Olympisches Sport-Politik-Soli-Abo: Dabei sein ist wirklich nicht alles

S34-son8-02.pdf-1Von Willi Vogelpohl

Vom 7. bis 22. Februar 2014 finden in Sotschi die 22. Olympischen Winterspiele statt – die mehr sind als nur ein irgendein Sportereignis. Wie seit vielen Jahren üblich berichtet die taz über sportliche Megaevents wie Fußballweltmeisterschaften oder Olympische Spiele mit ausführlichen Berichten auf zusätzlichen taz-Seiten.

So auch bei diesen sehr speziellen Spielen. Während der Woche gibt es vier, am Wochenende sechs Sotschi-Sonderseiten, die von einem eigens für diese Veranstaltung zusammengestellten Redaktionsteam produziert werden. In diesem Team arbeiten RedakteurInnen aus unterschiedlichen Ressorts, unter ihnen natürlich auch unsere Sportredakteure Andreas Rüttenauer und Markus Völker, die in Sotschi selbst sind und von den sportlichen Wettkämpfen und dem „Drumherum“ berichten.

Wir laden Sie ein, unsere Berichterstattung aus Sotschi zu verfolgen – und bieten Ihnen ein besonderes Angebot: das Sport-, Politik- und Soli-Abo der taz. Das Abonnement läuft für fünf Wochen zum Preis von 20 Euro und verlängert sich nicht automatisch. Pro Abo spenden wir 10 Euro für den Kampf von schwulen, lesbischen, bi- und transsexuellen Selbsthilfegruppen (LSBT) und NGOs in Russland.* Eine Bestellung ist ab sofort möglich . Unser Tipp an taz-AbonnentInnen: Verschenken Sie das Olympia-Abo! Sie helfen auch dem zivilgesellschaftlichen Engagement in Russland und fördern die journalistische Relevanz Ihrer taz.

Wir versprechen: Die Lektüre der taz in diesem Zeitraum und mithin das Olympia-Soli-Abo lohnt sich, auch für LeserInnen, die nicht an Sport(berichterstattung) interessiert sind. Denn wir berichten über mehr als nur zweieinhalb Wochen Wintersport. Kaum jemals gab es schon im Vorfeld eines solchen Events so viel Kritik am Austragungsort.

Selten wurden die Rechte von Menschen und der Natur so missachtet wie bei den Bauarbeiten am Olympiapark Sotschi, und selten gab es so viel Protest im Ausland gegen die Zumutungen des Putin-Regimes. Russische NGOs, die sich für die Rechte von Schwulen und Lesben einsetzen oder für Natur- und Umweltschutz in der Olympiaregion kämpfen, werden verfolgt, drangsaliert, verboten.

Die spannende Frage ist: Was passiert während der Spiele? Gibt es wahrnehmbaren Protest von sportlich Aktiven oder politischen Aktivisten? Finden die westlichen Politiker deutliche Worte zur politischen Situation in Russland? Antworten auf diese Fragen finden Sie auf unseren Olympia-Sonderseiten.

Willi Vogelpohl, 56, ist seit gut zwölf Jahren taz-Werbeleiter

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*Wer erhält das Soli-Geld?

Russische NGOs direkt mit Geld zu unterstützen ist schwierig, weil NGOs in Russland, die Geld aus dem sogenannten Westen erhalten, als „ausländische Agenten“ gekennzeichnet und entsprechend verfolgt werden.Die Unterstützung muss also über Umwege erfolgen. Wir haben uns entschieden, Ihre Spenden der von Deutschland aus operierenden queeren Organisation Quarteera zukommen zu lassen.

Informationen zur Arbeit von Quarteera finden Sie unter  www.quarteera.de/.

Über den Kampf der Umweltschützer im Nordkaukasus gibt es die besten Information via Facebook – dort bitte auf die Seite von „environmental watch north caucasus“ (ewnc) gehen. Deren Homepage www.ewnc.org/ ist leider nur auf Russisch zu lesen.

Das russische LGBT-Netzwerk ist über die Seite www.lgbtnet.ru/ und https://www.facebook.com/LGBT.Russia zu erreichen.

Kommentare (2)

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  1. taz: Das erste Buch von Peter Gente, das mir als Student 1973/74 in die Hände fiel, war eine Anthologie, vom Fischer-Verlag und nicht von Merve verlegt.

  2. Tolle Sache; hatte bisher immer kein reguläres Abo, weil ich mit dem Lesen nicht hinterherkomme (Lokalzeitung, etc.) und die TAZ online lese, wenn ich Zeit habe oder zu bestimmten Themen mehr – besseres – wissen will. Aber wenn ich damit auch noch Unterstützung leisten kann, bin ich dabei!!