vonandreas bull 14.10.2014

taz Hausblog

Wie tickt die taz? Das Blog aus und über die taz mit Innenansichten, Kontroversen und aktuellen Entwicklungen.

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Die Dialektikerin in uns ist sich sicher: Die Widersprüche sind’s, die die Welt bewegen. Die Ambition, daran aktiv zu drehen, hat uns nie verlassen. Der Streit um die treffende Analyse und die überzeugenden Konzepte treibt uns zu Erkenntnissen, die, kaum erzielt, von den nächsten abgelöst werden. Die Zeitung taz ist voll davon, täglich, wöchentlich. Und auch wenn man die publizierten Thesen nicht teilt, so ist es doch eine Freude, am offensiv gelebten Pluralismus der Redaktion als Lesende teilzuhaben, langweilig wird es nie. Mit einer gewissen Berechtigung kann man festlegen, dass hier einer der Markenkerne des taz-Universums zu finden ist. „Die Lust am Widerspruch“ ist also Grund genug fürs Marketing, Hömmel und Hille in Bewegung zu setzen und damit eine Werbekampagne für Abonnements zu illustrieren.

Eigentlich steht es derzeit recht gut um die taz. Die von der taz repräsentierten Werte, allen voran die einzigartige Unabhängigkeit der Redaktion, sind attraktiv und glaubwürdig. Die taz-Genossenschaft mit ihren jetzt 14.000 Mitgliedern sichert den selbstbewussten Handlungsspielraum, um mitten in die tiefste Krise der Branche ein leserfinanziertes Ausrufezeichen zu setzen: Für das Projekt des taz.neubau sind innerhalb weniger Wochen viereinhalb Millionen Euro gezeichnet worden.

Aber nicht nur die Finanzierung ist für uns wichtig. Die Wirtschaftlichkeit der taz hängt ganz wesentlich von der Zahl der Abonnements ab. Mit vier gleichrangigen Zeitungsprodukten wenden wir uns ans Publikum: mit der werktäglichen Ausgabe auf Papier, mit ihrer identischen digitalen Schwester ePaper, mit der separat bestellbaren taz.am wochenende und mit der Kombination aus den letzteren. Unser Problem liegt im Zyklus der beworbenen Produkte: Bewerben wir das eine, kommt das andere ins Hintertreffen, wie man an der Grafik im Falle der Abos der taz.am wochenende gut ablesen kann.

In diesen Tagen beginnt nun wieder eine Kampagne mit dem Angebot, die taz.am wochenende zu abonnieren, zumindest für einen Testzeitraum von 10 Wochen. Das kostet in dieser Zeit nur 10 Euro, ein Angebot, das man eigentlich gar nicht ablehnen kann. Ach so, wenn Sie bereits ein taz-Abo haben, sagen Sie’s doch einfach weiter!

Andreas Bull 59, ist Geschäftsführer der taz und ihr Zahlengott

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https://blogs.taz.de/hausblog/2014/10/14/die-bull-analyse-mehr-abos-mahr-ebos/

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kommentare

  • Hallo!

    Ich habe das Kombiabo – das ich auch mit der Überlegung bestellt habe, ob ich langfristig vielleicht komplett auf das epaper umstellen will. Allerdings fehlen mir in der epaper-Text-Umsetzung die Bilder – sowohl die der AutorInnen, als auch die Karikaturen, der Tom, und alle Fotos – es macht einfach keinen Spaß, diese nach dem Lesen der Zeitung anzuschauen – schließlich gehören sie dazu. Und nur im pdf zu lesen ist total unkomfortabel.

    Meines Erachtens nach wäre die Einpflege der Bilder in den Text-Teil eine wichtige Verbesserung, wenn ihr wirklich dauerhaft mehr Abos als epaper haben wollt.

    lG
    Koa

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