sind das dieselben journalistischen Standards, aufgrund derer Füllers Artikel nicht erscheinen durfte?
    Oder die journalistischen Standards mit denen man ein Kuschelinterview mit Roth führte?
    Oder sind etwa die journalistischen Standards gemeint, die Chefredakteurin Pohl zuerst zu einer bräsigen Stellungnahme und dann zum kompletten Abtauchen verleitet haben?
    Mann ey, der Chinese aus Hannover soll sich mal nicht so anstellen. Der alte Bambus. Merken Sie eigentlich noch was???
    Bascha Mika, übernehmen Sie!

  55. Sie haben ja einen tollen Lauf:
    – erst Zensur eines kritischen Grünenartikels
    – Rechtfertigung der Zensur wegen angeblich fehlender Qualität(in der Taz; sic!)
    – Sie stellen den Autor des Artikels komplett kalt
    – Sie lassen dieses selten dämliche Interview durchführen (entspricht offensichtlich Ihren Qualitätsansprüchen)
    – Sie verkaufen diese Peinlichkeit auch noch als vermeintlich journalistische Heldentat
    – Sie schreiben die dümmlichste Rechtfertigung, die möglich war
    Was ist eigentlich Ihr Antrieb? Den Heidemann vom Stern überflügeln?

  56. Warum glauben Linke anscheinend, dass sie vor faschistischen und rassistischen Tendenzen im Denken (und Handeln) gefeit sind? Ist es, weil sie sich links wähnen oder ist es einfach Blauäugigkeit?

  57. Die Presse scheint im Augenblick politisierter als die Parteien selbst. Die TAZ ist nur eins der schlechten Beispiele (die FAZ und Süddeutsche stehen dem kaum nach). Vom Wille zur objektiven Berichterstattung ist wenig geblieben, jede Zeitung scheint Lagerpolitik zu betreiben.

    Sowohl der „Fall“ Rössler auch der katastrophale Eingriff bei der Berichterstattung über die pädophilen Grundtendenzen der Grünen 70/80 beschädigen eine Zeitung, deren Meinung ich nur selten teile, sie aber oft lese, um meine eigene Urteilsbildung in Frage zu stellen.

    Ich denke, dass de TAZ mit beiden Themen vor dem Presserat landen wird; das tut mir für die engagierten Mitarbeiter der TAZ leid. Man muss Frau Pohl aber als Redaktion nicht immer folgen.

    • Das war doch schon immer so.
      Überrascht es jemand, dass der Spiegel Spaß an der Kritik der Merkel-Raute hat und die FAZ den jüngsten Aufwind für Steinbrück kaum erwähnt. Da kann die taz sich ja auch gerne positionieren.
      Warum jedoch die sonst rötlich gefärbte, grünlich schimmernde Tageszeitung nun der FDP (Nein, ich schreibe jetzt nicht den Gelben, das können dann ja andere machen …….) helfen will, ist mir etwas schleierhaft. Vielleicht soll mit dem Positionswechsel auch bloß Objektivität und Vielschichtigkeit vorgetäuscht werden.

  58. Ich würde mir wünschen, dass die taz hinreichend Selbsteinsicht und -reflektion besitzt und sich bei Rösler entschuldigt. Wenn er das Interview nicht autorisiert, dann hat es wohl in erster Linie mit den Fragen, nicht aber mit seinen Antworten zu tun. Rechthaberisch darauf zu beharren, dass es nicht journalistische Praxis sei, ganze Interviews zurückzuziehen, finde ich mehr als befremdlich. Dass Rösler kein Interesse daran hat, auf seine biologische Herkunft gleich mehrfach angesprochen zu werden, sollte man ernst nehmen und nicht daraus eine Art von Zensur ableiten. Hier ist journalistische Fairness und menschlicher Anstand am Platz und nicht Prinzipienreiterei!

  59. Die Fragestellungen lassen einen starken Haß vermuten. Von Frau Pohl auf die FDP in Form von Herr Rösler vielleicht? Gegenüber den Grünen scheint ja eher eine Vasallen- und Nibelungentreue zu bestehen, sonst hätte man viele Pädophilenfragen an dies Vereinigung stellen können. Frau Pohl scheint in der Tat eine ausgemachte Expertin bezüglich Haß- und Hetze zu sein.

  60. Das ist kein Interview, das ist Psychoterror. Und ich bin sicher kein Anhänger der FDP und ihres Personals.

  61. „Herr Rösler, zurück zu Ihnen. Wann haben Sie bewusst wahrgenommen, dass Sie anders aussehen als die meisten Kinder in Deutschland?“
    Wie können Sie es überhaupt wagen eine solche Frage zu stellen? Sie sagen in einem Satz:
    1) Kinder in Deutschland könne man optisch stereotypisieren: Wollen Sie hier mal erläutern, wie diese genau aussehen?
    2) Die meisten gehören zu diesem Stereotyp, dementsprechend bilden alle Anderen eine kleine Minderheit
    3) Diese Minderheit gehört nicht dazu und hat dies gefälligst auch bewusst wahrzunehmen.
    TAZ, ich glaub es hackt!

    • Der Spiegel hat Rösler die gleiche Frage gestellt und durfte folgende Antwort drucken: „Als ich vier oder fünf war, hat sich mein Vater mit mir vor einen Spiegel gestellt. Er hat gesagt: ‚So, schau dich mal an, und dann schau mich mal an – wir sehen unterschiedlich aus. Aber egal was passiert und egal, was die Leute sagen: Ich bin dein Vater.'“

      Auch viele andere solcher Fragen hat Rösler dort beantwortet: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-79572303.html

      • Was für ein Argument ist das denn?
        Frankreich setzt auf Atomkraft… und jetzt?
        Wer wie die TAZ eine N-Wort-Debatte führt und gendermäßig überkorrekt_in ist, der zeigt mit dem Finger auf den Spiegel?

  62. Hat die Taz Schwierigkeiten mit Verkaufszahlen und Klickraten, oder warum macht ihr das?

    Warum dieser populistische Rotz?

    Ihr seid wie die Bildzeitung. Bei der Bildzeitung sind es Titten und Hetze und bei der Taz überzogener moralischer Tadel(im Übrigen doppemoralisch) und das Herbeireden von Hetze, die es so nicht gibt oder für den Betroffenen keine Rolle spielt.

    Man kommt sich wie ein Zuschauer vor, einer medialen Umerziehungsmaßnahme für Herrn Rösler, hin zu einem geläuterten Menschen, der sich gefälligst einzugestehen hat, sich rassistischen Ressentiments aussetzen zu müssen.

    Das hat mit Journalismus einen Scheiß zu tun.
    Was Ihr macht ist widerwärtig, rassistisch, anmaßend und respektlos.

  63. Pingback: Die falschen Fragen: „Kritischer Journalismus“ bei der „taz“ | TokNok Deutschland

  64. Warum schweigt die taz dzu, dass Ines Pohl den Redakteur Christian Füller kaltgestellt hat, weil er in einem Bericht über die Grünen die „falschen Fragen“ gestellt hat?

  65. Ines Pohl lies vor kurzem einen Beitrag eines eigenen taz-Autors nicht zu, weil es den grünen nicht passen könnte. Nun diese Aufregung um Rösler.
    Das ist ja wohl eine große poHlarisierende Frechheit.

  66. Pingback: Eigentor für die taz | Sonja Nowack, Online-Journalistin

  67. Pingback: Die lieben Kollegen: Harsche Kritik für die taz | Echtzeit

  68. Das Wesen von Autokraten ist immer ihr verwerfliches Handeln mit einer wie auch immer gearteten Pseudo-Moral zu rechtfertigen und niemals zu hinterfragen. Das haben religiöse Führer/Fanatiker mit Diktatoren gemeinsam. Offensichtlich gehören taz-ChefredakteurInnen auch zu dieser Kategorie.

  69. es ist arrogant´ßz der macht bei eineninterview, das angesichts der riesogen finanzkruise etwasd sehr personenzeriert aiusgefallen wäre. frau pohl ist clever genug, mit den hassmails darauf hinzufragen, das ews angesichtes des „importes“ von bürgerkrieg wegen der extremen harten linie in vielen fragen der erwähnten krise und ihre staatlichen auswirkungen gerde durch die fdp ministerriege doch erehebliche bedenken gibt für den eßwahlkampf. fdrau bhutto ist mit ankündigung im wahlkampf erschossen worden, ein nachfolgernder gouverneur ihre partei auch und unswer doppelattenzayssopfer schäuble/lafontaine hat es auchim zuge „heissester“ polituscher entscheidungsphasen „erwischt“. der tanz auif dem vvulkan des massiven leidverursachens muss nicht gutgehen – na, wie schön literisch formuliert… ich persönlich verwegfe dues zusammenhänge unsgesamt… als äußerst bewusster friedfetiger yogi.

    • Hallo Dr. Wenk,
      es ist eine Unverschämtheit (im Sinn des Wortes), welche Sprach- und Rechtschreibfehlerfülle Sie uns LeserInnen meinen zumuten zu dürfen. Da soll man noch Respekt vor dem vermeintlichen Inhalt haben und ihn zu lesen versuchen?
      Da wende ich mich doch lieber gleich den anderen Kommentaren zu, deren Autoren – so wie ich jetzt vorsichtshalber auch – wenigstens noch mal drüberlesen über den Text, der ihnen entstammt.
      Grüße auch,
      Peter B.

      • Peter, lass es bitte.
        Die Beiträge des Autoren werden m.E. kontinuierlich schlimmer, was m.E. auf keinen Fall mit mangelndem Respekt zu tun hat sondern einer ernsthaften Erkrankung mit irreversiblen Verlauf geschuldet ist.

        Ich appeliere an dein Mitgefühl.
        Und ich appeliere an Herrn Heiser, kritische Antworten auf Dr. Wenks Beiträge nicht mehr freizuschalten.

        • Ja, Meinung passt nicht; löschen! Genauso wie bei Fuller. Aber bei Rösler dann meckern. Das ist diese linksgrüne Selbstgerechtigkeit.

        • Ich schalte hier gar nichts frei, alles erscheint sofort auf der Seite. Ich komme nicht mehr ganz hinterher, das alles zu lesen – knapp 1.000 Kommentare in den letzten 48 Stunden. Davon habe ich weniger als zehn gelöscht.

  70. Es ist ja wohl nichts dabei, wenn eine Zeitung Herrn Brüderles Eiche/Bambus-Vergleich hinterfragt. Offensichtlich hat Herr Brüderle mit diesem Vergleich Ressentiments in der deutschen Gesellschaft bedient. Auch muss sich Herr Rösler die Frage gefallen lassen, warum ihn das Leben seiner leiblichen Eltern nicht interessiert. Ich denke, dass es möglich sein muss, diese Fragen zu stellen. Andersherum muss es der interviewten Person möglich sein, Antworten ausweichend zu beantworten oder ganz zu verweigern. Dies sollte jedoch WÄHREND des Interviews geschehen und nicht Tage später. So kann man sich beim Lesen sein eigenes Bild über die interviewte Person bzw. das Medium machen, welches die Fragen stellt.

    Ich wünsche mir, dass die TAZ die Antworten Herrn Rösters abdruckt. Ich wäre auch gern bereit, für das Lesen des Interviews Geld zu bezahlen. (Was mir bei den meisten als Journalismus getarnten Manipulationsartikeln nicht mehr einfallen würde.)

  71. Pingback: Treibgut 11.9.13 | .::: derMattn.de :::.

  72. Mal ganz unaufgeregt: Die hinter dem Interview stehende Intention ist absolut legitim; es geht um Wahlkampf im engeren wie auch weiteren Sinne und darum, welche Rolle Rassismus darin spielt – in der Lffentlichkeit wie auch innerhalb der Partei. Wenn so ein Thema keine gesellschaftliche Relevanz haben soll, dann frage ich mich: Welches denn sonst?

