Warum wir Journalisten zurücktreten sollten

Von Sebastian Heiser

Wir Politikjournalisten müssten jetzt eigentlich geschlossen zurücktreten. Zumindest dann, wenn wir – ausnahmsweise – einmal die Maßstäbe an uns anlegen, nach denen wir die Politiker bewerten. Dann müssten wir zum Ergebnis kommen: Wir haben versagt. Wir können es einfach nicht. Wir haben unsere Leser, Hörer und Zuschauer getäuscht.

Die Union hätte mit nur fünf Abgeordneten mehr die absolute Mehrheit. Foto: BundestagDie Union hat am Sonntag eine absolute Mehrheit im Bundestag nur knapp verfehlt. Niemand von uns hat das vorher auch nur für denkbar gehalten. Aber fünf Abgeordnete mehr für CDU und CSU, dann wäre es so gekommen. Fünf Abgeordnete von 630. Wir haben unseren Lesern vor der Wahl alle zu erwartenden Optionen des Wahlergebnisses vorgestellt – manche kamen auf sieben, andere auf acht. Wir beleuchteten sogar die Option einer Minderheitenregierung, die sich auf keine feste parlamentarische Mehrheit stützen kann (FAZ vom 7. März 2013, Seite 8, nicht online).

Eine absolute Mehrheit hatte niemand auf dem Schirm. Viele von uns haben sie sogar ausdrücklich ausgeschlossen. Das klang dann so: „Wunder wie eine absolute Mehrheit von CDU/CSU oder SPD wird es nicht geben.“ Oder so: „Denn keine Partei wird die absolute Mehrheit erringen.“ Wir Journalisten waren uns wirklich ganz sicher: „Die Frage ist eigentlich nur noch, ob Kanzlerin Angela Merkel mit der FDP weiterregieren kann – oder die SPD in eine große Koalition einsteigen muss.“ Sogar noch in der Woche vor der Wahl schrieben wir, die SPD müsse „nicht fürchten, dass die [schwarz-gelbe] Koalition wegen einer absoluten Mehrheit der Union ein Ende findet“. Noch ein Beispiel gefällig? „Zwar steht eine absolute Mehrheit der Union nicht ins Haus.“

Es ist gar nicht wichtig, welcher Kollege das jeweils in welchem Medium geschrieben hat. Wir alle haben es gleichermaßen vergeigt, in der taz genauso wie überall anders auch. Wir Politikbeobachter und -erklärer haben unserem Publikum vorgemacht, dass wir etwas von unserem Beruf verstehen würden. Und jetzt kann jeder sehen: Der Kaiser ist nackt!

Deshalb sollten wir alle zurücktreten. Und wenn schon nicht von unserem Job, dann zumindest von unserem Anspruch, die Wahrheit zu kennen.

Na gut, könnte man sagen, wir haben doch nur das weitergetragen, das die Demoskopen uns an Zahlen geliefert haben. Warum soll der Bote die Schuld tragen? Ganz einfach: Weil es verdammt noch mal unsere Pflicht ist, zu überprüfen, was wir weitergeben. Im Kleingedruckten hätten wir dann überall solche Hinweise gefunden wie bei Infratest Dimap: „Die Sonntagsfrage misst aktuelle Wahlneigungen und nicht tatsächliches Wahlverhalten. Sie ermittelt damit gleichsam einen Zwischenstand im Meinungsbildungsprozess der Wahlbevölkerung, der erst am Wahlsonntag abgeschlossen ist. Rückschlüsse auf den Wahlausgang sind damit nur bedingt möglich.”

Wir haben Stimmungsbilder aus der Vergangenheit genommen und damit Prognosen für die Zukunft gemacht. Wir haben so getan, als ob es sich dabei um die absolute Wahrheit handelt. Am Sonntagabend hat uns dann per Eilmeldung die wirkliche Wahrheit erreicht: Man kann Wahlen nicht vorhersagen. Wir können es nicht. Die Demoskopen können es auch nicht. Niemand kann es. Wir sollten aufhören, unseren Lesern so etwas vorzumachen.

Aber wie sonst sollten dann dann die ganzen Seiten und Sendezeiten vor einer Wahl füllen? Irgendetwas müssten wir ja dann stattdessen berichten …

Bisher haben wir einen guten Teil dieses Platzes für Sportberichterstattung genutzt: Wer liegt gerade vorne, wer holt jetzt mächtig auf, wer ist in ein Fettnäpfchen getreten? Und nebenbei haben wir noch Haltungsnoten für die Teams und ihre Spieler verteilet. Wie wäre es, wenn das bleiben lassen und uns in Zukunft auf die handelnden Personen und ihre Programme konzentrieren: Was sind das für Leute, wo kommen sie her, was treibt sie an? Und was bedeuten ihre Forderungen, was würde sich dadurch ändern, wer profitiert, wer zahlt drauf, und ist das überhaupt sinnvoll?

Ich bin davon überzeugt: Wir würden die Wahlberichterstattung auch mit Inhalten vollbekommen können. Und damit würden wir auf jeden Fall mehr über die reale Realität berichten als mit diesem Prognosenhokuspokus.

Sebastian Heiser ist Redakteur im Berlin-Ressort der taz und schreibt dort über Landespolitik. Er bereut inzwischen zum Beispiel diesen Artikel.

Foto: Bundestag

Kommentare (92)

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  1. Leute, ihr braucht Big Data und Predictive Analytics! ;-) Ansonsten: Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung.

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  4. Geehrter Sebastian Heiser,
    vielleicht wissen die Redakteuren es, vielleicht vermuten sie es, vielleicht haben sie keine Ahnung, aber sie sind die Besatzung durch die Wallstreetbaenksterfamilien bedienstig:

    Ist das Sterben der Demokratie bereits unwiderruflich?
    Das Benehmen der Politiker die es im Parlament und Regierung geschaft haben macht es unwiderruflich.
    Sie benehmen sich wie Kaninchen die im Nacht verstarrt im hellen Licht schauen.
    Bis an Grenzen des Grundgesetzes sind die Rechte der Bürgern bereits ausgehebelt worden.
    Wir verkehren unter Besatzung durch die Wallstreetbänksterfamilien.
    Karen Hudes Weltbank
    (http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/09/17/whistleblowerin-geheime-machenschaften-der-finanz-eliten-zerstoeren-die-welt/
    Seymour Hersh
    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/j-d-heyes/greenspan-gibt-zu-es-gibt-keine-gangbare-loesung-fuer-amerikas-system-von-schulden-und-hoffnungsl.html

    Die wichtige Entscheidungen werden durch die Wallstreetbanksterfamilien (GoldMorgs) vorgegeben. Sowohl in der VS als auch in der EU sind die Politiker gefolgsam. Wehe der nicht (mehr)(ausreichend) gefolgsam ist (J.F. Kennedy, President a.D. Wulff, Minister Zu Guttenburg, Minister Schavan, Partei FDP, Partei AfD und weiterhin im Ausland Ghadaffi, Assad, Mubarak, Saddam, Afghanistan Rabbani und Omar, usw.)

    Die wichtige Entscheidungen werden auf EU-Ebene getroffen. Dort hatten und haben Bediensteten der usa GoldMorgs das Sagen (Barroso, Dijsselbloem, Draghi, Monti, Bolkestein, usw.) Die Eurcommission enthält 50’000 Beamten die mehr Lohn erhalten als die Bundeskanzlerin, für viel leichtere Arbeit und mit SIcherheit bis Ruhestand. Die Eurokommission und EU-Parlament lassen sich vergiften durch Lobbyisten (Monsantano, General Electric, Boeing, Goldman Sachs, JP Morgan, Morgan Stanley) Statt friedliche Zusammenarbeit der Souveränen Nationen wird eine plutokratische EU-Superstaat vorangetrieben, mit Führung durch Bediensteten der Wallstreetbänksterfamilien, das versteht sich. Die Euro ist beispielhaft. Mit Supershortcrashangriffen gegen die nationalen Währungen haben die Wallstreetbänkster zum übereilten Umstieg in der Eurowährung getrieben.

    Wiederdemokratisierung ist möglich (www.ayaan.de/D)
    Geldausgabe durch Staat (www.ayaan.de/D)
    Zehnfach soviel Abgeordnete: ausreichend um Alles zu bewältigen und Kontakt mit den Wähler zu haben, zuviele für die Wallstreetbanksterfamilien um zu Kaufen und/oder Erpressen.
    Mann würde erwarten, Demokratie, und zehnfach mehr Stellen für Politiker statt Beamten,.das wollen die Minister und Abgeordneten.
    Aber da staunt mann sich.
    In der Niederlanden schieben wir das als Parteimitglied alle Minister und Abgeordnete unter die Nase, auch unter die Nase von Dijsselbloem usw. Aber sie ignorieren das beängstigt. Bei Parteisammlungen vermeiden sie beängstigt um mit uns zu reden. Sie wollen anscheinend nur gefolgsam sein an den Wallstreetbänksterfamilien. So weit ist die Besatzung durch die Wallstreetbänksterfamilien und ihre Bediensteten vorangeschritten.

  5. Danke für die Rückmeldung.

    – Das ging während des Chats schnell und ich wollte ihn im Nachhinein in Ruhe lesen.

    – Einmal gab es in dem Chat den interessanten Wortwechsel des Nutzers Lars zu einem Heinz zum Thema 5-Prozent-Hürde. Ich weiß, dass die taz nach der Wahl auch dazu schrieb. Ich wollte die Reaktion von Lars aus dem Chat erfahren.

