Personalie: Katja Kullmann ist neue Themenchefin

Zum 1. Oktober wechselt Katja Kullmann, bis Juli Vize-Chefredakteurin des Freitag, in die Rudi-Dutschke-Straße. Bei der taz übernimmt sie die neu geschaffene Position der Themenchefin.

Die profilierte Medienmacherin wird in dieser Funktion künftig die großen Themen der taz kanalübergreifend steuern. „Ich bin sehr froh, dass wir Katja Kullmann für diese zentrale Aufgabe gewinnen konnten“, sagt Barbara Junge, stellvertretende Chefredakteurin der taz. „Sie bringt Scharfblick, Führungserfahrung, Kompetenz Online wie Print und insbesondere ihre große Neugier mit.“

Die taz wird die Berichterstattung auf ihren verschiedenen Kanälen künftig von einem gemeinsamen Desk aus koordinieren. An diesem Desk werden Katja Kullmann und Gereon Asmuth als Themenchef_in und immer ein_e planerisch erfahrene Kolleg_in von taz.de als Nachrichtenchef_in sitzen. Gemeinsam mit den Fachressorts planen sie die Website taz.de, die Zeitung und Social Media.

„Für den Journalismus sind es gerade extrem spannende Zeiten, nicht mehr nur auf Papier, sondern eben auch digital“, sagt Katja Kullmann, „und ich freue mich sehr darauf, nun bei der taz einzusteigen, einer Zeitung, deren Lebendigkeit und Wachheit ich seit Langem schätze.“

Die taz ist heute auf sechs Wegen unterwegs: taz.de, taz.die tageszeitung, taz.am wochenende, taz-App, taz auf Social Media und taz-Veranstaltungen im ganzen Land. Seit Jahresanfang hat sich eine Entwicklungsgruppe Gedanken darüber gemacht, wie sich die Planungsabläufe so verändern können, dass taz-Themen wirksam auf den Kanälen ausgespielt werden. Im Oktober werden die Ergebnisse dieser Gruppe umgesetzt. Gleichzeitig startet die sowohl gestalterisch als auch konzeptionell überarbeitete tageszeitung. Auch die Layouts der taz app und der taz am Wochenende werden neu gestaltet. Im Oktober stößt auch Kullmann zur taz.

Katja Kullmann, 47, hat das klassische Handwerk des Journalismus bei der Deutschen Presse-Agentur gelernt. Sie war Ressortleiterin Report beim Magazin Petra und schrieb als freie Autorin unter anderem für die F.A.S., den Tagesanzeiger und die taz. 2014 wurde sie Kulturredakteurin beim Freitag und war dort zuletzt stellvertretende Chefredakteurin. Kullmann ist Autorin mehrerer Bücher, darunter Rasende Ruinen, eine Reportage über die frühere US-Industrie-Metropole Detroit, der Prekaritäts-Essay Echtleben und Generation Ally, ein Buch über Feminismus, das in vier Sprachen übersetzt und 2003 mit dem Deutschen Bücherpreis ausgezeichnet wurde.

Bild: Nane Diehl

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