    Was die Form des Interviews angeht: Ich bin ziemlich überzeugt, dass die allermeisten, die hier wütend herumgeifern, den Fragenkatalog bestenfalls an- aber nicht durchgelesen und ihn schon gar nicht in Ruhe reflektiert haben. Denn die dem Interview zugrunde liegende Fragestellung wird ja im Verlauf durchaus an aktuellen Ereignissen (bzw. an zurückliegenden, die aber Einfluss auf die aktuelle haben) festgemacht) und es wird durchaus kritisch nachgefragt, etwa in dem Punkt, ob Rösler im Umgang mit diesem Thema nicht selbst taktiert bzw. mit zweierlei Maß misst – das ist doch in der Beurteilung eines Politikers kein unwichtiger Aspekt.

    Manches mag in der Formulierung zu plakativ geraten sein („Warum interessiert Sie persönlich das Land Ihrer leiblichen Eltern nicht?“), bleibt als Frage aber dennoch legitim, weil die Antwort darauf schlicht interessant ist. Dass Röslers Stab das Interview als Ganzes nicht freigegeben hat, wird kaum mit einer verletzten Persönlichkeit des Ministers zu tun haben – man braucht kein politikwissenschaftliches Studium, um zu dem Schluss zu kommen, dass die Partei im Endspurt eines lebenswichtigen Wahlkampfs weder die Aufwärmung eines innerparteilichen Streits (Brüderle Rösler) noch die Thematisierung eines latenten Rassismus in der Basis und der Anhängerschaft gebrauchen kann. Das ist Wahlkampftaktik, nichts anderes. Und dieses Verhalten der PR-Abteilung ist weder überraschend noch parteispezifisch.

    Da die taz-Redaktion das hätte wissen müssen und vermutlich auch weiß, ist die Veröffentlichung des Nicht-Interviews keine wirklich glückliche Entscheidung, da leicht als gewollter Aufreger erkennbar. Damit tut man sich als Zeitung keinen Gefallen. Die Konfrontation eines Bundesministers mit dem Alltagsrassismus ist und bleibt ein spannendes und – ich wiederhole mich: legitimes – Interviewthema, nur eben nicht zu diesem Zeitpunkt. Gleichwohl: Der taz nun Rassismus zu unterstellen, weil sie einen Menschen nach dessen Erfahrungen mit Rassismus ausfragt, ist schlichtweg albern, doof und zeugt nicht eben von einem Willen zu differenzierter Auseinandersetzung mit dem Thema.

    • Rösler nach seinen Erfahrungen mit Alltagsrassismus zu fragen ist – da gebe ich ihnen vollkommen Recht – legitim und interessant. Allerdings macht es einen Unterschied, ob man nach den Erfahrungen im poitiven wie im negativen Sinne fragt, oder ins psychologisch Eingemachte geht, wie etwa: „Werden Sie gehasst, weil Sie anders aussehen?“ oder „Warum interessieren Sie sich nicht für ihre leiblichen Eltern?“ Ich habe mir diese Fragen mehrmals durchgelesen und finde einige durchaus gerechtfertigt, in dieser Zusammensetzung und Kondensität sind sie allerdings beleidigend. Obwohl ich kein Anhänger der FDP oder Röslers bin, als Migrantin haben mich diese Fragen in höchstem Maße gekränkt, und noch mehr die Rechtfertigung à la „Wir wollen dem Opfer eine Stimme geben“ – um ein vielfaches heuchlerischer als die Politiker selbst – und das als Journalsisten (die ihre eigenen Journalisten zensiert haben). Die angefragten Themen haben nichts mit der Arbeit Röslers zu tun, sondern greifen ihn persönlich an. Als solche fallen sie ohnehin eher in die Grundrechte von Privatsphäre und Menschenwürde als von Pressefreiheit- Rösler ist verpflichtet Fragen zu seiner Arbeit zu beantworten, nicht aber zu seinem Privatleben. Und die größte Wahlwerbung macht hier ohnehin die taz.

      • Naja, wie gesagt: Ein gewisses plakatives Element lässt sich der Sache kaum absprechen. Nur mag die spezielle Art, in der manche Fragen formuliert sind, auch der unmittelbar vorangegangenen Antwort des Interviewten geschuldet sein – zum Beispiel als überspitztes Nachhaken auf ein Stichwort o.ä. Das entspräche einem dynamischen Gesprächsverlauf, den man als ambitionierter Journalist ja anstrebt, anstatt stumpf einen vorbereiteten Fragenkatalog abzuarbeiten.

        Diese Möglichkeit lässt sich von uns, die wir das komplette Gespräch nicht kennen, leider nicht nachvollziehen. Aber es wäre ein Gebot der Fairness, zumindest sie im Hinterkopf zu haben. Was ich damit sagen will: Ich halte es für möglich, dass dieser ganze Bohei um die vermeintlich rassistischen Fragen womöglich gar nicht entstanden wäre, wenn das Interview komplett abgedruckt worden wäre.

        • Es ist müßig, mit Ihnen weiter zu diskutieren, weil sie wie viele weiße Mitbürgern nicht die lebenslange Erfahrung mit Ausgrenzung durch permanentes Hinweisen auf das Anderssein gemacht haben. Deshalb sind Sie in Ihrer Selbstgerechtigkeit auch nicht in der Lage zu verstehen, daß diese Fragen für die Betroffenen beleidigend sind. Vielleicht sollten Sie das mal überdenken, anstatt weiter darüber zu entscheiden, was die Betroffenen als rassistisch empfinden dürfen und was nicht.

          • Wieso denn „weiter diskutieren“? Bislang haben Sie doch gar nicht mit mir diskutiert, liebe Pamela. Hätten Sie es versucht, wüssten Sie auch, dass es mir nicht um die von Rassismus direkt Betroffenen geht, sondern um all diejenigen, die ebenso weiß sind wie ich, hier in der Kommentarspalte aber einen Riesenaufriss machen.

            Aber nur weiter so, immer gleich erstmal mit Beleidigungen um sich schmeißen, so lässt es sich am allerbesten diskutieren, Pamela.

  73. Demnächst würde ich gern einen Blogbeitrag mit der Überschrift
    „Eine Chefredakteurin, die in der Zeitungskrise schädlich zu sein scheint“
    lesen.

    Das wäre die nächste Debatte, die bei der taz geführt werden müßte.

    • “Eine Chefredakteurin, die in der Zeitungskrise schädlich zu sein scheint”

      Gerne würde ich diesen Satz umstellen: „Eine Zeitung scheint schädlich zu sein, Chefredakteurin in der Krise.“

  74. Nebenbei: Inwiefern ist es bitte „üblich“, einen Teil des Gesprächs fast um das Dreifache überzubetonen?

    • Sehr üblich. Üblicherweise sprechen Journalisten und Politiker nicht druckreif, und innerhalb von 40 oder 60 Minuten wird viel mehr gesagt, als auf eine Seite passt. Gerade heute bin ich auf ein Transkript einer einstündigen TV-Sendung gestoßen, in der der österreichische Politiker Frank Stronach befragt wird. Das Transkript hat gut 65.000 Zeichen. Das Interview mit Rösler – Fragen plus Antworten – hätte 8.050 Zeichen gehabt. Das heißt: Das Gespräch wird stark komprimiert, indem erstens alle Füllwörter, Wiederholungen rausgestrichen, alle Erklärungen zusammengekürzt werden. Man sieht an dem Stronach-Transkript an vielen Stellen, wie sich gesprochene Sprache von geschriebener Sprache verändert. Zweitens werden auch ganze Themenkomplexe, um die es im Gespräch ging, vollständig weggelassen. Zum Beispiel, weil wir finden, dass dort wenig Neues oder Interessantes gesagt wird. Die Kriterien dafür sind nicht objektifizierbar. Gerade weil es üblich ist, Gespräche so stark gekürzt wiederzugeben, ist es auch üblich, die Druckfassung dem Gesprächspartner noch einmal vorzulegen. So kann er sicherstellen, dass seine Aussagen richtig wiedergegeben werden und es keine sinnentstellenden Kürzungen gibt. Der Sinn der Autorisierung ist dagegen nicht, das Interview komplett umzuschreiben oder dort Sachen rauszustreichen, die definitiv gesagt wurden. Wer auf eine Frage nichts sagen möchte, der sollte auf die Frage sagen: „Dazu möchte ich nichts sagen.“ Dagegen ist es nicht in Ordnung, erst ausführlich mit uns über ein Thema zu sprechen und hinterher keine dieser Aussagen für den Abdruck freizugeben.

      (Nachtrag – hier das Transkript: http://neuwal.com/index.php/2013/09/10/ihr-habt-auch-noch-nie-lohne-bezahlt-ihr-stellt-so-dumme-fragen-transkript-frank-stronach-wahlarena-puls-4/)

  75. Diese Borniertheit habe ich das letzte Mal bei Frau Merk erlebt. Aus deren Erfahrung lässt sich ableiten: Je länger man mit dem Zurückrudern wartet, um so peinlicher wird es am Ende.

  76. Schreiben können Sie auch nicht, Frau Pohl: „Das Interview sollte Teil einer Gesprächsserie sein, das SpitzenpolitikerInnen mit ungewöhnlichen, auch schwierigen Themen konfrontiert.“ Eine Gesprächsserie, das?

  77. Frau Pohl, Sie sollten die Einzelstimmen des Shitstorms etwas genauer unter die Lupe nehmen. Dann würden Sie erkennen, dass Sie in Ihrer Rechtfertigung am Problem vorbeireden.

    Rassismus in der Gesellschaft ist ein Thema, keine Frage. Wie Betroffene, die Ihr Leben lang damit konfrontiert sind, damit umgehen ist eine sehr persönliche Angelegenheit.

    Sie aber bohren mit dem Finger in der Wunde und hätten Sie mir diese Fragen gestellt-ich hätte das Gespräch beendet Ihren Kontakt gemieden. Was Sie getan haben kommt einem Nachtreten gleich und Sie sind dabei auch noch davon überzeugt etwas Gutes zu tun.

    Sie sollten sich mit Betroffenen über Thema Rassismus austauschen und genau zuhören, bevor Sie es weiter im Rahmen Ihrer journalistischen Arbeit behandeln.

  78. Ob Politiker künftig komplette Interviews sperren dürfen und dass Ihre Fragen in diesem Interview impertinent und beschämend waren, sind zwei unterschiedliche Probleme. Fürs erstere können Sie einfach das komplette Interview samt Antworten veröffentlichen. Fürs letztere können Sie sich entschuldigen. Aber ernsthaft! Was haben Sie sich dabei gedacht, als Sie nur die Fragen publiziert haben? Welches Problem hat das gelöst?

  79. Das darf ja wohl nicht wahr sein!

    Gut, da ist ein Interview sehr ungünstig gelaufen. Kann vorkommen. Als Konsequenz wurde es nicht autorisiert.

    Aber anstatt dass man sich taz-intern hinsetzt, sich die Interviewfragen noch einmal etwas genauer anschaut und vielleicht ausnahmsweise einmal selbstkritisch hinterfragt, ob mit den Fragen möglicherweise etwas nicht Ordnung sein könnte, zeigt man sogleich mit dem Finger auf den bösen, bösen Herrn Rösler inkl. seiner gruseligen Partei und publiziert dieses journalistische Meisterwerk in absolut selbstgerechter Manier auch noch!

    Dem Shitstorm, der folgerichtig losbrach, begegnet die verantwortliche Chefredakteurin mit einem Statement, das an unreflektierter Borniertheit kaum zu überbieten ist.
    Sollte diese Frau allen Ernstes nicht verstanden haben, was genau an den Interviewfragen kritisiert wird?

    Bei so viel Dummheit bleibt mir die Spucke weg.

    Ich wüßte gern, wie ich einer Tageszeitung vertrauen soll, die sich wieder und wieder präsentiert, als sei der durchschnittliche redaktionelle IQ irgendwo im Bereich 30-40.
    Gibt es da vielleicht weiterführende Hinweise?