    – Dann gab es die Frage nach den WählerInnen der NPD. Wo wird die NPD in Deutschland von wem gewählt? Das fand ich in der Nachberichterstattung zu kurz ausgeführt.

    – Dann gab es den interessanten Link zu einer Internetseite, die Wahlprognosen vergleicht. Den speicherte ich nicht ab.

    – Dann wollte ich nachlesen, ob Sie, der Sie schon groß über Schleichwerbung in Zeitungen berichteten, weiterhin den Radiosender Deutschlandradio bewarben.

    – Auch wollte ich nachlesen, ob noch mehr Kritik an einer kirchlichen Ausrichtung des Deutschlandradios kam.

    – Dann wollte ich gern wissen, wie lange der Chat noch ging und was ich verpasste.

    – Ich hatte den Eindruck, dass in dem Chat offener formuliert wurde als in einem Post, halt live. Spannender, unverstellter, direkter. Einige politische Verweise anderer Nutzer in dem Chat hatte ich nicht verstanden. Über die wollte ich noch mal nachdenken, um sie zu verstehen. Ohne den Chat geht das natürlich nicht. An alles kann ich mich nicht erinnern.

  6. auf taz.de an anderer Stelle – da: im Artikel mit der Nummer 124209 gab es keine Rückmeldung auf meine Frage nach dem Chat zum Nachlesen wie bei anderen Live-Ticker der tageszeitung vorher. Sie chatteten mit und Sie kümmern sich zuverlässig um Leser. Außer bei dem Ticker. Ist der Chat im Nirvana gelandet?

    Ich ging an dem Wahlabend früh schlafen und wollte morgens nachlesen, was in dem Chat noch alles an Fragen beantwortet wurde. Ich sah an den Tagen danach mehrmals nach. Keine Rückmeldung.

    • Ich schaue eigentlich nur hier im Hausblog regelmäßig nach den Kommentaren. Im Admin-Bereich werden hier alle Kommentare gesammelt an einer Stelle angezeigt, egal zu welchem Hausblog-Beitrag sie abgegeben werden. Das ist praktisch, so habe ich alles im Blick, und so konzentriere ich mich auf die Diskussionen hier. Neben dem technischen Vorteil ist das auch eine Prioritätenfrage. Die taz.de-Kommentare zu meinen Artikeln schaue ich nur mit größerem Zeitabstand oder gar nicht an, und so war es auch mit dem Chat.

      Welche Fragen blieben denn noch unbeantwortet?

      Ihr Kommentar wurde übrigens zunächst von WordPress als Spam eingeordnet und erschien daher nicht sofort. Ich glaube nicht, dass das mit der Textlänge zusammenhängt, aber ich kenne die Kriterien des Programms nicht.

  7. Herr Heiser macht zumindest einen Anfang und er ist mutig genug Selbstreflexion zu betreiben und Fehler zuzugeben! Das ganze Journalistengeschwurbel, dies stochern im Nebel und spekulieren war und ist unerträglich! Wie Politik und Wirtschaft tickt, dazu musste man nicht erst die Arte Sendung zu G&S. sehen. Diese Dinge sind lange bekannt, werden aber nicht thematisiert! Wäre aber für diesen Planeten und damit auch für uns überlebenswichtig! Unter anderem die Produktionsprozesse von hinten zu denken, kommt so gut wie nicht vor! Ein Beispiel von vielen! Beste Grüsse! W. Bernhardi

  8. Wahre Worte Sebastian, ich danke Dir dafür! Aber der Artikel gehört auf taz.de ;)

  9. OFFENER BRIEF AN DEN JOURNALISTENSTAND

    Lieber Sebastian Heiser von der TAZ,

    zu Ihrem Artikel: „Warum wir Journalisten zurücktreten sollten“
    Respekt erst mal für die „Asche auf Ihr Haupt“.
    Aber Sie haben vergessen, dass Sie und Ihre Kollegen nicht nur falsche Voraussagen gemacht haben, sondern auch die Macht haben, WAHLVERHALTEN ZU BEEINFLUSSEN!!!
    Wenn ein Herr R. auf pro7 am Vorabend der Wahl stundenlang Umfragen veröffentlicht, bei der die LINKEN in allen Bundesländern mit 30 -55% bekommt, wenn Journalisten oder Moderatoren immer wieder die mgl. Zweitstimmenvergabe ansprechen, dann beeinflussen sie Wähler, die sie zuvor verunsichert oder verängstigt haben.

    Sie und Ihre Kollegen sollten es sich als Ziel setzen die 13 Millionen frustrierten Nichtwähler zu erreichen und denen zu erklären, zu zeigen, dass ihre Stimme wichtig ist.
    Die Mehrzahl dieser Nichtwähler sind nämlich keine Demokratiegegner, sondern Menschen, die hören:
    – wie sicher unsere Arbeitsplätze sind – und sind seit Jahren arbeitslos;
    – das Wir gewinnt – und sind seit jahren ausgeschlossen und benachteiligt
    – dass ein gemüsetag eingelegt werden soll – und stehen selbst jeden Tag bei den Tafeln…

    Es gibt sicherlich viele weitere Beispiele: Menschen, die zwei bis drei Jobs machen, damit sie ihren Familien einen gewissen Standard ermöglichen können.

    Für und An diese Menschen sollten Sie und Ihre Kollegen schreiben,damit Sie doch Ihre Stimme einsetzen.
    Dann können Sie nach der nächsten Wahl auch auf sich und Ihren Berufsstand stolz sein. Denn dann hätten Sie die Wahlen zwar auch beeinflusst – ABER IM POSITIVEN SINNE!
    m.kretschmer-loof, kyritz/brb

  10. Eigentlich lustig, dass der Wiedereinzug der Liberalen und der Einzug der Afd in den Bundestag nicht tatsächlich zu einer Überlegung geführt hat: Wieviel Minderheit braucht eigentlich eine Regierung? Schon der Hammer! 28% gehen nicht zur Wahl. Von den 72% sind dann 15% nicht geeignet im Bundestag zu sitzen, was wenn man sich die Parteien anguckt ja gar nicht so von der Hand zu weisen ist… Also 28% bleiben zu Hause, 10,8% protestieren so unter ferner liefen. Damit sind im Bundestag über 38% der wahlberechtigten Bevölkerung gar nicht vertreten.

    Von den nicht Wahlberechtigten wollen wir ja gar nicht reden. Warum eigentlich nicht? Schließlich geht es ja gerade um ein Demokratieproblem. Und das wird immer schlimmer.

    Also: Vielleicht auch für die WahlkämpferInnen eine Motivation. Ihr braucht gar nicht die Hälfte der Menschen zu überzeugen. Dabei fragt man dann auch immer so unappetitliche Sachen wie: Obere und untere Hälfte.

    Nein, es kommen sowieso nur die 72% und die Hälfte ist bei 36%. Wer jetzt noch bei den Direktmandaten was tut und macht, kann da doch was machen. Von wegen Volksparteien oder Klientelparteien. Oder Parteien mit Partikularinteressen, sollte man dann wohl eher mit Partikelinteressen beschreiben…

    Das jetzt mal zu dem Teil des Inhaltes. Die Schreiber haben alle gedacht, gedacht ist ein Tun-Wort und bewegt sich in der Vergangenheit. Nun könnte man mal versuchen zu ende zu denken.

    Also: Journalisten waren nicht in der Lage den Wahlausgang zu prognostizieren und haben die große Koalition als Selbstläufer gesehen. Cool. Das ist doch der viel größere Schuss ins Hirn.

    Warum ist denn niemand auf die Idee gekommen, dass die SPD sagen könnte: Halt – Stopp – Wir wollen erst einmal nachdenken!

    Nur weil der Spitzenkandidat das einzig für sich ausgeschlossen hat? Aber andere fanden die Idee doch vorher auch schon nicht toll… Anzeichen waren doch da. Und jetzt kommt das Problem. Werden die Schwesterparteien sich an gutes benehmen erinnern oder nicht?

    Reden sie also mit allen Parteien? Schmuddelkinderpartei inklusive? Übrigens wenn man schon nur von einer Minderheit die Mehrheit hat, dann sollte man das auch Gründen des Demokratieprozesses mal überlegen, ob eine Ausgrenzung da überhaupt möglich ist.

    Kommen wir doch aber noch einmal so direkt auf die Journalistenschelte zu sprechen: Wie ist denn das eigentlich? Wenn man zweimal über was geschrieben hat, dann ist man doch schon Fachjournalist. Kann das sein? Also Steuerberater-Ausbildung paar Jahre, zwei Artikel zum Steuerrecht und Fachjournalist. Dabei hat man ja schon seit Jahren eine Steuererklärung… Nein oder die anderen. Zwei Berichte von den dem Karnickelzuchtpreis mittlere Sieche und schon ist man journalistischer GroßrammlerIn?

    Wir sehen es doch, wer qualifiziert über Syrien schreiben kann, der muss doch auch nicht noch wissen, wie das Wahlrecht läuft. Es gibt da immerhin Feinheiten. Oft werden die nicht gebraucht. Aber jetzt z.B. das derzeitige Wahlrecht hat ja wieder nicht alle Anforderungen erfüllt. Wann wird eine Wahl mal für ungültig erklärt? Wäre ja auch mal interessant. Obwohl in der jetzigen Lage wohl eine Art Gefälligkeitsgutachten…

    Liebe Jounaillie von der selbstkritischen Seite, es ist wirklich ein Problem mit Euch. Aber mit der Bevölkerung auch. Vermehrt durch Baumärkte glauben wir alle, dass wir alles können und nur ein kurzes Einführungsvideo brauchen.

