taz.zahl ich: Ergebnisse im September 2016

Der August und der September sind traditionell weder beim Traffic auf taz.de noch bei den Neuabschlüssen für taz.zahl ich besonders gute Monate. Das Wetter ist einfach zu schön, um häufig vor dem Rechner zu sitzen, und es ist Urlaubszeit. Während die monatlichen Neuabschlüsse in der ersten Hälfte des Jahres  deutlich über 200 lagen, sind sie ab August unter 200 gesunken. Im September auf 197 neue regelmäßige Beiträge. Das klingt nicht schlecht, doch wenn wir die 118 geendeten Beiträge abziehen, steigt die Zahl der Unterstützer*innen im September nur noch um 79 Neuanmeldungen.

Die Hauptsache ist, dass die Leser*innen das Modell für den richtigen Ansatz halten und die Teilnahme steigt. Denn solange das Modell erfolgreich ist, können wir taz.de frei zugänglich für alle halten. Der freiwillige Beitrag von derzeit 8.294 Personen sichert den Zugang zu unabhängiger Presse für alle, auch für diejenigen, die sich keinen Beitrag leisten können.

 

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Weil die Spontanzahlungen im Vergleich zum Vormonat etwas zurückgingen, ebenso wie die Direktüberweisungen,  reichte der Zuwachs bei den über die taz.zahl ich-Beiträge eingegangenen Zahlungen nicht ganz aus, um das Vormonatsergegbnis zu übertreffen. Dennoch haben wir mit 50.585 Euro einmal mehr die 50.000 übertroffen und dafür gebührt allen Unterstützer*innen großer Dank.

Mit 45.938,19 Euro ist der größte Teil der Einnahmen über die Beiträge der regelmäßigen Unterstützer*innen bei uns eingegangen. Die größten Einbußen mussten wir bei den Direktüberweisungen hinnehmen, ganze 1.000,96 Euro.

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Helfen Sie uns, dass die Zahl im Oktober wieder steigt und machen Sie mit!

Als Prämie gibt es, wenn Sie möchten, unseren „Getragen von vielen“-Beutel.

 

Einnahmen im September 2016

Kommentare (3)

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  1. Ich will hier eine Frage anbringen bezüglich etwas, was ich an taz.zahl ich einfach nicht kapieren kann:

    Die Taz steht dem Kapitalismus eher skeptisch gegenüber; teilweise klingen manche Artikel so, als müsse der Kapitalismus „überwunden“ werden und durch etwas „besseres“ ersetzt werden.

    Der Kern des Kapitalismus ist dabei aber nichts anderes, als dass irgendwer Eigentum hat, das er erworben, hergestellt oder sonstwie in seine Finger gebracht hat (hoffentlich legal), und dann dieses Eigentum anderen gegen Geld zur Verfügung stellt. Mehr ist der Kapitalismus im Kern nicht.

    Aber statt das die taz dann konsequent ist und diesen Kern – irgendwer stellt irgendetwas bereit und will Geld dafür – überwindet, macht sie mit taz.zahl ich genau das gleiche, nämlich irgendwelche Arbeitssklaven stellen im Auftrag der taz Texte her, die die taz dann gegen Geld versucht irgendwem anders zur Verfügung zu stellen, mit der kleinen Besonderheit, dass die taz den Preis dabei von den verfügbaren Mitteln der Käufer abhängig machen will (was aber nichts ungewöhnliches ist, siehe z.b. Familientickets, Kinderessen, Kinderpreise etc. bei verschiedenen Dienstleistern; das machen die ja auch nur, weil Kinder eher weniger denn mehr Geld haben).

    Und deshalb zahle ich natürlich konsequent nichts für taz, da ich ja nicht die taz in ihren Prinzipien kompromittieren will.