    Vom Posten der Chefredakteurin muss die Frau sich hoffentlich bald verabschieden. Ihr persönlich wünsche ich ausdrücklich nicht, dass sie als „Königin der Dummen“ o.ä. in Erinnerung bleibt. Aber für diesen frommen Wunsch ist es wohl zu spät…

  80. Die taz hat’s im Moment nicht leicht. Bei diesem Thema scheint mir der Kern zu sein, dass Rösler qua Herkunft Probleme kennt, die er mit vielen anderen teilt, die es aber nicht so weit gebracht haben wie er. Für diese Klientel will er aber keine Politik machen, er will sogar gar nicht damit in Zusammenhang gebracht werden. Genau diesen Zusammenhang herzustellen haben die Interviewerinnen versucht, also quasi Rösler zu FDP-untypischen Stellungnahmen zu zwingen.

    Das hat nicht geklappt, und tatsächlich ist es unbenommen, wenn Rösler nicht mit seiner Person herhalten will in diesen politischen Fragen. Letztlich ist er nicht dazu verpflichtet, ebenso wenig wie sonst irgendwer, Politik zu betreiben, die mit seiner Herkunft zu tun hat. Man darf auch Ziele haben, ganz andere vielleicht, und sich für die einsetzen. Etwas mehr Transparenz zu seiner Vergangenheit hin wäre dabei zwar entspannter, aber ihm droht ja auch Häme, wenn er das täte, ganz persönlich, wie etwa Sigmar Gabriel, wenn der mit seinen biografischen Hintergründen bei der ZEIT raus kam. Niemand muss das machen. Ein schöner Kompromiss in der Sache wäre es gewesen, die taz hätte die Fragenverteilung wieder zurück geschoben: zwei Drittel Politik, ein Drittel Persönliches. Und die FDP hätte das dann akzeptiert.
    Apropos Hass: hier jetzt einen Hass-Kommentar nach dem anderen zu schreiben und der taz Rassismus zu unterstellen, ist doch nur wieder die übliche ungehemmte Netz-Aufregungswelle. Man kann schon darüber diskutieren, ob ein intensives Beharren darauf, über Rassismus zu sprechen, von dem man selbst nicht betroffen ist, nicht tatsächlich Züge von einer Art „positivem Rassismus“ aufweist, wenn das Gegenüber das partout nicht will, man seine Haltung aber für politisch falsch hält und deshalb nicht akzeptiert. Aber selbst bei einem solchen faux pas: die Absicht war lauter, Fehler passieren.

    • Also bitte, was heißt denn hier „Transparenz zu seiner Vergangenheit“? Das klingt ja so, als ob es da irgendetwas offen zu legen gäbe. Herrgott, er ist als Kleinkind aus dem Waisenhaus heraus adoptiert worden. Von ein paar Monaten als Baby mal abgesehen, spielte sich seine „Vergangenheit“ gänzlich in Deutschland ab. Seine biologischen Eltern kennt er nicht, über welche „Wurzeln“ soll er da reden als über seine deutschen?
      Und dann noch zum Thema „ungehemmte Netz-Aufregungswelle“: Die hält ja die taz selbst weiter schön am kochen, denn es folgt ja eine sture Rechtfertigungs-/Wir-haben-Recht-Schleife nach der anderen.

      • Wieso habe ich jetzt den Eindruck, dass sich hinter dem synonym „Humor“ der gleiche Kommentator verbirgt wie hinter „Hättest du geschwiegen“, wie hinter auch noch anderen Namen und Pseudonymen, die mir schon in der Pädophilie-Debatte auffielen, ich geb’s zu: negativ auffielen. Meine Güte, das mit der Freiheit im Netz ist wirklich manchmal schwer zu ertragen.

        Noch zur Sache: ich hab‘ nicht geschrieben, dass Rösler über asiatische Wurzeln sprechen soll. Das kann er ja wohl wirklich gar nicht realisieren, selbst wenn er wollte. Herkunft meint doch auch Vergangenheit in Deutschland.

        • Sag mal, „ascola“, geht’s denn noch?

          Du ertägst die Freiheit im Netz nur schwer, sagst Du? Weil die anderen (Du natürlich nicht) sich hinter Pseudonymen verstecken und Du jetzt nicht weißt, ob ein und die selbe Person möglicherweise unter mehrfach unter verschiedenen Pseudonymen kommentiert?
          Das nenne ich glasklares, konsequentes Handeln.
          Das, was von Frau Pohl verlangt wird, wäre vielleicht auch für dich eine sinnvolle Sache: Versuch es doch einfach mal mit 5 Minuten Selbstreflektion.

  81. Ich hätte gern gewusst, welchen Erkenntnisgewinn die Journalistinnen der taz erwartet haben. Ob sie mit den erhaltenen (und dann nicht genehmigten) Antworten zufrieden sind. Mir kommt das Ganze ein wenig wie Schülerzeitung vor, im wahrsten Sinn des Wortes oberflächlich. Zum Ressort des Ministers (Wirtschaft) keine einzige Frage, zum Aussehen mehr als die Hälfte – wollten sie den Deutschen Rassismus beweisen und haben dies nur an sich selbst zeigen können? Das Interview zu drucken ohne Antworten ist journalistisch eine Bankrotterklärung, peinlich dazu. Man hätte besser davon geschwiegen als journalistische Unfruchtbarkeit (ein Interview führen, dass dann nicht gedruckt wird) öffentlich zu machen.

  82. Pingback: Fremdschämen für die TAZ – zum Rösler-Interview › Digital Diary - Vom Sinn des Lebens zum Buchstabenglück

  83. ÄH…. DAS ist journalistisches Handwerk? Echt jetzt?
    Ist masturbieren mit der linken Hand dann auch Sex?

    • Ja ist es.
      Mit der rechten Hand übrigens auch, genauso wie mit beiden Händen. Selbst Zurhilfenahme von körperfremden Gegenständen ist zulässig.

      Was bezwecken Sie eigentlich mit ihrem schwer nachvollziehbaren Beitrag?

  84. Am kommenden Samstag ist Genossenschaftsversammlung.
    Wäre es nicht an der Zeit, die Personalie Ines Pohl zu diskutieren?

    Frau Pohls fragwürdige Auffassung von „journalistischem Handwerk“ lassen die Skandale und Skandälchen, die die taz im Jahre 2013 schon geliefert hat und die der Reputation der taz m.E. sehr geschadet haben, leider nachvollziehbarer erscheinen.

    Die Frage, ob Ines Pohl wirklich die Richtige ist, um die taz durch Krisenzeiten wie diese zu führen, muss gestellt und idealerweise so schnell wie möglich beantwortet werden.

  85. EKELERREGEND. Die Redakteure sollten sich fragen, was sie von tumben Rechtspopulisten unterscheidet. Oder ging es einfach nur darum, Herrn Rösler in die Pfanne zu hauen? Da war der Kolateralschaden „Rassismus“ möglicherweise eingeplant. Entschuldigen Sie sich bei Herrn Rösler!

  86. Die Fragen zeigen eine infame Strategie, die einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Was für eine Selbstentlarvung. Jetzt hilft nur noch eines: Entschuldigen.

  87. Liebe Frau Pohl, wenn das journalistisches Handwerk ist, dann verzichte ich. Hinter dem Politiker Rösler steht ein Mensch….mit Kindern. Ihre Zeitung trägt dazu bei, dass diese Kinder in der Schule mit ihrem Aussehen konfrontiert werden. Sie schämen sich wahrscheinlich schon lange nicht mehr…..besonders wenn es um Kinder geht. Ich schäme mich aber für Sie – und das gelobte journalistische Handwerk – und mir ist nur noch schlecht.

  88. Bitte entschuldigen Sie sich.

  89. Rigide oder rassistisch? Das ist hier die einzige Frage, liebe Frau Pohl. Sicherlich ist die Frage bezüglich Hassmails und seiner Herkunft eine berechtigte. Das gesamte Interview allerdings auf die Herkunft von Philipp Rösler zu reduzieren sicherlich nicht. Meint die TAZ wirklich, dass diese Aktion eine gute PR-Masche ist? Wollen Sie, liebe Frau Pohl, damit gern neue Leser gewinnen? Wenn Ihnen der Gewinn von Rechtsradikalen als Leser damit vorschwebte, haben Sie vielleicht Erfolg. Mich persönlich veranlasst die doch sehr wunderliche journalistische Vorgehensweise der TAZ eher dazu, zu vermuten, dass hier nicht neutral, wie es von gestandenen Journalisten wie Ihnen zu erwarten wäre, vorgegangen wird, sondern bewusst polarisiert wird. Traurig, dass die TAZ den Wahlkampf so nutzen will, um auf sich aufmerksam zu machen. Schließlich ist Negativ-Werbung besser als gar keine Werbung, wenn um den Erhalt der Print-Medien und im Speziellen Ihrer Zeitung und damit auch Ihrer Stelle gekämpft wird – oder wie sehen Sie das, Frau Pohl?

  90. Pressefreiheit ist ein hohes Gut. Die taz liebe und schätze ich dafür, dass sie im Gegensatz zu manch anderen Publikationen die Grenzen ihrer Freiheit auch ausprobiert. Selbst wenn ich dann immer mal wieder mit dem einen oder anderen Elaborat beim besten Willen nicht einverstanden sein kann und mir ein gequältes Stöhnen abringen muss.

    Pressefreiheit bedeutet aber auch Verantwortung! Und das Interview mit Rösler geht weit über die Grenzen dessen hinaus, was sich verantworten lässt. Ein Abdruck der Antworten des Herrn Rösler, der von seiner politischen Argumentation her wahrlich alles andere als mein Wohlwollen genießt, hätten vielleicht noch einiges retten und geraderücken können. Die nackten Fragen jedoch, wie auch schon die Ablehnung des von Rösler vorgeschlagenen Arbeitstitels, demaskieren die Intention der Fragesteller auf entsetzliche Weise. Wenn die das selber nicht einsehen wollen oder nicht erkennen können, sind sie tatsächlich am falschen Platz. Dieses Interview, wie Frau Pohl selber offen eingesteht durch Auslassen von Fragen (und Antworten) noch verändert, also verfälscht, bewegt sich mit seinen infamen Wortassoziationen nicht einmal ungefähr, sondern genau auf Stürmer-Niveau.

    Mit meiner Empörung stehe ich glücklicherweise nicht allein. Was die Konsequenzen angeht, schließe ich mich U.N.Owen an: „Ich mache es kurz. Sollte Frau Pohl sich bis zum Ende der gegenwaertigen Woche nicht oeffentlich bei Herrn Roesler entschuldigt haben (und ihren Posten noch inne haben), wird die taz einen Leser weniger ihr eigen nennen duerfen!“

  91. Als wäre das Interview journalistisch nicht bereits peinlich genug … Nun noch dieses bockige Fußaufstampfen eines kleinen Kindes … Köstlich! Selten einen so amüsanten Rufsuizid gesehen, Frau Pohl!

  92. Fight rassism!
    Was seit ihr nur für Heuchler!

  93. Wenn jemand eigene aussagen im Interview nachträglich korrigieren will, würde ich gerne wissen wo das Problem liegt. Erst recht bei solchen fragen. Möchte wirklich nicht polemisch klingen, aber sowohl dieses Statement als auch die fragen des Interviews sind ein einziger unzumutbarer Zustand samt Diagnose.

  94. Au weia, welch Geschrei!

    Man kann selbstverständlich darüber streiten, ob der „Rassismus“-Schwerpunkt im Interview angemessen war. Aber Herr Rösler ist ein erwachsener Mensch, „Minister“ sogar; er sollte also während des Interviews in der Lage sein, die Sache zu beurteilen und ggfs. so souverän zu reagieren, wie man es von einem Angehörigen der „politischen Elite“ erwarten darf. (Dass Zweischneidigkeit erst jemand anderem hinterher aufgefallen ist, „…und dieses Brüderle-Zitat geht gar nicht!“, entspricht allerdings meinen Erwartungen.)

    Dass in den bislang 101 Kommentaren fast nur gegen die Chefredakteurin, zu deren erklärten Fans auch ich nicht zähle, gegeifert wird, erklärt sich mir nur durch die Vermutung, dass die Sache allen Nicht-FDP-Stammwählern von Herzen am Allerwertesten vorbeigeht.