    Das funktioniert aber so nicht. Wie sollen wir weiter verfahren? Also gerade bei der Berichterstattung aus der Politik? Es gibt Fachthemen, da könnte man politikferne Fachleute fragen wie in der Sesamstraße: „Was passiert dann?“

    Dann könnten SystemkritikerInnen und Systemkonformitäten dazu ihre Kommentare auf den Punkt schreiben. Dann hätten wir wenigstens etwas erreicht. Nur hilft das den Karnickelzüchtern nicht, wenn da qualifiziert erläutert würde, wie hochqualifiziertes RammlerInnendasein körperlich vorgestellt wird und die systemkritische Journalismusvertretung fordert erst einmal ein anderes und auch geschlechtsneutrales Bewertungsshema. Deutschland ist eben ein Land der Schmalspurbahn, das darf nicht vergessen werden.

    Von wegen Dichter und Denker, vielleicht mal dichter und dann Lenker.

    Vielleicht solltest Ihr mal nicht nur Rücktritte fordern, sondern Führungskorrekturen. Dann könntet Ihr auch bei den Lektoratsfahnen etwas großzügiger sein. Dabei dann aber auch die Leute echt begleiten. Ich meine ja der Verteidigungsminister hatte schon auf eine Abwahl gehofft, damit keiner merkt, dass er an der Umstrukturierung gescheitert ist. Und jetzt fordert ihr doch einfach „DeMisere soll bleiben“.

    Und dann sagt Ihr noch was er machen soll. Mit Leuten zusammen, die was davon verstehen. Also nicht hier Soldaten oder Politikers, sondern eher so Kriegstreiber und Friedenstauben. Hoch spannend, mit Sicherheit.

    Schreiben wir uns doch den immer währenden Wandel auf die Unterärmel, dann vergessen wir vielleicht auch nicht, die Arbeit an uns.

    Schöne Grüße und vielen Dank für den Blogbeitrag!

  11. Dieser Beitrag zeigt noch einmal das Journalisten Wahlprognosen nicht verstehen. Wenn z.B. ca 2000 Wähler befragt werden liegt die zu erwartende Genauigkeit bei +/- 2%. d.h. Wenn die fdp bei Ca 7% liegt kann es durchaus knapp werden. Warum werden Prognosen ohne diese Informationen veröffentlicht und warum wird immer nur die Sitzverteilung und nicht der prozentuale Anteil der Stimmen im Parlament veröffentlicht ?

  12. Einen so geilen Beitrag habe ich noch von keinen Journalisten gelesen. Es hat mit Freude gemacht ihn zu lesen. Fehler kommen überall vor. Aber man muss den Mut haben sie einzugestehen. Ich habe heute die Petition für Neuwahlen unterschrieben. https://www.openpetition.de/petition/online/wir-fordern-neuwahlen-fuer-bundestagswahlen-2013

    Gruß Steffen Reiche

  13. Nein, ihr habt nicht nur falsche Schlüsse gezogen, ihr habt geziehlt die Wähler manipuliert. Ihr habt geziehlt eine Traumwelt verkauft und nun versucht ihr die Realität zu rechtfertigen. Das einzige was mich an dieser Sache tröstet ist, ihr werdet auch mit eurem Geld bezahlen müssen und ihr werdet auch in der Merkel Diktatur leben und es wird euch genauso treffen wie die, die ihr belogen habt!

  14. Soll bei so viel Selbsteinsicht jetzt etwa Mitleid aufkommen? Das gehört doch auch wieder zu den Informationen, die nur einen Zweck dienen, nämlich zu manipulieren. Es suggeriert, das von nun an die Wahrheit gesagt wird, worauf man sich dann verlassen kann als Leser. Um uns dann noch kräftiger eins reinzuwürgen. Und das gilt für die gesammte herkömmliche Presse. Statt dieses jämmerliche Geheule „hach wir wußten es ja nicht besser“, wobei man sich fragt, wo die dann ihre Bildung gekauft haben, hätte an dieser Stelle mal irgendeine Wahrheit stehen können. Davon gibts nämlich viele, Ihr seid nur zu sehr damit beschäftig sie zu verschleiern. Also lasst doch das Gesülz. Jemand der klar denken kann und informiert ist, zieht sich Euchen Quatsch erst garnicht rein, oder blickt sofort, was Ihr wirklich im Sinn habt. Bestätigungs-Kommentare um die Lage zu checken….wie billig!!

    • Das darf doch wohl nicht wahr sein!! Da bewegt sich mal jemand von der Seite der „Schuldigen“ – da geht jemand auf uns zu … und dann kommt sofort wieder jemand daher gelaufen, und stellt ihm ein Bein … Woran darf/soll man noch Glauben …? Etwa nur noch daran, dass alle Menschen schlecht sind? NEIN!! So einfache mache ich es mir nicht.
      Herr Heiser, Sie haben Mut bewiesen …und dieser Mut verdient Respekt. Denn genau das ist es, was unser Land jetzt braucht. Den Mut zur Veränderung.

      • Wenn er wenigsten den Mut hätte zu handeln, dann würde ich applaudieren. Kein Mensch fände das toll wenn unsere Parteien so handeln würden. Dazu stellen Sie sich einfach mal folgende Situation vor.
        … Pressekonferenz der FDP nach der Wahl… Rösler tritt ans Rednerpult…“Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit erklärt der ganze Parteivorstand seinen Rücktritt“… Stille im Saal…“wir erklären aber nicht den Rücktritt von unseren Vorstandsposten, sondern wir erklären den Rücktritt vom Anspruch immer Recht haben zu müssen“…Verwirrung im Saal…“darüber hinaus wollen wir in Zukunft wieder sozial-liberaler sein“… aufbrandender Applaus bei den Anwesenden und Journalisten, Bravo Rufe… was für ein konsequenter Rücktritt!

  15. Wo ist hier der „like“-button?

  16. pinnt dem mann einen orden an die brust, am besten mit einem einem verrosteten 10 zoll nagel.

    aber im ernst, sollte er die letzten absätze ernst meinen, dann könnte man manchen deutschen politik-journalisten vielleicht wieder das prädikat „qualität“ zugestehen.

  17. Schöne Worte Herr Heiser.

    Und nun? Rücktritt oder nur viel heiße Luft…

  18. Ich finde nicht, dass die Journalisten sich die Schuld an den nichteingetroffenen Wahlergebnisen geben sollte. Sie sind mit Verlaub keine Statistikexperten und können daher auch nur das „verwursten“, was Ihnen die diversen Statistiker liefern.

    Allerdings würde ich mir (von den Medien generell) bei der nächsten Wahl mehr Berichterstattung über INHALTE wünschen – und dafür weniger Hinterhergerenne hinter den neuesten Umfrageergebnissen und wie Frau Merkel angezogen ist und wer wieso für welche Kampagne aus welchem Grund welches Körperteil hochreckt. Wenn Umfrageregebnisse wirklich wichtig wären, dann könnten wir uns dann ja vielleicht in Zukunft mit dem Gang zur Urne auch einfach sparen. Stattdessen kann dann Forsa und IFD uns sagen lassen, was wir wählen würden, wenn wir denn hingehen würden… ;-)

  19. Der Wahlkampf in den Medien war eine Katastrophe! Ich bin immer noch angenervt, obwohl es vorbei ist. Es war kein „worum geht es“, sondern nur „wer sind die Protagonisten“. Großer Mist! Es ist mir doch total egal wie Frau Merkel ihre Hände faltet, oder warum Herr Steinbrück den Stinkefinger zeigt. Auch die tägliche Wasserstandsmeldung der Meinungsforscher – wen interessiert es noch, wenn man es 20x gehört hat. Die Nachrichten waren wie eine Schallplatte mit Sprung, täglich grüßte das Murmeltier. Die Journalisten (alle) haben sich ein Armutszeuignis ausgestellt. Vor lauter medialer Fettnäpfchenzuweisungen kannte ein Großteil der Wähler am Wahltag noch keinen Unterschied zwischen den Parteien. Da entscheidet der Wähler so:
    „Der Brüderle ist ein Sexist und guckt immer so komisch, der Steinbrück guckt arrogant und wenn der Bundeskanzler wird, will der ja noch mehr Geld haben als die Merkel, der Trittin will mir mein Schnitzel verbieten und die Steuern erhöhen…die Angie, die lächelt so schön vom Plakat, die wähl ich“.

  20. Tja, genau die letzten Absätze wären eigentlich das, was ich wirklich lesen will. Keine Orakel und keine Lobhudeleien – egal nach welcher Seite, sondern kritische Fragen (Frau Merkel, warum verweigern Sie sich Volksentscheiden und einer nah GG erfoderlichen neuen Verfassung?) und echte Analysen (Wo bleibt das Geld, das die Menschen erarbeiten, wirklich?) Dann sieht die Steuerdiskussion nämlich ganz anders aus und es stellt sich z.B. nicht mehr die Frage, ob Arbeit noch stärker besteuert werden soll, sondern welche Konzerne und Kapitaleigner sich legal wie illegal vor dem gerechten Anteil am Gemeinwohl drücken.
    Da kann ich nur sagen: U M S E T Z E N !!!