    Der Einwand, dass die Arbeitssklaven der taz doch andernfalls verhungern müssten bzw. es die taz schlicht nicht gäbe, wenn sie ihre Produkte unter Wert bzw. nur kostenlos verteilt, ist natürlich grober Unfug, denn bei allen anderen wie z.b. Banker, Energiekonzernen, Ölkonzernen, konventionellen Bauern, etc. scheint die taz diesen Einwand auch nie zu akzeptieren, folglich gilt er bei der taz selbst ebenfalls nicht (wer nun meint, dass das doch auf eine unmögliche und nicht funktionierende Welt hinauslaufe: Tja, kann schon sein, darüber sollten die Kapitalismusüberwinder vielleicht mal nachdenken …).

    Folglich sehe ich es als schlüssig und widerspruchsfrei von den Prinzipien der taz her an, für die taz konsequent nichts zu zahlen.

    Also was soll dann der Unfug mit taz.zahl ich, wenn es doch eigentlich zwingend ist, dass Kapitalismusüberwinder den Kapitlaismus doch bitte zuerst bei ihren eigenen Produkte überwinden sollen?

    Kapier ich nicht; vielleicht irgendwo ein Denkfehler meinerseits; aber wen eine juristische Person (wie die taz) Geld für ihre Produkte/Dienstleistungen haben will, dann ist das Kapitalismus pur; wenn der unvermeidlich erscheint, ist vielleicht die Kapitlismusüberwindung schlicht Blödsinn; wer sie aber dennoch propagiert, sollte sowas einfach nicht machen; deswegen nehme ich wohl auch in Zukunft die taz-Produkte völlig guten Gewissens ohne Bezahlung in Anspruch, da die taz ja den Kapitalismus überwinden will und ich deshalb natürlich die taz darin unterstütze, bei sich selbst anzufangen.

    • Hi carn,

      vielen Dank, dass du dich so intensiv mit der taz und taz.zahl ich beschäftigst!

      Leider basieren deine Ausführungen auf zwei Annahmen, die nicht zutreffen.

      1. Die taz ist „Kapitalismusüberwinder“
      Die taz ist ein Medienunternehmen. Zwar sind wir nicht auf Profit aus und produzieren ein durchaus kapitalismuskritisches Blatt (im Gegensatz zu den meisten Medienkonzernen).
      Aber das mit der Überwindung des Kapitalismus als Ziel der taz musst du irgendwo anders hergenommen haben. Unseres ist immer noch guter, unabhängiger Journalismus.

      2. taz.zahl ich verlangt zwangsweise Geld für Produkte
      Neben der „kleinen Besonderheit, dass die taz den Preis dabei von den verfügbaren Mitteln der Käufer abhängig machen will“, hast du übersehen, dass das Bezahlen an sich frewillig ist. Das ist schon was anderes, oder?
      Und wenn ein Mensch nicht bezahlt (ob aus Geldmangel oder als Ergebnis einer schlecht durchdachten Argumentationskette), ist das völlig ok für uns.

      Viele Grüße und viel Spaß beim Lesen auf taz.de,
      Nico vom taz.zahl ich-Team

    • Da sind so viele Denkfehler drin, dass es mit zu mühsam ist alles aufzulisten.

      Zum Thema Kapitalismus überwinden: Der Kapitalismus ist das System in den wir leben und die Taz als isolierte Entität kann nicht so ohne weiteres auch davon abkoppeln. Auch kann eine Entität nicht einfach das ganze System umwerfen. Die Frage stellt sich ja häufiger auch bei anderen Gruppen oder Einzelpersonen. Kann es ein richtiges Leben im falschen geben?

      Zum anderen: Die Vorstellung dass eine Redaktion eine einheitliche Meinung hat und die auch noch von allen anderen Beteiligten geteilt wird ist falsch und auch gefährlich. Es macht gerade eine gute Redaktion aus dass unterschiedliche Meinungen aufeinander treffen. Aus gelegentlicher Kapitalismuskritik abzuleiten dass die gesamte taz dagegen ist fällt also aus.

      Nebenbei: Dass man – wenn man den Kapitalismus überwunden hat – für nichts mehr bezahlen muss bzw für nichts mehr Geld verlangen darf ist auch nicht richtig.