    • Tja – eine andere Erklärung wäre eben, dass dieses Interview und die dahinter nicht zu übersehende Absicht menschlich und journalistisch mehr als fragwürdig ist – und dass dies auch Menschen unabhängig Ihre politischen Position erkennen.

      Das scheint bei Ihnen eben anders zu sein.

  95. Jeder macht Fehler, aber wer vor lauter ideologischer Verbohrtheit keinerlei Gespür mehr dafür hat zu merken wann es an der Zeit ist sich zu entschuldigen ist als „ChefredakteurIn“ einfach eine Zumutung.
    Mein TAZ Abo ist gekündigt!!!

  96. Lieber Gott sei so gut, schenk der Ines einen Hut,
    damit sie einen nehmen kann, wenn sie einen brauchen tut.

    Wann wird die Chefredakteurin endlich ausgewechselt?

  97. Dieser Vorgang – sowohl das Interview an sich als auch die Reaktion der taz Redaktion – ist ohne Worte. Dass eine Redaktion mal ein ganz „anderes Interview“ führen möchte ist ja erstmal erfrischend und auch das Thema hätte man spannend und klug aufbereiten können. Aber das haben die taz Redakteurinnen offensichtlich nicht auf die Reihe bekommen. Zumindest lassen das die Fragen nicht erkennen. Und anstelle einer reflektierten selbstkritischen Bewertung, rechtfertigt sich die Chefredakteurin und sieht sich „im Recht“. Mein Tipp: Mal einen erfahrenen Krisenkommunikator konsultieren, bevor man sich komplett in der Sackgasse festfährt… Dafür ist es jetzt aber zu spät…

  98. Die sogenannte Chefredakteurin stellt in journalistischer Hinsicht an sich selbst geringe Anforderungen, die sie leider nicht erfüllt…

  99. Ich mache es kurz. Sollte Frau Pohl sich bis zum Ende der gegenwaertigen Woche nicht oeffentlich bei Herrn Roesler entschuldigt haben und ihren Posten noch inne haben, wird die taz einen Leser weniger ihr eigen nennen duerfen!

  100. Meinung ist Meinung. was gesagt ist, ist gesagt. Warum hat jemand Angst vor der Wiedergabe seiner Äußerungen? Dann möchte er nicht, dass seine wahre Äußerung bekannt wird. Warum, weil er nicht mehr dazu steht oder weil er Angst hat seine Position zu verlieren. Dann hat muss er es ertragen, dass gefragt wird, was er von der Meinungsfreiheit hält!

    • Aber Herr Joeburger, Sie haben das Spiel der TAZ nicht durchschaut. Man unterstellt dort, es gäbe Wähler, die sich durch das asiatische Aussehen Röslers davon abhalten lassen, FDP zu wählen – wenn man sie nur oft genug daran erinnert. Dass Rösler da nicht mitspielt, ist intelligent und sein gutes Recht.

  101. Liebe Frau Pohl,
    Ihre journalistischen liebeleien retten sie nich davor das ihre Fragen diskriminierend rassistisch unverschämt und peinlich waren und an ihren journalistischen Qualitäten und ihrem allgemeinen Intellekt berechtigt nun ernsthafte Zweifel hzulassen.
    Falls sie noch bisschen Anstand haben entschuldigen Sie sich.

    Ps: taz macht weiter so aber schmeißt diese rassistin raus, da kann ich ja auch wieder den volksempfänger auskramen…

  102. Hier versucht Frau Pohl und die TAZ rassistische Ressentiments gegen Herrn Rösler und die FDP auf ganz perfide Art zu instrumentalisieren. Das ist genauso widerlich wie das rassistische pöbeln Brüderles. Schämt Euch! Schämt Euch!!!

  103. UNTER DEN TALAREN DER MUFF VON TAUSEND JAHREN!!!

    Wie armselig! Jetzt löscht Ihr auch noch das Dokument Eurer rassistischen Schande! Euer elender Rassismus gegen Ostasiaten ist einfach nur abscheulich. Chinesen oder Japaner, die Euer Blatt lesen, sind mehr als nur einmal irritiert. Und das zu Recht. Ihr lasst keine Gelegenheit aus, die dümmlichten Klischees runterzurotzen und glaubt, dabei auch noch auf dem moralischen Podest zu stehen.

    Wo ist denn die Kritikfähigkeit des Parteiblättchens der Grünen? Was ist etwa mit den Kinderschändern bei den Grünen? Warum werden Kinderschänder nur verurteilt, wenn sie in der katholischen Kirche vorkommen? Bei Führungsfiguren der Grünen wird das Thema unter den Teppich gekehrt! UNTER DEN TALAREN DER MUFF VON TAUSEND JAHREN!!!

    Ein Hohn für alle Opfer ist Eure Verlogenheit!

    • Danke für den Kommentar. Ich, als 5 jähriger von Japan nach Deutschland gekommen, hier aufgewachsen, Abi gemacht, usw. werde keinen Cent mehr für die TAZ ausgeben!

  104. Dieses Interview gereicht Euch nicht zur Ehre…
    Pfui Teufel!

  105. Sehr geehrte Frau Pohl,

    nutzen Sie Ihre letzte Chance und entschuldigen Sie sich öffentlich bei Herrn Rösler.

    Ansonsten heisst es Bye, Bye Frau Pohl. Ich gebe Ihnen dann keine 3 Tage mehr in dem Job. Die Zeit läuft….

    Jetzt nur noch 2 Tage 23 Stunden 59 Minuten.

  106. Wären diese Fragen so in einem konservativen oder gar rechtsradikalem Blatt (dem Rösler wohl nie ein Interview geben würde) wäre der Vorwurf des Rassismus wohl berechtigt, steht doch jeder Artikel, jedes Interview das in einer Zeitung erscheint eben nicht nur für sich, sondern – ob bewusst oder nicht – immer auch in dem spezifischen politischen Kontext, in dem sich jene Zeitung bewegt. Und die taz als rassistisches Hetzblatt abzuqualifizieren, wie hier teilweise geschehend, das halte ich wirklich für völlig unbegründet. Ich halte die intendierte Stoßrichtung der Fragen nicht nur für legitim sondern sogar für notwendig, ziehlen sie doch eben nicht auf eine Reproduktion rassistischer Ressentiments ab sondern wollen, so wie ich das verstehe, eher im Gegenteil darauf hinaus, dass selbst in der Freien Demokratischen Partei, der Partei des Liberalismus und in ihrer Anhängerschaft rassistische Ressentiments verbreitet sind. Das dabei seitens der FragestellerInnen durchaus problematische Kategorien ins Feld geführt wurden („asiatisches Aussehen“, „nichtdeutsche Wurzeln“), das empfinde ich ebenfalls als schwierig und bin auch ein wenig verwundert dass das innerhalb der Redaktion scheinbar niemandem aufgefallen ist. Andererseits ist es aber auch schwierig über Rassismus zu reden ohne damit einhergehende Narrative, Stereotypen und Konstruktionen zu benennen. Und ganz ehrlich, als ich damals im Spiegel von den auch im Interview angesprochenen Äußerungen Brüderles las, da war auch ich fassungslos darüber, wie unverholen Rassismus innerhalb einer Partei ausgelebt werden kann, die sich immerhin in Regierungsverantwortung befindet. Und das ausschließlich die taz die problematisiert, das spricht doch für sie. Ob allerdings mit Philipp Rösler das richtige Vehikel gefunden wurde über das sich dieser Rassismus problematisieren lässt, dass weiß ich auch nicht. Zwar wäre es sicherlich interessant zu wissen wie er Brüderles kleinbürgerliches Rassistentum, die Hassmails usw. erlebt und ich hätte sehr gern seine Antworten auf diesbezügliche Fragen erfahren, andererseits erscheint es mir als unfair Rösler damit in die Defensive zu zwingen. So wird Rösler zum doppelten Opfer von Rassismus: er muss ihn nicht nur in Form von Brüderle erleben sondern wird von Parteiräson und -disziplin auch noch gezwungen, diesen zu verteidigen. Und das Rösler, gerade in Wahlkampfzeiten, kein Interesse daran haben kann eine Rassismusdebatte gegen Teile seiner eigenen Partei zu führen, das halte ich für verständlich. Insofern, liebe Ines Pohl, ist zwar der Abdruck eines geschwärzten Interviews grundsätzlich legitim, ich glaube aber das mit Philipp Rösler hier der Falsche gefunden wurde, der als Beispiel für die Beschränkung journalistischer Freiheiten herhalten muss.
    Mal ganz abgesehen davon, da hier alle nach Abo-Kündigung und Rücktritt schreien, seit Ines Pohl die Chefredaktion übernommen hat denke ich immer ernsthafter über ein Abonement der taz nach.

  107. Die Tatsache, dass ein Interview zwar geführt wurde, die Ergebnisse aber schlussendlich nicht zum Abdruck freigegeben werden, ist sicherlich bemerkenswert, vielleicht sogar eine Nachricht wert.

    Möglicherweise hätte die Redaktion das Veto der Parteifunktionäre aber doch eher als Wink mit dem Zaunpfahl auffassen sollen? Denn der Mantel des Schweigens wäre in diesem Fall wohl doch besser gewesen.

    Übrigens: Frau Pohl merkt an, dass im ursprünglichen Interview das Thema Rassismus 20 Minuten, die übrigen Themen ca. 25 Minuten in Anspruch nahmen. In der für den Abdruck vorgesehenen Fassung nehmen die übrigen Themen jedoch nur noch ein Drittel ein (während sie ursprünglich mehr als die Hälfte ausmachten). „Diese Gewichtung ist im Rahmen des Üblichen“, so Chefredakteurin Pohl.

    Ich vermag nicht zu beurteilen, ob dies tatsächlich „üblich“ ist. Man sollte aber dem Interviewten durchaus das Recht zusprechen, das Übergewicht der übriggeblieben, tendenziell beleidigenden Fragen zu beanstanden.

    Selbstverständlich hätte Rösler das Interview abbrechen können (oder vielleicht sogar müssen). Aber es wäre auch Aufgabe der Chefredaktion gewesen, dieses für beide Seiten wenig glorreiche Ergebnis vor der Öffentlichkeit zu verbergen.

    Durch die verunglückte Rechtfertigung wird dieser Fehler nicht geheilt. Im Gegenteil: Wenn das „journalistisches Handwerk“ ist, dann gute Nacht.

  108. Röslers Aussehen und Frau Pohls Mundgeruch
    Bekanntlich hat jeder – in der Regel unverdient und unverschuldet – irgendein Aussehen und irgendeinen Mundgeruch. Da Sie in der hinterlistigen Befragung von Herrn Rösler zu seinem Aussehen nichts Anstößiges sehen, sollten Sie sich konsequent und ohne Weiteres einem Interview zu Ihrem eigenen Mundgeruch stellen, vielleicht durch BILD-Redakteure, und wie tapfer Ihre Mitarbeiter auch sein mögen.
    So wie bei Herrn Rösler – trotz seiner brillanten Fähigkeit zur freien deutschen Rede – das Aussehen an seine asiatische Herkunft erinnert, könnten wir dann mit Ihrem Namen die Details Ihres Mundgeruches verbinden. Wäre das nicht ein faires Zeichen tätiger Reue nach Ihrem niederträchtigen Interview?

  109. Röslers Aussehen und Frau Pohls Mundgeruch
    Bekanntlich hat jeder – in der Regel unverdient und unverschuldet – irgendein Aussehen und irgendeinen Mundgeruch. Da Sie in Ihrer hinterlistigen Befragung von Herrn Rösler zu seinem Aussehen nichts Anstößiges sehen, sollten Sie sich konsequent und ohne Weiteres einem Interview zu Ihrem eigenen Mundgeruch stellen, vielleicht durch BILD-Redakteure, und wie tapfer Ihre Mitarbeiter auch sein mögen.
    So wie bei Herrn Rösler – trotz seiner brillanten Fähigkeit zur freien deutschen Rede – das Aussehen an seine asiatische Herkunft erinnert, könnten wir dann mit Ihrem Namen die Details Ihres Mundgeruches verbinden. Wäre das nicht ein faires Zeichen tätiger Reue nach Ihrem niederträchtigen Interview?