  21. tja weil die meisten sich vor den Karren spannen lassen, uns manipulativ Dinge erzählen sollen, zu denen sie gezwungen sind, und nicht die Wahrheit sagen können, dürfen, weil sie auch quasi erpresst werden, wenn sie nicht nach vorgeschriebenem Mitteilungen machen und argumentieren, dann werden sie gemobbt! sie dürfen einfach nicht die Wahrheit sagen! da stehn wir heute ! ganz schön traurig so was! eine GeldEliteMacht, erpresst alles! Politik, Journalismus, einfach alles! sozusagen nahezu alles wird nur noch erpresst und ist erpressbar! nahezu die ganze Menschheit am „Nasenring“ mit Geldmachtstrick und derer Machtmenschen gezerrt und gerfangen! ! ein furchtbarer Zustand der Unfairness, der Lügen, der Erpressung, dem unmenschlichen Druck eines könnte man sagen, Spinnennetzes der Geldmacht, das gewoben wurde, nahezu verzweifelbar ausgesetzt! doch einmal kommt die Strafe, über die, die das antaten, die unfair u. unmenschlich waren! die sich nicht der Lügen widersetzten! denn Gott dem Schöpfer wird keiner entgehen! und es gibt so eine Art „Bumerangeffekt“ eine art unumstössliches Gesetz in dieser Schöpfung, auf dieser Erde, das alle die Unrecht tun, und dadurch Leid hervorrufen, Menschenleben und Naturgesetze, Fairness missachteten , Kriege aus Lügen, aus Egoismus, treffen wird!

  22. Sebastian Heiser, Sie exponierten sich durch den Blog-Artikel selbst. Jetzt hoffe ich, dass Sie ein dickes Fell haben. Ein Teil der Kommentare greift Sie meiner Meinung nach unfair an.
    ###################################
    An alle Kritikerinnen und Kritiker: Lest doch mal, was Sebastian Heiser sonst in dem Blog schreibt und bildet euch danach eine Meinung.

  23. Der Journalismus koennte viel kritischer sein, wenn man das nur unterstuezen und belohnen wuerde. Ich kenne die Ausbildung nicht, vielleicht wird das Investigative nicht unterrichtet. – Mir faellt etwas anderes auf. Alle Parteien die im BT waren haben sich strategisch und vor allem taktisch verschaetzt. Die Abstrafung der FDP und der Run auf die AfD war zu erwarten, ich meine vor allem die anderen Oppositionsparteien. Die furhen einen relativ inhaltlichen Wahlkampf und wurden bestraft, entweder wil die Inhalte nicht ankamen oder weil der Vergleich zu den Inhalten der CDU/CSU nicht hinreichend da war. Insofern haben viele Waehler, ist meine Annahme, das Positve in die leere Huelse „Sie kennen mich“ hineinprojeziert. Merkel machte sich nicht angreifbar. Die strategischen Angriffe mit Inhalten prallten an ihr ab. Die Waehler glaubten es. Viele und sehr wichtige Strukturaenderungen stehen an – und werden Geld, viel Geld, auch Umstrukturierungen, kosten. Die Debatte zu diesen Themen und anderen WICHTIGEN haette man von journalistischer Seite allen PArteien muessen. Stattdessen liess man sich von den Wahlkampfbueros einlullen.

    • Er soll konstruktiver anstatt „kritischer“ sein, doch das verbietet sich, weil Journalismus in Verpflichtung zu journalistischer „Neutralität“ ausgebildet wird – entsprechend den systemrationalen Kriterien der zeitgeistlich-reformistischen Intrigen des geistigen Stillstandes mit „gesundem“ Konkurrenzdenken für den „freiheitlichen“ Wettbewerb im „Recht des Stärkeren“ dieser Welt- und „Werteordnung“ im geistigen Stillstand seit der „Vertreibung aus dem Paradies“!?

  24. Ist es nicht symptomatisch für eine Gesellschaft die von Wirtschaftswissenschaften gesteuert wird, sich einbilden zu könne, sie wisse, was die Zukunft bringt, wenn man nur dem neoliberale Weltbild folgt? Es ist daher nur konsequent, dass die Presse als Verkünder neoliberaler Propaganda ordentlich mitmischt und so tut als hätten sie den Gral der Weisen (Wirtschaftsweisen) gefunden!

  25. Irgengwie spricht er doch nur aus, was viele Amteurpolitiker im Wahlkampf vor Ort tagtäglich erlebt haben. Haben auf dem Podium mal zwei aus einer Partei nicht die selbe Meinung ist das schon eine Überschrift wert. Die restliche themenbezogene Diskussion mit realen Ergebnissen fällt dann schon mal unter den Tisch, leider. Dann sollte manch ein Journalist das Ressort wechseln und über die Farbgebung der Windeln und den Einfluss auf das gemachte berichten.

  26. Leider wird dieser Artikel als wohlfeile öffentlichkeitswirksame selbstgeißelung wirkungslos verpuffen. Journalist_innen hatten noch nie die Angewohnheit auch mal an sich selbst zu zweifeln, sie zweifeln ja schon an allen anderen …

    Gerade jetzt zum Beispiel sagen sie jedem, der es hören will, voraus, welche Regierung in 4 bis 6 Wochen stehen wird, ohne vlt. mal auf die Dynamiken in den entscheidenden Parteien und Gremien zu achten. Und hinterher werden wieder alle sensationell überrascht sein über das Ergebnis.

  27. Was spricht dagegen, zu Wahlen über Kandidaten, Positionen, Vergangenheiten von Parteien zu schreiben ohne zu versuchen, Wahlergebnisse vorherzusagen. Es würde der Wahl ungemein gut tun, wenn die Wähler mehr Fakten als Prognosen wissen würden. Wenn die persönliche Wahlentscheidung mehr von Umfrageergebnissen als von Inhalten (= strategisches Wählen) abhängig gemacht wird, kann nie der tatsächliche Wählerwille im Ergebnis abgebildet sein.

  28. Ich finde es ganz im Gegenteil befremdlich, dass ein Rücktritt in der Politik als Allheilmittel gesehen wird. Politiker machen, wie alle Menschen, Fehler, und ein Rücktritt macht den Fehler nicht ungeschehen. Ich kündige doch auch nicht meinen Job, wenn ich im Büro einmal einen Fehler mache. Ich hielte es für zielführender, wenn Politiker (und Politikjournalisten) aus ihren Fehlern lernten und versuchten, diese fürderhin zu vermeiden.

  29. Die Demoskopen lagen bei dieser Wahl eigentlich gar nicht so schlecht mit ihren Prognosen. Der Fehler der Journalisten besteht also weniger darin, dass sie sich zu sehr auf Meinungsumfragen verlassen hätten, sondern dass sie bestimmte Varianten schlicht ausgeblendet haben.

  30. Liebe Leserin und liebe Leser,
    als ich mir am Wahlsonntag um 20:29 Uhr die Wahlergebnisse anschaute, war ich doch etwas irritiert. Die Parteien hatten schon die Konsequenzen gezogen:
    Die CDU/CSU feierte ihren grandiosen Sieg.
    Die SPD hatte ihre Veranstaltung schon beendet und war am Einräumen.
    Die FDP packte ihre Koffer.
    Die Linken feierten, die drittstärkste Partei im Parlament zu sein.
    Die Grünen arbeiteten ihre Verluste auf – und so weiter…
    Dann schaute ich mir die Ergebnisse in den einzelnen Wahlkreisen an, und siehe da, es gab noch keine Ergebnisse! Lediglich ein Wahlkreis in Bayern war erst ausgezählt! Woher wußten nun die Parteien um den Ausgang der Wahl, wenn doch erst ein Wahlkreis ausgezählt war???!!!
    http://monalizani.wordpress.com/2013/09/24/deutschlands-zukunft-sieht-schwarz-aus/Ihren Kommentar hier eingeben

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  33. Was wäre, wenn Merkel die absolute Mehrheit errungen hätte?
    .
    Wir hießen Sie „Sonnenkönigin“? (Bild-Titel?: Queen Angie).
    Die Union-Zeitung nennte sie „Sunny Merkel“?
    Das Ausland ängstigte sich mit „Miss Absolut“, britische Zeitungen skandierten:“Hail Merkel!“?
    Die Franzosen bangten mit „L’etat c’est elle!“(?)
    Aus Schweden käme andere Absolut-Wodka-Werbung?
    Die Junge Union JU marschierte mit Fackelzügen durch alle Tore?
    APO 2.0 ? (NSA liest mit)
    RAF 4.0?
    Der Bundestag würde von den anderen Parteien boykottiert werden?
    Das ZDF hiesse plötzlich Angie-TV und der Adels-Experte würde Merkels Eid im Bundestag als Krönungsfeierlichkeit, Inthronisierung zelebrieren?
    Sollte Stafen Raab mit seiner TV-Sendung „Absolute Mehrheit“ gar die Massen vorbereitet haben? Es kann nur eine/n geben? Folgte ein Mentalitätswechsel zur 1-Frau-Führung? Was sagt die hl.Schwarmforschung dazu?
    Kennt das nicht alles schon Bayern?
    Wer ahnt noch mehr Unheil?
    .
    Nein! Die hl.5%-Hürde ist schuldig. Sie verzerrt Mehrheitswahlen, lässt zu viele Stimmen unter den Tisch fallen, so wie wir es mit Hartz-4-Beziehenden auch tun.
    Wären weitere 4,9% einfach wegen ihr verfallen, so wäre es passiert…
    Schafft die 5%-Hürde ab!
    Schafft eine maximale Stimmenbegrenzung von 49% !
    Wir wollen nie wieder Absolutismus!
    .
    https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Louis_XIV_of_France.jpg

    • Schreiben Sie doch nicht „Wir wollen…“, wenn Sie eigentlich meinen „Ich will…“. Sie wollen nicht wahrhaben, dass offensichtlich ein Großteil der Bevölkerung die Regierungsarbeit von Frau Merkel gar nicht so schlecht findet. Passt aber wohl nicht in Ihr Weltbild.

