vontaz-panter-stiftung 13.08.2015

taz Hausblog

Wie tickt die denn? Der Blog aus und über die taz mit Innenansichten, Kontroversen und aktuellen Entwicklungen.

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Im Juni dachten wir, eine kleine Flaute verschmerzen zu müssen. Die Einnahmen unseres Online-Bezahlmodells „taz.zahl ich” fielen zum ersten Mal seit dem Start unserer Kampagne im März wieder ab. Durch Abbuchungsvorgänge, die erst im Juli erfasst wurden, können wir nachträglich noch 3.000 Euro verbuchen und kommen damit auf eine solide endgültige Summe von 23.590,76 Euro für den Juni.

Juli glänzt

Im Vergleich dazu glänzt das Ergebnis vom Juli umso mehr. Um ein ganzes Drittel steigerten unsere LeserInnen die Einnahmen im angeblichen Sommerloch. Von 23.0590,76 Euro im Juni auf 30.473,94 Euro im Juli. Obwohl die Beiträge der UnterstützerInnen, die viertel- und halbjährlich zahlen, die Gesamteinnahmen zusätzlich erhöhen, bedeutet dies einen großen allgemeinen Zuwachs. Das ließ uns nachgrübeln, was ihnen eigentlich an unserem Bezahlmodell am Besten gefällt.

Denn nicht nur die Einnahmen im Bereich der AbonnentInnen waren gestiegen (die regelmäßigen Beiträge liegen derzeit bei 22.876,64 Euro), sondern besonders die Einmalzahlungen, also die Zahlungen für einzelne Artikel sind deutlich angestiegen. Waren es im letzten Monat noch 4.430,15 Euro, können wir im Juli 7.268,31 Euro an Einmalzahlungen verbuchen.

Paypal scheint dabei die beliebteste Variante zu sein. Die Beträge liegen bei 1.655,02 Euro (im Juni waren es nur 928,71 Euro). Nicht zuletzt schreiben wir das natürlich dem höheren Traffic auf taz.de zu. Viele Menschen haben erneut in das investiert, was sie an unserem Journalismus und unserer solidarischen Idee schätzen.

Was das im Detail ist, haben wir uns einmal genauer angeschaut. Indem wir unsere Twitter-Wall „User zu taz.zahl ich” gelesen haben.

So gefällt es einigen einfach, die Wahl zu haben:

Manche mögen auch die Perspektive:

Oder es ist die Wahrheit und nichts als die Wahrheit:

Erlöse taz.zahl ich nach Herkunft und Monatssummen 2015 (Juli)

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http://blogs.taz.de/hausblog/2015/08/13/ergebnisse-im-juli-userinnen-zu-taz-zahl-ich/

aktuell auf taz.de

kommentare

  • In mehreren Zeitungsartikeln (u.a. Spiegel- und Zeit-Online) habe ich gelesen, dass das holländische Start-up Blendle im Herbst diesen Jahres in Deutschland seinen Dienst aufnimmt (eine Beta-Version ist bereits auf dem Markt). In den o.g. Artikeln habe ich jedoch nicht gelesen, dass die taz den bei Blendle registrierten Nachrichteninteressierten ihre Berichte oder Kommentare zum Kauf anbieten will. Ich hielte es für einen Fehler, auf diesen innovativen Verkauf von Zeitungsartikeln der taz zu verzichten.

  • Ich lese seit einiger Zeit die Taz als E_paper und bin darüber glücklich: nicht mehr dieses Papiergewusel! Aber öfter mal online lesen ist auch klasse, schön dass Ihr das offen und auf freiwilliger Bezahlbasis macht! Ist eben DIE Zweitung!

  • Schön zu sehen, dass es generell bergauf geht. Und sicherlich gibt es auch noch einige Optimierungsmöglichkeiten (Auswahl eines höheren vorausgefüllten Wertes bei Einmalzahlung oder eine Vereinfachung des Zahlformulars bei regelmäßigen Zahlungen).

    Die flatter-Zahlungen sind laut eurem Diagramm ja auf einem gleichbleibend niedrigem Niveau. Dass sich flattr nie wirklich durchsetzen konnte, finde ich sehr schade. Damit ist die taz sicherlich nicht alleine, aus vielen Zeitungen/Magazinen/Blogs wurde der Button mittlerweile ausgebaut.

    Ihr schreibt, dass bei den Einmalzahlungen die „die beliebteste Variante zu sein“ scheint. Wieso nur scheint – das müsste man doch genau sehen können, oder?

  • Ich lese täglich die FAZ und die TAZ, beide online. Weil die Journalisten und Journalistinnen der TAZ meiner eigenen Meinung und Gesinnung sehr nahe stehen und deshalb auch meine Meinungen und meine Gesinnung gross und artig verbreiten. Das ist gut so. Und die FAZ, weil deren Journalisten fast ausschliesslich eine quere Meinung und Gesinnung verbreiten, die mich provoziert, auf die Palme treibt und die Welt der stockkonservativen, rückständigen und antidemokratischen Wirtschaft vors Gesicht knalle. Das ist auch gut so, weil es mich oft kopfschüttelnd in Bewegung hält.

    Jetzt will die FAZ Geld dafür, dass ich weiter ihre Schreibe lese. Jetzt zahl ich: Nicht bei der FAZ, sondern bei der TAZ, das hält nicht nur mich, sondern auch jene in Bewegung, die nicht parteitaktisch, sondern wahrhaftig und authentisch, weitsichtig und fast ganzheitlich informieren.

  • Naja, nach monatelanger Komplettignoranz² der (Hamburg) „Redaktion Nord“ habe ich mein Taz-Zahl-Ich Abo denne mal gekündigt. Neben meiner Geno-Mitgliedschaft… Wenn der *hust* „investigative TAZ-Journalistmus“ nur noch darin besteht, Agenturmeldungen zielgruppengerecht aufzubereiten, kann man das auch in Lizenz bei Funke oder Springer beauftragen, da brauchst keine Hamburg-Redaktion mehr…

    ²Ich red von Umgangsformen, nicht von redaktionellen Entscheidungen.

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