  110. Man kann es sehen wie man will. Frau Pohl bleibt nur der Rücktritt, ansonsten ist der Schaden nicht zu minimieren.
    Für die Glaubwürdigkeit der TAZ wäre zudem eine öffentliche Entschuldigung angeraten.
    Unterbleiben diese Schritte nimmt sich die TAZ jegliche Möglickeit zur Kritik an rechten
    Medien, ein Schaden der nicht wieder gutzumachen wäre.

  111. Für den Inhalt der nachstehenden Fragen entschuldige ich mich bei den Lesern vorab. Ggf. sind sie jedoch für Frau Pohl hilfreich um einschätzen zu können, wie man sich bei solch diskriminierenden Fragen fühlt.

    Frau Pohl, wir möchten mit Ihnen gerne über „HASS“ sprechen:

    Frau Pohl, welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht, dass andere Probleme mit Ihrer Sexualität haben?

    Sie bekommen immer wieder Hassmails. Weil Sie taz-Chefredakteurin sind? Oder weil man Ihnen Ihre Homosexualität ansieht?

    Warum werden Sie gehasst?

    Wo Sie herkommen, wurden Sie häufig als “die Lesbe” bezeichnet. Ist das aus Ihrer Sicht Ausdruck von Hass oder Ressentiment?

    An Werbeständen scheint das eine andere Rolle zu spielen. Dort bekommen taz-Mitarbeiter zu hören: “Ich würde euch lesen, wenn Ihr nicht diese Lesbe an Eurer Spitze hättet.”

    Frau Pohl, zurück zu Ihnen. Wann haben Sie bewusst wahrgenommen, dass Sie anders sind als die meisten Kinder/Jugendlichen in Deutschland?

    Sind Sie als Kind/Jugendliche deswegen diskriminiert worden?

    Würden Sie sich selbst als Lesbe bezeichnen?

    usw…

  112. Es ist traurig. Ich bin zwar kein Abonnent mehr, habe die taz aber immer noch regelmäßig gekauft. Fand es immer witzig, wenn in den Leserbriefseiten Leute mit Abokündigungen gedroht haben, weil ihnen Anzeigen, Beckstein-Kolumnen, Diekmann als Chefredakteur oder (am bedenklichsten) die Wahrheit-Seite nicht passte.
    Und nun ist wirklich passiert, was ich niemals für möglich gehalten hätte: In den Kommentarspalten flipppen sie wieder alle aus, ich muss ihnen recht geben und frage mich ernsthaft was um Himmels Willen mit einigen Redakteuren und vor allem der Chefredaktuerin los ist.
    Ich hielt meine Toleranzschwelle für recht hoch. Diese dummen und (ja!)rassistischen Fragen zu stellen (Mein Favorit: „Sie waren mit 33 Jahren zum ersten Mal in Vietnam, auf Initiative Ihrer Frau. Warum interessiert Sie persönlich das Land Ihrer leiblichen Eltern nicht?“), finde ich schlimm.
    Auch im nachhinein nicht zu erkennen wie niveaulos manche Fragen sind und es ernsthaft für eine gute Idee zu halten, aufgrund der nicht erhaltenen Autorisierung in die Opferrolle zu gehen und die Fragen ohne Antworten zu veröffentlichen (wodurch die Niveaulosigkeit auch dem Letzten deutlich werden muss) ist schlicht peinlich.
    Hätte ich trotzdem alles noch verkraften können.
    Dass dann aber, nach einem Sturm der Entrüstung, die Chefredakteurin eine Rechtfertung schreibt, in der nicht mal im Ansatz Selbstkritik zu erkennen kann ich nicht mehr verkraften.
    Hier kommt wirklich vieles zusammen was ich verabscheue: Rassismus, Selbtgerechtigkeit, Borniertheit, Dilettantismus.
    Ich nur hoffen, dass die engagierten Leute in der Hamburger Redaktion (bei denen ich vor vielen Jahren mal ein wirklich spannendes Redaktionspraktikum machen durfte) nicht unter diesem ganzen Mist leiden müssen. Den Printmedien gehts ja eh schon scheisse, aber ihr scheint es gar nicht abwarten zu können, euch selbst abzuschaffen.

  113. Eine absolute Widerlichkeit wird auch noch vom Chef potenziert. Kein fußbreit für Rssisten, auch keine linke Rassisten! Ekelhaft.

    Ein Fall für den deutschen Presserat.

  114. In diesem Fall erinnert mich die taz an das Reichspropagandaministerium. An Geschmacklosigkeit kaum zu überbieten.

  115. Ich finde es richtig und mutig, Dinge anzusprechen, die man in Deutschland selten offen thematisiert; zum Beispiel Rassismus und Hass in der Politik bzw. gegenüber Herrn Rösler.
    Dennoch finde ich Ihr übertriebenes Herumreiten auf diesem Punkt völlig unangemessen und daneben. Und vor allem finde ich es absplut unprofessionell!

  116. Schöne Grüße an die TAZ möchte ich mit diesem Song übermitteln:

    http://www.youtube.com/watch?v=qVXv4qAXjYM

  117. Weder mit der FDP noch mit Rösler hatte ich je viel am Hut – geschweige denn, dass ich sie oder ihn je gewählt hätte – Gott bewahre. Aber wer solche Fragen stellt, sollte sich nicht wundern, wenn er, ach ja, nein: sie, später eben keine Antworten mehr hat.

    Ich nehme an, das Rösler zuerst gute Miene gemacht hat, aber sich hinterher (und zwar er selbst und nicht „die FDP“) gedacht hat: warum soll ich bei so was mitspielen, mich für solchen durchsichtigen Quatsch hergeben? Fände ich jedenfalls mehr als verständlich. Und überraschend gradlinig – grade in einem Wahlkampf, wo Politiker sonst ja fast alles mitmachen.

    „Ein Interview, das im Wahlkampf schädlich zu sein scheint“

    Jaja, das ist der echt total kritische Journalismus … Möglicherweise ist es aber eher die Frage, ob für die taz nicht Frau Pohl ab und zu schädlich ist. Wie war das BTW noch neulich mit diesem unangenehmen Artikel, der den „journalistischen Standards“ der taz angeblich nicht genügte und deshalb par ordre de la mutti nicht erschien? Nun, die InterviewerInnen hier genügten anscheinend eben auch nicht.

    Ist doch schön, wenn Rösler der taz da ein bisschen helfen wollte. Nicht seine Schuld, wenn man seine Hilfe eben nicht annehmen wollte …

  118. Ein Bett im Reisfeld!

  119. Sehr geehrte Frau Pohl,
    Sie haben den Bogen deutlich überspannt und erkennen dies nicht einmal. Ein Politiker hätte unter solchen Vorraussetzungen zurücktreten müssen – und ehrlich gesagt, sollten Sie das einmal deutlich in Erwägung ziehen um weiteren Schaden von Ihrem Blatt abzuwenden.

    Ziehen Sie Konsequenzen! Und zwar bald!

  120. Es ist schmerzhaft mit anzusehen, wie hier ein Mensch diskriminiert wird: der Mensch Philipp Rösler – und zwar in fast allen der untenstehenden Kommentare. Nicht wird er diskriminiert wegen seiner Herkunft, sondern diskriminiert wird er als kleiner armer naiver Junge, der in seiner Unschuld in die hinterlistige Falle der bösartigen Journalistin tappt und in seiner kindlichen Offenherzigkeit ja gar nicht wissen kann, wieviele persönliche Details er da von sich preisgibt, die man später gegen ihn auslegen wird …

    HALLO?!? AUFWACHEN!!! Dieser Mann ist Spitzenpolitiker. Dieser Mann ist Profi. Und vor allem: dieser Mann ist ERWACHSEN! Man wird ihm ja wohl die Kompetenz zugestehen, in einer Interview-Situation entscheiden zu können, ob er auf eine Frage antwortet oder nicht. Auch, wenn sein Stab an Medienberatern gerade mal nicht neben ihm sitzt.

    Alle Kommentatoren, die hier den bemitleidenswerten, überrumpelten, instrumentalisierten Rösler beschwören, zeigen, dass sie ihn weder als erwachsenen Menschen noch als Politiker ernst nehmen. DIESE Form der Überhebung und der Diskriminierung ist wirklich, wirklich traurig.

    • Nein, so einfach retten Sie die TAZ nicht. Es ist bei der ersten Frage nicht zu erkennen, dass noch eine in der Art kommt. Und noch eine. Und noch eine. Und noch eine. Rösler ist Medienprofi genug, im Nachhinein das Interview nicht freizugeben. Und damit hätte es gut sein können.

      Im Übrigen glaube ich nicht, dass es sich um eine Falle einer bösartigen Journalistin handelt. Es geht um unterschwelligen Rassismus, dessen sich die Journalistin hoffentlich wenigstens im Nachhinein bewusst wird.

      • Ach so? Und was genau, meinen Sie, hätte ihn bei der zweiten, dritten oder wenigstens vierten Frage davon abhalten sollen, mit einer der folgenden Antworten zu reagieren?
        – „Dazu habe ich jetzt schon ausführlich geantwortet, und ich möchte dazu jetzt nichts mehr weiter sagen. Haben Sie noch Fragen zu anderen Themen? Anderenfalls würde ich das Interview an dieser Stelle abbrechen.“
        – „Das Interview entwickelt sich gerade in eine Richtung, die ich nicht gut finde. Sie versuchen hier, ein ganz bestimmtes Thema zu forcieren. Das passt mir nicht.“
        – „Sehen Sie, dass Sie gerade mich interviewen und dabei nur Fragen stellen, die meine Herkunft thematisieren, ist eben Teil des Problems, das Sie hier ansprechen.“
        Da ich keinerlei Zweifel daran habe, dass ein gestandener, hochintelligenter und medienerfahrener Politiker wie Philipp Rösler diese Sätze aussprechen wird, wenn er sie für angebracht hält, gehe ich auch davon aus, dass es für ihn gut Gründe gab, auf die Fragen zu antworten.

        Schade, dass man diese Antworten nicht lesen darf.

  121. Ich bin kein Anhänger von Rösler und der FDP, ich würde mich freuen, wenn die FDP es nicht wieder in den Bundestag schaffen würde. Aber diese Fragen empfinde ich als schäbig. Ich nehme der taz auch nicht ab, mit diesem Interview hehre Ziele zu verfolgen. M. E. ging es ihr eher darum, einen Menschen öffentlich zu mobben, weil die Redakteurinnen seine politischen Ansichten nicht teilen. Und ihm so durch Attacken, die unter die Gürtellinie zielen, im Wahlkampf zu schaden. Da ist nichts, was es zu verteidigen gibt. Ich kann es voll und ganz verstehen, dass Rösler die Veröffentlichung ablehnt.

  122. die tatsache, dass die fragen ihrer journalistinnen an Rösler rassistisch sind in die frageform: “ Sind die Fragen an Rösler rassistisch? “ zu kleiden ist so was von uncool

  123. Schämen Sie sich, das ist unterstes Niveau.

  124. Nie wieder Taz! einfach nur beschämend. Jetzt habe ich einen Grund wählen zu gehen! Gegen die Taz also FDP!

  125. Lustige Idee – finde ich gut. Hier hat der Pressesprecher versagt – eine gewisse Kompromißbereitschaft gegenüber Journaliste kann doch erwartet werden. Die FDP hat hier eine grosse Möglichkeit verpasst das breite Spektrum der taz Leser anzusprechen.

  126. Ich teile die Einschätzung, dass die Autorisierungspraxis der FDP falsch war. Es ist gut, dass die taz hier Standards zu wahren versucht.

    Aber das Interview ist wirklich saudumm. Es ist typischer Ausdruck der weißen Mehrheitsgesellschaft. Nicht genug, dass ein Mensch von Rassismus tagtäglich betroffen ist. Er muss auch immer gerade dann Auskunft über seine Erfahrungen geben, wenn die weiße Mehrheitsgesellschaft das (in vermeintlich guter Absicht) von ihm will. Ein bisschen mehr aus der Perspektive derer zu denken, die betroffen sind, wäre wohl nicht schlecht.