      Ohne Fünf-Prozent-Hürde wären auch die Rechten im Bundestag vertreten. Vielleicht hilft es Ihnen auch sich mit der Weimarer Republik etwas mehr zu beschäftigen, dann hätten Sie vielleicht auch eine Ahnung, warum es diese Sperrklausel gibt. Aber halt, dann könnte man ja gar nicht mehr die Polemik an den Tag legen, die man den Politikern immer vorwirft, nicht wahr?

      • Den Bezug zur Weimarer Republik finde ich sehr spannend. Denn eigentlich stimme ich Ihnen zu. In der taz argumentiert Stefan Reinecke heute glaube ich aber, dass diese Bedenken heute nicht mehr angebracht sind. Nur Überschrift auf der Kommentarseite gelesen … bis Feierabend. Ich geb dann hier noch mal meinen Senf dazu ab.

      • Daaaankeschön für diesen Beitrag!
        Ist zwar OT, ich weiß, aber genau solche „Schafft die 5-%-Hürde ab“-Sprüche sind es, weswegen wir meiner Meinung nach weiterhin über das 3. Reich und ganz speziell über die Mechanismen, wie es dazu kommen konnte, reden sollten. Damit auch der letzte Depp irgendwann schnallt, wie schnell aus einem Viel-Parteien-Staat eine Ein-Parteien-Diktatur werden kann.

  34. Na wer als Erster gerade hier berufen ist Zurückzutreten, mein guter Herr Heiser, sind doch Sie, der Ausbund der Unaufrichtigkeit. Dieses kokette Spiel hier ist doch pervers, obowohl: in Ihrem Fall ist’s wohl einfach guter grüner Glaube… da versteht sich so ein Text besser, linientreu.

  35. Ein guter (Vor)Satz. Drücken wir Ihnen die Daumen, dass sie diesen auch durchhalten können. Ich dachte früher auch immer, dass Journalisten stets nur der Wahrheit verpflichtet sind. Ich habe Journalisten dafür bewundert, dass sie sich scheinbar von niemandem beeinflussen liessen in ihrer Berichterstattung..und war auch immer hoch betroffen wenn Journalisten gestorben sind in Ausübung ihres Berufes…für die Wahrheit! Heute…haben sich die Zeiten wohl geändert, anders lässt es sich wohl kaum erklären, dass nur noch blosse Sensationen oder Skandale erwähnenswert sind in der journalistischen Arbeit. Liegt ja aber vielleicht auch daran, dass es immer weniger „freie“ Zeitungen gibt sondern nur noch Teile von Konzernen und/oder Zeitungsimperien. Auch die öffentlich Rechtlichen Sender erfüllen ihren Auftrag nicht mehr, nämlich neutral über alles zu berichten. Wie anders wäre es sonst zu erklären, dass eine Partei wie die Piraten in den letzten Monaten so (vorsätzlich?) aber in jedem Fall ziemlich erfolgreich totgeschwiegen wurde. Über die umfangreichen Programminhalte wurde wenig bis gar nicht berichtet. Wenn, dann nur um der Öffentlichkeit mitzuteilen, die Piraten würden ihre Chancen z.b. durch die NSA Affäre nicht nutzen…und man ja sowieso nichts von ihnen hören. Nein, da hatten sie natürlich Recht. Sie, und viele viele andere haben wenn überhaupt dann nur sehr selten einen der Presseberichte der Piraten veröffentlicht, obwohl die Presse entsprechend umfangreich und frühzeitig informiert wurde. Dabei sind Sie doch selber betroffen von den heutigen Entwicklungen in der gesetzgebenden Politik…und initiiert ausgerechnet von den beiden grossen Parteien, die man immer so hoffiert in der Berichterstattung. Bestandsdaten Auskunftsgesetz, Vorratsdatenspeicherung, die Überwachung durch den BND für und mit „Unterstützung“ durch die NSA…FREIER Journalismus geht doch wohl anders, aber natürlich dann auch in jede Richtung. Hier sitzen wir ALLE in einem Boot, gemeinsam als Bürger und sie zusätzlich als Berichterstatter für die WAHRHEIT. Eine Herausforderung…auch an Ihren Mut!

  36. Gute These, könnte man sagen, aber…STOPP!, Herr Heiser!
    Ihre Kollegen von der Süddeutschen haben diese Möglichkeit in Erwägung gezogen in der letzten Ausgabe vor der Wahl, und dies sogar auf Seite 1. Ist Ihnen entgangen, oder ;-) Aber die taz Redaktion tauscht sich vielleicht nicht so mit den Münchner Kollegen aus!?

    Schauen Sie mal:

    „Sollten die Liberalen und die Euro-Kritiker den Einzug knapp verpassen und viele FDP-Anhänger im letzten Moment zur CDU wechseln, wäre auch eine knappe absolute Mehrheit an Sitzen für die Union nicht völlig ausgeschlossen. In diesem Fall würden schon etwa 43 Prozent der Stimmen ausreichen.“

  37. Mutig, Herr Heiser, und sehr ehrenwert. Andererseits ist es ja nun tatsächlich auch nicht zu dieser – zwischenzeitlich am Sonntagabend hochgerechneten – absoluten Mehrheit der CDU/CSU gekommen. Und stellen Sie sich mal vor, was ein Journalist wohl für Reaktionen geerntet hätte, der vorher so etwas am Horizont erahnt hätte! Dass es so hätte kommen können, sehe ich genau wie Sie als Aufforderung an Sie als Journalist, eigenständiger und mehr quer zu denken, grundsätzlicher zu fragen, tiefer zu schürfen, ab und zu erheblich mehr Distanz zum Tagesgeschäft einzunehmen – und weniger unhinterfragt zu wiederholen, was der Mainstream und die „political correctness“ vorgeben. Beispiel: Ausgerechnet Stefan Raab hat im TV-Kandidatenduell in erfrischender Weise genau das umgesetzt, was ich mir als Leser, Hörer und Zuschauer wünsche, und damit die drei Polit-Profis an seiner Seite unglaublich blass wirken lassen. Also: Bitte mehr Mut zur Originalität und stellen Sie vor allem lieber clevere Fragen, als fertige Antworten zu übernehmen!

    • Ja, es ist dazu nicht gekommen, aber es war knapp. Nach dem Wahlrecht von 2009 hätte Merkel übrigens die absolute Mehrheit.

      • Ach, ehrlich? wegen der Massen an Überhangmandaten in der schwarzen Republik? da hat sie ja gerade noch mal Glück gehabt, und wir auch alle. Dank ans Verfassungsgericht, einmal mehr.

  38. Dieser Beitrag ist – entschuldigung – sondersgleicher Blödsinn! Wenn die Presse derartig toll und Allwissend wäre, bräuchten wir nicht mehr zu wählen. Dann fragen Bild, Süddeutsche, FAZ und TAZ, wie denn nun der Michel und Michela ticken und dann bilden wir nach deren Antwort die Regierungen.

    Was soll solcher Größenwahn? Auch die Presse ist nicht Allwissend – und das ist gut so!

    • Aber die Presse ist mächtig, weil sie Menschen manipulieren kann.
      Die BILD ist einfach aber wirkungsvoll. Nicht alle Menschen lesen, weil Lesen strengt an. Denken strengt erst recht an und ist unbequem.
      Warum die Aufregung und worüber eigentlich?
      Es kann nicht so weiter gehen, daß Die Wirtschaft subentioniert wird,es Steuerschlupflöcher gibt, es nur um Profit geht, Massentierhaltung und ähnlich ekelhaftes, daß erst Atomkraftwerke in die Luft fliegen müssen ,um Wind-und Solar- Energie zu fördern. Das ist Lobbyismus in der Atom- Holz- Alkohol- Pharma- Lebensmittel- Atom- Industrie. Freiwillig machen die keinen Schritt zurück. Geld einbüßen will von denen keiner. Aber das Volk ausbeuten. Sie sind reich, weil sie Gewinne nicht dem Volk zurück geben. Lobbyismus muß bestraft werden! Und investieren, das machen die schon lange nicht mehr.
      Bei einer SPD- LINKE- GRÜNE Regierung können wir auf Gerechtigkeit hoffen.

