Bull Analyse: Die Lage nimmt zu!

Die Liste der Projekte der taz-Redaktion ist lang und vielfältig: Eine Auswahl

Meine Lieblingslektüre in der deutschsprachigen Presse ist die wöchentlich im gedruckten SPIEGEL (ja, liebe jüngere Leser*innen – den SPIEGEL gibt’s auch gedruckt!) erscheinende Rubrik „Früher war alles schlechter“ [justament hat sich übrigens der Spiegel entschieden, die Rubrik auch online zu publizieren]. Eine stupende Sammlung von stichhaltigen Argumenten gegen die Sehnsucht nach einer vorgeblich schönen heilen Vergangenheit. Aber andererseits ist es doch auch mehr als ein Gefühl: Die Lage nimmt ständig zu! Davon ist unsere taz.am wochenende schon ganz „Dick und Gemütlich“ geworden (zur Erinnerung: das war der claim unserer umstrittenen, aber erfolgreichen Werbekampagne bei ihrer Einführung). Um also der „Lage“ noch einigermaßen beizukommen, braucht man mehr und mehr auch wieder die Ausgaben von Montag bis Freitag (vielleicht einfach mit dem ePaper-Abo?) – und taz.de. Sonst kommt man gar nicht mehr hinterher.

Wenn letzte Woche Platz gewesen wäre, wären auch noch die Wahlen in den Niederlanden dabei gewesen, aber, alles Halb so Wilders, die Liste der Projekte der taz.Redaktion allein bis zum Sommer bietet eine der Wirklichkeit angemessene Spannung, hier eine Auswahl:

Nächste Abstimmung im Superwahljahr: Im Saarland wird Ende März gewählt. Schulz. Im Anschluss betreiben wir eine intensive Wahlnachlese und liefern Hintergründe (Ausgaben vom 27. und 28. März). Schulz.

Am 15. April hat die taz Genossenschaft Geburtstag – 25 Jahre (!) – das feiern wir mit vier Sonderseiten (15. April, und, um es nicht zu vergessen: am 17.4.1979 erschien die erste Ausgabe der täglichen taz).

Evet oder Hayir? Am 16. April stimmen die BürgerInnen der Türkei über Erdogans Präsidialsystem ab.

Wir liefern Analysen und Hintergründe (18. April). Bitte besuchen Sie bei Gelegenheit auch unsere original zweisprachige Internetseite gazete.taz.de.

Schicksalswahlen in Frankreich: Wir begleiten die Präsidentschaftswahlen auf taz.de france mit zahlreichen Reportagen aus der Region Paris. Die taz.am wochenende wird einen Themenschwerpunkt erarbeiten (22.4.), außerdem haben wir eine Kooperation mit der Zeitung „Liberation“ vereinbart: In der Wochenendausgabe vom 22. April übernehmen KollegInnen aus Paris einen Teil der Zeitung. Und die taz wird einen Teil der Libération übernehmen, wenn im Herbst die Bundestagswahlen anstehen. Eine Wahlnachlese wird es am 24. und 25. April geben – und erneut zum und nach dem zweiten Wahlgang (Stichwahl) am 7.5. (8. und 9.5.).

Jetzt doch Wechselstimmung in Schleswig-Holstein? Schulz. Wir werden Hintergründe und Analysen erarbeiten (7.5.) – Schulz – und die Ergebnisse auswerten (ebenfalls in den Ausgaben vom 8. und 9.5.). Schulz.

Eine Welt, viel Musik: Mehrere Sonderseiten „Global Pop“ (Weltmusik) am 13. Mai im Vorfeld des International Africa Festival am 25. bis 28. Mai in Würzburg.

Dann geht es auch in NRW an die Urnen: Wahlnachlese (Schulz) und Hintergründe (Schulz) zur Landtagswahl (15. und 16. Mai). Schulz.

Trump kommt nach Deutschland, und auch ansonsten wird es anstrengend – Acht Sonderseiten in Vorbereitung des Hamburger G20-Gipfels am Samstag, den 20. Mai.

Der Evangelische Kirchentag im Lutherjahr findet in Berlin und Wittenberg statt: Wir bereiten zahlreiche Sonderpublikationen vor – und vom 24. bis 29. Mai wird es täglich vier Sonderseiten geben. Und bei der Gelegenheit: für den 24. Mai planen wir eine Sonderveröffentlichung zum Thema Gegenöffentlichkeit und spannen den Bogen von 1968 bis zur aktuellen Diskussion über die Glaubwürdigkeit des Journalismus.

Der G20-Gipfel: Umfassende Berichterstattung zum Gipfeltreffen in Hamburg auf voraussichtlich täglich 8 Seiten vom 1. bis 10. Juli.

Dribbeln, grätschen, Tor*in: Ausspielung der europäischen Kontinentalmeisterschaft im Frauenfußball in den Niederlanden (Frauen-Fußball-EM) vom 16. Juli bis 6. August. Die taz ist voll dabei!

Ansonsten gilt natürlich im Superwahljahr 2017: Bis zum September alles zur Bundestagswahl.

Ach ja: wir haben zufällig für jedes Lese- und Informationsbedürfnis das passende Abo für Sie bereit gestellt. Machen Sie doch davon Gebrauch und empfehlen Sie uns weiter taz.de/abo. Übrigens: kann sein, dass Schulz auch ein taz.Abo hat.

Abu, März 2017

1 Kommentar

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  1. Der Grafik fehlen Achsenbeschriftungen. Ja, was die Y-Achse darstellt ist in der Tat nicht klar. Anzahl Abos? Abo-aequivalente? Einnahmen pro Zeiteinheit? Leute-die-mehr-als-null-cent-bezahlen?