    Man stelle sich nur mal den Fall vor, eine Politiker_in wäre in ihrer Jugend sexuell missbraucht worden. Würde sich ein Journalist da trauen, so nach den traumatischen Erlebnissen zu bohren? Wohl kaum…

  127. Gott, ist das peinlich. Naja, was will man schon von den Linken erwarten…..

  128. Peinliche Argumentation, Frau Pohl! Ein Interview mit Herrn Gysi zum Altern mit den rassistischen und widerlichen Fragen an Herrn Rösler zu vergleichen – das hinkt doch ganz gewaltig! Herr Rösler war sehr gut beraten, dieses Interview nicht freizugeben. An seiner Stelle würde ich der TAZ nie wieder ein Interview geben.

  129. Schade. Ich verstehe die ganz Aufregung um dieses Interview nicht. Gern hätte ich die Antworten von Herrn Rössler zu diesen Fragen gelesen. Zu ignorieren, dass wir in DE ein Problem mit der Einstellung einiger Menschen im Umgang mit Ausländern haben, ist Teil des Problems Rassismus. Herr Rössler hätte dazu Antworten liefern können. Nur ein Beispiel, mein Sohn wird auf dem Gymnasium oft als „Japaner“(1) bezeichnet. Ich hatte dies, als er in der 5. Klassse war bei der Schulleitung eskalieren lassen. U.a. auch, weil die Schule in einem Programm gegen Rassismus aktiv teilnimmt und ich es deshalb nicht verstehen konnte, dass Mitglieder des Schülerrates der Sek.II mit Duldung der Lehrer andere Schüler „scherzhaft“ aufgrund ihres Aussehens mit der Nationalität als Nickname betiteln. Inzwischen ist mein Sohn selbst in der Sekundärstufe II angekommen, die Bezeichnung „Hallo Japaner“ fällt aber immer noch gelegentlich. Er selbst, störrt sich daran nicht, da es sinnlos ist dagegen anzugehen. Herr Rössler scheint ähnliche Erfahrungen gemacht zu haben. Gerade da er eine öffentliche Person ist, hätte ich seine Standpunkte zu diesen Fragen sehr begrüßt.

    Die Kommentare in diesem Blog gehen leider in dieselbe Richtung wie auch meine bisherige Alltagserfahrung. Das Thema Rassismus spricht „man“ in DE lieber nicht an. Wir sind ja ein so tolles Land, da kann nicht sein, was nicht sein darf. Danke Herr Rössler, dass Sie sich dem so schön angepasst haben (ironie-off)

    Anm:
    (1)Mein Sohn ist kein Japaner, sieht aber asiatisch aus. An dem Gymnasium scheinen die Untersichiede der einzelnen asiatischen Länder nicht bekannt zu sein, oder was vielleicht wahrscheinlicher ist, die Benennung der anderen asiatischen Nationalität wird bewusst als „Neckerei“ gewählt.

  130. Ich stelle mir vor die TAZ würde C. Roth fragen ob der „Großer Basar“ Spießerliteratur sei, das mit einem unvorteilhaften Bild, z.B. zusammen mit D. Cohn-Bendit garnieren und Frau Pohl würde es gar nicht auffallen …
    Kommentarniveau passend zum Artikel)

  131. Frau Pohl ist sowohl in ihrem Kommentar als auch in ihren Fernsehauftritten das Allerletzte. Wenn sie auftaucht, schalte ich ab. Dieses hier habe ich gelesen, weil ich es nicht glauben wollte, dass eine in Deutschland erscheinende Tageszeitung so blöde Redakteure haben kann. Frau Pohl toppt dieselben noch, wen wundert´s?

  132. Hoppla, Fragen nach politisch unkorrekten Unterstellungen sind nur journalistisches Handwerk??
    Ok, probieren wir das doch, ich bitte um Ihre Antworten:
    Sind in der TAZ-Redaktion Rassisten?
    Ist der IQ in der TAZ-Redaktion Ihrer Meinung nach unterdurchschnittlich?
    Bemüht sich die TAZ, auf Kosten der FDP einen Wahlkampfknaller für die Leser mit der Redaktionseinheitsmeinung zu landen?
    Haben ander Politiker in Interviews gleich unverschämte Fragen bekommen?

    Ich bitte Sie, ärgern Sie sich nicht, die Fragen sind nur Handwerk!

  133. Mensch Frau Pohl,

    tun Sie doch nicht so, als wäre die Authorisierung eine von der Presse gewährte Gnade. Gäbe es sie nicht, würde niemand Ihnen Interviews gegeben, weil man solche Fehltritte wie diese (IHR Fehltritt, wohlgemerkt) dann nicht mehr stoppen könnte. Sie machen das, weil Sie Ihre O-Töne brauchen, und sie werden das auch weiter machen, weil sie sonst keine kriegen. „Kritischer Journalismus“, der davon abhängig ist, dass der Gegenstand der Kritik lammfromm zum Kritisieren geradesteht, ist sowieso eher als Leistungsverweigerung denn als Bereicherung der politischen Bühne zu bezeichnen.

    Dass Sie einem Rösler nicht aus reiner Fairness entgegenkommen würden, beweist doch dieses Interview nur zu deutlich. Daran war NICHTS fair. Und wenn das Interview so umfangreich und eigentlich wenig mit rassistischen Fragen zugepflastert war, warum haben Sie dann nur die veröffentlicht?

    Und auch von mir nochmal die Frage: Merken Sie nicht, dass es bei dem Streit um dieses Interview nicht mal im Ansatz um die Frage geht, ob die FDP seinen Druck verbieten durfte/sollte/dürfen sollte oder nicht?

  134. Ich vermisse das Wort „Entschuldigung“. Da gibt es nichts mehr zu rechtfertigen.

  135. Ich muss ihnen glauben, dass sie die ehrliche Absicht hatten das wichtige Thema Rassismus mit Herrn Rösler als einem Betroffenen zu problematisieren.
    Sie sollten aber auch zugeben, dass ihnen das fatal misslungen ist. Denn die Art und Weise in der sie diese Fragen stellten, lässt eher vermuten, dass die beiden Interviewerinnen selbst in rassistischen Ressentiments befangen sind, als dass sie in der Lage wären, deren Ursachen auf den Grund zu gehen.

  136. Das Interview zeugt zumindest von einem unterschwelligen, unbewussten Rassismus. Statt auf die3 politischen Ansichten Röslers einzugehen (von denen ich übrigens nichts halte)wird mitten im Wahlkampf mit ungeheurer Penetranz auf einem Thema herumgeritten.

    Dann auch noch das Interview ohne Genehmigung zu veröffentlichen ist mehr als schlechter Stil, ist widerlich.

  137. Philip Rösler hat jedes Recht, als Deutscher wahrgenommen zu werden. Punkt. Die taz achtet diesen Wunsch nicht, sondern vielmehr adelt sie die Vorurteile und Ressentiments gegen Rösler, indem sie sie als Fragen veröffentlicht.
    Es sollte den Beteiligten zu denken geben, wie sehr ihre Verachtung politisch Andersdenkender offenbar den gesunden Menschenverstand vernebelt. Das passiert ja angeblich nur denen von der anderen Seite.

  138. „Fakt ist: Rösler hat der taz ein Interview gegeben, dass ihm später im Wahlkampf schädlich zu sein schien.“

    Es _scheint_ also so zu sein, dass es _Fakt_ ist?

    • Auch ich war beim Lesen des „Interviews“ schockiert über den rassistischen (unter)Ton seitens der Interviewer_innen. Verstehen diese nicht, dass ihre Reduktion des Menschens auf sein etwaige Herkunft, auf sein Aussehen genau der latente Rassismus ist den sie anprangern wollen. Merken Sie nicht, dass sie ein festes (weißes) Bild vom Rassismus im Kopf haben, das der Herr Rösler bestätigen soll und ihm dabei Inkonsistenz unterstellt wird nach dem Motto: Sie müssten es doch wissen. Es ist einfach ekelhaft wie hier mit einem Menschen umgegangen wird. Das die Taz sich jetzt damit brüstet für Journalistische Freiheit zu stehen erinnert mich eher an eine leicht abgeänderten Satz. „Das wird mensch ja wohl noch Fragen dürfen“ frei nach Thilo S.. Schade Taz…

      Traurig…

      P.s.: Abgesehen davon habe ich 0 Sympathien für Herrn Rösler, das liegt allerdings an seiner Politik und seiner unmündigen Partei.

  139. Ihren Kommentar hier eingeben

    Diese Fragen waren widerlich. Das ist kein Interview ueber Rassismus, das ist ganz einfach Rassismus.

  140. Sehr geehrte Frau Pohl,

    ich bin ein gelegentlicher Leser der TAZ und habe bis dato noch keinen „virtuellen“ Leserbrief geschrieben. Nichtsdestoweniger werde ich es heute das erste mal tun: Ich bin enttäuscht von der Konnotation dieses Interviews. Und ich bin entsetzt von der Impertinenz der Nachfragen Ihrer Redakteure hinsichtlich der Herkunft von Herrn Rösler. Ich finde ihn eine absolute Fehlbesetzung an der jetzigen Stelle, aber eine derartige Herabsetzung seiner Person, die in den von Ihnen veröffentlichten Fragen begründet war, finde ich unglaublich. Es war ein ewiges „Auf-den-einen-Punkt-Herumreiten“, Sie beschränkten Herrn Rösler auf seine asiatische Herkunft oder – anders gesagt – auf sein Aussehen, denn von der Herkunft ist Herr Rösler ein reiner Inländer: Hier aufgewachsen, hier erzogen, hier die Universität besucht, hier geheiratet, hier seinen Mittelpunkt des Lebens und Liebens gefunden. Und was machen Ihre Leute? Sie betonen das Aussehen und die damit angenommene (und vielleicht manchmal erfolgte) Diskrimierung. Mit Holzhammermethode.

    Liebe Frau Pohl, machen Sie etwas, was die Springers nicht können: Entschuldigen Sie sich einfach. Oder entschuldigen Sie den Eindruck, der mit dem Interview hervorgerufen wurde. Sie würden mir damit zeigen, was ich eigentlich bei der taz immer erhoffe: anders sein als die anderen.

    Kleiner Wunsch eines Kreuzbergers an eine Kreuzbergerin.

  141. Ich zitiere: „Rösler hat der taz ein Interview gegeben, dass ihm später im Wahlkampf schädlich zu sein schien.“ Frau Pohl, lassen Sie Ihre Texte vor der Veröffentlichung doch bitte gegenlesen. Die Interviewfragen sind inhaltlich ja schon sehr kritisch. Aber mit Ihrer mangelhaften Rechtschreibung setzen Sie noch eins drauf – „dass“ hätte hier nur mit einem „s“ geschrieben werden dürfen. Und Sie wollen eine kompetente Chefredakteurin sein? Peinlich!

  142. Liebe Redaktion,

    ich verstehe die Welt nicht mehr. Sind sie nun links- oder rechtsorientiert?

  143. Ihr könnt es einfach nicht lassen.
    Ihr müsst euch einfach immer und immer und immer wieder wundern, wenn da jemand anders aussieht.
    So hier: http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=a1&dig=2011/04/06/a0037&cHash=27f257efe2/
    hier: http://andersdeutsch.blogger.de/stories/1805272/
    Oder in einer Kolumne, die ich jetzt leider nicht finde, in der ihr versuchtet, Rösler einen tiefenpsychologischen Komplex anzudichten, der ihn dazu ansporne, immer „deutscher als die Deutschen“ zu sein.
    Und damit seid ihr tatsächlich nicht schlechter als Andere, denn wundern tut sich der Durchschnittsdeutsche ständig über all die „Migranten“, aber ihr seid eben auch nicht besser. Eher noch ein bisschen ekliger, weil ihr euch für so furchtbar tolerant-entspannt haltet.
    Was macht Andri in „Andorra“ von Max Frisch zum Juden? Die Tatsache, dass die Anderen denken, er sei Jude, und ihn als solchen behandeln. Was macht Philipp Rösler zum Migranten? Das ständige Betonen seines Andersseins durch die Anderen.
    Diese Fixierung auf Äußerlichkeiten kommt natürlich daher, dass es mit den Inhalten bei euch nicht so doll aussieht. Aber Hauptsache, „linksalternativ“, ne?
    Eure Frau Nguyen

  144. „Journalistisches Handwerk“ heißt das im taz-Verständnis auch, in Ihrer Stellungnahme konsequent an den Punkten vorbei zu argumentieren, die nicht in Ihr Bild passen – in die schon vor dem Interview vorgefertigte „Haltung“ oder in den Spin, den der Skandal doch eigentlich hätte nehmen sollen?