  39. Sehr geehrter Herr Heiser, ich möchte mich bei Ihnen für Ihr aufrichtiges Eingeständnis von Fehlern bedanken. Fehler sind menschlich und wenn sie in der Rückschau eingesehen und korrigiert werden, sollte man für die Zukunft wieder ganz neu anfangen dürfen. Es tat gut, einmal so etwas zu lesen. Ich empfand einiges in den medialen Berichterstattungen als sehr ärgerlich und möchte Ihrer Aufzählung etwas hinzufügen. Insbesondere die kritiklose Schlagzeilenblase rund um Peer Steinbrücks Stasi-Vergangenheit kam bei mir sehr unangenehm an, vor allem wegen der gleichzeitigen Unterlassung der Berichterstattung über Gysis und Merkels Stasi-Akten, die fein säuberlich unter Verschluss und Verschwiegenheit gehalten werden. Spätestens da bekam ich als Leserin das Gefühl, dass man nicht getrieben war von Aufklärungspflicht, sondern von dem dringenden Wunsch, Herrn Steinbrück irgendetwas Hässliches nachsagen zu können. Sehr unangenehm. Ich weiß nicht, ob auch die taz darüber berichtet hat, aber im Falle von etwaigen Neuwahlen würde ich es schön finden, wenn die Medien mehr dabei helfen würden, die Informationen über die jeweiligen Wahlinhalte unterscheiden zu können, als in negativer Weise durch Halbwahrheiten und Unterstellungen aufzufallen. Ihnen persönlich nochmal herzlichen Dank für Ihr Eingeständnis, wegen dem Sie nach meinem Geschmack im rein theoretischen Falle einer Rücktrittsforderung von derselben als befreit gelten dürfen.

  40. Ja, stimmt. Mir hatte eine Woche vor der Wahl ein Kumpel das Szenario vom Wahlabend beschrieben, dass die Union mit 42 Prozent – ja er hatte auch 42 gesagt – die absolute Mehrheit holen könnte. Ich hatte das aber nicht geglaubt.

    Und als ich die Hochrechnung mit der absoluten Mehrheit sah, dachte ich an die Prognose vom Kumpel – und dass das erklärt, warum die CDU nach der Bayernwahl plötzlich keinen Koalitionspartner mehr kannte und Erst- sowie Zweitstimme wollte. Weil die Strategen im Adenauerhaus ausgerechnet hatten, dass es klappen könnte und man es wagen sollte.

    Hätte es geklappt wäre es „Muttis Meisterstück“ geworden.

  41. Werter Sebastian Heiser,

    Journalisten sind nun mal keine Hellseher, daher muss auch niemand wegen falscher Prognosen zurücktreten, so launig ihr Artikelchen auch ist. Die meisten Journalisten haben ja schon genug Probleme mit der Realität.

    Die allgemeine Merkel-Mania ist nicht mehr auszuhalten. Dabei wäre es doch mal ganz interessant, von der angeblichen links-rot-grün angehauchten Journaille die Forderung nach einer Regierung links von der CDU zu hören. Aber nein. Das traut sich keiner mehr. Die taz der Ines Pohl schon lange nicht mehr. Womöglich wird man nicht mehr zum Presseclub oder zum Sommerfest des ZDF eingeladen, wenn man sich zu sehr abseits des Mainstreams stellt. Dabei könnte eine linke Mehrheit sogar durchregieren, wie es so dumm heißt.

    Ich prognostiziere schon jetzt: Es gibt die angeblich unausweichliche G. K. und nicht zuletzt die taz wird zusammen mit Spiegel, Stern, Zeit und so weiter beklagen, was für eine wenig innovative und schon gar nicht soziale Politik gemacht wird. Lieber Herr Heiser, Sie können dann ob der Fehleinschätzung Ihrer KollegInnen wieder einen launigen Kommentar schreiben. Werden Sie aber nicht tun.

    Denn dann geht es um harte Fakten, um böse Fehlsteuerungen zu Lasten der Armen, Migranten und anderen „Randgruppen“. Und damit hat die Journaille natürlich nichts zu tun. Die hatte ja nur den Job, dass bundesweite Roll-Back zu begleiten und sich auf Vortragsvergütungen von Steinbrück oder längst ausgeräumte Pädophälie-Vorwürfe gegen Trittin zu stürzen. Aber ich habe Nachsicht mit Ihnen: Das ist ja auch viel leichter, als sich inhaltlich mit der Politik auseinanderzusetzen. Die wird ja schließlich immer komplizierter, wie allseits zu lesen ist. Finde ich zwar nicht. Sie wird eher dreister. Aber viel Spaß mit der ewigen Kanzlerin. Wird bestimmt toll.

  42. Bitte tätowieren Sie diesen Bericht fein leserlich auf die Stirn aller BILD und Axel Springer Mitarbeiter, damit sie jeden Morgen wenn sie in den Spiegel blicken daran erinnert werden.

    Die BILD hat es bis heute noch nicht verstanden, das Merkel praktisch abgewählt ist.

  43. Naja, persönlich hatte ich mit einer großen Koalition gerechnet. Es tut mir jedoch weh zu sehen, dass wir ungehindert weiter machen, was die „fragwürdigen Darstellungen“ angeht.

    Heute morgen wurde in der ARD im Morgenmagazin betont, die CDU stünde für den mehrheitlichen Willen der Deutschen. Allein von den Prozentzahlen ist das schon falsch – auch, wenn es in diesem Wahlrecht dazu führt. Fakt ist: die Mehrheit der Deutschen, die gewählt hat, möchte etwas anderes, aber nicht Merkel.

    Den Nichtwählern braucht man da gar nichts unterstellen, aber auch sie erhöhen zu einem gewissen Anteil die Zahl derjenigen, die sicherlich alles wollen, nur nicht Merkel.

    Wer sich darüber auch nur fünf Minuten Gedanken macht kann sich dann auch die fehlende Mehrheit der CDU im Bundesrat erklären.

    Meine Meinung:

    Das letzte, was diesem Land passieren darf ist eine große Koalition, denn sonst geht es in dem fragwürdigen Stil der letzten Jahre weiter. Ein Gipfel nach dem anderen, noch mehr Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen, Doktortitel, die abgesägt werden, wie Tannenbäume zur Weihnachtszeit – und dann haben wir noch kein Stück des Molochs Verteidigungsministerium und Rüstungspolitik der Regierung aufgearbeitet.

  44. Pingback: Links oben: Von Rücktritten und Rückschritten - UNIVERSALCODE

  45. guten tag,

    vllt geht es noch viel weiter?! von den meisten gar nicht wahrgenommen, stellte ich bereits am sonntag eine anmerkung in den raum:

    >> kurze zwischenfrage: um ca.19:30h (stand der #hochrechnung: absolute mehrheit für die #union) ging mehrfach die meldung „die #linke ist stärkste oppositionspartei“ über die sender – war da jemand etwas voreilig, #matrix? #verschwörungstheorie! <<

    eigentlich unvorstellbar in dieser dimension – doch was, wenn wir am ende tatsächlich die marionetten einer 80mio-truemen-show sind? man müsste den bilderbergern wirklich respekt zollen.

    schöne grüße!

  46. Pingback: Wir schaffen es nicht | ... Kaffee bei mir?

  47. Die Berliner Republik lässt grüssen. So ist das eben, wenn man sein Leben zwischen Bundespressekonferenz, Hintergrundgesprächen („unter 3“ – de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Presse_Club#.E2.80.9EUnter_3.E2.80.9C) und Häppchenempfängen von Ministerien, Abgeordneten und Verbänden verbringt. Da bleibt der Blick für die Realität im Land auf der Strecke.

    Zum Therma Unions-Mehrheit. Selbst wenn einige in ihrer Filterblase das geahnt hatten, oder sogar Indizien präsentieren hätten können. Niemand hätte sich aus dem Fenster gelehnt, weil ein „CDU vor der absoluten Mehrheit“ in der Schlagzeile genau das Gegenteil bewirkt hätte. Angst vor der Mehrheit, Mitleid mit der FDP als „Korrektiv“, Stimmen für die AfD, weil die CDU ja eh die Katze im Sack hat, usw. Politik-Journalisten werden missbraucht und lassen sich missbrauchen, weil das Gefühl am „Puls der Macht“ zu sein, blind macht.

  48. Hallo Herr Heiser,
    vielen Dank, ich finde es lobenswert, dass zumindest ein Journalist mal Selbstkritik äußert. Mich stört diese Umfrage-Hörigkeit schon spätestens seit 2002. Allerdings „das Kleingedruckte“, mit Verlaub: So wahnsinnig kleingedruckt ist ist das Kleingedruckte von Umfragen nicht! Es ist völlig klar, dass Umfragen nur sehr bedingt das tatsächliche Wahlverhalten abbilden. Viele Milieus sind unterrepräsentiert und am Telefon etwas sagen ist etwas anderes, als am Ende ein Kreuz bei der Wahl machen. Seit 2002 liegen die Umfrage-Institute jedes Mal kolossal daneben, das weiss doch inzwischen sogar jeder „Otto-Normal-Politikbeaobachter“. Also bitte: Das nächste Mal auf Inhalte konzentrieren und Regierungsoptionen etwas mehr von dem Demoskopen-Getue abkoppeln, am Ende entscheiden nicht Infratest, Forsa und Allensbach die Wahl, sondern der Wähler!

  49. Ich glaube Sie machen die Unfähigkeit der Journalisten am falschen Punkt fest: es liegt einfach nicht, daran, dass Prognosen und Umfrageergebnisse zitiert wurden. (Die Umfragen aller Institute waren übrigens alle sehr genau) Sondern darin, dass niemand die Umfrageergebnisse in konkrete Szenarien übersetzt hat. Insbesondere hat sich keiner Gedanken gemacht, dass Umfragewerte von 5,0% für FDP wie AfD genaugenommen als 5,0 +/- 0,5 % zu verstehen sind. Und keiner hat realisiert, dass bei einem möglichen Wegfall von fast 15% der Wählerstimmen (FDP, AfD, Piraten …) aufgrund der 5%-Klausel eine absolute MEhrheit bereits mit 42,5% der Stimmen möglich ist.