    Die Autorisierungspraxis ist oft ärgerlich für Journalisten, d’accord.

    Was die meisten Kommentatoren hier jedoch aufregt, ist: Die Fragen werden von vielen als rassistisch empfunden. Darauf gehen Sie einfach nicht ein.

    Sondern Sie geben jetzt selbst das Opfer („wir haben doch nur nach rassistischen Ressentiments GEFRAGT“), das Sie eben noch glaubten, attackieren zu dürfen – dafür, dass es nicht Opfer sein wollte.

    Sie wollten Herrn Rösler zu öffentlichen Antworten auf Fragen zwingen, die offenbar viele Menschen als rassistisch empfinden. Aber die Fragen der meisten Blog-Kommentare an Sie: Was sollten solche Fragen?, beantworten Sie selber nicht.

    Vielleicht ja diese hier: Werden Sie bei Herrn Rösler um Entschuldigung bitten, wenn er die Fragen um Nachhinein als rassistisch empfindet? Oder entspricht das dann nicht Ihrem Verständnis von journalistischem Handwerk – Fehler zuzugeben? Aber stimmt ja, Sie wollten ja nicht, dass es um „Stil und Anstand“ geht, sondern um „Hass“.

    P.S.: Nein, hier schreibt definitiv keine FDP-Wählerin. Sondern eine mehr und mehr enttäuschte Gelegenheits-taz-Leserin.

  145. Meiner Meinung nach gibt es nur 2 Möglichkeiten:

    1. Ines Pohl ist eher durchschnittlich intelligent und kann die Wirkung ihrer Handlungen (vor allem auf die linken Wähler) nicht abschätzen:
    – unkritisch gegenüber der Pädophilie-Vergangenheit der Grünen
    – ein Interview mit Rösler, welches ihn auf sein nichtdeutsches Aussehen reduziert
    (Wahnsinn für eine mutmaßliche Linke)

    2. Ines Pohl ist hochintelligent und wählt schwarz-gelb.

  146. Ich hatte es gestern bereits geschrieben: Ihre Rechtfertigungsversuche sind noch peinlicher und unprofessioneller wie das Interview. Wenn Sie auch nur einen Hauch von Anstand und Größe hätten, würden Sie einfach zugeben, dass hier an vielen Stellen schlichtweg Fehler gemacht wurden. Aber auch hier wiederhole ich mich: Sie klammern an Ihrer (Macht)Stellung mindestens so wie die Politiker. Armselig!

  147. Ich schätze die taz sehr – weniger für ihre tagespolitischen Einlassungen als vielmehr für ihren hervorragenden Feuilleton-Teil (wenn ich das einmal so nennen darf). Dass sich selten eine Schnittmenge in puncto Politik finden ließ, war für mich jedenfalls kein Grund die taz nicht zu kaufen. Nun ist das, was die taz hier liefert – und was Ines Pohl zu verantworten hat –, eine Nummer zu viel. Rösler für ein Interview zum Thema ›Hass‹ einzuberufen, ihn mit seiner Herkunft, rassistischen Verurteilungen zu konfrontieren, ist eine Sache, die tatsächlich journalistisches Handwerk erfordert, das ich hier nur in Schwundstufe ausgebildet sehe. Dass die FDP ein solches Interview nicht zu autorisieren bereit ist, ist angesichts dieses eindimensionalen Fragekanons mehr als verständlich. Interviews wie diese, zuletzt der brillante, zurückgehaltene Pädophilie-Artikel, werfen für mich die Frage auf, ob die taz nicht vielleicht in Zukunft besser fährt, ein tägliches Kulturblättchen herauszugeben, von politischen Themen lieber die Finger zu lassen.

  148. Sehr geehrte Frau Pohl,
    diese geradezu pubertäre Befragung hat doch nichts mit journalistischem Handwerk zu tun. Ihre Rechtfertigungsversuche sind mehr als peinlich. Es geht doch überhaupt nicht um das meines Erachtens absolut konsequente Verhalten der FDP. Natürlich ist es Wahlkampf – den betreiben Sie genauso wie die FDP. Aber darum geht es nicht. Es geht ausschließlich um die indiskutablen Fragen Ihrer Redakteurinnen. Statt sie zu feuern, verteidigen Sie sie auch noch. Das zeigt nur eines: Der Fisch stinkt vom Kopf her. Jedem Politiker würde man nach so einem Vorgang den Rücktritt nahelegen, bei Ihnen ist es bereits der zweite große Fehler innerhalb kürzester Zeit. Treten Sie zurück.

    • Ich hatte es gestern bereits geschrieben: Ihre Rechtfertigungsversuche sind noch peinlicher und unprofessioneller wie das Interview. Wenn Sie auch nur einen Hauch von Anstand und Größe hätten, würden Sie einfach zugeben, dass hier an vielen Stellen schlichtweg Fehler gemacht wurden. Aber auch hier wiederhole ich mich: Sie klammern an Ihrer (Macht)Stellung mindestens so wie die Politiker. Armselig!

  149. da gibt sich ein blatt kritisch und aufklärerisch und bedient doch nur den alltäglichen braunen sumpf
    ihr habt’s verkackt und reitet euch immer tiefer rein

  150. Die Fragen des Interviews sollte sich jeder mal ganz unvoreingenommen durchlesen. Dann fällt es schwer zu glauben, dass diese nicht rassistisch motiviert waren.

    Hier steckt die Enttäuschung dahinter, dass der uneinsichtige Zuwanderer nun so gar nicht an linksgrünes Multikulti glauben mag. Dafür kriegt er jetzt eine Pille seiner eigenen bürgerlichen Einstellung zu schmecken, oder was man bei der taz eben dafür hält. Seyran Ates hat sich über die Multikultifraktion (übrigens auch in der taz) ausgiebig ausgelassen.

  151. Ich als TAZ-Leser finde es prinzipiell in Ordnung, wenn die TAZ sich auf diesem Wege gegen die Nicht-Autorisierung des Interviews wehrt. Das Interview selbst ist aber so unglaublich schlecht und infantil, dass ich an der Qualität der Zeitung zweifeln muss. Und angesichts dessen hat sich die TAZ – auch wenn sie meiner Meinung nach das Recht auf eine Veröffentlichung hat – keinen Gefallen damit getan.

  152. Ihr macht es richtig. Die Politiker drücken sich schon viel zu viel um Antworten… Und ob man überhaupt noch die Wahrheit erfährt von denen, ist da ja noch gar nicht diskutiert.
    Sollen sich die Altparteien weiter selbst demontieren. Es gibt genug Wähler, die sich neue Parteien und Alternativen bei der Wahl wünschen. Schlechter machen können es andere ohnehin kaum, wenn Lügen (Deutschland muss nicht für die Schulden anderer haften), Betrug (insbesondere Doktorarbeit von und zu Guttenberg) und ähnliches salonfähig gemacht werden und unsere Gesellschaft verkommen lassen.

  153. Gehts noch? Sarrazin den Tod an den Hals wünschen, Rösler rassistisch angraben – sind bei Euch alle Sicherungen durch? Dann holt Euch ein paar neue im Heimwerkerladen.

  154. Als gelegentlicher taz-Leser und als jemand, der sich doch eher dem linken Lager zugehörig fühlt, bin ich über die Fragestellung dieses „Interviews“ einfach nur entsetzt. Die Fragen sind voller Klischees und Vorurteile, sind engstirnig und kleinkariert und werfen ein zweifelhaftes Licht auf die taz! Das hättet ihr euch ersparen können. Euer taz-Kommentar oben mit Hinweis auf einen „groben Bruch der Spielregeln“ macht die Sache nur noch geschmackloser. Ihren Kommentar hier eingeben

  155. Widerlich und würdelos – Eigentor.

  156. dieses interview ist handwerklich schlecht, niveaulos, dumm – und rassistisch. es trotzdem rechtfertigen zu wollen ist tragisch, verbohrt – und der beste beweis dafür, dass sie der position als chefredakteurin ganz einfach nicht gewachsen sind.

  157. Einfach mal die Klappe halten!
    Sehr geehrte Frau Pohl, hier zeigt es einmal wieder das die taz (aber auch andere Zeitungen) eine bestimmte politische Ausrichtung hat und dies in ihrem Setting einfließen lässt. Bei der taz ist es eindeutig die Linke bis Grüne Linie. So verhindern sie einen sehr guten Artikel über Pedopfelie bei den Grünen der im Wahlkampf schädlich sein kann. Aber wiederum bei einem manipulierten Interview, was dann zurecht nicht frei gegeben wird machen sie jetzt so einen Zirkus und stellen sich hinter den Argument der freien Berichterstattung. Man muss sich fremdschämen, da von ihnen der Pressekodex auf Grund ihrer persönlichen politischen Einstellung verletzt wird. Sie sind im Journalismus nicht die Einzige und daher muss man sich nicht wundern, wenn Interviewpartner die Interviews gegenlesen und Dinge ändern bzw. streichen oder gar nicht erst frei geben. Dies Zeigt einmal wieder wie die Presse in die Meinungsbildung und Meinungsmanipulation eingreift. Es freut mich zu lesen, dass es in allen Kommentaren (die sie hier freigeben) genauso gesehen wird. Einfach ein Eigentor für Sie und der taz. Eins muss ich zu gute halten bei der taz. Denn wenn man die taz ließt weiß man das man hier eine Blatt ließt was das Sprachrohr für Links und Grün Parteien ist, so muss man alle Artikel der taz mit Vorsicht lesen. Ich hoffe das mein Kommentar ohne Zensur seinen Weg findet.

  158. Nunja, wie hißt es doch so schön: Wenn man weit genug nach links geht, kommt man rechts wieder heraus! Die trifft auf die TAZ zu! Ihr seid Linksfaschisten und solltet euch schämen. Herr Rösler hat sich vielleicht mehr um Deutschland verdient gemacht, als mancher „gebürtiger Inländer“

    • Also Josef,
      an sich ist die Bezeichnung „Linksfaschisten“ schon eine Beleidigung und solche fallen immer auf denjenigen zurück der sie ausspricht. Das ist ganz schhlechter Stil und keinen Deut besser als manche Frage in dem Interview.

      Und ausserdem fällt mir nun wirklich absolut nichts ein womit sich Herr Rösler als Wirtschaftsminister verdient gemacht hat ausser tatenlos herumzusitzen und sich an seinen Stuhl zu klammern der von allen Seiten angesägt wird.

  159. Das ist wirklich wiederlichster Klienteljournalismus und unfassbar herabwürdigend. Pfui!

  160. Mit Direktheit habe es unsere Deutschen nicht so!
    Sie lieben es mehr vermerkelt.
    Danke, Frau Ines Pohl, nicht stören lassen!

  161. Liebe Frau Pohl,

    schreiben Sie eigentlich absichtlich an 90% der hier abgegebenen Kommentare vorbei? Es geht den meisten hier nicht darum, dass die FDP das Interview nicht autorisiert hat. Ich persönlich halte nicht viel von der FDP und ein zurückgezogenes Interview reiht sich für mich da ohne großes Spektakel in mein bisheriges Bild der FDP ein.

    Die meisten hier sind über die Fragen entsetzt. So geht es auch mir. Im Gegensatz zur FDP hielt ich bis jetzt recht viel von der taz. Umso entsetzter bin ich über Ihre Fragen. Daher rührt die Aufregung und das ignorieren Sie in Ihrer Stellungnahme einfach.

    Sie fragen allen Ernste jemanden, der Ziel rassistischer Attacken geworden ist, warum er zu diesem Ziel geworden ist. Wer nur einen Funken Anstand hat fragt in einem solchen Zusammenhang nicht das Opfer sondern die Täter (es wäre ja kein Problem gewesen z.B. Herrn Brüderle nach seinen Äußerungen zu fragen). Oder machen Sie sich auch die Ansicht zu eigen, dass Vergewaltigungsopfer sich fragen sollten, warum sie zum Opfer wurden? Vielleicht waren sie falsch gekleidet? Oder in der falschen Gegend unterwegs? Widerlich dieser Ansatz!

    Genauso wie diese nationalismusschwangere Annahme, das sich ein Mensch gefälligst für das Land seiner Eltern zu interessieren hat. Was ist das für ein völkischer Blödsinn, der da von ihren Kolleginnen reproduziert wird?

    Alle bisherigen Reaktionen der taz sehe ich als eine konsequente Weigerung sich mit der hier erbrachten Kritik zu beschäftigen. Müssen sie ja auch nicht, aber ich muss die Zeitung dann auch nicht mehr für gut gemacht, aufgeklärt oder ähnliches halten.

    P.S. Das Problem heißt Rassismus!

  162. „Das Interview ist die bequeme Zuflucht aus journalistischer Verlegenheit“
    Joseph Roth (1894-1939)

  163. „Allerdings erschien ihr die Vokabel Hass zu hart. “Stil und Anstand im Wahlkampf” wäre Philipp Rösler als Thema lieber gewesen.“

    Richtig Frau Pohl, warum Hass? Das ist ein scharfes Wort. Hass ist kein guter Ratgeber, wenn man hasst fällt man keine guten Entscheidungen, Hass hat in der Politik auch nichts verloren. Aber scheinbar wollen nicht nur die Journalisten der Bild zuspitzen, sondern auch Sie bei der TAZ.
    Das von Rösler vorgeschlagene Thema „Stil und Anstand im Wahlkampf“ hat deutlich mehr Niveau als Ihre Wortwahl, es ist umfassender. Ihre Fragen passen auch zu dem Thema, denn die TAZ hat bei ihren Fragen jeden Stil und Anstand gegenüber Herrn Rösler vermissen lassen.
    Stil- und Anstandslos im Wahlkampf können nicht nur Wähler oder politische Gegner, sondern auch TAZ Reporter sein!

    • Ja schon, aber Hass gibt es nun mal leider auch in der Welt, und nicht nur Stil und Anstand. Das ist eigentlich zum lachen, dass Rösler, ganz der Saubermann, lieber über „Stil und Anstand“ reden will als über „Hass“. Sieht nur niemand, weil alles so ernst ist bei dem Thema.

  164. Wahlkampf hin oder her, Herr Rösler hätte auf solche Fragen nicht antworten sollen, da sie einfach herabwürdigen sind. Als taz-Chefredakteurin muss man sich die Frage stellen: hätten wir so etwas mit Cem Özdemir gemacht?

    Eine Entschuldigung der Chefredakteurin wäre angebracht.

    • Vollkommen richtig. Denn viel ärgerlicher als das dümmliche Interview ist wirklich nur noch dieser dreiste Rechtfertigungsversuch. Nur peinlich

  165. Es gibt wohle einige FDP Wähler, die sich hier in Rage schreiben. Leider ändert es nichts daran, dass Philipp Rösler sich während des Interviews daran hätte stören können. Die TAZ ist doch kein unbekanntes Blatt und in der Presseabteilung der FDP hätte man sich doch denken können, welche Fragen bei solch einem Thema gestellt werden können. Auch hätte der Parteichef der FDP während des Interviews Einspruch erheben können.
    Hat er aber nicht. Deshalb finde ich es armselig, jetzt den schwarzen Peter der TAZ zuzuschieben.
    Vielleicht ist es auch eine gewisse Panik, die sich in der FDP breit macht, doch nicht in den Bundestag einzuziehen. Deshalb passen diese Interviews wohl nicht in den Endspurt des Wahlkampfes.

  166. Ihren Kommentar hier eingebenAuf den ersten Blick sind die Fragen der TAZ erkennbar rassistisch. Allerdings muss man bei aller Kritik zugeben, dass man mit diesem Interview wohl auf den Tatbestand hinweisen wollte, dass viele Deutsche wirklich ein Problem mit der Herkunft und dem Aussehen Röslers haben. Ich selbst „durfte“ schon Zeuge derartiger Kommentare werden. Dennoch finde ich das Verhalten der TAZ im Allgemeinen etwas irritierend im Hinblick auf Moral, die ja bei den selbsternannten „Gutmenschen“ so hoch im Kurs steht. Andersdenkende werden häufig diffamiert, mit unqualifizierten Kommentaren. Die Partei der Ökofaschisten hingegen wird in der Pädophilen-Affäre mit Samthandschuhen angefasst, obwohl man das Verhalten und die Aussagen einiger Parteifunktionäre kritisieren hätte sollen. Aber im linken Lager ist es anscheinend Usus, gegen alles zu schießen, das nicht ins eigene Weltbild passt. Kriminelle wie sogenannte Antifa-Aktivisten werden aber resolut verteidigt. Doppelmoral gibt es halt rechts wie links.

  167. Schönes Eigentor der taz. Die Fragen sind indiskutabel blöd und infantil, dass man kaum glaubt, es hier tatsächlich mit einer Zeitung zu tun zu haben, die ernst genommen werden will.

    Es ist auch eine Beleidigung an die Leser – wer will schon 2/3 eines Interviews lesen, ob Herr Rösler es wegen seiner Herkunft schwer hatte? Er ist Arzt und hat es trotz seines relativ geringen Alters schon ins Bundeskabinett geschafft: Offenbar hat er sich ganz gut durchgebissen, Glückwunsch und nächste Frage bitte!

    Auch die Idee mit dem antwortlosen Interview hat ja schon einen Bart. Das Handelsblatt hat 2011 ein zweiseitiges Interview mit BNP Paribas Chef Baudouin Prot abgedruckt, das neben Headline und großem Foto ebenfalls nur Fragen ohne Antworten enthielt. Also auch mit viel Goodwill ob der taz-Innovationsfreude kommt man nur zu einem Schluss: Leute, das war Mist.

    Frau Pohl hätte sich auch besser nicht zu dieser Rechtfertigung herabgelassen, sondern das Ding halt gedruckt und gut. So wirkt es einfach nur trotzig und uneinsichtig.

  168. Pingback: Umstrittenes Interview des FDP-Chefs: Philipp Rösler, Claudia Roth und die taz | TokNok Deutschland

  169. Sie haben alles richtig gemacht, Frau Pohl. Wir können nicht oft genug auf solche Praktiken hinweisen und sie immer wieder anprangern. Weiter so!

  170. Man muss Philipp Rösler nicht mögen. Ich mag ihn nicht. Aber es gibt für mich Dinge, die sich nicht gehören. Dazu zählt das Herabwürdigen eines Menschen aufgrund seiner Ethnie. Was die taz-„Journalistinnen“ Anja Maier und Sabine am Orde mit ihrem Pseudointerview betreiben, ist purer Rassismus.

    Als Leser und Mitglied der taz-Genossenschaft verwahre ich mich gegen diese Form der „Berichterstattung“. Ich möchte sie in einer alternativen Tageszeitung nicht lesen.

    Die nun erfolgten Rechtfertigungsversuche von Sebastian Heiser und Ines Pohl sind einfach beschämend. Von einer Chefredakteurin ist zu erwarten, dass sie zu einem solchen Vorfall angemessen Stellung bezieht und die passenden Konsequenzen zieht, um eine Wiederholung auszuschließen.

  171. Frau Pohl,

    was haben Sie sich dabei bloß gedacht. Auch aus meiner Sicht, definitiv keiner Wählerin der FDP, einfach nur peinlich. Sowohl die Fragen im Interview als auch die Aktion, die Sie nun daraus machen. Tolles „Handwerk“…

  172. „Fakt ist: Rösler hat der taz ein Interview gegeben, dass ihm später im Wahlkampf schädlich zu sein schien.“

    Fakt ist: in dem Fall wird das Wort „das“ mit nur einem „s“ geschrieben.

    Ansonsten, für den Müll, den die taz da fabriziert hat, wäre eine Entschuldigung angemessen.

  173. Bitte erklären Sie die Auswahl des Fotos von Philipp Rösler, das über dem Interview platziert wurde. Auch einfach : „journalistisches Handwerk“ ?

    • In der gedruckten Ausgabe erschien ein Foto des freien Fotografen Thomas Grabka, der Rösler während des Gesprächs fotografiert hat. Hier im Hausblog konnten wir dieses Bild nicht zeigen, da wir Thomas Grabka nur die Rechte für die Verwertung in der gedruckten Ausgabe abgekauft haben. Man kann das Foto hier sehen: http://www.stern.de/politik/deutschland/missgluecktes-taz-interview-mit-roesler-wer-ist-hier-rassistisch-2056647.html

      Hier für das Hausblog suchte ich also ein anderes Foto. Ich stellt mir vor, wie Rösler wohl schauen mag, wenn er sieht, dass wir darüber berichten, dass er das Interview nicht freigeben wollte (eine Tatsache, die die meisten anderen Medien in solchen Fällen verschweigen). Das Foto erschien erstmals am 21. Januar 2013 auf taz.de: https://www.taz.de/!109416/

      Das Foto wurde über die Deutschen Presseagentur (dpa) verbreitet, die fast 100 Prozent der Tageszeitungen beliefert. Wie viele Medien das Foto ebenfalls verwendet haben, ist mir nicht bekannt.

      • Das Bild kann in diesem Zusammenhang ganz klar als rassistisch gewertet wwerden, weil es Röslers Augen in sehr unvorteilhafter Weise betont. Ging es in dem Interview nicht um Rassismus, wäre es ok. So aber werden seine „Schlitzaugen“ auf lächerliche Weise hervorgehoben.

        Beim nächsten Mal dann ein Bild von Friedmans Hakennase oder Asamoahs dicken Lippen?

        Wie ignorant und selbstgerecht kann man denn sein, das Bild selbst nach Protest zu rechtfertigen. Wenn Ihr ein bisschen Respekt vor Menschen mit „anderem Aussehen“ habt, ändert das an dieser Stelle geschmacklose Bild!

        PS: Ich werde sicher nicht FDP wählen.

      • „Ich stellt mir vor, wie Rösler wohl schauen mag, wenn er sieht, dass wir darüber berichten, dass er das Interview nicht freigeben wollte…“

        Ich fürchte, Ihr Spott und Ihre Häme werden auf Sie zurückfallen, Herr Heiser. Den Shitstorm zu diesem Interview, nebst hämischer Auswahl eines schlechten Fotos, haben Sie sich redlich verdient.

        Die taz hat sich mit dem Abdruck des Interviews ins Knie geschossen.

  174. Aha,
    jetzt ist es der Wahlkampf der FDP.
    Ich erinnere mich an einen Artikel über Joachim Gauck als dieser Bundespräsident werden sollte.
    Selbst Trittin hat von Schweinejournalismus gesprochen!
    Ich sehe es hat sich nichts verändert bei der TAZ!

  175. Sehr geehrte Frau Pohl,
    im Zusammenhang mit Ihrem Schlusssatz „Das ist journalistisches Handwerk“ gefällt mir der Bezug zum traditionellen Handwerk. Dieses hat seid dem Mittelalter für die hier bewiesene Ausführungsqualität auch einen passenden Begriff parat: Pfusch.
    Glückwunsch.

  176. Sehr geehrte Frau Pohl,

    wenn man einen Fehler macht, gibt man ihn zu und entschuldigt sich. Was sie nun betreiben macht die ganze Sache nur noch peinlicher.

    Ihr Interview könnte problemlos auch in einer Zeitung mit rechtem Gedankengut stehen. Das sollte Ihnen zu denken geben.