  50. Ihren Kommentar hier eingeben
    Sehr geehrter Herr Heiser,
    schön dass Sie und Ihre Kollegen endlich zur Einsicht kommen, dass die Berichterstattung in den letzten Monaten von einer Überheblichkeit der Journalisten im Allgemeinen geprägt war.
    Die Journalisten hätten sich mit den Wahlprogrammen und deren Hauptfiguren auseinader setzen müssen und nicht mit Belanglosigkeiten.
    Ich hoffe, dass man endlich begriffen hat, was Frau Merkel wirklich will. Lesen Sie dazu das Buch „Die Patin“, dann wissen Sie das diese Frau alles was uns lieb war kaputt machen wird und zwar ganz systematisch. Was Ihnen als Journalisten daraus entstehen kann, muss ich Ihnen nicht erzählen, vielleicht hat Frau Merkel bereits in die Meinungsäußerung eingegriffen?

  51. „Ich bin davon überzeugt: Wir würden die Wahlberichterstattung auch mit Inhalten vollbekommen können.“

    Na dann tut es mal, und ihr werdet sehen, daß ihr gegen die herrschende Ideologie, die tatsächlich die Ideologie der Herrschenden ist. widerstehen müsst.

    Und schon seid ihr Partei in diesem Streit, und das wollt ihr nicht.

  52. Lieber Sebastian Heiser,

    willkommen in der Realität, deren harten Boden bei dieser Wahl nicht nur die FDP kennengelernt hat. So ist das nunmal, wenn man im Inneren einer Seifenblase lebt, hoch über den Dingen schwebt und der Blick nach draußen schillernd und schön ist. Ich stelle auch dieses Mal wieder mit einer Mischung aus Faszination und Entsetzen fest, wie sehr das Platzen der eigenen „Filter-Bubble“ die Beteiligten trifft. Vielleicht sollten Sie – und dieser Rat gilt auch allen Politikern – sich einmal selbst und öfters ein eigenes Bild von der Realität besorgen und nicht nur auf gefilterte Komfortinformationen zurückgreifen. Aber wie sang Andrea Nahles doch so schön im Bundestag: „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt!“. Sehen Sie: Genau das ist das Problem.

  53. Ich möchte gar nicht so sehr auf den ersten Teil eingehen. Aber der letzte trifft den Nagel auf den Kopf.

    Noch niemals hat der Journalismus so versagt wie in diesem Wahlkampf. Noch niemals wurde er geschlossen von Skandalen gelenkt. Noch niemals hat er so wenig Information gebracht.

    Mit „mir war permanent schlecht“ ist die Situation schon nicht mehr treffend beschreibbar. Und direkt nach der Wahl wird es ja nicht bsser. Da gibt es Lobeshymnen überall da wird vom „Stolz der Partei“ geredet (nein nicht nur im BR, auch in SpOn), da wird munter weitr Wahlkampf für Mutti betrieben. Und dabei gibt es doch gar keine Wahl mehr.

    Ich bin ein Auslandsdeutscher, meine Hauptinformationsquelle sollten momentan deutsche Medien sein. Aber sie sind so grässlich, so parteiisch, so informationsarm. Wenn ich wissen will, was in Deutschland abgeht, muss ich internationale Publikationen lesen.

    Taz ist da nicht besser als Bild, Faz, Welt und Spiegel. Das Schlimme ist nur, dass ihr den Anspruch habt. Und doch nutzt ihr den Wahlkampf um eurer Wahlpartei mit einer 30 jahre alten „Affaire“ (doch eher seit 30 jahren öffentlich beekannte tatsache) den Dolch in dn Rücken zu rammen. Warum? Warum spilt ihr das verlogene und durchschaubare Spiel mit? Ist der Reizd er Leiche im Keller zu groß?

    • Sie haben mit Ihren zeilen den Nagel auf den Kopf getroffen,
      gegen eine solche Medienkampagne ist jeder der wirklich was
      für sein Land tun will chancenlos und das ist eigentliche
      Verwerfliche. Da sind alle demokraischen Strukturen gebrochen
      worden. Hoffentlich ist es nicht schon zu spät.

    • Es geht nicht darum, dass die „Affäre“ seit 30 Jahren bekannt war, sondern darum, dass man sich nach 30 Jahren immer noch nicht davon distanziert hat. Und das von einem Menschen, der immer als erster „Rücktritt“ schreit. Frau Schavans Verfehlungen liegen gar noch länger zurück und dennoch…

  54. Ich habe im Text jetzt den Link zu und Zitat von Infratest Dimap hinzugefügt.

  55. Merkwürdiger Artikel, der sich, wie so oft, mehr um die Selbstverliebtheit und Selbstbeweihräucherung von Journalisten dreht. Niemand nimmt sie mehr ernst, Umfragen zeigen, dass die Deutschen Journalisten für korrupter halten als das Parlament! Viel tiefer kann ein Berufsstand nicht sinken.

    Die Idee des Zurücktretens von Journalisten begrüße ich. Sie haben immernoch am meisten Macht, wer nicht mitspielt von den Politikern wird gnadenlos fertig gemacht. Schön wäre es, wenn Journalisten bei Fehlern nicht, die die sie darauf hinweisen medial erledigen, sondern ihren Job aufgeben. Sie müssen sich immer klar machen was veröffentlich Worte anrichten können, das ist ein große Verantwortung. Wer der nicht gerecht wird muss zurücktreten.

    • So, Mike, und was bist du von Beruf, dass dir offenbar niemals irgendwelche Fehler unterlaufen?

      Oder trittst du konsequenterweise immer, wenn was schiefgeht, von deinem jeweils aktuellen Broterwerb zurück und suchst dir was ganz Neues?

      • Wie ich bereits in meinem Beitrag erwähnte: Journalisten haben im Land am meisten Macht von daher gelten auch andere Regeln für sie. Eben genau die Regeln, die sie auch allen anderen anlegen, nur an sich selbst nicht.
        Was ist denn schlimmer: Wenn ein Politiker einen Teppich auf Steuerzahlerkosten ins Land bringt oder wenn Journalisten gezielt einen Menschen mobben? Wenn Parteien gezielt ausgelassen werden in der Berichterstattung oder bewusst gepusht werden?
        Das richtet alles viel mehr schaden an als die meisten anderen Berufe anrichten können.

        Meistens sind es ja auch keine Fehler sondern bewusste Kampagnen. Wer die Pressefreiheit so extrem missbraucht, wie es in diesem Land Gang und Gäbe ist muss eben irgendwann auch mal Konsequenzen des Handelns tragen.

        • „Journalisten haben im Land am meisten Macht“? Ich glaube, wir leben in verschiedenen Ländern. Die meiste Macht haben in diesem Land immer noch die Banken und Arbeitgeberverbände, aber bestimmt nicht Journalisten. Und für die sollten deiner Meinung nach also „andere Regeln“ gelten, sprich: Sie dürfen sich keinen Fehlgriff leisten, sonst müssen sie sofort abtreten? Also, nur damit ich das richtig verstehe: Deiner Ansicht zufolge dürfen sich alle anderen Berufsgruppen mehr Fehler erlauben, also Ärzte, Bauingenieure, Chemiker …?

          Wenn du dich gegen Journalisten wenden willst, die „gezielt einen Menschen mobben“, dann habe ich nichts dagegen – nur wärst du dann in den Kommentarspalten der Springerblätter weitaus besser aufgehoben. Auch was Kampagnen oder gezielte Auslassungen oder Gepushe angeht. Ach, was verschwende ich meine Zeit – was du hier verbreitest, ist bloße Verschwörungsrhetorik, lieber Mike. Wenn Journalisten also nur Schaden anrichten, dann bestell deine Zeitung ab und lies am besten gleich die Pressemitteilungen der Regierung, da steht alles drin, was du für deine politische Meinungsbildung brauchst.

  56. Och Ihr habt noch einiges mehr vergeigt. Alleine wie man im Pressekollektiv den Außenminister gar nicht mehr hat stattfinden lassen. Wie man lieber die AfD als Euro-Gegener positioniert hatte, anstatt ständig darauf hinzuweisen, wie unglaublich weit braun und rechts die denken. Wie Ihr kein bisschen darauf eingegangen seid, welche Wahlversprechen der CDU nicht eingehalten wurden – was fast alle waren.

    Ich habe mich in einem Wahlkampf selten so geekelt, wie dieses Mal. Daran ist nicht nur Brüderle schuld. Die Presse trägt ein sehr großes Maß daran.

  57. Moment. Es haben also fast alle Journalisten vorhergesagt, dass es keine absolute Mehrheit geben wird.

    Dann ist dieser Fall eingetreten, und nun sollen die Journalisten „zurücktreten“?

    Ich glaube, Sie haben eine verquere Vorstellung vom Job des Journalisten. Es geht nicht um einen Wettbewerb, bei dem der gewinnt, der die Wahl am genauesten vorhersagt. Das ist der Job von Meinungsforschungsinstituten.

    • Die Institute haben Stimmungsbilder erhoben. Es waren die Journalisten, die aus diesen Stimmungsbildern dann Vorhersagen für den Wahltag abgeleitet haben und diese Vorhersagen zur Wahrheit erklärt haben. Es ist der Job von Journalisten, die Dinge richtig zu beschreiben und sich dabei auf zuverlässige Quellen zu stützen. Die Institute weisen, wenn man es genau liest, auch korrekt aus, was sie machen. Infratest dimap zum Beispiel: „Die Sonntagsfrage misst aktuelle Wahlneigungen und nicht tatsächliches Wahlverhalten. Sie ermittelt damit gleichsam einen Zwischenstand im Meinungsbildungsprozess der Wahlbevölkerung, der erst am Wahlsonntag abgeschlossen ist. Rückschlüsse auf den Wahlausgang sind damit nur bedingt möglich.“ Die Journalisten dachten, sie könnten das, was die Institute nicht können, nämlich Rückschlüsse auf den Wahlausgang zu ziehen. Das geht nicht, das sollten wir bleiben lassen.

  58. Die gespielte Zerknirschtheit und aufgesetzte Selbstkritik des Herrn Heisers, die bei genauerer Betrachtung doch nur schlecht kaschierte Eitelkeit ist, in allen Ehren: Aber wovon bitte sollen Journalisten zurücktreten? Von welchem Amt? Wurden sie gewählt? Von wem? Und warum ist es dramatisch, dass Politikjournalisten den Ausgang der Wahl nicht vorhersehen konnten? Hat irgendjemand erwartet, dass Leute, die den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen in die Köpfe der Wähler blicken können? Richtig witzig wird es aber wenn Herr Heiser formuliert, er hätte den Anspruch die Wahrheit zu kennen? Gesegnet sei der, der von solch Selbstbewusstsein beseelt ist. Der letzte, den ich kenne, der den Anspruch hatte die Wahrheit zu kennen, war mein Staatsbürgerkundelehrer in der DDR. In einem kann ich Herrn Heiser aber beruhigen: Zu keinem Zeitpunkt hat er den Lesern etwas vorgemacht. Kein Mensch dürfte sich daran stören, wenn „hauptberufliche Politikbeobachter“ danebenliegen und dass uns Herr Heiser oder Kollgen die Politik erklären, hat wohl keiner erwartet. Zumindest die, die wissen, dass „Politikbeobachtung“ darin besteht, die Zahlen der Umfrageinstitute zu kommentieren und sich ab und zu mit einem Abgeordneten auf einen Kaffee zu treffen. Eine Frage hätte ich aber noch: Wie hätten denn die verhinderten Hellseher in den Redaktionsstuben die Zahlen der Umfrageinstitute überprüfen sollen? Selbst noch mal bei den Leuten anrufen? Bleibt die Frage: soll man über so einen Text schmunzeln oder staunenn, mit welcher Chuzpe mancher Schreiber seinen Größenwahn in Demut kleidet.

  59. Schön ist, dass die Wahlen doch überraschen. Dieses Mal lagen die Umfragen – das lässt sich gerade schön auf Sp.On. ablesen – gerade mal bei zweien der sechs relevanten Parteien noch grob zutreffend, während das Ergebnis der vier anderen Parteien in keiner einzigen Umfrage vorher gesehen wurde. Dabei sind die Union und die AfD nach oben, die Grünen und die FDP nach unten abgewichen bzw. heraus gefallen – nicht viel, manchmal geht es nur um Prozentpunkte nach dem Komma, aber im Fall der FDP z. B. entscheidende Prozentpunkte, und zur absoluten Mehrheit für Merkel haben auch nur Nachkommastellen gefehlt, bezogen auf beide Lager. Da fragt man sich schon, weshalb die politische Fantasie der Medien im Vorfeld so begrenzt ist bzw. sie sich von Umfragen so begrenzen lässt. Damit bekommen die viel mehr Einfluss und Gewicht.

  60. „Aber wie sonst sollen wir in Zukunft dann bloß die ganzen Seiten und Sendezeiten vor einer Wahl füllen?“ Gute Frage. Man könnte beispielsweise einen fairen Anteil dieser Seiten und Sendezeiten der Piratenpartei widmen, statt sie totzuschweigen und/oder der Öffentlichkeit weißzumachen versuchen, sie habe nicht einmal zum NSA-Skandal irgendwas Relevantes beizutragen.

    Wäre so ein Anfang.

    Man könnte beispielsweise darüber berichten, dass sie deswegen keine gelackten PR-Experten und durchgestylten Profipressesprecher besitzt, weil ihr Wahlkampfbudget nur ein Zehntel so groß ist wie die Summe von vier Millionen Euro, die von der AfD mal als unterste Untergrenze genannt wurde, unter der man gar nicht erst anzufangen brauche.

    Man könnte die Hintermänner der AfD aufdecken, die dieses Geld so spendabel rausrücken, und das Publikum sich seinen Teil denken lassen, warum die das wohl tun

    Man könnte auch mal, wo wir beim Thema Europa sind, klarstellen, dass die Zerschlagung des Euro der aller-aller-allersicherste Weg wäre, zum einen Deutschland in eine Riesenkrise zu stürzen (weil Binnenmarkt haben wir ja nicht, weil die Altparteien, Rot-Grün allen voran, Deutschland ja zum größten Billiglohnland weit und breit umbgebaut haben, und zwei Drittel oder so der Exportmärkte würden unweigerlich sofort kollabieren bei der Euro-Abspaltung, weil sich die Südländer unsere Exportprodukte schlicht nicht mehr leisten könnten.)

    Und man könnte veranschaulichen, dass eine Zerschlagung des Euro zugleich auch der absolut sicherste Weg wäre zu garantieren, dass „wir“ wirklich auf absolut gar keinen Fall mehr irgend etwas, auch nicht den kleinsten Bruchteil, von dem ganzen „Geld“ wieder bekommen würden, um das sich die AfD und ihre Anhänger so große Sorgen machen. Weil die Schuldner in Südeuropa würden ja dann sofort diese Gelegenheit dankbar nutzen und ihr EIGENTLICHES Problem, das Produktivitätsdefizit gegenüber Deutschland, dann auf die einfachste Art und Weise lösen: Durch eine Währungsabwertung. Und dann wäre das Produktivitätsdefizit IMMER noch nicht aufgeholt und würde es auch nie und diese Schulden KÖNNEN sie ja letztlich nur durch Güter begleichen, weil Geld ist ja nun mal eine Fiktion, wie jeder weiß, der beim Professor Flassbeck ein klein wenig aufgepasst hat.

    Alles Dinge, die in deutschen Medien noch nicht besprochen wurden. Weil oh Gott, dann müsste man ja eingestehen, dass womöglich sogar das heilige Deutschland in Europa mal irgendwas falsch gemacht hat.

    Oder mal verdeutlichen, dass mit einer PLeite der Südländer und ihrer Banken direkt auch unsere Renten komplett futsch wären.

    Geschweige denn mal die Lösung anreißen: Heftige Lohnzuwächse über Jahre und Jahrzehnte in Deutschland, baldmöglichst, und zumindest für die nächsten Jahre DEUTLICH oberhalb des Produktivitätswachstums.

    Aber das ist ja alles kompliziert und überhaupt waren wir bei der Berichterstattung über deutsche Parteien und verdeckte Parteienfinanzierung. Da könnte man seinem geneigten Publikum mal von den Mandatsträgerabgaben der Altparteien erzählen, und wie sehr dieses System dem Schutzgeld der Mafia ähnelt. Und dass es bei den Piraten auch deswegen so stark klemmt, finanziell, weil sie sich auch dieser sonst in der deutschen Parteienlandschaft so wohlfeilen Geldquelle verweigern. UND dem ganzen Lobbyquatsch, der jetzt so dringend neue Abnehmer sucht, nachdem die FDP ja Gottseidank abgemeldet wurde.

    Reicht ersma? Ich hätte noch ein paar Themenvorschläge, sonst.

    PS den eigentlichen Artikel, so mit „wir sollten alle zurücktreten“, fand ich echt groß.

  61. Das ist ja gerade das spannende an der Wahl! Dass keiner weiß, wie sie ausgeht! Wüsste man das vorher und könnte sich auf die Verhorsagen, Befragungen und Demoskopen verlassen, bräuchte man gar nicht mehr wählen. Und deshalb haben Sie alles richtig gemacht. Der Wähler hat auch alles richtig gemacht. Nur eine Gruppierung sagt uns nie die Wahrheit: die Politiker!

    • „alles richtig gemacht“ kann ich so wirklich nicht sehen. Genau der formulierte Ansatz, die Nachrichten lieber mit Substanz zu den Parteien, Hintergründen, Personen und v.a. auch einer ordentlich Aufarbeitung und Einordnung der Wahlversprechen/Programmziele der einzelnen Parteien zu füllen, wäre doch viel sinnvoller. Dummes Gewäsch über den Stinkefinger eines SPD-Spizenkandidaten, die „gefühlte Unfähigkeit“ einer Piratenpartei oder die „gefährliche Rechtsausrichtung“ einer AfD hilft nicht weiter. Ich habe im Vorfeld der Wahl viel Zeit damit verbracht mit Freunden Konzepte aus diversen Parteiprogrammen wie z.B. die verschiedenen Mindestlohn-Modelle oder das BGE zu diskutieren und da merkt man schnell, dass hier kaum jemand weiß, wovon er spricht – aber genau zu solchen konkreten Themen war ja auch leider nirgendwo was halbwegs substanzielles zu lesen/hören/sehen.

  62. Außerdem bitte Hans-Ulrich Jörges ausnehmen. Hans-Ulrich Jörges hat immer recht. Und wenn nicht, dann hat sich die Realität getäuscht.

  63. Ich empfehle Ihnen den Aufmacher der Süddeutschen Zeitung vom 21. September. Dort wird die Option absolute Mehrheit für die Union genannt. Ich fürchte, mit diesem Artikel haben Sie die eigene Unfähigkeit für gute Recherche bewiesen.